Also ich sehe da kein Problem. Ich hatte mal 3 Jahre eine Fernbeziehung mit 13 Stunden im Flieger. Ok, wir haben uns auch nicht jedes Wochenende gesehen. Aber, dass daraus nichts geworden ist hat mehr mit seiner Angst zu tun gehabt, mich ich die gleiche Stadt wie er ziehen "zu lassen". Ich haette es ja auch einfach tun koennen.
Aber, 2,5 Stunden ist nichts! Ich denke, das Gespraech im Park hat vielleicht mehr etwas vor der ganz normalen Entfremdung zu tun, die viele nach dem ersten mal Sex haben (btw, juhu!!) spueren. Da ist es dann wirklich manchmal einfacher, man kann sich auf die Socken machen und sich lieber spaeter noch mal melden. Also, ihr habt weiterhin Kontakt und so eine (nicht sehr weite) Fernbeziehung kann genauso zu einer festen Beziehung werden. Man kann sich auch ganz gut an Wochenenden und in den Ferien kennenlernen. Er kann Dich so viel besser vermissen (ein Vorteil) und er muss sich nicht rechtfertigen warum er so selten Zeit fuer Dich hat (Du bist ja eh nicht da).
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Thema: Guten Freund geküsst
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13.02.2013, 07:31
AW: Guten Freund geküsst
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13.02.2013, 07:32
AW: Guten Freund geküsst
Liebe Frau Hagelschauer

Warum sollte es nicht gutgehen? Kleine Geschichte:
Eine Freundin von mir ist mit einem Lehrer zusammen der in einem anderen Bundesland lebt, 4 Fahrstunden von ihr entfernt. Sie haben sich wenn es ging, jedes Wochenende gesehen. Und auch die Urlaube zusammen verbracht.
Und wenn sie sich gar nicht sehen konnten, dann hatten sie über Skype miteinander Kontakt.
Ich habe deswegen seinen Beruf gesagt, weil es als Lehrer nicht so einfach ist von einem Bundesland zum anderen versetzt zu werden.
Nun ist der Wunsch bei diesen Beiden so groß zusammenzuziehen und ihr Leben miteinander zu verbringen, dass sie heiraten
Sie sind seit knapp 2 Jahren zusammen.
Ihr steht noch ziemlich am Anfang und für mich liest sich das doch alles gut
Er meldet sich, es besteht regen Kontakt zwischen euch, also genieße es und lass es wie ihr schon ausgemacht habt, einfach laufen. 
Alles andere wird sich ergeben. Redet miteinander und seid ehrlich zueinander.
Viel Glück!!
Beim Richtigen kann man nichts falsch machen ;-)
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13.02.2013, 10:41Inaktiver User
AW: Guten Freund geküsst
Das verstehe ich so, dass ihr euch nicht unsicher über eure Gefühle seid, sondern dass ihr noch keine weitreichenden Pläne und Versprechungen machen möchtet, richtig?
Wenn es vom Gefühl her stimmt und keine riesigen Bedenken da sind, ob der andere einen körperlich anzieht oder charakterlich zu einem passt, dann finde ich, ist das ein Grund um sich einfach erst enmal zu freuen und sich zuversichtlich zurückzulehnen!

Solltest du allerdings sicher wissen, dass es für dich nie in Frage käme, in seine Stadt zu ziehen - und umgekehrt genauso - und ihr beide auf 10 Jahre an diese Orte vertraglich gebunden seid, dann kannst du dir in einer ruhigen Stunde doch noch einmal prinzipielle Gedanken drüber machen, ob du das Ganze fortsetzen willst.
Das würde ich noch einmal genau ansehen. War es die Angst vor Verletzungen? Die Sehnsucht nach ihm?Ich weiß nicht warum, aber ich war am Sonntag Abend sehr traurig.
Wenn es die Angst war, eines Tages "als die Dumme" dazustehen, kannst du überlegen, wie realistisch diese Angst ist (gibt es bereits Anzeichen?). Übersteigt es das normale Lebensrisiko? Wie du kannst du mit dem Risiko am besten umgehen und eventuell vorbauen?
Wie nennt ihr euch denn jetzt in Gedanken? Mein Liebster, mein Verliebter, mein Gspusi, mein Lover, mein Techtelmechtel?Auf der einen Seite war ich froh, dass wir nicht zwanghaft den Beziehungsbeginn vereinbart haben.
Irgendetwas seid ihr ja jetzt schon füreinander.
Nein!Meint ihr, dass es naiv ist, wenn ich zufrieden und zuversichtlich bin?
Genieß es!
Habt ihr ein nächstes Treffen vereinbart? Das erspart dieses unangenehme Warten, wer den nächsten Schritt macht.
Mit Entzugserscheinungen muss gerechnet werden. Alles, was Spaß macht, hat einen Preis.Die emotionale Sicht sieht so aus, dass ich ihn jetzt gerne bei mir hätte, jetzt in seinem Arm liegen würde, jetzt gerne Sex mit ihm hätte...
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13.02.2013, 14:27
AW: Guten Freund geküsst
Danke für euren positiven Antworten.

Wir haben gesagt, dass wir uns sehr gern haben und uns sexuell attraktiv finden. Von "verliebt" oder sogar "Liebe" war nicht die Rede und das war für mich auch komplett in Ordnung.
Ich wollte vermeiden, dass er sich unter Druck gesetzt fühlt oder Dinge falsch interpretiert, wenn ich sofort über die Schmetterlinge im Bauch rede.
Sowieso habe ich durch sein Verhalten den Eindruck bekommen, dass ihm die Sache wichtig ist. Er war oft unsicher, hatte Angst zurückgewiesen zu werden (das war mein Gefühl, was er später auch bestätigt hat). Auch beim Sex hat er zwei Mal gefragt, ob ich wirklich will und ob das für mich OK ist.
Das war für mich eine eindeutige Bestätigung, dass er es ernst meint und ich wollte dann auch nicht weiter darauf herumreiten, um ihm eine klare Aussage zu entlocken.
Es wird in den nächsten 2-3 Jahren aus beruflichen Gründen für mich nicht in Frage kommen, umzuziehen. Danach wird es durchaus eine Option sein, ich bin örtlich wenig gebunden.Solltest du allerdings sicher wissen, dass es für dich nie in Frage käme, in seine Stadt zu ziehen - und umgekehrt genauso - und ihr beide auf 10 Jahre an diese Orte vertraglich gebunden seid, dann kannst du dir in einer ruhigen Stunde doch noch einmal prinzipielle Gedanken drüber machen, ob du das Ganze fortsetzen willst.
Ich habe schon mit einer Freundin über die langfristigen Aussichten geredet und musste selbst über meine Gedanken lachen: ich kann ihn mir schon als Ehemann vorstellen, auch als Vater für eventuelle Kinder. Das Problem sehe ich aber in der Zeit bis dahin.
Ja, erst einmal war es Sehnsucht. Wir haben Arm in Arm geschlafen, hatten fast pausenlos Körperkontakt. Selbst als ich uns etwas zu trinken geholt habe, meint er sofort wieder, dass ich doch in seinen Arm kommen soll. Als ich dann wieder allein war, war es ein Gefühl von Leere. Ich habe nicht gewusst, was ich tun soll, mein Kopf war komplett leer.Das würde ich noch einmal genau ansehen. War es die Angst vor Verletzungen? Die Sehnsucht nach ihm?
Wenn es die Angst war, eines Tages "als die Dumme" dazustehen, kannst du überlegen, wie realistisch diese Angst ist (gibt es bereits Anzeichen?). Übersteigt es das normale Lebensrisiko? Wie du kannst du mit dem Risiko am besten umgehen und eventuell vorbauen?
Neutral gesehen macht die Angst "die Dumme" zu sein keinen Sinn. Beziehungen enden oft nach 3, 6 oder 12 Monaten, ich habe das mehrmals im Freundeskreis erlebt: man war sich so sicher, dass das etwas ganz besonderes ist und plötzlich war zwei Monate später die Luft heraus.
Es macht also keinen Unterschied, ob wir es nun Beziehung nennen oder nicht. Selbst wenn ich jetzt sagen würde, dass ich alles beende, würde es mir das Herz zerreissen. Die Optionen sind also: weitermachen und das beste hoffen oder den Schlussstrich ziehen und unglücklich sein.
Die Entscheidung ist nicht schwer, oder?
Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir unserem Verhältnis keinen Namen geben. Also ist er vermutlich irgendetwas dazwischen.Wie nennt ihr euch denn jetzt in Gedanken? Mein Liebster, mein Verliebter, mein Gspusi, mein Lover, mein Techtelmechtel?
Irgendetwas seid ihr ja jetzt schon füreinander.

Noch nicht fest, aber es ist in Aussicht.Habt ihr ein nächstes Treffen vereinbart? Das erspart dieses unangenehme Warten, wer den nächsten Schritt macht.
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13.02.2013, 23:20
AW: Guten Freund geküsst
see you on be friends online!
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14.02.2013, 00:07
AW: Guten Freund geküsst
Wenn er mit Dir etwas ausmacht, dass er Dich am naechsten oder uebernaechsten WE besucht, ist alles ok. Wenn er laenger damit wartet wurde ich ihn ad acta legen.
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14.02.2013, 10:58
AW: Guten Freund geküsst
Ich bin ja eher pessimistisch, aber diese Aussage sehe ich nicht so kritisch. Für mich ist das Unsicherheit oder die Angst sich festzulegen.
Er macht Sport und fährt mit seinen Vereinskollegen am Wochenende öfters auf Turniere. Ich vermute er hat die Sorge, dass er das streichen muss, sobald wir ein richtiges Paar sind und uns somit am Wochenende sehen "müssen".
Das mit dem Schub... ja, passt auch irgendwie. In vielen Situationen verstehen wir uns blind, bei anderen (besonders Beziehung und Erotik/Sex) will er immer eine ganz klare Aussage haben.
Am Wochenende lagen wir halbnackt im Bett, haben uns geküsst, ich habe ihm das T-Shirt ausgezogen, wir haben uns wilder geküsst und dann flüstert er mir ins Ohr: "Du willst das auch, oder?".
Das ist wohl extreme Unsicherheit, oder?
Wir werden uns wahrscheinlich kommendes Wochenende sehen.
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14.02.2013, 12:11Inaktiver User
AW: Guten Freund geküsst
Hm, das war früher so ein typischer Männerspruch, der nicht viel bedeuten muss.
Kriegt er sonst mit, was in dir vorgeht oder ist er nicht sehr empathisch?
Kennst du den Roman "Wo das Meer beginnt" von Bodo Kirchhoff?
Ausgangspunkt des Romans ist ein sexuelles Ereignis zwischen zwei Abiturienten, die an sich ineinander verliebt sind. Dennoch kommt es zu einer Vergewaltigung. Der Junge spürt den Punkt nicht, wo er sein Bedürfnis mit ihrem verwechselt.
Wo endet das Land und wo beginnt das Meer, das andere, der andere? Wir sind uns unserer Gefühle oft so sicher, aber sehen wir den anderen wirklich?
Soweit der literarische Exkurs. Das Buch hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ein Mann diese Grenze in einem sehr erregten Moment vielleicht weniger spürt als ich als Frau. Das, was für mich "normal" ist, kann für ihn ganz anders aussehen.
Insofern finde ich diese Rückversicherung an sich sehr sympathisch.
Auch wenn ich den Spruch nervig finde.
Hast du ihn gefragt, warum er das gesagt hat?
Was er schon erlebt hat?
Kommt er zu dir?
Er hält sich erst einmal für eine "Zumutung"? Ist sein Selbstwertgefühl so schlecht?
Das wäre ja nichts Schlimmes, es kann nur zu Komplikationen führen. Braucht er viel Bestätigung?
Um so wichtiger ist, dass du entspannt und klar bleibst.Geändert von Inaktiver User (14.02.2013 um 12:18 Uhr)
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14.02.2013, 14:30
AW: Guten Freund geküsst
Ja, der Spruch ist blöd, ich habe auch eben schon überlegt, wie ich das besser formulieren kann. Es war sehr einfühlsam. Wenn ich bei anderen Männern diese Frage gehört habe, hatte ich das Gefühl, dass ich "nein" sagen muss, damit er aufhört. Bei ihm hat es sich angefühlt als ob ich "ja" sagen muss, damit er weitermacht.
Ist das verständlich?
Und ja, er ist sehr empathisch. Ich weiß nicht, ob man zu empathisch sein kann, aber manchmal ist es mir auch zu viel (das galt schon, als wir "nur" befreundet waren). Es kann einfach mal vorkommen, dass ich müde und schlecht gelaunt bin. Wenn er das merkt, will er sofort wissen, was denn los ist und muntert mich auf.
Aber ehrlich gesagt: besser so als das Gegenteil.
Ja, aber wie will man es anders ausdrücken?Soweit der literarische Exkurs. Das Buch hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ein Mann diese Grenze in einem sehr erregten Moment vielleicht weniger spürt als ich als Frau. Das, was für mich "normal" ist, kann für ihn ganz anders aussehen.
Insofern finde ich diese Rückversicherung an sich sehr sympathisch.
Auch wenn ich den Spruch nervig finde.
Ich finde es richtig gut, wenn man sich da ein wenig "synchronisiert" und das auch ehrlich tut. Manchmal sind zu viele Worte unromantisch und lenken ab, aber schon sein "darf ich dich küssen?" beim ersten Kontakt fand ich charmant.
Das lag an mir, denke ich.Hast du ihn gefragt, warum er das gesagt hat?
Was er schon erlebt hat?
Ich glaube ich hatte es schon einmal angedeutet (bin gerade zu faul um nachzulesen
), aber ich hatte letztes Jahr mehrmals mit einem Mann Sex, der mich dazu überredet hat. Ich habe mich danach sehr schlecht gefühlt und auch mit ihm (meinem jetzigen "Lover") darüber gesprochen. Er hatte das kürzlich noch einmal angesprochen, wahrscheinlich hat es ihn immer noch irritiert. Wir haben aber nicht darüber gesprochen.
Ja.Kommt er zu dir?
Das ist eine Frage, die mich auch häufig beschäftigt.Er hält sich erst einmal für eine "Zumutung"? Ist sein Selbstwertgefühl so schlecht?
Das wäre ja nichts Schlimmes, es kann nur zu Komplikationen führen. Braucht er viel Bestätigung?
Um so wichtiger ist, dass du entspannt und klar bleibst.
Zu Beginn unserer Freundschaft hat er immer selbstsicher gewirkt, manchmal sogar etwas eingebildet. Mir war immer klar, dass ein Teil davon aufgesetzt ist. Aber seitdem der Kontakt enger wird, bröckelt diese Fassade doch merklich. Ich weiß, dass er gerne einige kg weniger wiegen würde und auch mit anderen körperlichen Merkmalen unzufrieden ist.
Manchmal wirkt er auch unsicher, was seine Aussagen mir gegenüber angeht. Gestern Abend haben wir uns Nachrichten geschrieben. Als er mir gerade einen albernen Spruch geschickt hatte, hat es bei mir an der Tür geklingelt und ich habe mich 20 Minuten festgequatscht. Als ich zurückkam hatte ich 2 Nachrichten auf dem Handy: 10 Minuten nach seiner letzten "War der Spruch zu blöd?", noch einmal 5 Minuten später: "Falls ja: tut mir wirklich leid, war nicht so gemeint".
Aber ehrlich gesagt ist das auch etwas, was ich total spannend finde. Ich mag es, Menschen richtig kennenzulernen. Und wenn es dann noch jemand ist, den man sehr gerne hat, finde ich es umso schöner.
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14.02.2013, 20:10
AW: Guten Freund geküsst
In Deinem Alter lernt man oft jemand kennen, hat eine Partnerschaft, lernt daraus, und dann bleibt man zusammen oder auch nicht. Man veraendert sich noch sehr, deswegen waechst man auch oft noch einmal auseinander (ach, spaeter auch noch).
Das Wichtige ist (finde ich) dass man ehrlich und "vorsichtig" mit einander umgeht denn beider lernen ja noch. Hey, spaeter wenn man aelter ist, soll man das auch sein :)
Hauptsaechlich finde ich: Du sollst mir ihm, aber auch mit Dir selbst vorsichtig sein. Behutsam koennte man auch sagen. Lasse Deinen Aerger oder Unsicherheiten nicht an ihm aus. Stelle ihn aber auch auf keinen zu hohen Podest. Und verlange das gleiche von ihm. Bei jeder Respektlosigkeit, sofort weggehen. Unsicherheiten mussen auch ertragen werden koennen.
So, jetzt hoere ich mit dem Predigen auf. Was ich sagen will ist: Da kann sich noch so viel oder auch garnichts entwickeln. Das Wichtige ist nur, dass es immer auf der Ebene bleibt, wo es niemand verletzt oder verrueckt macht.


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