Hallo Anna,
also mit den beiden Typen bist du wirklich auf ganzer Linie reingefallen! Da stimmte offensichtlich "Verpackung" und "Inhalt" überhaupt nicht. Habe ne Verständnisfrage: Was hast du NACH den Bett-Beziehungsablehungsaussagen konkret gemacht? Hast du diese Männer konsequent ignoriert? Du suchst ja einen Golf und die haben sich als Fiat Uno mit kaputtem Kofferraum herausgestellt....
Wie gesagt, ich kann dir sagen, es gibt in meinem engeren, weiteren und allerweitestem Bekanntenkreis genau zwei Sorten von Beziehungen.
Beziehung 1:
Das ist die Beziehung, die du suchst. Die stabile, nach außen "unspektakuläre" Langzeitbeziehung. Diese Menschen eint, dass sie sich in den späten 10ern oder den frühen 20ern in klassischen Orten kennengelernt haben - sich zusammengepappt haben - und seitdem zusammen sind. Und NEIN - Sex spielt da keine übergeordnete Rolle. Dort werden klassische Werte, wie Heirat, Kinder, Hausbau, Familie, etc. gelebt. Weil einige auf dem Thema "Versorger" rumgeritten sind: Für Hausbau & Co brauchst du einfach ZWEI stabile Einkommen. Wenn mehrere Kinder geplant sind, und einer die Betreuuerrolle übernimmt, muss der andere solange das Einkommen sichern. Von daher kommt für mich auch nur ein Partner mit solidem Job und Einkommen infrage.
Beziehung 2:
Das sind die "Träumer", die eben von "Leidenschaft" und "verrückten Lebenswegen" "ungewöhnlichen Persönlichkeiten" von "es muss knallen" träumen. Diese haben seit der Pubertät immer wieder - durchaus auch längere - Beziehungen, kommen aber nie zu Heirat&Kinder&Eigenheim.
Meine Idee wäre tatsächlich, dass du ganz gezielt in "wertkonservativen Millieus" suchst. Es gibt durchaus eher langweilige oder optisch (unter-)durchschnittliche Männer, die sich auf Familie & Co freuen. Freunde von mir haben sich mit Anfang 30 im Netz kennengelernt - beide nach objektiven Kriterien unterdurchschnittlich attraktiv. Aber jetzt verheiratet mit zwei Kindern. Wertkonservative Millieus wären klassische Vereine, Kirche, öffentlicher Dienst, eher Kleinstadt als Großstadt. Bekannte haben sich als Ministranten kennengelernt, andere beim Fasching auf dem Dorf.
Die Frage, die hier aufgeworfen wurde, ist die nach deiner "Außenwirkung" und deinen inneren Wünschen. Wirkst du denn nach außen, wie die "gute Köchen & Hausfrau zum Heiraten". Denn nur so ziehst du die von dir gewünschten Männer auch an.....
Chennai
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26.02.2013, 09:16
AW: Warum finde ich nie einen Partner?
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26.02.2013, 10:06
AW: Warum finde ich nie einen Partner?
Chennai, da kennst du aber sehr merkwürdige Leute. Ich habe ganz andere Erfahrungen gemacht: Auch die von dir beschriebenen Beziehung-1-Typen: Von denen einige (nicht wenige!) jedoch irgendwann eine Midlife-Crisis (oder auch schon viel früher) bekamen, ausbrachen und mindestens einmal ihren Partner betrogen haben. Weil ihnen was fehlte, weil sie merkten, dass guter Sex durchaus dazu gehört.
Anders als du kenne ich aber einen weiteren Typen: Nämlich die, die sich nicht unter Druck setzen, die ""Träumer", die eben von "Leidenschaft" und "verrückten Lebenswegen" "ungewöhnlichen Persönlichkeiten" von "es muss knallen" träumen", wie du schreibst. Aber in meinem Umfeld sind das genau die, die irgendwann genau wissen, was das Leben zu bieten haben, dass sie keine faulen Kompromisse eingehen müssen und die irgendwann den perfekten Partner (natürlich mit Macken) finden. Ich kenne so viele Leute, die erst mit Mitte-Ende 30 sesshaft wurden, und dann sehr wohl noch ein Haus und Kinder hatten.
Nur letztere haben eben vorher eine so viel entspanntere Zeit, weil sie nicht verkrampfen, nicht zwanghaft suchen und sich auch erstmal selbst genug sind. Die können Sachen probieren, ein Leben leben und schauen, was die Welt so zu bieten hat. Das sind in meinem Umfeld dann am Ende die stabilen Beziehungen, wo nicht Harmonie geheuchelt wird.
Nochmal zum Thema der Männer, die mehrere Monate aushalten und dann nach dem ersten Sex weg sind: Was sollen denn das für Arschlochtypen sein? Wer eine Frau (auch analog einen Mann) "ausnutzen" will und nur mal ein schnelles Abenteuer haben will, der verbringt doch nicht vier Monate mit ihm/ihr, um dann nach einmal Sex davonzulaufen. Ist das nicht ein bißchen viel Aufwand? Also in meiner Welt kommt man an schnellen Spaß irgendwie leichter. Deswegen glaube ich nicht an die Arschlochtypen, da muss doch noch irgendwas anderes passiert sein.
@ weiterweg:
Danke
Ich glaube, unsere Geschichten ähneln sich ein wenig.
Das größte Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.
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26.02.2013, 11:42
AW: Warum finde ich nie einen Partner?
@ Anna
Da bin ich gerade drüber gestolpert.Ich bin nie alleine, ich kann Ruhe nicht ertragen. Solange ich in der Arbeit bin, ist das ok, bin ja unter vielen Leuten, aber in der Freizeit oder eben nach der Arbeit bin ich entweder bei meiner Familie, Verwandten oder Freunden, weil ich einfach nicht allein sein kann. Und selbst wenn das Familienglück nicht so hinhauen würde, wie ich mir das erträume, hätte ich dann zumindest Kinder, aber die kann ich ja so auch nicht haben.
Ich finde es ganz schlecht, dass Du nicht allein sein kannst. Daran solltest Du ganz dringend was ändern!
Du solltest Dich so sehr mögen, dass Du gerne Zeit mit Dir selbst verbringen möchtest. So klingt das eher so, als suchtest Du auf Teufel komm raus eine Ablenkung, die es Dir erspart, Dich mit Dir selbst auseinander zu setzen bzw. zu beschäftigen. Und das klassische Familienmodell bietet sich da praktischerweise an.
In diesem Zusammenhang bürdest Du einem potentiellen Partner und Deinen potentiellen Kindern die absolut undankbare Aufgabe auf, Deinem Leben einen Sinn zu geben - weil Du das selbst aus Dir heraus nicht schaffst.
Sorry, aber für diesen Job wollen viele Männer zu Recht nicht zur Verfügung stehen! Sie erwarten, dass Du auch alleine klarkommst und sie nicht als Lebensglückgarant, Lebenssinnspender und Dauerbespaßer missbrauchst. Auch für Deine Kinder ist es nicht schön, wenn sie diese Aufgabe für Dich erfüllen müssen. Und wenn dann irgendwas nicht so läuft, wie Du Dir das vorstellst, dann haben Dich Dein Partner und Deine Kinder schwer enttäuscht, was Du sie sicher fühlen lassen wirst.
Mach Dich bitte psychisch etwas unabhängiger von anderen Menschen und forsche nach, wer diese Anna eigentlich ist! Lerne, sie auszuhalten, so wie sie ist. Und wenn sie Dir so nicht passen sollte, dann versuch, etwas an ihr zu ändern. Aber halse nicht einem Mann die Aufgabe auf, für Dein Lebensglück Verantwortung zu übernehmen!
Ich kann mir übrigens gut vorstellen, dass die Männer merken, dass Du zu den Frauen gehörst, die mit sich selbst nicht so recht was anfangen wissen. Und weil sie sich diese Aufgabe, für Dein Glück verantwortlich zu sein, nicht zuschieben lassen wollen, machen sie einen Bogen um Dich. Jedenfalls diejenigen, die etwas taugen.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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26.02.2013, 12:47
AW: Warum finde ich nie einen Partner?
Das ist eben die zentrale Frage - in welchen soziologischen Millieus bewegen wir uns, bewegt sich Anna?
Wenn Anna so eine Beziehung, wie ich sie als "Beziehungstyp 1" klassifiziert habe, anstrebt, dann rate ich ihr eben, sich in soziale Gruppen hineinzubegeben, die eben so oder ähnlich leben.
Sehe ich ganz nüchtern, wer einen Golf will, den schicke ich nicht zum Porsche-Autohaus.
Mal allgemein zum Thema "Männer" - mein Bekanntenkreis ist ziemlich heterogen strukturiert (Großstadt, Dorf, sozialer Stand, Orientierung) trotzdem überwiegen die "anspruchslosen Männer". Die, die einfach nach der Arbeit heimkommen wollen, eine nette Umgebung vorfinden, ein warmes Essen, und danach Fernsehen. Mag vielleicht am Alter liegen - ich beobachte das aber sowohl beim Single-Doktoranden, beim schwulen Banker, beim freiberuflichen Börsenmakler, beim gehobenen Manager in der Großstadt, beim Ingenieur, beim Beamten - die "anspruchsvollen" (damit meine ich: Ansprüche ans Leben haben) - das sind eher die Frauen....
Chennai
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26.02.2013, 12:59
AW: Warum finde ich nie einen Partner?
Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh
)
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26.02.2013, 13:07
AW: Warum finde ich nie einen Partner?
Ferdinand, das könnte tatsächlich die Erklärung sein - denn besagte Männer sind im Beruf durchaus engagiert und verwirklichen sich wohl da. Zuhause ist dann eher Regeneration angesagt.
Wohingegen viele Frauen - auch wieder aus allen Schichten & Lagen - sich vor allem nach dem ersten Kind, mental aus dem Thema "Karriere" verabschieden. Zwei gute Bekannte von mir - früher sehr ehrgeizig im Beruf - können sich heute durchaus mit dem Hausfrauenleben (zumindest auf Zeit) anfreunden. Der Wert von Beruf und evtl. "Karriere" sind überraschend stark gesunken - das wird tatsächlich auf den Mann "delegiert"
Chennai
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26.02.2013, 13:39
AW: Warum finde ich nie einen Partner?
Würde ich so nicht unterschreiben wollen ...
Ich denke eher: je mehr das Leben eines Menschen davon geprägt ist, verschiedenste Kompetenzen hinsichtlich Ausübung des Berufes und beruflicher Karriere zu entwickeln, umso mehr kann sich die Tendenz ausprägen, dass die eigenen Kompetenzen hinsichtlich der Gestaltung des Privatlebens (inkl. Partnerschaft) verkümmern.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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26.02.2013, 13:54
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26.02.2013, 15:48
AW: Warum finde ich nie einen Partner?
Mir geht es ähnlich. Hier wird zu viel vermischt und hier ist mir eindeutig zu viel "ich will". Und es werden zu viel Abhängikeiten geschaffen. Überspitzt formuliert: ich kann nur glücklich werden wenn ich einen Mann finde und Familie gründe. So kommst du hier rüber. Und das macht die Sache so total und unglaublich unentspannt.
Das Leben ist nunmal kein Supermarkt wo man sich das Glück vom Regal nimmt und sich sein Leben so zurecht zimmert, wie mans gerne hätte.
Aber es ist eine Einstellungssache: man kann sich beschweren, jammern, usw oder man kann aus der Situation das Beste machen.
Eine Beziehung ist immer nur die Sahne auf dem Kuchen, genauso Kinder. Sie sind nicht für unser Glück verantwortlich, und man muss sie loslassen können, Kinder sind nur Gäste bei uns!
jeder muss sich um sich selbst kümmern, sein eigenes Glück schaffen.
Zu meinen Beziehungen: ich habe mich immer in gute Freunde verliebt die ich schon länger kannte, plötzlich waren da diese Schmetterlinge im Bauch. Mein jetziger Partner fiel zuerst in die Kategorie "niemals". Er ist 11 Jahre älter und war verheiratet. Wir waren lange nur Freunde.
Ich habe mein Leben alleine gestemmt und war glücklich. Wurde mit 33 Alleinerziehende Mama. Hatte dann auch mal so eine "panikphase" da ich mir eigentlich noch mehr Kinder wünschte. Nach ein paar ganz doofen Internetdates hab ich das dann gelassen und mich auf mein Kind und meine Arbeit konzentriert. Und schau an, da kam mein langführiger Freund und hat mich umgarnt. Ich mochte ihn sehr, er war aber eben nicht aktuell da verheiratet. Er hat sich dann aber Hals üebr Kopf in mich verliebt und um mich geworben, verliebt hab ich mich dann ratz fatz..... und wir wurden und sind ein Paar.
Planbar war das nie, mein ganzes Leben lief "planlos" ab. Und er ist auch unstudiert, zu alt, usw..... aber er ist es!!!
Ich schliesse mich auch sehr dem an was Keksi schreibt! Tolle Beiträge.
Also liebe TE, ich sags nochmal, entspann dich und überleg dir was du willst.
Willst du unbedingt Kinder, die kannst du auch ohne Parnter kriegen.
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26.02.2013, 18:32
AW: Warum finde ich nie einen Partner?
Hallo,
meiner Meinung nach ziehst du ganz bestimmte Männer an. Das kenne ich aus vielen Foren, in denen sich sowohl Frauen als auch Männer beklagen, dass sie immer wieder an dieselben Typen als Partner geraten.
Das hat etwas mit deiner inneren Einstellung und mit deiner Ausstrahlung zu tun. Einige Vorschreiber haben ja schon angesprochen, dass du lockerer werden solltest, nicht so extrem stark suchend.
Genieße das Leben, freue dich, dass du alles machen kannst, was du willst, ohne Rücksicht auf einen Partner nehmen zu müssen. Du bist gesund, du hast einen Job, du hast Geld, erfülle dir Wünsche.
Und gehe nicht mit der Prämisse weg, "heute finde ich vielleicht einen Partner". Und gehe bei einem Kontakt nicht davon aus, dass es für die nächsten zwanzig Jahre ist. Genieße die Zeit mit demjenigen, habe Sex ohne gleich an den Traualtar zu denken (soll ja auch ganz entspannend sein ;-) und fordere nichts vom anderen.
Du kannst höchstens die Grundvoraussetzungen zum Kennenlernen schaffen: Weggehen, Aktivitäten, offenes Zugehen auf dich interessierende Männer. Wie es dann kommt, kannst du kaum beeinflussen.
Und irgendwann, oft wenn du gar nicht damit rechnest, passiert's dann doch (obwohl du schon gar nicht mehr dran geglaubt hast ;-)



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