Uly, nur ganz kurz. Wenn ich mich getrennt habe, habe ich mir immer gedacht, so und jetzt suchst Du Dir einen oder 2 Männer nach reinen Spaßkriterien und meistens ging das echt schief! Während ich Spaß wollte und das schamlos ausgenutzt habe, entwickelten die Männer ein Problem mit mir, sie waren verliebt und ich war erst mal schockiert über diesen Strich durch meine Rechnung. Naja immerhin habe ich jetzt mal 4,5 Monate so gelebt. Ich denke, dass Du einfach mal wieder freudig mit den Männern den Kontakt aufnehmen solltest und erst mal unverbindlich flirten. Sie ein wenig um den Finger wickeln, testen, nichts zusagen, Spaß haben und so Dir ein neues Bild von denen machen und wer weiß vielleicht findet sich dabei irgendwann ein guter Kandidat. Nur würde ich nicht so schnell verpflichtend in eine Beziehung gehen. Lass die doch darum kämpfen.
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26.12.2012, 20:22Inaktiver User
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Geändert von Inaktiver User (26.12.2012 um 20:33 Uhr)
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26.12.2012, 20:35
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Puh, schwierige Frage. Ich habe es mir damals schon sehr, sehr schwer gemacht, mich zu trennen. Ich konnte es erst nicht für mich selbst tun, obwohl sich ja, wie schon angedeutet, zu dieser Zeit alles in mir sträubte, das noch weiter zu führen. Ich hatte halt eigentlich schon monate- oder jahrelang das Gefühl, raus zu wollen und habe das immer irgendwie mundtot gemacht. Ich wollte keinen Sex, ich wollte nicht mehr mit ihm wohnen, nichts mehr mit ihm unternehmen, nicht mehr mit zu seiner Familie. Es ist nur: Ich weiß halt nicht wieso. Erst, als mir eines Tages ein Licht aufging, wie sehr ich IHN damit quäle, ihn in allen Bereichen nur noch wegzustoßen, konnte ich es machen.
Wenn man das alles bedenkt, KANN es eigentlich nicht falsch gewesen sein, dass ich mich getrennt habe. Es war eh besser für ihn, er hatte ja auch bereits drei Monate später seine jetzige Freundin, mit der er wieder eine richtige Beziehung führen konnte.
Aber wenn man meinen Weg betrachtet, den ich seither gegangen bin, könnte man eben Zweifel bekommen. Vielleicht hätte ich ja damals anders empfunden, wenn ich gewusst hätte, was auf mich zukommt. Ich habe ja gedacht, ich date ein wenig herum, ein halbes oder ganzes Jahr lang (fand ich ne ganz tolle Vorstellung) und dann lerne ich halt einen Neuen kennen. Ich dachte das wird so easy-peasy. Und dann auf einmal diese Aneinanderreihung von Pleiten. Ja, wie eine Strafe, es fühlt sich einfach so an.
Ich bereue es nicht direkt, nein. Ich will und wollte auch seit der Trennung niemals IHN zurück, so war das nicht. Ich wollte etwas Ähnliches, wie das, was ich mit ihm hatte - aber mit einem Anderen.
Was mich fertig macht, sind diese Misserfolge, die mir das Gefühl geben, alles falsch gemacht zu haben auf der ganzen Linie. Und zwar so falsch, dass ich mir sogar die Möglichkeit auf eine Familie versaut habe, was für mich gar nicht fassbar ist. Ja, andere haben sich auch getrennt, aber irgendetwas scheinen sie besser gemacht zu haben, denn ihnen geht es nicht so wie mir.
Ich denke, es war viel einfacher. Bevor ich mich fest binden und die große Verantwortung für ein Kind tragen wollte, wollte ich einfach nochmal was Anderes erleben. Und ich war in sehr jungen Jahren 8 Jahre mit diesem Mann zusammen gewesen, wir haben uns gegenseitig viel, viel unterstützt, haben viel Schönes erlebt und dann reichte mir das mit ihm halt. Dann wollte ich etwas Neues.
Zitat von mariabel
Aber genau wegen dieser "Einfachheit" meines Trennungsgrundes, weil es irgendwie doch ein wenig abgeklärt wirkt, habe ich ja auch solche Schuldgefühle.
Man bekommt gerade hier im Forum auch immer wieder den Spruch, man soll seinem Bauch folgen, sich selbst verwirklichen, seinen eigenen Weg gehen, FORSCHEN und ENTDECKEN. Es kommt mir aber eben vor, als würde ich dafür bitter bestraft, dass ich das getan habe. Denn mein Leben ganz ohne Partner und ohne Kinder zu fristen ist ganz bestimmt nicht "mein Weg".
Boar, es tut gut, dass mal loszuwerden.
Uly
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26.12.2012, 23:33Inaktiver User
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Dann gibt es keinen Grund für Schuldgefühle wegen der Trennung. Die Beziehung fühlte sich für Dich nicht richtig an, hat Dich übersättigst und zugleich hungrig gemacht. Ich kann Dir aus Erfahrung sagen, mit dem richtigen Partner hättest Du die Sehnsucht nach Alleinsein und die Neugier auf einen anderen Mann nicht oder nicht so intensiv empfunden.
Hey, nun mach Dich nicht so fertig. Du kannst für das Zustandekommen und Gelingen einer Beziehung nun mal nur 50% in die Waagschale werfen. Die anderen 50% müssen vom Mann kommen, d.h. sie sind aus Deiner Sicht Glück. Und ob die anderen mit ihren Partnern soviel bessere Lose gezogen haben, wird sich in den nächsten 20-30 Jahren herausstellen. Vorher nicht.
Nur weil Du bis jetzt noch keine neue glückliche Partnerschaft hast, wird doch die damalige Entscheidung nicht plötzlich falsch.
War der Trennungsgrund wirklich so "einfach", oder hat Dich doch noch etwas anderes dazu bewogen? Vielleicht Motive, die Dir gar nicht in Klarheit bewusst sind und nur als dumpfes, unbestimmtes Unbehagen empfindbar waren oder sind?
Ich hab das Gefühl, dass irgendwo im Zusammenhang mit diesen Schuldgefühlen der Schlüssel vergraben liegt. Ein Teil von Dir redet sich ein "Ich hab's versaut, ich mache alles falsch, ich hab's nicht besser verdient." Du sabotierst Dich selbst, suchst vielleicht unbewusst Männer aus, die Dich in Deinen Selbstvorwürfen bestätigen.
Andere Möglichkeit: Du wünschst Dir abstrakt "eine Beziehung" für Hochzeit und Familie, weißt aber selbst nicht so genau, wie die für Dich auszusehen hat, und bist deshalb für den Mann nicht der dauerhaft interessante Widerpart, den er sich wünscht...?
Ist es grundsätzlich für Dein Selbstbild akzeptabel, eine Beziehung zu beenden, weil der Schritt sich für Dich gut und richtig anfühlt? Ohne vorher alle möglichen Szenarien der nächsten 50 Jahre durchzusimulieren?
Du bist zurzeit ohne Partner und Kinder, aber wer sagt, dass das für immer so bleiben muss? Bezüglich Kindern kann ich nichts sagen, da ich Dein Alter gerade nicht im Kopf habe. Aber der Mann für eine glückliche, erfüllende Beziehung kann Dir jeden Tag begegnen. Du bist gerade in einer Übergangsphase. Und so blöd es sich anhört: Ich würde, so gut es geht, bei einer neuen Männerbekanntschaft die Gedanken an eine Familiengründung vorerst ausblenden. Erst kennenlernen, den Mann erkunden und schauen, ob ER zu Dir passt. Dann einen Schritt nach dem anderen gehen, aber nicht Schritt Nr. 9 gedanklich an den Anfang setzen.
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27.12.2012, 13:05Inaktiver User
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Mal zu deiner Ausgangsthema zurück:
Ich habe es auch öfters erlebt, dass Männer zunächst alles an Liebesschwüre auffahren, was nur erdenklich möglich ist und das auch noch in einem atemberaubenden Tempo und dann ziemlich plötzlich und für mich nicht immer nachvollziehbar wieder verschwunden sind.
Ich denke zu Beginn kann man das nicht unterscheiden, wer es ernst meint und wer das nur als Mittel nutzt, um schnell ans Ziel zu kommen. Vielleicht wissen es viele Männer zu Beginn genau sowenig in welche Richtung das geht.
Das zeigt sich also erst nach einer gewissen Zeit.
Und das Tempo zu drosseln, wenn ein Mann so in die Vollen geht, ist leichter gesagt als getan. Man bremst jemanden damit auch aus und kann damit auch was kaputt machen.
Wenn Männer richtig verliebt sind, sind sie eben oft so, sie fahren das volle Programm und es ist -m.M. n.- die männliche Art des Werbens. Zumindest kenn ich es persönlich nur so. Vielleicht fehlt mir auch der Blick für Männer die "leiser" werben.
Ich dachte auch immer, ich mache etwas falsch, wenn sie dann wieder entschwinden. Aber ich glaube mittlerweile einfach, dann hat es eben nicht gepasst und es passt eben immer seltener je älter man wird.
Mit meinem jetzigen Partner lief es genauso. Er legte ein unglaubliches Tempo vor, dass mich zunächst völlig mißtrauisch werden ließ. Was sollten diese völlig übereilten Liebesschwüre, fragte ich mich. Sowas gibt es doch gar nicht, er kennt mich doch noch gar nicht.
Ich habe ihm mit meinem Mißtrauen ein paar Mal ganz schön vor den Kopf gestossen und schlaflose Nächte bereitet. Aber er ließ sich nicht abwimmeln, im Gegenteil seine Liebesbekundungen wurden noch heftiger. Er tat alles, damit ich Vertrauen entwickeln konnte und mein Mißtrauen bröckelte.
Also man kann nichts über einen Kamm scheren.
Nur weil jemand Tempo vorliegt und zu schnell Liebesschwüre murmelt, muss es nicht gleich zum Scheitern verurteilt sein.
Viele Männer sind so, wenn sie verliebt sind.
Nicht mutlos werden!Geändert von Inaktiver User (27.12.2012 um 13:08 Uhr)
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27.12.2012, 16:21Inaktiver User
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27.12.2012, 17:02Inaktiver User
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Ich war da ein wenig anders unterwegs ehrlich gesagt. Ich hatte reinen Spaß im Auge und habe dazu im Prinzip den passenden eher ausgefallenen Mann gesucht, der mir möglichst viel Spaß garantiert und wenns nicht mehr das war, was ich gesucht habe, habe ich eben Schluss gemacht oder die Afffäre mal kurz hinten angestellt. Ich habe mich auch nicht sonderlich von den Wünschen nach einer Beziehung beeindrucken lassen, wenns bei mir eben nicht ging.
Ich finde Dich unheimlich krampfig, eine Lebenskünstlerin in der Liebe bist Du grad nicht, eher eine Möchtegernbeamtin, die jetzt unbedingt verbeamtet werden will, schnurzegal bei welchem Dienstherrn.
Mir ist das trotz lustiger Lebenseinstellung nicht egal! Da muss vieles stimmen, sonst lasse ich mich nicht fangen und spiele eben nur. Aber auch beim Spielen lernt man und Du glaubst gar nicht wie schnell man sich dabei einen Mann fangen kann, aber ich seh Dich jetzt schon krampfhaft spielen! Da fehlt der Spaß. die Leichtigkeit.
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27.12.2012, 17:11
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Das kann man aber auch respektvoller ausdrücken...

Sicher können manche Menschen bei der Suche nach dem richtigen Partner viel Spaß mit den falschen haben.
Andere sehen das eben nicht ganz so oberflächlich, weil sie ihre Gefühle nicht einfach so an- und abschalten können. Und ich muss sagen, dass mir letztere Spezies doch irgendwie sympathischer sind.
Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh
)
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27.12.2012, 18:35
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
naturepure, ich finde das auch etwas hingeknallt. Die Menschen sind verschieden. Du scheinst eher der lockere Typ zu sein, aber das sind nicht alle. Nicht für jeden sind Affären etwas oder lose Spielereien.
Ich kann Uly verstehen. Mir liegt das auch nicht. Und ich finde auch nicht, dass man das unbedingt lernen muss und sich dahin verbiegen sollte.
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27.12.2012, 19:10
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Naja...sicherlich gab es schon noch ein paar Probleme in der Beziehung, aber wo gibt es die nicht? Ich wusste das nur damals noch nicht, dass es bei den meisten anderen Männern viel größere Probleme gibt. Ich sah ja immer nur die Normalfälle. Die sehe ich jetzt auch, nur kriege ich nie einen davon ab...

Das hab ich nicht richtig verstanden. Ich weiß natürlich nicht bis ins Detail, wie das aussehen soll. Aber ob das Andere so planen, bevor sie es tun? Es soll sich einfach eine stabile Beziehung entwickeln, die dann passt. So ganz in Stein gemeißelt kann man das doch nicht voraussehen?
Ich gebe zu, dass ich grundsätzlich sehr großen Wert darauf lege, Beziehungen immer fair und möglichst ohne große Zerstörung zu beenden und immer möglichst alles richtig zu machen mit anderen Menschen. Ich finde es verachtenswert, wie die Axt im Walde vorzugehen, wenn Gefühle im Spiel sind. Das ist also ein heißes Eisen, wo ich hohe Ansprüche an mich und andere habe..
Und da das aber nie vollkommen ohne Schaden abgeht, entstehen halt auch gern Schuldgefühle.
Es beunruhigt mich eben, dass es bei allen Anderen so schnell ging und bei mir dauert es so unglaublich lange. Da frage ich mich, warum das bei mir wiedermal so anders ist.
Ja, ich weiß. Das macht keinen richtigen Sinn. Ich suche eben den Fehler im System, warum es bei mir anders läuft als bei allen meiner Freunde. Leider komme ich nicht drauf und auch sonst weiß sich keiner einen Rat.
Zitat von Inaktiver User
Dass man nichts tun kann, macht mich wahnsinnig. In allen anderen Lebensbereichen bewegen sich die Dinge langsam aber stetig in die Richtung, in die man sie bewusst drückt. Aber hier...scheint alles vollkommen chaotisch und schief zu laufen. Das macht mich halt irre.
nature, ich glaub aber, dass wir uns in vollkommen unterschiedlichen Lebensabschnitten befinden. Korrigiere mich, falls ich falsch liege, aber ich meine mich zu erinnern, dass du Ehe und Kinder schon hinter dir hast?
Zitat von Inaktiver User
Falls ich Recht habe, dann ist jetzt tatsächlich deine Zeit zum Spielen, die dir vergönnt sei. Aber ich möchte mir doch im Leben noch etwas aufbauen. Wenn ich meine Zeit jetzt mit Experimenten vergeude, dann werd ich wohl nicht viel erreichen...
Ansonsten hast du natürlich Recht, dass mir Leichtigkeit nicht schaden könnte. Die müsste man mir wohl aber momentan mit dem Holzhammer einprügeln.
Ich kann sie mir leider nicht aus den Rippen schneiden, ich kann nicht aus meiner Haut.
Ich denke, ich muss es einfach planvoller anfangen und besser hinschauen. Ich hab mich da wirklich nicht gerade klug angestellt in letzter Zeit. Und vor allem konnte ich nicht gut abwarten und auch mal länger solo bleiben. Irgendwann war es mir zu öde und ich hab mich auf irgendeinen Süßen eingelassen, egal, ob er die nötigen Voraussetzungen hatte. Einfach nur, weil er mir gefiel.
Uly
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27.12.2012, 19:14Inaktiver User
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Gut, dann noch schnell etwas anders ausgedrückt, man kann ja wieder lernen mehr zu flirten und erst mal weniger verbindlich zu sein und sich einfach nur mal locker umzuschauen und nicht gleich so schnell zu binden.
Diese Erfahrungen helfen meiner Meinung nach sich nicht so schnell auf etwas unpassendes Festes einzulassen. Gerade Frauen sind da viel zu schnell dabei und könnten besseres haben und gerade wenn man etwas lustiger lockerer drauf ist, ist die Chance dazu größer.
So ist eben meine Erfahrung dazu. Ein Flirt ist absolut unverbindlich und eine Affäre schnell beendet. Man lernt dazu und arbeitet sich an Beziehungen weniger ab, hat mehr Spaß, weiß besser was einem gut tut.Geändert von Inaktiver User (27.12.2012 um 19:19 Uhr)



Das ist etwas, woran ich kaue und kaue, weil ich es nicht kapiere. Das sind ja nun auch nicht alles die einfachsten Persönlichkeiten, im Gegenteil.
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