Ich bin hier über den Strang "Mann kleiner als Frau"gestolpert und da ich im Freundeskreis gerade diese Überlegung anstelle, will ich mal nach euren Erfahrungen mit Kennenlern-Kriterien von Frauen im Lebensverlauf fragen.
Besonders im Auge habe ich da Frauen etwa in meinem Alter also grob gesagt Ende 30, Anfang 40, und die Frage, ob es zuviel erwartet ist, daß sich in dem Alter bestimmte Kriterien, die in jüngeren Jahren megawichtig waren, relativiert haben.
Ich sehe mich manchmal (gerade hochaktuell!) völlig ratlos mit Bekannten oder Freundinnen konfrontiert, die in besagtem Alter und auf Partnersuche sind und die darunter leiden teilweise schon sehr lange Single zu sein. Zum Teil, weil sie lieber in einer Partnerschaft leben möchten als alleine, zum Teil auch und gerade, weil sie in dem Alter sind, in dem eine Familiengründung und Kinder gerade noch denkbar sind, das Fenster sich aber rapide schließt.
Was mich total erstaunt ist allerdings die Rigidität, mit der bestimmte Kriterien verteidigt werden, die ich nicht alters- und lebebenserfahrungsgemäß finde. Die mir sehr pubertär erscheinen.
Da fallen Männer schon durchs Raster, weil sie eben einen halben Kopf kleiner sind, die falsche Haarfarbe oder ein "blödes" Hobby haben.
Das kommt mir irgendwie seltsam vor. Vor allem, wenn auf der anderen Seite der Leidensdruck, keine Beziehung und keine Chance auf Familie zu haben, groß ist.
Es geht ja nicht um ein Absenken von Ansprüchen, sondern um eine gewisse "Reife" bei der Männerauswahl, d.h. solche Dinge kein K.O. Kriterium sein zu lassen.
Liege ich da völlig falsch?
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05.03.2013, 18:57Inaktiver User
Partnerwahlkriterien- Verändern sie sich im Laufe des Lebens?
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05.03.2013, 19:07
AW: Partnerwahlkriterien- Verändern sie sich im Laufe des Lebens?
Ich denke mittlerweile, das Menschen, die GENAUE Vorstellungen haben und keinen Millimeter davon abrücken, im Grunde genommen "nur" Angst vor einer Partnerschaft haben. Die Gründe mögen vielfältig sein, das Resultat blebt jedoch gleich.
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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05.03.2013, 19:10Inaktiver User
AW: Partnerwahlkriterien- Verändern sie sich im Laufe des Lebens?
bei mir hat sich eigentlich nichts verändert: ich war und bin grundsätzlich für alles offen.
bloß wenn ich in singlebörsen gesucht habe, hab ich doch ein paar kriterien angegeben - gezwungenermaßen. aber das waren in den letzten jahren die gleichen, die ich auch mit 20 angelegt hätte, wenn ich mich recht erinnere.
dieses börsen-suchen drückt einen halt ein bisschen ins rastern rein, finde ich, wegen der menge an profilen...
im echten leben ist es dann wieder anders.
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05.03.2013, 19:11Inaktiver User
AW: Partnerwahlkriterien- Verändern sie sich im Laufe des Lebens?
was ich viel interessanter finde- wie kommt jemand zu diesen kriterien?
erfahrungen oder "einfaches" übernehmen?
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05.03.2013, 19:21Inaktiver User
AW: Partnerwahlkriterien- Verändern sie sich im Laufe des Lebens?
Ich bin auf Partnersuche mit nur zwei Kriterien: hübsch & clever
und hoffe beides in einem Exemplar vorzufinden.
Früher hatte ich auch alle möglichen Auflagen in petto - aber ich wurde bescheiden...
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05.03.2013, 19:22
AW: Partnerwahlkriterien- Verändern sie sich im Laufe des Lebens?
Ja, diese Rigidität habe ich auch oft beobachtet. Ich hatte mal eine Kollegin, die schon Männer, die Käppies getragen haben, ausgeschlossen hat

Ob das eine unbewusste Abwehrhaltung ist? Ich will ja - aber die Kerle sind alle doof (puh, ganz gut, dass ich keinen finde, dann kann ich auch nicht enttäuscht werden)
Ich habe bei mir festgestellt, dass ich ab Anfang 40 viel großzügiger und toleranter geworden bin. Dinge, die mir früher wichtig waren (größer als ich, Optik, ähnliche Interessen...) sind mir heute weniger wichtig. Dafür gibt es Kriterien, die heute unabdingbar sind, darunter tue ich es nicht, egal wie toll der Mann ist. Zum Beispiel, dass ich nie, nie wieder einen Mann will, der Machtspiele veranstaltet.
Früher fand ich nette Männer übrigens langweilig. Heute finde ich "nett" eine durchaus anziehende Eigenschaft. Es gibt nämlich ganz schön viele Männer, die es nicht für nötig halten, nett zu sein.
Ich denke, mit zunehmender Altersweisheit sollten sich die Ansprüche an das ganze Drumherum eines Mannes besser reduzieren, die Ansprüche an einen guten Charakter aber massiv zunehmen. Dann klappt's auch mit dem Glücklichsein
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05.03.2013, 19:23
AW: Partnerwahlkriterien- Verändern sie sich im Laufe des Lebens?
Wenn ich so mein eigenes Beuteschema überdenke... ja, es gibt etwas, was sich verändert hat. Ich bin nun Ü40 und ich achte darauf, dass der Mann jugendlicher rüber kommt. Also während ich früher eher das solide in Betracht zog, bevorzuge ich jetzt mehr das flippige, möglichst mit langem Zopf und ausgewaschener Designerjeans. Der seriöse Herr ist also völlig out, der Chaot der niemals erwachsen wurde ist jetzt in.
Eine für mich fatale Wandlung, denn bisher ist es mir nicht gelungen, mit dieser Art (oftmals brotloser) Männer eine gute Beziehung aufzubauen. Ich bin gerade viel darüber am lesen, wie man sein Beuteschema wieder ändern kann.
Lg Mondfisch
Die schöne Dame auf meinem Avatar ist Madame de Montespan und sie war lange Zeit die Mätresse des Sonnenkönigs...
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Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib Acht, ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist.
Friedrich Nietzsche
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05.03.2013, 19:46Inaktiver User
AW: Partnerwahlkriterien- Verändern sie sich im Laufe des Lebens?
was sich bei mir definitiv verändert hat- reden. miteinander reden können, auch diskutieren, lösungen finden und unterschiede auch stehen lassen können. was früher war: hoffen, dass die liebe gross und mächtig genug ist, dass sich alle wolken in wohlgefallen auflösen würden.
mit einem mann mit dem ich nicht reden kann, mit dem ich nicht lachen kann, mit dem ich nicht diskutieren kann------------- der taugt als netter bekannter- aber nicht als mann an meiner seite.
und angeregt durch einen andern gerade aktuellen strang: miteinander klartext reden können- auch und gerade in finanziellen dingen.
finanziell beduppt werden- das habe ich hinter mir. an dem punkt bin ich sehr aufmerksam und wachsam.
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05.03.2013, 20:04Inaktiver User
AW: Partnerwahlkriterien- Verändern sie sich im Laufe des Lebens?
Hat sich bei mir kaum geaendert. Extrovertierte und gebildete "A-Type" Frauen, gerne mit ein paar Pfund zuviel. Beziehungen mit ihnen sind zwar oftmals ein Hauen und Stechen, aber wenigstens einigermassen ehrlich.
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05.03.2013, 20:14
AW: Partnerwahlkriterien- Verändern sie sich im Laufe des Lebens?
Immer schon waren mir Intellekt und Witz wichtig. Außerdem gepflegtes, aber nicht unbedingt klassisch attraktives Aussehen.
NoGo auch immer schon: Der "Typ Ponader" (Die Piraten). Typen also, die den Sozialstaat ausbeuten und nicht daran denken, ihren Unterhalt durch Arbeit zu verdienen, die ihnen vielleicht nicht ganz so toll gefällt.
Jemand, der Langzeit-Hartz-IV-Empfänger ist, obwohl er eigentlich einen Job machen könnte, käme mir also nicht unter.
Was bei mir heute gar nicht ginge: "Reife" Männer, die eher jugendliche Kleidung tragen. Bis vor wenigen Jahren kein Problem, aber irgendwann - wenn Mann z.B. aussehensmäßig die Fünfundvierzig überschritten hat - eher peinlich wirkend (ja, ich bin konservativ geworden).Geändert von pizzicati (05.03.2013 um 20:17 Uhr)


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