Hey Du planst ja schon ganz schön weit vorausZitat von Larissa1234
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Also wenn es Dir mit ihm gefällt, paßt es doch. Der Rest, Kontakt
zu Freunden oder was auch immer...wird sich doch zeigen.
Da könnt ihr euch ja auch gegenseitig unterstützen, ist immer gut
wenn man mit jemandem wo ist den man gerne mag.
Viel Glück!
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Thema: Einsiedler
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07.09.2006, 12:04Inaktiver User
AW: Einsiedler
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07.09.2006, 12:15
AW: Einsiedler
Zu zweit auf einer Insel ist es bestimmt zu langweilig!
Zitat von Larissa1234
Dann bring Du ihn halt zu Deinen Freunden mit.
Der große "ich geh jetzt mal mit Kumpels weg" Typ wird er wohl nie, aber solange Du Deine Freundschaften deshalb nicht vernachlässigst, ist das sein Problem.
Ich mache immer noch viel allein, weil ich ein Hobby habe, das ihm nicht zusagt. Aber Menschen, die immer viel Zeit allein verbracht haben, sind oft auch gern allein. Mein Liebster findet es manchmal sehr erholsam, wenn er irgendwo alleine rumhocken und seinen Interessen nachgehen kann. Er ist ja nicht aus dem leeren Raum in mein Leben gefallen.
LG
Polarstern
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07.09.2006, 12:15
AW: Einsiedler
Auch sorry, aber so eine Einstellung spricht meines Erachtens nach für einen eher schlichten Geist!
Zitat von Inaktiver User
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07.09.2006, 12:22
AW: Einsiedler
Hallo Sandra,
Zitat von Inaktiver User
steht die 71 eigentlich für den Jahrgang? Das nur mal so nebenbei, weil ich auch ne Sandra Jahrgang 71 kenne... ein Ex-OdB. ;-)
Nunja, in der Kindheit und Jugend sind Menschen oft ungerecht und grausam, das weißt du sicher. Wer da an den Rand gedrängt wird kann recht scheu und zurückhaltend (weil übervorsichtig) werden, obwohl er sonst vielleicht ganz "normal", nur halt nicht so "cool" ist. Er verpasst als junger Erwachsener den Anschluss. Er wird in seinem Schneckenhaus bleiben und dann langsam "seltsam" werden.
Natürlich hat es seinen Grund, fragt sich, ob der berechtigt ist. Und natürlich liegt der nicht nur im (heutigen) Umfeld, sondern auch an der Person selbst. Das heißt doch nicht, dass er es "verdient", keine Freunde zu haben. Wenn jeder so denkt, dann hat er gar nie die Chance welche zu finden...
Gruß
matze
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07.09.2006, 12:40
AW: Einsiedler
Ich glaube hier wird irrtümlich gleichgesetzt, dass jemand der wenig oder keine Freunde hat auch "nicht gemocht" wird, im Sinne von aktiver Abneigung die ihm entgegen schlägt. Das muss mE nicht so sein.
Zitat von Inaktiver User
Mir sind eine Reihe von mehr oder weniger vereinsamten Menschen bekannt, die im oberflächlichen Kontakt einen ausgesprochen sympathischen Eindruck hinterlassen, erst bei genauerem hinsehen ein wenig eigenbrödlerisch erscheinen (aber noch nicht so dass es abstossend wirkt) und deren Hauptproblem darin liegt, dass ihnen verschiedene soziale Fertigkeiten fehlen, die wichtig dafür sind soziale Kontakte zu knüpfen und zu erhalten.
Bei denen auf die ich abziele liegt oft die Befürchtung vor anderen lästig zu fallen, aber auch Rückzugstendenzen wenn sie sich nicht wohlfühlen, was zum Beispiel der Fall sein kann wenn viele Fremde dabei sind oder auch nur einer mit dem sie Probleme haben. Ohne dass sie irgendwem was getan haben "vergisst" man mit der Zeit sie einzubeziehen, weil man den Eindruck erhält sie würden sowieso nicht dabeisein wollen. Sie sind aber auch nicht so selbstbewusst sich aus eigenem Antrieb wieder anzuschliessen, wenn ihnen danach ist.
Eine solche Person die ich sogar als Freundin bezeichnen würde hatte sich einst nicht mehr bei mir gemeldet. Ich hatte grade viel um die Ohren und kam längere Zeit nicht dazu nachzuhaken. Als ich es nach mehreren Monaten endlich tat kam heraus, dass sie sich schämte weil sie meinen Geburtstag vergessen hatte und sich bis zu diesem Tag nicht getraut hatte mich anzurufen und jeder Tag an dem ich mich meinerseits nicht meldete, bestärkte sie in ihrer Befürchtung ich sei bitterböse auf sie.
Da scheint es nicht unglaubwürdig wenn ich vermute dass sie noch nie einen Freund hatte. Sie ist nicht grade ein fleischgewordener Männertraum und wenn sich doch mal einer für sie interessiert ist sie viel zu unsicher um ihren Part beim Kennenlernritual zu spielen. Dabei würde ich sie für eine gute Partnerin halten, für den der sich am Anfang die nötige Geduld nimmt.
So was ist irgendwie krank aber die Menschen sind deswegen nicht schlecht, unsympathisch oder sonstwie so dass man sich von ihnen fernhalten sollte. Vielleicht ein wenig anstrengend bis man sich daran gewöhnt hat aber viele lassen sich auch durch Zuwendung aus ihrem Schneckenhaus hervorlocken.
Natürlich kann man fragen aus welchem Grund man sich mit so jemandem beschäftigen sollte, wenn man auch unkomplizierte Freunde haben kann. Aber das sollte jeder für sich beantworten und sich nicht die Vorurteile von anderen zu eigen machen.
LG
Heidi
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07.09.2006, 14:01Inaktiver User
AW: Einsiedler
Ich habe sie nicht eindringlich gewarnt, sondern lediglich darauf hingewiesen, dass es so kommen KÖNNTE.
Zitat von Polarstern
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07.09.2006, 14:02Inaktiver User
AW: Einsiedler
Yepp
Zitat von Matze133
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10.09.2006, 08:16
AW: Einsiedler
Hallo Larissa,
mein erster langjähriger Freund war auch ein Einsiedler. Ich lernte ihn auch zufällig kennen und plötzlich war ich bis über beide Ohren verknallt und fasziniert.
Mit ihm allein oder seinen paar Freunden war er lustig, redseelig und ausgelassen. Bekannte hatte er keine.
Partys hasste er : dort wurde geraucht, er trank kein Bier, er war stark allergisch auf Erdnussflips - ausserdem wurde dort doofe Musik gespielt und man musste sich mit uninteressanten Leuten unterhalten.
Er war auch nicht unbeliebt, aber weil er nicht zu Partys ging wurde er auch nicht eingeladen.
Was mich an ihm gestört hat und warum wir uns letztendlich (nach drei Jahren) trennten?
Unsere Leben fingen an auseinanderzudriften und das was wir vorher aneinander faszinierend fanden, wurde fade. Er war fünf Jahre älter als ich und ich bekam meine Partyphase, zog in eine WG und unternahm plötzlich immer mehr ohne ihn.
Mich nervte, dass er alle neuen Leute zunächst ablehnte und mit einem verschlossenen Gesicht vor ihnen sass. Mich nervte, dass er anfing mich einzunehmen, er Familie gründen wollte usw, usw.. Passte damals einfach nicht mehr :-).
Trotzdem und rückblickend - hinter der Fassade ein Superkerl, der ziemlich stur sein Ding durchzog, sehr selbstbewusst ist und gar nicht "Mainstream". Heute ist er Vater von vier Kindern, Ökolandwirt auf einem alten Bauernhof und restauriert Oldtimer. Seine Frau ist super und er ist immer noch ein Einsiedler.
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Schau einfach hin .
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10.09.2006, 12:35Inaktiver User
AW: Einsiedler
Hallo Larissa,
da gehts diesem Mann also wie mir. Jedenfalls in so mancher Beziehung. Allerdings habe ich schon eine 20jährige Partnerschaft/Ehe hinter mir. Aber auch ich bin introvertiert, zurückhaltend und habe Schwierigkeiten, mich anderen Menschen zu nähern. Allerdings bin ich im Büro nicht unbeliebt, habe guten Kontakt zu einigen wenigen KollegInnen. Aber Freunde zu finden, fällt mir schwer und ich habe eigentlich auch nur eine Freundin und das ist auch nicht das, was ich mir eigentlich wünschen würde. Ein Mann hat mich verlassen, weil mich seine Freunde nicht mochten. Ich galt in seinem Freundeskreis als eingebildet, ein bisschen blöd, als Spaßbremse, was weiß ich noch alles. Das kam daher, dass ich nun mal nicht der Typ bin, der sagt: "Hallo hier bin ich, schaut mich an wie toll ich bin". Und ich hatte auch keine Lust, gleich allen und jedem meine ganze Lebensgeschichte aufzutischen.
Vielleicht geht es diesem Mann ähnlich wie mir, vielleicht ist er einfach nur schüchtern?
LG, Pusteblume
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10.09.2006, 13:21
AW: Einsiedler
Hallo Pusteblume,
ist ja krass und oberflächlich. Allerdings glaube ich auch, dass es ziemlichen Stress verursachen kann, wenn der Partner so gar nicht mit den eigenen Freunden klar kommt.
Zitat von Inaktiver User
Darf ich fragen, ob ihr (du und dieser Mann) aus unterschiedlichen Regionen kommt, so dass das "einfach" Mentalitätsunterschiede waren?
Was fandet ihr anfänglich anzeihend aneinander? Gerade diese Unterschiede, die offenbar vorhanden waren?
War das der Mann mit dem du die lange Partnerschaft/Ehe hattest?
Sorry, wenn das jetzt zu plump gefragt ist, aber ich fühle mich gerade in einer ähnlichen Situation, wobei ich als Spaßbremse gelte (obwohl ich mich nicht so fühle... ich brauche aber nicht große Mengen Alkohol um "lustig" zu sein...)
Gruß
matze


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