Caramon, da würden wir wohl nicht zusammenpassen ...
Ich habe ja nun keine Erfahrung mit Exen - aber wenn ich 'mal ein Gedankenexperiment mache ... In einer Beziehung will man doch den ganzen Menschen kennenlernen - und da kann die Vergangenheit doch nicht ausgeblendet werden. Natürlich würde ich nicht nach einer Woche eine übersichtliche Aufstellung aller Frauen, die er geküsst hat, erwarten - aber wenn er nicht im Prinzip (und durchaus und gerade in der Anfangszeit) bereit wäre, mir aus seinem Leben zu erzählen (ohne etwas auszublenden und ohne dass ich bohren muss), das wäre für mich wohl ein NoGo.
Gruß, Leonie
Antworten
Ergebnis 11 bis 16 von 16
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22.09.2006, 13:34Inaktiver User
AW: Wie viel Vergangenheit und wann erzählt
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22.09.2006, 13:36
AW: Wie viel Vergangenheit und wann erzählt
Wie gesagt, ging es mir nur darum, dass ich zu Beginn der Beziehung solche Sachen nicht wissen möchte und auch später nicht in allen Details. Aber dass man sich so nach und nach einige Dinge erzählt - entweder aus einer Situation heraus oder auf Anfrage - finde ich schon normal. Aber erst, wenn die Beziehung ein wenig reifen konnte und man eine entsprechende Vertrauensbasis hat, weiß, dass man dem anderen wichtig ist und die anderen wirklich Vergangenheit sind.
Zitat von Inaktiver User
Wenn der andere dann aber so gar nichts erzählen würde, fände ich das auch merkwürdig. Denn irgendwie sollte man doch auch zu seiner Vergangenheit stehen. Ich hab von meinem Freund erst nach ca. 1/2 Jahr erfahren (auf Anfrage meinerseits) wieso er sich von seiner letzten Freundin getrennt hat. Und erst vor kurzem (wir sind mittlerweile ein knappes Jahr zusammen) hab ich durch Zufall etwas von einer Frau erfahren, die ihm mal sehr wichtig war und die ihn wohl sehr verletzt hat.
Aber ich würde nie detailgetreu alle seine Beziehungen, Bettgeschichten etc. wissen wollen. Genausowenig wie ich ihm alle meine Beziehungen, Affären etc. auf die Nase binden würde. Es ist für mich auch unwichtig, mit wie vielen Frauen er bisher im Bett war, was er mit denen gemacht hat usw.
Hab mal einen guten Spruch gelesen, der gut hierher passt: "Liebe ist...die Vergangenheit zu vergessen"
Grüße
LaranaEs gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. – Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist... (Douglas Adams)
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22.09.2006, 13:39Inaktiver User
AW: Wie viel Vergangenheit und wann erzählt
Es geht ja schon aus meinem Posting hervor - diesem Spruch würde ich heftigst widersprechen.
Zitat von Larana
Gruß, Leonie
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22.09.2006, 13:59Inaktiver User
AW: Wie viel Vergangenheit und wann erzählt
Leonie60, da bin ich mit Dir (großteils) einer Meinung.
Ich muss keine Details erfahren, aber die Vergangenheit eines Menschen prägt doch sein Denken und Handeln, es macht Reaktionen in diversen Situationen verständlich- es wird doch entschieden leichter, wenn ich das weiß, oder? Es zeigt ja nun auch, ob derjenige mit seiner Vergangenheit umgehen kann- evtl. Fehler zugeben, ob die Vergangenheit abgeschlossen ist...
Allerdings würde ich solche Listen wie die Zahl der Sexpartner mit Namen und Alter (wo möglich) weder verlangen noch liefern. Das ist redundant.
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22.09.2006, 14:04Inaktiver User
AW: Wie viel Vergangenheit und wann erzählt
@Sevillana... als ich deinen Beitrag las, war ich erst einmal sprachlos. Sachen gibts, die sind so unglaublich, dass man gar nicht viel dazu sagen muss.
Für mich war bisher immer nur interessant wann die letzte Beziehung zu Ende war und wie lange sie ging. Der Trennungsgrund in Kurzform. All das muss aber nicht in den ersten zwei Dates besprochen werden. Irgendwann kommt in der Regel automatisch das Gespräch darauf.
Alles Andere interessiert mich erst einmal gar nicht. Ich möchten den Menschen kennen lernen, den ich vor mir habe. Ohne von seiner Vorgeschichte beeinflusst zu sein.
Ich bin ein guter Zuhörer. Mag es, wenn Menschen von sich erzählen. Wie sie erzählen und was ihr Gesicht dabei sagt.
Es irritiert mich sehr, wenn jemand sofort von vergangenen Frauen erzählt. Wichtig dabei ist, wie er erzählt. Mit vorwurfsvollem Unterton und verbittert. Oder locker und frei in sachlichen Details, ohne den anderen schlecht machen zu wollen. Daran erkennt man, wie weit es verarbeitet wurde. Oder wie nachtragend jemand ist.
Wenn ich zuerst danach gefragt werde, kommt von mir immer auch die Gegenfrage.
Details will ich nicht wissen und gebe ich auch nicht weiter. Wie viele Männer ich hatte, was ich mit denen gemacht hatte usw. all das geht niemanden etwas an. Erzählt mir ein Mann all das weiß ich, dass er auch über mich erzählen wird.
Dann gibt es auch die, die gar nie fragen. Aus Desinteresse. Sind sie dann überhaupt an mir interessiert oder wollen sie nur meine Hülle. Manche fragen nicht, weil sie nicht wissen ob es angebracht ist. Oder einfach geduldig warten wollen, wann denn von selbst was kommt. Auf den Augenblick warten können, wenn von selbst zur Sprache kommt. Die gefallen mir noch am besten.
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22.09.2006, 14:20
AW: Wie viel Vergangenheit und wann erzählt
Klingt vielleicht komisch, aber es verändert einen Mann schon, ob er 10 oder 100 Lover hatte.
Zitat von Caramon
Und Du wärest überrascht, wieviele Männer, die ich kenne, in der Vergangenheit leben. Sie haben sie nicht nur, sie empfinden sie auch immer noch als das Nonplusultra und was Neues kommt da schon mal gar nicht mit. Meist sind diese Männer auch noch überrascht, wenn man auf intimeren Kontakt dann keinen Wert mehr legt.
Details würde ich auch nicht wissen wollen und die genaue Zahl der Verflossenen auch nicht. Aber intensive Beziehungen formen einen Menschen, da kann ich ein bestimmtes Verhalten besser verstehen, wenn ich die Hintergründe kenne.
LG
Polarstern


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