Seit Tom Robbins "Also Cowgirls get the Blues" wissen wir es doch:
Gestreckter Daumen bedeutet STOPP!
Kraaf
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Ergebnis 11 bis 20 von 24
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25.09.2006, 12:46
AW: Tanzen und nonverbale Kommunikation
aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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25.09.2006, 12:50Inaktiver User
AW: Tanzen und nonverbale Kommunikation
*klugscheiß*
Zitat von Kraaf
Even Cowgirls get the Blues..
*g*
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25.09.2006, 12:52
AW: Tanzen und nonverbale Kommunikation
*upps* ja, "even" und eigentlich wollte der gestreckte Daumen nicht nur "Stopp", sondern "Stopp mitnehmen."
zerknirscht
Kraaf
aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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25.09.2006, 12:58
AW: Tanzen und nonverbale Kommunikation
@ Ehemann
Es gibt keine Geheimsprache. Sorry für enttäuschening.
Mir ist allerdings noch eine dritte Variante eingefallen:
So hatte sie deine Hand unter Kontrolle. Sie wollte verhindern, dass du mit deiner Hand an Körperstellen füh(l/r)st, wo eine Hand normalerweise beim Tanzen nicht hingehört....
Ich werde mir in Zukunft jetzt jedenfalls sehr genau überlegen, welche männlichen Daumen ich anfasse und welche nicht...
Einen guten Rat gebe ich immer weiter. Es ist das einzige, was man damit machen kann. - OSCAR WILDE
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25.09.2006, 13:11Inaktiver User
AW: Tanzen und nonverbale Kommunikation
@ehemann
echt krass wie ihr euch darüber Gedanken macht. Diese "unsittliche Handhaltung" beim Tanzen hatte auch immer Hannelore K....... mit ihrem Gatten. Ihr Gatte hatte aber auch ein Verhältnis mit seiner Sekretärin. Was wollte also Hannelore gegenüber ihrem schwergewichtigen Mann damit ausdrücken oder gar der Presse mitteilen ? Fragen über Fragen, die wir der Verstorbenen nicht mehr stellen können.
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25.09.2006, 13:47Inaktiver User
AW: Tanzen und nonverbale Kommunikation
Tanzen dient der Partnerwahl und kann eine Art Paarungsritual sein. ME der Grund warum es überhaupt Männer gibt die tanzen. Wenn man bedenkt das fast 80% der Frauen gerne tanzen, aber mehr als 50 % der Männer ungern, dann kann ich die Eingangsfrage, ob der "Daumengriff" etwas bedeuten soll, schon verstehen.
Oder gibt´s Männer die in die Disco gehen um die Musik zu hören??
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25.09.2006, 15:34Inaktiver User
AW: Tanzen und nonverbale Kommunikation
Vorneweg: ich tanze Tango Argentino, das ist eben kein Standart- Tanz und deshalb ist eventuell nicht alles 1:1 übertragbar, was ich hier schreibe. Dennoch: Wie ich das meine?
Normalerweise ist die Tanzhaltung ja so, dass der Führende mit seiner rechten Hand um den Rücken der Folgenden fasst und idealerweise seine Hand in etwa unterhalb ihres rechten Schulterblattes ruht, evtl. auch Kontakt zu ihrer Wirbelsäule hält und ihr die Möglichkeit gibt, selbst darüber zu entscheiden, wie eng tatsächlich getanzt wird: also fest halten, aber keine „Schraubzwinge“. Die Hand nicht knapp über dem Po (tanzen, nicht tatschen), die Hand nicht so weit um den Körper herumlegen, dass seine Finger beinahe ihre Brustwarzen streicheln können (tanzen, nicht fummeln), die Hand nicht verschämt ganz oben auf ihrer linken Schulter (wenn es so viel Abstand sein soll, dann besser erst gar nicht anfassen).
Seine Linke bietet offen die Handfläche am mehr oder minder ausgestreckten Arm, leicht abgewinkelt und Ellebogen „unten“ an, sie legt ihre Hand von oben auf seine. So dass sie gewissermaßen auf seinen Armen „schwebt“, ihre rechte Hand ruht, je nach gewünschter Nähe, entweder auf seinem Oberarm nahe der Schulter, auf der Schulter oder zwischen den Schulterblättern unterhalb seines Nackens.
So kann er ihr über seinen rechten Arm Impulse vermitteln, ob es vor oder zurück gehen soll, ob sie sich dreht, etc. Und sie spürt das einerseits über seinen Führungsarm, andererseits über die Bewegung seines Oberkörpers, zu dem sie durch ihre linke Hand (die auf der Schulter) Kontakt hält.
Im idealen Fall besteht nun ein dergestaltes Vertrauensverhältnis zwischen den Tänzern, dass sie sich dort so sicher und aufgehoben fühlt, dass sie tatsächlich folgt. Keine Sorgen dahingehend, dass der Idiot auf ihre Füße tritt, dass er auf Kollisionskurs mit anderen Paaren geht, sondern dass er klare und eindeutige Signale sendet gibt um Figuren oder Richtungswechsel einzuhalten, dass er den Takt hält und sie nicht zum Stolpern bringt oder fallen lässt, dass er ihr nicht auf die Pelle rückt wenn sie das nicht will („Schraubzwinge“) und keine Sorgen dahingehend, dass er sie ständig aus ihrer Achse zieht. Sie sich also in seiner Umarmung wohl fühlt und mitgeht. Und ihre Schritte und Figuren tanzen kann, Verzierungen machen kann, ohne seine Aufgaben „erledigen“ zu müssen.
Wenn irgendetwas davon fehlt, wird sie Gegendruck ausüben. Oder versuchen, die Kontrolle zu übernehmen. Das geht, indem die Folgende massiv gegen seine Arme drückt, sich schwer aufstützt, etc. Oder eben, wenn das nicht geht, die Hand, die sie hält, ihrerseits umfasst (oder einzelne Finger davon) und an diesen zieht und drückt, um ihre Wünsche durchzusetzen. Offensichtlich hat sie das ja getan.
Gemeinsames Tanzen lebt von der klaren Rollenverteilung, dass einer führt und der andere folgt. Es ist schwer (für beide), sich darauf einzulassen, aber es sieht einfach doof aus, wenn sich das Paar darüber nicht einig ist. Er kann nicht ordentlich tanzen, wenn er ständig seinen Part verteidigen muss und sie kann nicht ordentlich tanzen, wenn sie sich nicht darauf verlassen kann, dass er seinen Part auch ordentlich erfüllt.
Sprich: Wenn man so etwas sieht, kann man davon ausgehen, dass das Verhältnis zwischen den Tanzenden nicht stimmig zum gemeinsamen Tanzen ist. Wie es sonst ist, ist allerdings unabhängig davon zu sehen: smirksmile:
Ohne Dir auf den Schlips treten zu wollen: ich kann nur mit Männern gut tanzen, die wissen was sie wollen, ein gewisses Maß an Selbstsicherheit aufweisen und sich auch auf das Tanzen konzentrieren. Und die gleichzeitig wissen, was sie mir zumuten können (ich kann längst nicht alles, was meine Tanzpartner so können). Denn die Kontrolle über meine Bewegung überlasse ich nicht jedem. Er darf mich auch nicht langweilen, sonst mache ich es (unbewusst) „spannender“, in dem ich mich beharrlich sträube und Kompetenzrangeleien vom Zaun breche.
Deshalb sehe ich im Umfassen des Daumens mit den Fingern eine recht subtile Machtübernahme. Es scheint gelungen zu sein, wenn Deine Idee bezüglich des „warums" eher um das Thema Flirt, bzw. Anmache kreisen denn um Kompetenzprobleme…
Bislang würde ich das zwar nicht als ritualisierte Methode sehen- aber ich werde es evtl. beim nächsten Tanzen mal testen ;-)
Solltest Du ein sehr geübter Tänzer sein, weißt das aber doch eigentlich sowieso, oder?
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25.09.2006, 16:02Inaktiver User
AW: Tanzen und nonverbale Kommunikation
@expectadorOder gibt´s Männer die in die Disco gehen um die Musik zu hören??
Ich habe es schon so explizit von Männern gehört und auch von einer Frau. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Männer und Frauen nur zum Tanzen und/oder flirten in der Disco sind.
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25.09.2006, 16:17Inaktiver User
AW: Tanzen und nonverbale Kommunikation
Wegen Drogen vielleicht? Wegen der Musik KANN einfach nicht sein...
Zitat von Inaktiver User
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25.09.2006, 19:26Inaktiver User
AW: Tanzen und nonverbale Kommunikation
Zitat von Inaktiver User
vielleicht bedeutete es ja nur - wenn du mir noch mal auf die zehen trittst, zerquetsche ich dir den daumen...


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