hallo zusammen,
ich habe ja schon lange nicht mehr das forum bemüht, aber jetzt hab ich da was und hätte gerne mal ein paar meinungen gewusst.
kenne IHN jetzt seit zwei jahren. haben uns damals über eine singlebörse kennengelernt. nach ein paar dates schlief das ganze irgendwie ein. er war zögerlich und ich lernte dann ziemlich schnell jemanden kennen mit dem ich dann ein dreiviertel jahr zusammen war. wir hatten zwischendurch immer noch mal losen kontakt und haben uns zum geburtstag gratuliert. sonst nix.
vor einigen monaten haben wir uns dann mal auf einen kaffee getroffen und haben seitdem wieder regelmäßig kontakt. da es damals mit uns nichts geworden ist, hab ich mir da zunächst auch keine gedanken gemacht was das werden soll. doch ich muss zugeben, dass ich die treffen mit ihm einfach traumhaft sind. waren sie damals schon. und ich genieße jede sekunde. egal ob wir ausgehen oder nur fernsehen.
ich fand es immer schade, dass da nie was draus geworden ist. auch wenn die beziehung, die ich zwischenzeilich hatte, die beste meines lebens war (wenn auch sehr kurz). vergessen hab ich ihn nie so ganz.
sex hatten wir bis vor kurzem nie, wenn wir auch nicht gerade wie bruder und schwester waren.
er ist ein toller mann. selbst seine macken sind noch interessant. optisch gefällt er mir ebenfalls sehr gut. und mir gefällt die mischung aus: sehr sensibel und achtsam gepaart mit seinem verstand, seiner selbstsicherheit, Humor und Kraft. er wirkt gleichzeitig sehr zerbrechlich und dennoch vermittelt er einem sicherheit. schwer zu beschreiben.
er hatte vor mir eine mehrjährige beziehung und genau wie ich in den letzten zwei jahren einen "fehlversuch". ich denke mittlerweile haben wir uns auch gut genug kennengelernt um zu wissen ob man zueinander passen könnte. nur finde ich, dass wir uns zu selten sehen um festzustellen, ob wir nach zwei jahren doch irgendwie zueinander finden können.
nur haperts da an der kommunikation. ich bin, wenn wir uns sehen zu erfreut und fasziniert, als das ich "ein gespräch" führen möchte. und schüchterner beeindruckt mich doch sehr. vielleicht zu sehr.
ich schreibe ihm dann lieber, wenn mir seine terminplanung stinkt und ich ihn jetzt endlich mal wieder sehen möchte. er kommt auf schriftliche kommunikation gar nicht klar. und so bleiben dann viele dinge irgendwie ungesagt.
es ist unheimlich mühsam ein treffen auszumachen. es passt halt oft zeitlich nicht oder einer von uns beiden ist nicht mehr dazu in der lage konversation zu betreiben.
er ist bei unseren treffen aber total aufgeschlossen, ungehemmt, aufmerksam. man könnte denken wir sind ein frischverliebtes paar, wenn wir essen gehen oder auf ein glas wein ins lokal. er scheut sich auch nicht vor liebevollen gesten, die für mich wiederum in der öffentlichkeit eher in die kategorie beziehungsgehabe fallen.
mir ist klar, dass männer da nicht differenzieren und ich leite daraus jetzt sicher nicht ab, dass er insgeheim in mich verliebt ist und nur nicht in den quark kommt. und ich bin jetzt auch nicht so verschossen, dass ich vor sehnsucht sterbe wenn ich ihn mal zwei drei vier wochen nicht sehe. aber ich weiß, dass er mir gefährlich werden könnte und ich möchte mich nicht verrennen.
aber es gibt auch irgendwie keinen anlass zu sagen: hömma, was soll das hier werden?
ich würde ihn gerne auch nicht als das verlieren,was er jetzt für mich ist. nur wird es langsam kritisch. bin noch ganz geflasht von unserem letzten treffen und muss seitdem ständig kichern.
kein gutes zeichen....
also was meint ihr? abstand halten? einfach laufen lassen? doch gespräch suchen? wenn ja, wie anfangen ohne ein fass aufzumachen?
ich bin sonst nicht auf den mund gefallen und kann ganz gut mein spielfeld abstecken. nur bei ihm kann ich das irgendwie nicht![]()
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Thema: so nah und doch so fern
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10.01.2013, 21:54
so nah und doch so fern
Nichts wahrhaft Gutes war jemals einfach
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10.01.2013, 22:33Inaktiver User
AW: so nah und doch so fern
ganz spontan kommt mir die Frage beim Lesen, ob er eventuell nicht doch mit jemandem liiert ist ?
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11.01.2013, 07:46
AW: so nah und doch so fern
Schwierig, würde ich sagen.
Denn Du willst ja sehr wohl die Umstände verändern, also durchaus Bewegung in die Beziehung bringen und dann wird sich selbstverständlich auch das verändern, was jetzt ist.
Umkehrschluss: wenn Du wirklich das behalten möchtest, was Du derzeit "hast" - mach weiter wie bisher.
Wenn Du das nicht kannst - aus welchen Gründen auch immer - sei offen für Veränderungen!!
Halt nicht so ängstlich an dem fest, was euch gerade verbindet.
Da scheint auch (noch) viel an Überraschungsmoment (jetzt doch e r und ich??
), an Fremdheit und zuckersüßem Verzehren eine Rolle zu spielen.
Falls Du das "verlierst", wie Du schreibst, kannst Du ihn und das was ihr habt immer noch Dein Leben lang in Deinem Herzen tragen.
Du musst ja nix festzurren.
Mach es doch einfach nach Tagesform und/oder Befindlichkeit.
Genieße, was Du genießen kannst, sei mal ein bisschen forscher, mal ein bisschen zurückhaltender und schau, was sich entwickelt.
"Das Gespräch" (*gruuusel*
) würd ich derzeit nicht suchen.
Alles Gute für Dich, bleib offen!!
flirtingwithdisasterWir sehen die Dinge nicht, wie sie sind.
Wir sehen sie so, wie wir sind.
(A. Nin)
Keep Kissing
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11.01.2013, 08:31
AW: so nah und doch so fern
Mache, je nach deiner aktuellen Verfassung, genau das was dir entspricht.Abstand halten ist das wohl momentan eher nicht, oder
?
Du schreibst, du fandest es immer schade, dass aus euch nichts geworden ist.Das klingt ja schon, als hättest du innerlich eigentlich eine Richtung, in die das Ganze gehen könnte.
Die Frage ist, ob du das forcieren musst,
ich denke dann nimmst du dir auch selbst etwas weg, da du eher darauf schaust, was du nicht hast, statt auf das was du hast.
Ich glaube momentan ist Genießen angesagt und nicht drüber reden.Lieber mittendrin erleben und darauf achten, ob es dir guttut.
Versuche nicht so ängstlich zu werden und zu bedenken, dass nicht nur er dir, sondern gleichfalls du ihm "gefährlich" werden könntest...
was genau meinst du denn damit ?
schöne Grüße,
yma
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11.01.2013, 08:45Inaktiver User
AW: so nah und doch so fern
Männer differenzieren nicht? Na das sehe ich aber anders. Bei einem Kollegen der nicht differenzieren würde und mich angrabbelt wie er das bei einem Date machen würde - würde mir aber die Hand ausrutschen...
Ich glaube schon, dass selbst Männer in der Lage sind die Unterschiede zu erkennen *g* also wirklich
Wieso immer alles gleich einen Stempel bekommen muß bei vielen Frauen, das verstehe ich nicht. Es läuft doch bei euch. Wieso kannst du das nicht eine Weile so lassen und gucken was passiert?
Er fühlt sich offenbar wohl in der deiner Nähe und du doch auch - mehr gibts doch zur Zeit daran nicht auszusetzen oder?
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13.01.2013, 20:34Inaktiver User
AW: so nah und doch so fern
Ihr hattet Sex. Es wird nix draus.
Dann hast du doch die Antwort. Du willst? Er nicht.
Ein Treffen zu vereinbaren wär mit einem verliebten
Mann sowas von easy.
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13.01.2013, 21:38
AW: so nah und doch so fern
doch, die TE leidet ja bereits darunter, dass die treffen nur so selten stattfinden. das ungleichgewicht ist bei euch also schon drin.
das denke ich allerdings auch! mich hat schon gleich beim lesen der gedanke überfallen, dass der gar nicht mehr kontakt will als das, was immer mal zwischen euch läuft, schön verpflichtungslos und prickelnd, wahrscheinlich für ihn auf abruf, jedenfalls bloß nicht zu häufig, bitte.Ein Treffen zu vereinbaren wär mit einem verliebten
Mann sowas von easy.
irgendwer schrieb in einem anderen strang neulich, dass leider immer derjenige, der weniger interesse an dem kontakt hat, die bedingungen des kontaktes diktiert. da ist was wahres dran.
wahrscheinlich ist es jetzt eh schon zu spät, aber ich würde versuchen, mich aus dieser geschichte so schnell wie möglich zu lösen, so schwer das auch sein mag. er fühlt nicht das gleiche, sonst HÄTTE er zeit für dich und würde auch viel häufiger von sich aus treffen vorschlagen.
wenn man frisch verliebt ist, hat man immer noch die kraft, den anderen zu sehen, egal, wie lang der tag war. außerdem war er ja damals schon der grund, warum aus euch nichts wurde (denn du fandest ihn ja damals schon toll).
ich wünsch' dir ganz viel energie bei dieser aufgabe,
sportsfrau.Jeder von uns hat etwas Unbehauenes, Unerlöstes in sich,
daran unaufhörlich zu arbeiten seine heimlichste Lebensaufgabe bleibt.
Christian Morgenstern, (1871 - 1914),
deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer
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14.01.2013, 21:34
AW: so nah und doch so fern
was heißt, ich leide darunter. für mich sind die treffen mit ihm einfach momentan am schönsten, weil da alles drin ist, wonach mir momentan ist. ich sterbe nicht vor sehnsucht. aber ja, es wäre schön rauszufinden ob da noch was geht oder ob wir auf der friendship with benefits schiene bleiben.
wie ich schon schrieb, wir kennen uns seit zwei jahren. das klassische "frisch verliebt" wird hier wohl auch nicht (mehr) stattfinden. dafür ist das ganze schon zu vertraut. finde ich zumindest.
und was das unbedingt sehen wollen angeht: aus dem alter bin ich raus. wenn ich weiß, ich hatte nen harten tag oder muss am nächsten tag früh raus (oder beides) oder es wäre extrem stressig sich noch für zwei stunden zu sehen, dann verzichte ich lieber. da ticken er und ich gleich.
wenn aus ihm und mir nichts wird, dann ist das schade. nur mag ich jetzt auch nicht blind davon ausgehen und es unversucht/ungeklärt abhaken. auch wenn hier manche der meinung sind er will nicht (was ja durchaus auch richtig sein kann). aber er weiß ja auch gar nicht wie ich das wirklich sehe.
und andererseits mag ich mich auch nicht an den fliegenfänger hängen und mich ggfs. blockieren.
was ich ihm auch nicht verübeln kann: ich hab sehr unter der trennung von meinem ex gelitten und das blieb ihm natürlich nicht verborgen. mir an seiner stelle wäre das sicher auch (noch) nicht so geheuer bzw. ich wäre mir nicht sicher, ob ich schon bereit für was neues wäre. im prinzip war er für mich anfangs ja auch nur der seelentröster. das war/ist ihm sicher auch klar gewesen.
wir haben uns übrigens vergangene woche 2 mal gesehen. das ist auch neu
ich hab keine ahnung. vielleicht sollte ich es wirklich zunächst so laufen lassen und weiter genießen. vielleicht überkommt mich irgendwann der anfall und ich frage ich sage ihm dann auf den kopf zu, dass ich gerne ausprobieren würde, ob da mehr geht. wir werden ja nicht jünger dabei.Nichts wahrhaft Gutes war jemals einfach
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14.01.2013, 23:20
AW: so nah und doch so fern
hi delusion,
hört sich für mich komisch und nicht stimmig an. ich suche keine beziehung zu jemandem, in den ich nicht "irgendwie" verliebt bin. und wenn man verliebt ist, hat man doch auch sehnsucht, oder? wenn du nicht mehr empfindest, kannst du doch problemlos auf der "freunde plus"-schiene bleiben, und der strang hier hätte sich erledigt, oder sehe ich da was falsch?
wir bilden uns nur unsere meinung anhand dessen, was du uns mitteilst. das hierauch wenn hier manche der meinung sind er will nicht (was ja durchaus auch richtig sein kann).
hattest du uns nämlich, falls ich es nicht überlesen habe, vorenthalten.was ich ihm auch nicht verübeln kann: ich hab sehr unter der trennung von meinem ex gelitten und das blieb ihm natürlich nicht verborgen. mir an seiner stelle wäre das sicher auch (noch) nicht so geheuer bzw. ich wäre mir nicht sicher, ob ich schon bereit für was neues wäre. im prinzip war er für mich anfangs ja auch nur der seelentröster. das war/ist ihm sicher auch klar gewesen.
das lässt die sache für mich wieder in einem etwas anderen licht erscheinen.
hört sich irgendwie kopflastig an, auch das hier:ich hab keine ahnung. vielleicht sollte ich es wirklich zunächst so laufen lassen und weiter genießen.
"gerne ausprobieren", hört sich nicht nach verliebtsein an, sondern nach einer art drehbuch, nach irgendwelchen anderen kriterien - vielleicht, weil er objektiv so ein guter fang wäre, den man doch nicht einfach ziehen lassen kann (?).... dass ich gerne ausprobieren würde, ob da mehr geht. wir werden ja nicht jünger dabei.
"ausprobieren, ob da mehr geht" hört sich an, als könnte man gefühle, wenn man bestimmte verhaltensweisen ausführt, wie auf knopfdruck herstellen. dieses "mehr" muss sich doch gefühlsmäßig entwickeln, aber eine garantie, dass das wirklich stattfindet, gibt es für niemanden.
dann wiederum dieser satz hier:
vielleicht bist du ja schon an der schwelle zum verliebtsein, kannst aber nicht abwarten? so lange du, wie du selbst schreibst, durchaus problemlos mal mehrere wochen am stück ohne seine physische präsenz auskommst, bist du definitiv noch auf der "gefahrlosen" seite. falls das jetzt noch so ist.nur wird es langsam kritisch. bin noch ganz geflasht von unserem letzten treffen und muss seitdem ständig kichern.
und wenn's dich mal erwischt hat, ist sowieso alles wurst.
dann wirst du unweigerlich sehen, wie er das ganze sieht.
wenn ich's mir recht überlege: sollte ich recht haben und du bist noch nicht ganz verloren, ist ein "du, wollen wir jetzt mal zusammen sein?" irgendwie total abtörnend, das zerstört einen eventuellen zauber und erstickt jede romantik gleich im keim. wenn du ein bisschen sensibel bist, wirst du sicher merken, ob und wenn ja, wann du worte formulieren kannst. in einem anderen strang schrieb jemand von der luft zwischen zwei menschen, die plötzlich in kleine handliche würfel zerschnitten werden kann. das bild passt, finde ich, ganz gut.
scheinbar habt ihr dieses stadium aber noch nicht erreicht. nur so mein eindruck aus der ferne. kann aber morgen schon so sein, wer weiß...Geändert von sportsfrau74 (14.01.2013 um 23:25 Uhr)
Jeder von uns hat etwas Unbehauenes, Unerlöstes in sich,
daran unaufhörlich zu arbeiten seine heimlichste Lebensaufgabe bleibt.
Christian Morgenstern, (1871 - 1914),
deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer
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15.01.2013, 08:10
AW: so nah und doch so fern
Das ist also im Moment genau das Richtige für dich.
So wie du es weiter beschreibst geschehen die Treffen genauso, wie es dir und ihm jetzt möglich ist und manchmal bist du ungeduldiger als er und sagst das dann.Ist doch in Ordnung.
Letztendlich funktioniert es , aus meiner Erfahrung, tatsächlich nicht so gut Beziehungsfragen vorab theoretisch zu klären oder zu beschleunigen.Ich denke es bleibt dir eine schöne Zeit mit ihm und genau zu beobachten.
Also das, was du schon tust.
Es kann doch durchaus sein, dass es sich noch weiter entwickelt.
Das darf ja auch von dir ausgehen.
Was würdest du denn gerne mal mit ihm machen, was anders ist als bisher ?
Verständlich und das musst du auch nicht.Du kannst auch jederzeit neu entscheiden, ob es dir noch guttut, genau wie er.
Aber ein bißchen Kontrollverlust gehört schon dazu....
Deshalb auch die Spannung.
Sicher ist es für beide einfacher zu deuten,wohin es geht wenn beide total aufgeräumt und frei in die nächste Verbindung gegangen sind, aber so ist das Leben meistens nicht.
Da du es selbst auch noch nicht genau weißt, gibt es nur eins: Weiter-Erleben
!
Aha !
Genau.
Vielleicht überkommt auch ihn ein "Anfall" oder es entwickelt sich zufällig in die gleiche Richtung.
wünsche Dir alles Gute und eine schöne Zeit
yma


er beeindruckt mich doch sehr. vielleicht zu sehr.
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