Es liegt auf der Hand, warum das bei den 5 (?) Männern nicht gut lief.
Du warst nullkommenull verliebt, Du fandest die nicht passend, uninteressant, schräg, ungebildet. Der eine hat Dich nur angezogen, weil er eine "Vita" hatte, die Person dahinter hat Dich weniger interessiert.
Es ist ganz einfach: fang nix an mit Männern, nur weil sie Deinen Weg kreuzen und sich warum auch immer für Dich interessieren. Ob aus Bedürftigkeit, Egoismus, oder Langweile oder weil sie Dich 12 Tage toll finden.
Fang nur etwas an mit einem Mann, den Du toll findest. In den Du Dich verliebt hast. Den Du vom Charakter her her als edel und gut passend für Dich ansiehst.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet....diesen Grundsatz hast Du sträflich vernachlässigt. Das ist auch schon die Auflösung Deiner schwierigen Geschichte.![]()
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22.12.2012, 14:18
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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22.12.2012, 22:34
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Man kann nie genau wissen, wie andere Beziehungen von innen aussehen, da hast du Recht. Aber, bei den meisten meiner Freunde glaube ich das nicht, das sind nicht die Menschen für Torschlusspanik. So gar nicht. Bei dem ein oder anderen könnte es allerdings zutreffen.
Trifft mich ein bissl. Ich hab mich damals getrennt, weil in meinem Unterbewusstsein bestimmte Dinge abgelaufen sind, die dazu geführt haben, dass ich meinen Freund kaum mehr ertragen konnte, ich wollte nur noch weg, weg, weg. Jede Minute mit ihm hat mich genervt und ich wollte absolut nichts mehr mit ihm machen, was irgendwie in Richtung Beziehung ging.
Zitat von mariabel
Er hat natürlich nicht verstanden, was abgeht, an mir gezerrt, was mich noch verrückter gemacht hat. Und das hat mich alles so traurig gemacht, wie ich ihn behandle, dass ich abhauen musste.
Es war einfach so, dass ich zwei Jahre vor meinem 30igsten Geburtstag stand, hatte das Gefühl, ich muss nun entscheiden, ob ich das - ihn - für den Rest meines Lebens will, Heirat, Kinderkriegen. Und er war erst mein zweiter Mann, den ich geküsst oder mit dem ich Sex hatte. Ich hatte nie gedatet, nie dies und das gemacht.
Das war alles schrecklich und ich war schrecklich.
Es wird mir eigentlich jetzt erst, nach dreieinhalb Jahren, bewusst, wie sehr auch mir die Trennung wehgetan hat. Aber ich war voller Panik, gleichzeitig Schuldgefühle, und was nicht alles. Und jetzt habe ich manchmal Angst, zur Strafe nie wieder eine so gute Beziehung hinzukriegen. Weil ich es ja so wollte, ich wollte ja "frei" sein. Ich weiß, das ist nicht so gut, aber ich verurteile mich da ein wenig selbst. Und ich verstehe eigentlich auch jetzt erst, was da eigentlich mit mir los war.
Nee, das verstehst du falsch. In den zweiten und vierten (hast Recht, wie komm ich auf 5?) war ich echt verliebt. Welcher soll der mit der "Vita" gewesen sein? Die hatten eigentlich alle ihre absonderlichen Talente und Geschichte.
Zitat von Lukulla
Ich weiß, es liest sich manchmal abgeklärt, was ich da schreibe. Aber das ist oft nur, weil eigentlich das Gegenteil der Fall ist. Ich bin leider extrem sensibel und muss manchmal etwas emotionale Würze aus einer Situation herausnehmen, weil ich das sonst nicht hinkriege, beim Wesentlichen zu bleiben.
Und aufgrund der Sensibilität ist auch der häufige Wechsel der "Bezugspersonen" für mich schrecklich gewesen. Da fehlt mir die Lockerheit.
Uly
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23.12.2012, 10:56
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Liebe Uly, ich wollte dich damit nicht treffen oder runterziehen oder alte Gefühle aufrühren. Tut mir leid, wenn es so angekommen ist. Ich wollte nur nachfragen, ob es sein kann, dass du dich in eher unzuverlässige Typen verliebst, die eher auf Abstand bleiben...
Verurteile dich nicht für deine Gefühle damals. Diese Gefühle waren da und haben zu dir und deinem Weg gehört. Das war sicher eine schlimme Zeit. Aber eure Entwicklungen gingen auseinander und du hast dir die Trennung bestimmt nicht leicht gemacht. Es hätte ja nichts gebracht, bei deinem Freund zu bleiben, nur weil es vernünftig ist, obwohl deine Gefühle nicht mehr da sind.



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23.12.2012, 17:47
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Ulyssa, ich finde Ambivas Posting (#45) sehr interessant und überdenkenswert. Was sagst Du dazu?
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23.12.2012, 18:50
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Kann ich so nicht bestätigen, nein. Ich hatte eher umgekehrt das Gefühl, dass die Männer mich nicht so genau kennenlernen wollten. Ich rede z. B. sehr gerne, über ihn, mich, die anderen Leute, die uns nahe stehen, die Beziehung (und ich meine jetzt nicht diskutieren oder streiten). Mein letzter Freund hat das regelrecht gehasst, hat ohne Ende gemauert. So als ob er Angst hätte, er könne dabei irgendwas sagen, was er nicht sagen sollte, wollte oder was auch immer. Ich hätte ihn gerne mehr ergründet, habe es auch immer und immer wieder versucht, aber er wollte das partout nicht, fühlte sich sichtlich unwohl und bedrängt von jedem tiefer gehenden Gespräch. Am Ende hat er trotzdem zu mir gesagt, ich hätte ihn durchschaut, wie eine Glasscheibe.

Was mich am Forschen und Entdecken so stört ist nicht das Einlassen, das tiefer Eindringen in eine Person, gar nicht. Sowas ist eher eine Spezialität von mir.
Was mich stört, ist der ungewisse Ausgang, der da mitschwingt. Das heißt, ich würde die Kiste zuerst gerne festzurren, damit man was "Solides in der Hand hat".
Das geht so alles nicht so richtig, ist mir schon klar. Das wird auch so nicht mehr laufen. Bis ich jemandem wieder vertrauen kann, mit zu seiner Familie gehe oder geschweige denn ihn zu meiner mitnehme, da wird schon einiges Wasser die Elbe runterfließen.
Ist mir ja mittlerweile nur noch peinlich...
Aber ich bin es halt nur so leid, jetzt noch dreihundert Quadrillionen Jahre zu warten, bis ich auch mal eine feste Beziehung plus eventuell Familie habe.
Uly
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23.12.2012, 19:55
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Hm.
Nach wie vor mutmaße ich, daß sich in der Anfangszeit
die Männer in Dir täuschen.
Sie sehen da die absolute Traumfrau in Dir...
...vielleicht eine Frau, wo ALLES ANDERS ist (nicht langweilig, nicht anhänglich, nicht typisch Frau o.ä.).
Daher auch die Begeisterung und Liebesschwüre.
Dann passiert irgendetwas...Stichwort "Festzurren"....und es fällt den Männern wie Schuppen von den Augen...
bei Dir ist eben doch *nicht* ALLES ANDERS...
...dann schwupps...wollen sie schnell weg. Die reinste Flucht.
Vielleicht deshalb ohne richtige Erklärung, weil sie sich *von Dir* getäuscht fühlten
(was natürlich Unsinn ist).
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23.12.2012, 20:20
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Mir wird oft gesagt, dass ich etwas "anders" wirke, speziell. Ich kann nicht genau nachvollziehen, warum. Und ich will es eigentlich auch nicht hören, es deprimiert mich. Ich will ganz genau das, was alle anderen auch haben und tun.
Warum wollen denn die Männer immer, dass alles anders ist? So wie es ist, ist es doch gut? Sie sperren sich gegen ihre natürliche Aufgabe, das seh ich gar nicht gern...
Uly
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23.12.2012, 20:58
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Ich habe manchmal das Gefühl,
Du brauchst unbedingt einen Mann für Dein Lebens-Projekt "Familie gründen".
Du willst einen Mann zu diesem Zweck "Einfangen" sozusagen.
Zu anfangs ziehst Du ungewollt und coolerweise die falschen Männer an,
die Dich dann näher kennenlernen.
Und die dann später mit Deinem Projekt überfordert sind und kopflos flüchten.
Mal andersherum:
Wärst Du denn echt zufrieden mit einem pflichtbewußten, fleißigen, es "ernstmeinenden" Mann,
der wie eine Art liebevolle Hülle das Geld heimbringt, mit Dir Kinder zeugt,
wo dann heile Familie herrscht...das Haus...der Garten...alles nach außen hin in Ordnung....
Wäre Dir das nicht zu hohl irgendwie?
Hauptsache nach außen stimmt alles....und bei Deiner Verwandtschaft kannst dann auch noch punkten?
Schöne heile Welt. Möglicherweise fühlten sich "Deine Männer" als bloße "Figuren" in Deinem Projekt.
Daher ihre Flucht.
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23.12.2012, 23:28
AW: Erst Liebesschwüre dann Flucht...
Or, natürlich will SOWAS nicht. Ich will einfach nur eine ganz normale Partnerschaft und vielleicht Familie. Wieso wird das immer so umgemodelt, als würde ich einen Mann als Versorger einspannen wollen? Ich möchte eine individuell gestaltete Beziehung oder Familie, so, wie es zu mir und meinem Mann dann eben passt.
Ich bin nicht mal versessen aufs Heiraten oder sowas. Ich will einfach nur etwas ganz normales. *lach*
Komm ich echt so komisch rüber? Der Eindruck mit dem Einfangen kommt sicherlich daher, dass ich wirklich langsam das Gefühl bekomme, ich muss das echt tun, weil keiner freiwillig will.
Ich will doch niemanden irgendwie zwingen in eine Rolle, auf die er keinen Bock hat. Ich will doch nicht mit einem Mann leben müssen, der daraufhin immer unzufrieden ist. Aber gibt es denn echt keinen, der sich das vorstellen kann? Eine feste Beziehung, ein Kind und natürlich trotzdem eine Partnerschaft, mit allem drum und dran. Das ist doch das normalste von der Welt? Echt, ich steh vor einem Rätsel. Kapier ich nicht...
Uly
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23.12.2012, 23:57



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