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    Aussenseiter-was tun?

    Liebes Forum,

    ich bin derzeit mal wieder tief in mich gekehrt, um auf der Suche nach sozialer Integration erfolgreicher zu werden. Moechte einfach mal was loswerden hier. Vielleicht erhalte ich ja ein paar Tips, oder Erfahrungsberichte, die mir weiterhelfen koennten.

    Bin allein, und ich meine allein. Keine Freunde, keine Familie, nur mein Sohn. Ehe auf zwei Kontinenten, die eben auch keine richtige Ehe ist (aber das ist ein anderes Thema, das ich hier nicht einbringen moechte). Letztendlich bin ich de facto single, und so fuehle ich mich auch. Im allgemeinen komme ich ganz gut damit klar, nur haette ich eben gern auch Menschen um mich, die mich moegen und respektieren, so wie ich bin. Mit
    mir ist schon alles in Ordnung, und ich mag mich selbst auch, so wie ich bin.

    Nur, eben jedwelche Versuche, mich irgendwo zu integrieren, schlagen fehl. Ich hab' keine coolen Stories zu erzaehlen, weil nichts in meinem Leben passiert ausser Arbeit. Ich lache mit den anderen, hoere ihnen zu, stelle Fragen, gebe mich offen...aber es kommt nichts zurueck. Letztendlich ziehen sich die Personen in ihre eigenen kleinen Cliquen zurueck, um die Zeit mit ihresgleichen zu verbringen. Kann ich verstehen.

    Gestern abend wieder....eine privat organisierte Weihnachtsfeier unserer Intensivstation. Heute sitz' ich daheim und heule mir die Augen aus. Ich hatte schon gute Kontakte, aber wurde dennoch immer auf Distanz gehalten. Wo andere umarmt wurden, wurde mir nur die Hand geschuettelt. Ich kam mir ausgesondert vor, und verliess die Party fruehzeitig. Ich hatte gehofft, dass diese Party eine Gelegenheit waere, das Eis zu brechen. Bei der Arbeit gebe ich mich immer sehr auf die Arbeit konzentriert, und lasse mich eher selten auf Privatgespraeche ein, bin aber immer freundlich. Ich wollte gestern abend eben zeigen, wie ich privat so bin, aber das interessierte eher keinen. Dazu kam, dass eben viele Alkohol tranken, und ich eine 90-minuetige Heimreise hatte, wo das Trinken eben kein Thema war.

    Ausserhalb der Arbeit habe ich keine Kontakte, und wuesste auch nicht, wie ich es anstellen sollte, welche zu knuepfen. Mir ging das frueher nie so. Ich hatte Freunde, war sehr aktiv, und immer verplant. Ich gehoerte dazu. Das Gefuehl ist mir ganz abhanden gekommen in den letzten Jahren. Irgendwie denke ich mir immer, dass ich zu langweilig geworden bin, und dass ich mich so niemandem zumuten moechte, auch aus Furcht, dass neue Menschen bald merken, dass ich tote Hose bin, und ich mir weitere Zurueckweisungen gern ersparen moechte.

    Ich wuerde mich am liebsten unter meiner Decke verkriechen. Gibt es denn Menschen, die einfach nicht "passen"? Mir wird bei der Arbeit (USA) oefters vorgehalten, dass ich zu deutsch bin, was auch immer das bedeuten mag. Kann es sein, dass ich immer wieder an die falschen Menschen gerate?

    Muss jetzt los, zu einem Vorstellungsgespraech. Das Mobbing in meiner Abteilung (nicht die Intensivstation) geht weiter.

    Ich wuerde mich ueber kostruktives, positives Feedback freuen!!

    LG
    Lindenmausi

  2. Inaktiver User

    AW: Aussenseiter-was tun?

    ja, es gibt menschen die nicht passen.
    und wenn du auch noch in einem anderen land lebst, dann ist es (denke ich) um so schwerer.
    ist ja auch eine mentalitätsfrage.

    aber was ganz anderes: bist du bewusst in diesem forum?
    ich denke, dass du im freundschaftsforum vielleicht besser aufgehoben bist?

    hier geht es ja um ein anderes kennen lernen

  3. Inaktiver User

    AW: Aussenseiter-was tun?

    Zitat Zitat von Lindenmausi Beitrag anzeigen
    Ich hab' keine coolen Stories zu erzaehlen, weil nichts in meinem Leben passiert ausser Arbeit.i
    ich kenne nicht viele menschen, die coole stories erzählen?! weiß auch gar nicht, was coole stories sind.
    die menschen mit denen ich mich umgebe, ticken ähnlich wie ich. dampfplauderer mag ich gar nicht.

  4. User Info Menu

    AW: Aussenseiter-was tun?

    Zitat Zitat von Lindenmausi Beitrag anzeigen
    Liebes Forum,
    ich bin derzeit mal wieder tief in mich gekehrt, um auf der Suche nach sozialer Integration erfolgreicher zu werden. (...)
    Bin allein, und ich meine allein. Keine Freunde, keine Familie, nur mein Sohn. (...)
    Nur, eben jedwelche Versuche, mich irgendwo zu integrieren, schlagen fehl. Ich hab' keine coolen Stories zu erzaehlen, weil nichts in meinem Leben passiert ausser Arbeit. Ich lache mit den anderen, hoere ihnen zu, stelle Fragen, gebe mich offen...aber es kommt nichts zurueck. Letztendlich ziehen sich die Personen in ihre eigenen kleinen Cliquen zurueck, um die Zeit mit ihresgleichen zu verbringen. Kann ich verstehen. (...)

    (...)
    Ausserhalb der Arbeit habe ich keine Kontakte, und wuesste auch nicht, wie ich es anstellen sollte, welche zu knuepfen. Mir ging das frueher nie so. Ich hatte Freunde, war sehr aktiv, und immer verplant. (...)
    Gibt es denn Menschen, die einfach nicht "passen"? Mir wird bei der Arbeit (USA) oefters vorgehalten, dass ich zu deutsch bin, was auch immer das bedeuten mag. Kann es sein, dass ich immer wieder an die falschen Menschen gerate?
    Hallo,

    schön, dass Du hier im Forum bist - "Kennenlernen" kann man ja im weitesten Sinn verstehen.

    Hör bitte auf, bei Dir die Schuld zu suchen. Manchmal hat man einfach eine ganze Weile keine gute Umgebung und Menschen um sich herum, die einfach auf einer anderen Wellenlänge liegen oder eben nicht sonderlich sympathisch oder nicht interessiert an neuen Freundschaften sind. Das ist sehr schade und tragisch - aber das gibt es leider.

    Lebst Du dauerhaft in den USA?
    Vielleicht wäre es gut, wenn Du versuchst, Dich in irgendeiner Gruppe außerhalb Deiner Arbeit zu integrieren - wo Du ganz andere Menschen mit einem anderen Hintergrund kennenlernst. Ich weiß nicht, was Du hobbymäßig gerne machst. Aber vielleicht Sport (Lauftreff o.ä.) oder ein Chor oder irgendwo ehrenamtlich einbringen. Oft ergeben sich da auch nette Kontakte.
    Die mögen auch erst recht oberflächlich sein, aber oft ergeben sich aus einigen dann doch ganz nette Bekanntschaften und Freundschaften. Und wenn Du jemanden nett findest, kannst Du Dich ja mal auf einen Kaffee verabreden oder etwas unternehmen oder diejenige/denjenigen sogar mal einladen.
    Ist Dein Sohn noch kleiner? Falls ja: Vielleicht gibt es da auch irgendeine Gruppe/Verein, wo Ihr zusammen hingehen könnt und wo Du andere Mütter/Eltern kennenlernen kannst.

    Ich finde, es kommt überhaupt nicht darauf an, dass man coole Stories aus dem Leben erzählen kann, sondern dass die Chemie stimmt und man sich gut versteht und gerne etwas zusammen unternimmt. Das sehen sicher viele andere Menschen ebenso. Wer hat schon ein total spannendes Leben? Kaum einer. Rede einfach über die Themen, die Dir spontan einfallen und sei ganz Du selbst. Mach Dir keinen Kopf, ob andere das nun langweilig finden oder nicht, was Du erzählst. Versuch, positiv zu denken, ein gesundes Selbstwertgefühl auszustrahlen - und ich bin mir sicher, dass andere Leute Dich sehr gerne mögen werden. Genau so, wie Du bist.

    Du hast ja geschrieben, dass Du früher viele Kontakte hattest? Woran lag es, dass sich das irgendwann geändert hat?

    Wichtig ist, dass Du Dir das nicht so zu Herzen gehen lässt, wenn Du in letzter Zeit einfach keine netten Leute kennengelernt hast!
    Du bist absolut okay so, wie Du bist! Du hast momentan halt einfach ein Riesenpech, dass Du nur an desinteressierte, engstirnige Leute gerätst, die nicht offen sind für neue Bekanntschaften/Freundschaften. Aber es sind ja nicht alle Menschen so!!
    Versuche doch einfach, Dich in Deiner Freizeit bewusst woanders einzubringen, quasi Dein Umfeld bewusst zu "wechseln", immer wieder etwas Neues auszuprobieren und auf diese Weise mit anderen Gruppen/Leuten in Kontakt zu kommen. Ich bin mir ganz sicher, dass das dauerhaft Erfolg haben wird, auch, wenn es vielleicht eine Weile dauert.

    Nur nicht den Mut verlieren!!!
    Du wirst wieder Anschluss und Freunde finden - da bin ich mir ganz sicher!

    Lieben Gruß
    kleineskleeblatt
    Geändert von kleineskleeblatt (13.12.2012 um 23:15 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Aussenseiter-was tun?

    Zitat Zitat von Lindenmausi Beitrag anzeigen
    (...) Wo andere umarmt wurden, wurde mir nur die Hand geschuettelt. Ich kam mir ausgesondert vor, und verliess die Party fruehzeitig. Ich hatte gehofft, dass diese Party eine Gelegenheit waere, das Eis zu brechen. Bei der Arbeit gebe ich mich immer sehr auf die Arbeit konzentriert, und lasse mich eher selten auf Privatgespraeche ein, bin aber immer freundlich. Ich wollte gestern abend eben zeigen, wie ich privat so bin, aber das interessierte eher keinen. Dazu kam, dass eben viele Alkohol tranken, und ich eine 90-minuetige Heimreise hatte, wo das Trinken eben kein Thema war.
    Lindenmausi,

    Wenn du auf der Arbeit distanziert bist, darfst du nicht erwarten, dass du dann bei einer Feier mit den gleichen Leuten von ihnen umarmt wirst.
    Diese Kollegen haben untereinander Kontakt, den du erst schaffen musst, u.a. indem du dich öffnest und dich zeigst. Du denkst, du seist zu langweilig? In diesem großen Universum wird es sicher eine Person geben, mit der du auf einer Wellenlänge bist.



    Zitat Zitat von Lindenmausi Beitrag anzeigen
    Ausserhalb der Arbeit habe ich keine Kontakte, und wuesste auch nicht, wie ich es anstellen sollte, welche zu knuepfen. Mir ging das frueher nie so. Ich hatte Freunde, war sehr aktiv, und immer verplant. Ich gehoerte dazu. Das Gefuehl ist mir ganz abhanden gekommen in den letzten Jahren. Irgendwie denke ich mir immer, dass ich zu langweilig geworden bin, und dass ich mich so niemandem zumuten moechte, auch aus Furcht, dass neue Menschen bald merken, dass ich tote Hose bin, und ich mir weitere Zurueckweisungen gern ersparen moechte.
    Aber was hat sich geändert?

    Lindenmausi in deinem Posting kommt auch eine Portion Selbstmitleid durch, wenn ich das sagen darf. Du bist langweilig - dann mach dich interessant.

    Gemobbt wirst du auch? Woran liegt das? Wobei ich meine, einen anderen Strang von dir bereits diesbezüglich verfolgt zu haben.

    Lindenmausi, es kommen auch bessere Zeiten, du darfst dich nur nicht zu sehr in einer dumpfen alle sind gegen mich Wolke zurückziehen.

    suzie

  6. User Info Menu

    AW: Aussenseiter-was tun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    aber was ganz anderes: bist du bewusst in diesem forum?
    ich denke, dass du im freundschaftsforum vielleicht besser aufgehoben bist?

    hier geht es ja um ein anderes kennen lernen
    Das war eine bewusste Wahl. Ich weiss schon, dass es hier ueberwiegend ums Kennenlernen des anderen Geschlechts geht. In gewisser Weise denke ich da auch ab und zu drueber nach. Aber wie soll das gelingen, wenn ich nicht mal was Freundschaftliches zusstande bringe? Ausserdem dache ich mir, dass ich in diesem Forum wohl die groesste Chance haette, hilfreiche Antworten zu erhalten.

    Mir gefaellt Dein Kommentar ueber die "Dampfplauderer". Die gibt es hier en masse, leider. Ein gesellschaftliches Phaeomaen. Mir liegt seichtes Gerede einfach nicht so. Ab und zu mach ich mit, aber mir gehen dabei schnell die Batterien aus.

  7. User Info Menu

    AW: Aussenseiter-was tun?

    Zitat Zitat von kleineskleeblatt Beitrag anzeigen
    Lebst Du dauerhaft in den USA oder in Deutschland?

    Vielleicht wäre es gut, wenn Du versuchst, Dich in irgendeiner Gruppe außerhalb Deiner Arbeit zu integrieren - wo Du ganz andere Menschen mit einem anderen Hintergrund kennenlernst.

    Ich finde, es kommt überhaupt nicht darauf an, dass man coole Stories aus dem Leben erzählen kann, sondern dass die Chemie stimmt und man sich gut versteht und gerne etwas zusammen unternimmt.

    Du hast ja geschrieben, dass Du früher viele Kontakte hattest? Woran lag es, dass sich das irgendwann geändert hat?

    Wichtig ist, dass Du Dir das nicht so zu Herzen gehen lässt, wenn Du in letzter Zeit einfach keine netten Leute kennengelernt hast!
    Kleineskleeblatt,

    ich lebe dauerhaft in den USA. Sohnemann ist mittlerweile im College.

    Ich stimme Dir zu, die Chemie muss stimmen, aber das gelingt mir nur mit wenigen Menschen. Vor sechs Wochen brach ich mir den Knoechel, und war ganz auf mich allein gestellt, was zeitweise enorm schwierig war. Mir ging zu der Zeit sehr viel durch den Kopf, und mir wurde bewusst, dass meine engsten Familienmitglieder mittlerweile ihre eigenen Wege gehen, und ich dafuer sorgen sollte, mir einen Freundeskreis aufzubauen, oder gar an eine Beziehung zu denken. Ich dachte mit Schrecken an die vielen alten Menschen, die oftmals total hilflos alleine leben muessen.

    Verein gibt es hier nicht. Ich wohne auch sehr abseits vom Geschehen, und muesste rund 70 km fahren, um in die Stadt zu kommen. Es gibt dort schon Interessengruppen, die sich organisiert haben, aber die lange Fahrt am Abend haelt mich oft davon ab, noch dahinzugehen. Ich muss morgens um 4:30 aus den Federn, um eben wieder in diesselbe Stadt zur Arbeit zu fahren. Ich hab's auch mal mit der Gruendung einer hiesigen Strickgruppe versucht, was aber mittelfristig an der Lokalitaet scheiterte.

    Was sich grundlegend in meinem Leben aenderte, war der Umzug in die USA. Durch das viele Reisen meines Mannes war meine Bewegungsfreiheit oft sehr eingeschraenkt, weil ja einer immer fuer Kind und Kegel sorgen musste. Aber das allein war's nicht. Ich fand Freunde, andere Eltern. Dazu kam eben auch das haeufigere Umziehen, auch wegen des Berufs meines Mannes. Schule, Beruf, Familie, Haus...das fuellt den Tag aus. Ich hatte anfangs noch Kontakte, als der Junior noch zu den Pfadfindern ging. Aber auch das passte nicht so. Es waren nicht-berufstaetige Muetter, die viel Zeit hatten, sich tagsueber zu treffen, und abends und an den Wochenenden eben auf Familie machten.

    In DE hatte ich guten Kontakt zu Kollegen, aber auch zu anderen ausserhalb der Arbeit. Es wurde viel unternommen: Kneipe, Verein, Schifahren, Wandern, Parties, Reisen, Ausfluege, etc.....Es passte irgendwie einfach.

  8. User Info Menu

    AW: Aussenseiter-was tun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Lindenmausi,

    Wenn du auf der Arbeit distanziert bist, darfst du nicht erwarten, dass du dann bei einer Feier mit den gleichen Leuten von ihnen umarmt wirst.
    Diese Kollegen haben untereinander Kontakt, den du erst schaffen musst, u.a. indem du dich öffnest und dich zeigst. Du denkst, du seist zu langweilig? In diesem großen Universum wird es sicher eine Person geben, mit der du auf einer Wellenlänge bist.





    Aber was hat sich geändert?

    Lindenmausi in deinem Posting kommt auch eine Portion Selbstmitleid durch, wenn ich das sagen darf. Du bist langweilig - dann mach dich interessant.

    Gemobbt wirst du auch? Woran liegt das? Wobei ich meine, einen anderen Strang von dir bereits diesbezüglich verfolgt zu haben.

    Lindenmausi, es kommen auch bessere Zeiten, du darfst dich nur nicht zu sehr in einer dumpfen alle sind gegen mich Wolke zurückziehen.

    suzie

    Suzie,

    ich kann nachvollziehen, dass Du das so siehst. Es ist auch schwer, eine komplexe Situation in wenige Worte zu fassen. Ich hatte mich bereits geoeffnet, was aber irgendwie ignoriert wurde, nehme mal an mangels Interesse.

    Ehrlich gesagt, sollte ich im grossen und ganzen der Sache nicht soviel Gewicht beimessen. Es sind letztendlich Arbeitskollegen. Mein Problem ruehrt wohl auch daher, dass ich eben keinen privaten Gegenpol habe, der mich ablenkt, und der mir Ausgleich vermittelt, so dass ich mir das eher nicht so zu Herzen nehmen wuerde.

    Das Mobbing ist eine separate Geschichte, und und wird bei uns firmenintern praktiziert. Eine Art Managementstil. Alles was nicht unter racial oder sexual harrassment faellt, wird geduldet. Opfer sind die, die treu(doof) ihre Arbeit machen, und sich nicht auf irgendwelche politischen Spielchen einlassen. Der gute Arbeitnehmer eben. In dieser prekaeren wirtschaflichen Situation haben die Arbeitgeber einfach die Obhand.

    Ich ziehe mich nunmal zurueck, wenn ich merke, dass ich nicht willkommen bin. Wozu soll ich mich da noch interessant machen? Ich bewundere die Meschen, die sowas ignorieren koennen, und trotz allem einen auf "Hoppla, hier bin ich" machen. Mir wurde das nicht in die Wiege gelegt, und ich konnte mir das bis jetzt auch nicht erarbeiten. Was aber nicht heisst, dass es mir an Selbstbewusstsein mangelt. Ich mag nur einfach das Gefuehl nicht, Aussenseiter zu sein. Vielleicht versuche ich es einfach immer nur bei den falschen Menschen.

  9. User Info Menu

    AW: Aussenseiter-was tun?

    Zitat Zitat von Lindenmausi Beitrag anzeigen
    (...)
    ich lebe dauerhaft in den USA. Sohnemann ist mittlerweile im College.

    Ich stimme Dir zu, die Chemie muss stimmen, aber das gelingt mir nur mit wenigen Menschen. Vor sechs Wochen brach ich mir den Knoechel, und war ganz auf mich allein gestellt, was zeitweise enorm schwierig war. (...)

    Verein gibt es hier nicht. Ich wohne auch sehr abseits vom Geschehen, und muesste rund 70 km fahren, um in die Stadt zu kommen. Es gibt dort schon Interessengruppen, die sich organisiert haben, aber die lange Fahrt am Abend haelt mich oft davon ab, noch dahinzugehen. Ich muss morgens um 4:30 aus den Federn, um eben wieder in diesselbe Stadt zur Arbeit zu fahren. Ich hab's auch mal mit der Gruendung einer hiesigen Strickgruppe versucht, was aber mittelfristig an der Lokalitaet scheiterte.

    Was sich grundlegend in meinem Leben aenderte, war der Umzug in die USA. (...)
    In DE hatte ich guten Kontakt zu Kollegen, aber auch zu anderen ausserhalb der Arbeit. Es wurde viel unternommen: Kneipe, Verein, Schifahren, Wandern, Parties, Reisen, Ausfluege, etc.....Es passte irgendwie einfach.
    Hm, verstehe. Ich muss gestehen, ich bin noch nie aus Europa rausgekommen und kenne daher das Alltagsleben in den USA/Nordamerika nur vom Hörensagen. Eine Freundin von mir lebt gerade in Kanada und hat mir auch schon berichtet, dass das Leben doch grundlegend anders ist als in Europa. Sie vermisst vorallem kulturelle Angebote, einfach mal abends in der Altstadt etwas trinken zu gehen oder in der Fußgängerzone zu bummeln. Stattdessen gibt es halt riesige Malls etc. Das ist nicht so ihr Fall. Und die Entfernungen sind natürlich auch riesig...

    Ich würde Dir so gerne einen richtig guten Tipp geben, aber ich bin leider komplett USA-unerfahren!
    Schon oft habe ich gehört, dass die Amerikaner wohl recht schnell sehr umgänglich und gesellig sein seien. Dass diese Kontakte - aus Sicht von uns "Durchschnittsdeutschen", sag ich jetzt mal - jedoch oft sehr oberflächlich blieben und wir dann recht schnell enttäuscht sein könnten, dass es keine tiefergehenden bzw. "echten", stabilen Freundschaften wären. Hast Du auch so den Eindruck, dass es da vielleicht Mentalitätsunterschiede gibt?

    Da ich selbst (aber nur innerhalb von Europa) mehrmals längere Zeit im Ausland gelebt habe, schaue ich eigentlich immer, wenn ich ausländische Mitbürger irgendwo kennenlerne, ob sie Anschluss haben und versuche, sie ggf. zu integrieren.
    Daher finde ich das Verhalten Deines Umfelds, das Du beschrieben hast, eigentlich alles andere als nett. Die müssten doch eigentlich wissen, dass Du aus Deutschland kommst und Dich über Anschluss freuen würdest. Schade, dass sie da so wenig sensibel sind, um vielleicht mal drüber nachzudenken, Dich besser zu integrieren. Vielleicht muss man aber auch erst selbst mal eine Weile in der Situation gewesen sein, damit man so denkt?

    Ich hoffe sehr, hier tummeln sich noch einige USA-erfahrene Bricom-User, die Dir einen wirklich guten Rat geben können!

    Liebe Grüße, Kopf hoch und nicht aufgeben!
    kleineskleeblatt

  10. User Info Menu

    AW: Aussenseiter-was tun?

    ich fuerchte Tips sind schwer.
    Vielleicht bist Du in einer Gegend wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen und es wohnen kaum Menschen dort. Was soll man dann machen? Da geht dann wohl nicht viel.
    Ich war in USA aber in einer Gegend wo historisch viel Europaer, Skandinavier speziell ausgewandert sind und hatte als Mann / Mensch da nie Probleme integriert zu werden, sondern wurde oft eingeladen und musste aus good old Europe erzaehlen und hat allen viel Spass bereitet speziell wenn ich denen mal die Welt erklaert habe was oft sehr gewuenscht wurde mit Glaenzen in den Augen und oft auch Traenen wenn ich die Heimat, die bluehenden Felder und Wiesen und Aecker zuhause zurueck in die Erinnerung gebracht habe.

    Lachen denn Deine Kontakte mit Dir auch?
    Also nicht nur Stories erzaehlen sondern darueber hinaus haben die Deinen Humor oder akzeptieren die Dich so wie Du bist?
    Ich denke das ist der Schluessel, solche Leute zu finden die einen nett finden (Du schreibst ja es kommt nichts zurueck, dann passt es halt nicht, das gibt es durchaus).
    Wenn partout nichts geht auf der Arbeit mit den Leuten und ansonsten auch kaum jemand nettes zu finden ist dann wuerde ich woanders hingehen.
    Gerade mit einem Beruf in der Hospitalisation sollte man leicht Arbeit woanders finden.
    Muss ja nicht das teure und ueberlaufene Cali sein.
    Sehe die Chancen und nicht die Risiken. Viel Glueck.


    Zitat Zitat von Lindenmausi Beitrag anzeigen
    Liebes Forum,

    ich bin derzeit mal wieder tief in mich gekehrt, um auf der Suche nach sozialer Integration erfolgreicher zu werden. Moechte einfach mal was loswerden hier. Vielleicht erhalte ich ja ein paar Tips, oder Erfahrungsberichte, die mir weiterhelfen koennten.

    Bin allein, und ich meine allein. Keine Freunde, keine Familie, nur mein Sohn.
    ...
    Muss jetzt los, zu einem Vorstellungsgespraech. Das Mobbing in meiner Abteilung (nicht die Intensivstation) geht weiter.

    Ich wuerde mich ueber kostruktives, positives Feedback freuen!!

    LG
    Lindenmausi
    P.S.: Mobbing ist natuerlich schlimm

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