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    AW: Bin ich zu "schlau" für einen Mann?

    Zitat Zitat von Aditu Beitrag anzeigen
    grenzen setzen musst du dir selbst, das ist nicht Aufgabe eines anderen menschen. soll dieser dich erziehen, weil du die grenzen anderer nicht wahren kannst? aber du bist doch schon erwachsen!
    Stimmt schon, dass man Grenzen anderer erkennen und wahren können sollte. Aber genauso kann man sagen, dass ein Erwachsener auch anderen Grenzen setzen können sollte (für diejenigen, die diese überschreiten). Da sollte ich finde ich genauso in der Lage zu sein wie umgekehrt und mich nicht einfach heimlich aus der Affäre ziehen. Wenn ich das nicht kann oder nicht für nötig halte weil ich erwarte, der andere kenne meine Grenzen, muss ich mich eben auch nicht wundern, wenn diese weiterhin unbeachtet bleiben (ganz unabhängig davon, ob das positiv oder negativ ist). Wo Grenzen liegen kann schon sehr individuell sein.

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    AW: Bin ich zu "schlau" für einen Mann?

    Zitat Zitat von Halbmondin Beitrag anzeigen
    Lukulla, ich stimme dir vollkommen zu, so ist es- auch wenn es schwerfällt mir das einzugestehen. Die "Verachtung" kommt daher, dass ich auch beim letzten Mann wusste, dass er nicht der Richtige ist - da waren wir noch nicht mal zusammen. Dann aber hatten wir eine tolle Zeit und haben angefangen, uns zu idealisieren. - Wie dem auch sei, es hat nicht gepasst.

    Wie erkenne ich nun Männer, die passen?
    Als erstes würde ich anfangen, diese Verachtung abzulegen. Kann es sein, dass du selbst dafür verachtest, dass du dich mit Männern zusammen tust, von denen du weißt, dass es nicht passt? Dann solltest du lernen das nicht an den Falschen auszulassen. Das ist nicht fair. Vieles hat sehr viel mit der inneren Einstellung zu tun.

    Weiß nicht ob es da ein Patentrezept gibt, aber es hilft auf jeden Fall nicht sich mit Männern einzulassen von denen man WEIß, dass sie nicht passen. Das Problem ist da ja scheinbar nicht die Erkenntnis, sondern scheint woanders zu liegen.

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    AW: Bin ich zu "schlau" für einen Mann?

    Halbmondin,

    ich werf jetzt einfach mal ein paar Eindrücke in den Raum, die m.M.n. eventuell ein Hinweis auf Dein "Muster" sein könnten:

    Begriffe wie "Schwäche" und "Grenzen" scheinen für Dich zentrale, bedeutungsvolle Begriffe zu sein. Es scheint mir, dass genau diese Begriffe zu Deinen "dunklen Flecken", die sich im toten Winkel für Dich befinden (deshalb kannst Du sie ja nicht erkennen. - was völlig normal ist. So geht es jedem mit dem eigenem toten Winkel) führen könnten.

    Einerseits beschreibst Du Dich als lustig, offen, fröhlich, kommunikativ. Ich glaube inzwischen, dass Du das auch tatsächlich bist.

    Andererseits hast Du aber auch einen stillen, introvertierten, verletzlichen und tiefen Anteil, der Ruhe braucht und der in seiner Tiefe - auch, neben Deinen Sehnsüchten - Deine Schwächen bergen. An diese Schwächen kommt aber niemand ran, nicht mal Du selbst, d.h., Du selbst nimmst diese zwar wahr, möchtest aber gar nicht so genau hinschauen, weil Du Dich dieser Schwächen schämst.

    Da kommt dann wieder der lustige und auch etwas rabiate Teil von Dir und übernimmt das Ruder. Der redet Dir ein, dass Du zwar diese Anteile besitzt, aber dass Du denen am besten gar keine Beachtung schenken sollst, denn schließlich seist Du ja eine "tolle, intelligente, auch emotional intelligente, starke Frau", die das gar nicht nötig habe, sich darüber Gedanken zu machen. Darüber bist Du natürlich innerlich, irgendwo, erleichtert, denn, es ist bequemer und weitaus weniger schmerzhaft, die eigenen als schwach empfundenen Anteile nicht beachten zu müssen. Also schiebst Du das alles einfach beiseite.

    Damit stellst Du Dir aber selbst ein Bein, oder, mit anderen Worten, Du sabotierst Dich selbst. Du verleugnest - nicht intellektuell, aber emotional - einen sehr wichtigen Teil von Dir, nämlich Deine Schwächen, oder das, was Du als Schwäche empfindest: Dein Nicht_Kämpfen_Können_für_das__worauf_Du_Lust_hast, Deine Verletzbarkeit, Sensibilität und auch Angst in Sachen Jemanden_Vertrauen_schenken, Deine Bereitschaft nur um jemanden besser kennenzulernen etliche hundert km Umzug und einen Arbeitsplatzwechsel risikoreich und mit ungewissem Ausgang in Kauf zu nehmen, Deine Bereitschaft es den Männern supereinfach zu machen, "unkompliziert" zu sein und Dich somit Deinen Partnern anzupassen.

    Das alles verleugnest Du, bzw. willst emotional nicht an Dich ranlassen.

    Den Preis, den Du dafür bezahlst, ist, dass Du diese Anteile dann ganz einfach nach außen auslagerst. Du suchst Dir Männer, die genau diese von Dir verleugneten Schwächen besitzen und versuchst, diese Schwächen im Gegenüber zu bekämpfen, indem Du sarkastisch und seitenhiebig und als vermeintliche "Alphafrau" mit den Männern umgehst. Dann wunderst Du Dich, dass diese Männer es nicht "bringen" und das von Dir geforderte nicht einlösen. Was sie ja von Anfang an gar nicht können und was Dein Bauchgefühl aber sehr deutlich sagt.

    Im Grunde bekämpfst Du Deine eigenen Schwächen in den von Dir gewählten Männern und erlegst ihnen die Aufgabe auf, für Dich (und gleich noch für sich selbst, denn diese Männer haben ja selbst diese Schwächen) Deine eigenen Kastanien aus dem Feuer zu holen.

    M.E. wirst Du erst dann die für Dich passenden Männer kennenlernen und sie umarmen können, wenn Du gelernt haben wirst, Dich selbst, ganz so wie Du bist MIT Deinen Schwächen emotional anzunehmen (d.h., ohne Scham, und ohne darüber Witze zu reißen, und ohne diese Schwächen mit sarkastisch-ironischen Bemerkungen ins Lächerliche zu ziehen), und Dich somit selbst quasi umarmen kannst.

    Das könnte in den Anfängen dann so aussehen:

    Du kannst nicht kämpfen? Na und? Muss man das, an allen Fronten kämpfen können, wenn man schon lange den Beweis erbracht hat, so wie Du, sich als alleinerziehende Mutter gut durchzubringen, mit Job und Wohnung und allem was dazugehört? Tröste Dich, umarme Dich und gönne der Frau in Dir, nicht nicht kämpfen kann VIEL VIEL Gutes. Umarme sie und mach was Schönes mit ihr ;-)

    Du verbiegst Dich und machst Dich unkompliziert für andere? Ok, lass das zuerst einmal so stehen, ohne gleich eine Antwort darauf finden zu wollen. Du wirst, indem Du Dich selbst umarmen lernst, genau dann ebenso lernen, Dich nicht mehr (allzusehr) zu verbiegen und Deine Grenzen selbst setzen lernen, ohne die Furcht im Nacken, dann nicht mehr geliebt zu werden,
    usw.
    usf.




    Zitat Zitat von Halbmondin Beitrag anzeigen
    Zu kumpelhaft... ja, genau. Ich mache es Männern supereinfach. Bin unkompliziert. Sie müssen mich weder "erobern" noch viel für mich tun. (...)
    Zitat Zitat von Halbmondin Beitrag anzeigen
    (...) Ich konnte noch nie kämpfen oder mich behaupten.
    Und ja, ich sehe meine Expartner alle als 1A Spiegel meiner selbst. So unterschiedlich sie waren und aussahen, eins ist ihnen gemeinsam: sie haben sich in ihren Beziehungen verbogen bis zur Unkenntlichkeit. (...)
    Zitat Zitat von Halbmondin Beitrag anzeigen
    Im aktuellen Fall war es so, dass ich Familie wollte und als introvertierter Mensch nicht so viele Leute brauche.

    Was ich stark finde? Einen Mann, der eine Meinung hat. Und diese nicht plötzlich ändert. Der sich nicht als Alphamännchen verkleiden muss, sondern so ist wie er ist. Der zu dem steht, was er sagt. Und der mir einen gewissen Halt gibt und mir Grenzen aufzeigt.
    Das ist allen Exen gemein: sie hatten keine Grenzen. Sie haben irgendwie willenlos alles mitgemacht, was ich so wollte.
    Zitat Zitat von Halbmondin Beitrag anzeigen
    (...) Ich bin eine ganz Liebe, Nachdenkliche, mit sehr viel Tiefgang. Introvertiert eben. Ich schätze enge, wenige Freundschaften. Meine Ruhe. Und viel, viel Tiefe. (...)
    Geändert von bruennette_2 (18.12.2012 um 20:55 Uhr)

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    AW: Bin ich zu "schlau" für einen Mann?

    Zitat Zitat von Halbmondin Beitrag anzeigen
    Ich sabotiere meinen eigenen Wunsch. Verstanden habe ich das noch immer nicht.
    Es gibt ein "Standardwerk" zu diesen Fragen. Schon älter, günstig zu kaufen und immer noch brandaktuell.
    Paul Watzlawick, "Anleitung zum Unglücklichsein".
    Das passende Kapitel für Dich in diesem Zusammenhang wäre: "Vor Ankommen wird gewarnt."

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    AW: Bin ich zu "schlau" für einen Mann?

    Zitat Zitat von TellMeWhy Beitrag anzeigen
    Stimmt schon, dass man Grenzen anderer erkennen und wahren können sollte. Aber genauso kann man sagen, dass ein Erwachsener auch anderen Grenzen setzen können sollte (für diejenigen, die diese überschreiten). Da sollte ich finde ich genauso in der Lage zu sein wie umgekehrt und mich nicht einfach heimlich aus der Affäre ziehen. Wenn ich das nicht kann oder nicht für nötig halte weil ich erwarte, der andere kenne meine Grenzen, muss ich mich eben auch nicht wundern, wenn diese weiterhin unbeachtet bleiben (ganz unabhängig davon, ob das positiv oder negativ ist). Wo Grenzen liegen kann schon sehr individuell sein.
    grenzen liegen immer sehr individuell. das ist abhängig von den eigenen erfahrungen, bedürfnissen und dem selbstwertgefühl.
    und es ist auch immer individuell, wie ich diese grenzen wahrnehme bzw. ob ich sie respektieren kann oder möchte. auch wie jemand darauf reagiert, wenn seine grenzen überschritten werden ist sehr individuell. optimalerweise spiegelt man seinem gegenüber, was dieser gerade mit einem treibt und geht in die diskussion. aber auch diese reakton ist von vielen faktoren abhängig. reflektionsfähigkeit, selbstbewusstsein und auch, ob mir der mensch so wichtig ist, dass ich den diskurs suche.

  6. Inaktiver User

    AW: Bin ich zu "schlau" für einen Mann?

    @Bruennette
    Eine - wie ich finde - sehr gelungene Analyse

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    AW: Bin ich zu "schlau" für einen Mann?

    Vielen, vielen Dank für dein tolles, tiefgründiges und ausführliches Posting. Ich fühle mich "gesehen" von dir und danke dir dafür sehr. Es scheint (jaja, ich mag die ollen Schwächen nicht) genau so zu sein. Ich arbeite mich an den Männern ab, die nicht passen. Dabei dachte ich noch: "Jetzt hab ich mein Beuteschema geändert. Ein toller, extrovertierter und gutaussehender Typ... so anders als die Unscheinbaren vorher." War er ja auch.
    Er hat wiederum die Seiten gelebt, die ich mich nicht auszuleben getraue.

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    AW: Bin ich zu "schlau" für einen Mann?

    Zitat Zitat von Halbmondin Beitrag anzeigen
    Vielen, vielen Dank für dein tolles, tiefgründiges und ausführliches Posting. Ich fühle mich "gesehen" von dir und danke dir dafür sehr. Es scheint (jaja, ich mag die ollen Schwächen nicht) genau so zu sein. Ich arbeite mich an den Männern ab, die nicht passen. Dabei dachte ich noch: "Jetzt hab ich mein Beuteschema geändert. Ein toller, extrovertierter und gutaussehender Typ... so anders als die Unscheinbaren vorher." War er ja auch.
    Er hat wiederum die Seiten gelebt, die ich mich nicht auszuleben getraue.
    Ich freu' mich grad darüber (mich selbst aber auch mit Dir zusammen :-)) , wenn Du meine Zeilen als hilfreich empfindest! Wie schön!

    Jaja, die "ollen Schwächen"... Ich wünsche Dir ,dass da was in Dir passiert, so dass Du sie nicht mehr als "olle" sondern als "tolle" Schwächen empfinden kannst. Versuch' mal den Teil in Dir zu "personalisieren", dass heißt, diese Schwächen nicht als "irgendwo da drinnen in mir" mit einem vagen Aufenthaltsort, den Du am liebsten gar nicht wissen willst, zu vermuten, sondern versuch' Dir wie von außen zuzusehen, wie Du gerade mal wieder in solch eine "Schwächefalle" tappst. Wie fühlt sich das an? Wird Dir ganz heiß vor Scham? Macht es Dich niedergeschlagen und traurig, dass Du IMMER WIEDER die gleichen Fehler begehst?

    Wie sieht Halbmondin in diesem Augenblick aus? Hängende Schultern? Weinen mit Tränen in den Augen? Schamesröte im Gesicht? Wut auf sich selbst?

    Wie redest Du in diesen Augenblicken mit Dir selbst?

    Könntest Du mal versuchen, in genau diesen Augenblicken die traurige, sich schämende, wütende Halbmondin an der Hand zu nehmen und zu sagen: "Komm, wird schon! Nicht traurig sein! Ich hab Dich lieb!" Und sie zu umarmen?

    Wie fühlt sich das an?


    Und das machst Du bei jedem "Fehler". Bei jedem Sichtbarwerden einer Deiner Schwächen!

    Und jedesmal tröstest Du diese traurige Halbmondin (diesen Teil, der ja AUCH DU bist) mit was Schönem! Jedesmal!!!!

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    AW: Bin ich zu "schlau" für einen Mann?

    PS: Ich glaube, die Männer, an denen Du Dich bis jetzt "abgearbeitet" hast, waren schon passend, v.a. auch der letzte anscheinend, denn, diese(r) zeig(t)en zunächst einmal die eigenen, tollen, extrovertierten Seiten, aber verstecken bzw verleugnen ebenso ihre Schwächen, wie Du auch.

    In diesem Sinne "passt" es schon zwischen euch, weil ihr euch ganz genau gleich verhaltet.

    Wenn Du irgendwann Dich selbst als Ganzes wahrnehmen kannst MIT Deinen Schwächen, dann wirst Du auch Männer, die das ebenso können, von denen unterscheiden können, die immer noch an diesem Versteckspiel teilnehmen.

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    AW: Bin ich zu "schlau" für einen Mann?

    @Brausepaul: Danke!

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