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    AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?

    Danke dir Karla
    also, die Idee, dass ich mich bei der Trennung um 180 Grad umkremple kam von mir. Er hat Bauklötze gestaunt (genauso wie alle in meinem Umfeld) dass ich das auch tatsächlich gemacht habe. Besonders die Tatsache, dass ich Kontakt zu meiner Mama aufgenommen habe und bei ihr vor der Tür stand. Sehe ich immer noch als DEN Meilenstein in meinem Leben.
    Dafür war die Trennung Gold wert. Ich habe in diesem Jahr (geistiges und emotionales) Kapital gebildet, dass mir das ganze Leben helfen wird.
    Das war auch ständig mein Gedanke. Wenn du eh schon durch die Sch... durchmusst, dann mach wenigstens was draus.
    Ehrlich gesagt, wenn ich einfach nix tue (damit meine ich nicht faul auf dem Sofa liegen, sonder kein Projekt verfolgen), dann überkommt mich eine ziemlich große gefühlte Sinnlosigkeit. Dann kommt ziemlich schnell der Gedanke, wozu war das ganze jetzt eigentlich gut?

    Ich habe auch keine Angst vor Tränen. Ich weine öfter und weis auch, dass es gut tut, solange zu weinen, bis man ein Thema durch hat. Der einzige Unterschied: ich weine nicht mehr vor anderen. Das erste halbe Jahr nach der Trennung habe ich mich das getraut. Aber mir ist es peinlich, dass ich meinen Single-Status per se als beweinenswert halte. Das mache ich für mich alleine.
    Der Druck (Erwartung von mir selber an mich, genauso wie von außen) "man muss alleine Glücklich sein können" ist schon ziemlich hart für mich.
    Weil ich mir innerlich immer die Frage stelle "Und was zum Himmel mache ich, wenn ich es einfach nicht kann?"
    Also mache ich andere Dinge dich ich gut kann.


    Es gibt Phasen, da schaffe ich es sogar, dass es mir gut geht. Da bin ich dann richtig stolz. Leider halten die maximal zwei Wochen und ich bin danach von mir selber wieder sehr enttäuscht. Weils doch nicht dauerhaft geklappt hat.
    Zumindest weis ich heute, dass der Wechsel dieser Phasen bestand hat und rein statistisch wohl auch wieder eine zufriedene Phase kommen wird


    Ich glaube auch an Gott. Noch nie hab ich daran gezweifelt. Ich glaube auch, dass ich vom Universum geliebt werde, weil ich ein Teil davon bin. Trotzdem habe ich hier auf der Welt eine Aufgabe zu erfüllen.
    Und wenns nur das ist, dass ich erkenne, dass "einfach da sein" (was übrigens im zwischenmenschlichen DIE Nähe schlecht hin ist) auch schon genug ist.


    Danke für den Gedankenaustausch

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    AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Wenn Dir der Zenbuddhismus so nahe ist, warum "musst" Du dann zum schweigen weg fahren? Kannst Du nicht zu Hause schweigen und Dich in Deiner gewohnten Umgebung, ohne Ablenkung und neuen Eindrücken, nur mit Dir aushalten?

    Das was einen Menschen wirklich ausmacht ist unsichtbar.

    Dafür braucht es keine Projekte...

    Da habe ich jetzt lange drüber nachgedacht. Es stimmt, es wäre "mehr" Zen, wenn ich einfach 5 Tage lang zu Hause die heimische Wand anschauen würde. Bwz. ist das schöne am Zen ja, dass es den Alltag umfasst. Das bewusste Tun in Achtsamkeit. Wie sehr ich die Hausarbeit seit dem genieße :)
    In Asien habe ich gemerkt, wie schön es ist, wenn man mit anderen Menschen zusammen meditiert und betet. Ich glaub, das erhoffe ich mir vom Schweige-Retreat über Silvester.

  3. gesperrt

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    AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?

    Bemerkenswert fand ich deinen Satz: "Ich liebe mich dafür, was ich tue."

    Ich liebe mich für das, was ich bin.

    Was machst du denn, wenn du mal nicht mehr all die Sachen machen kannst? Wofür liebst du dich dann?

  4. Inaktiver User

    AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?

    Ein voller Terminkalender ist noch lange kein erfülltes Leben.
    T. K.

  5. Inaktiver User

    AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?

    Zitat Zitat von SandraChristina Beitrag anzeigen
    Der Druck (Erwartung von mir selber an mich, genauso wie von außen) "man muss alleine Glücklich sein können" ist schon ziemlich hart für mich.
    Weil ich mir innerlich immer die Frage stelle "Und was zum Himmel mache ich, wenn ich es einfach nicht kann?"
    Also mache ich andere Dinge dich ich gut kann.


    Es gibt Phasen, da schaffe ich es sogar, dass es mir gut geht. Da bin ich dann richtig stolz. Leider halten die maximal zwei Wochen und ich bin danach von mir selber wieder sehr enttäuscht. Weils doch nicht dauerhaft geklappt hat.
    Zumindest weis ich heute, dass der Wechsel dieser Phasen bestand hat und rein statistisch wohl auch wieder eine zufriedene Phase kommen wird
    diesen druck finde ich auch hart, und die erwartung, alleine glücklich zu sein, scheint mir überzogen.

    meiner meinung reicht es, alleine zurechtzukommen. wenn man dabei ab und glücklich ist: prima. muss aber nicht.

    nimm dich doch ruhig so an, wie du bist: keine einzelgängerin, sondern ein gemeinschaftstier!

    es ist trotzdem gut, wenn du allein klar kommst, weil es ja blöd wäre, wenn du dich aus verzweiflung in eine miese beziehung stürzt oder eine beziehung durch abhängigkeit zerstörst.

    aber an deiner sehnsucht nach erfüllter liebe ist überhaupt nichts auszusetzen und auch nicht daran, dass sie dir fehlt, wenn du single bist.

    vielleicht allerdings täte es dir gut, dich von deinem bild der perfekten partnerschaft etwas zu lösen - deine thread-frage lautet ja, wie du einen mann findest, der zu dir passt.
    frag doch mal: wie findest du einen mann, der dich fasziniert?

    das eröffnet so viel mehr wege...

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    AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?

    Gestern war ein schöner Tag.
    Ich bin in meiner Familie richtig angekommen.
    Meine Mama und ich haben eine lange Leidensgeschichte. Ich war ein ungeplantes Kind einer überforderten Teenemutter und habe viel Gewalt und Vernachlässigung erfahren. Seit ich denken kann, waren wir im Streit und sind voreinander geflüchtet. Jahrelang haben wir es nicht mal im selben Zimmer miteinander ausgehalten.

    Als mein Ex mich verließ habe ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und bin weinend und hilfesuchend nach einem langen Kontaktabbruch vor der Haustür meiner Mutter gestanden.
    Ich bin offene Türen eingerannt.
    Niemals hätte ich mit so einer Freude meiner Mutter gerechnet.
    Wenn mir das vorher jemand erzählt hätte, ich hätte ihn ausgelacht.
    Meine Mutter und ich haben die letzten 1,5 Jahre unsere Vergangenheit reflektiert und bearbeitet. 20 Jahre gemeinsame Geschichte haben wir am Küchentisch bei genügend Kaffee bis in die Nacht hinein durchgesprochen. Wir haben uns der Vergangenheit gestellt und sie letztlich umgeschrieben, weil die Gegenwart nun eine völlig andere ist.

    Wir sind gegenseitige Ratgeberinnen geworden,
    Wir sind Frauen geworden, die sich unterstützen,
    Wir sind richtig Mutter und Tochter geworden
    Wir sind eine Familie geworden.

    Gestern hat sich zum ersten Mal ein großes gemeinsames Familienfest an Weihnachten ergeben.
    Meine Mama weis, dass ich zur Zeit wieder unter Liebeskummer leide und wir saßen einfach nebeneinander auf dem Sofa, Arm in Arm und haben dem bunten Weihnachts- und Geschenketreiben der übrigen Familie und der Kinder zugesehen.

    Diese Dankbarkeit sprengt mir fast das Herz.

    Scheinbar findet man die Liebe doch dort, wo man es am wenigsten erwartet.




    Alles Liebe und Glück an euch da draußen.
    Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr.

  7. Inaktiver User

    AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?

    @SandraChristina

    das freut mich sehr für Dich!

    Du hast geschrieben:

    "Seit einem weiteren halben Jahr kämpfe ich ums glücklich sein.

    1,5 Jahre - und kein Tag war leicht


    Ich glaube, ich sollte mit dem Kämpfen aufhören. "


    Fällt Dir was auf ???????

    Alles LIebe Dir!

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    AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?

    Danke dir Monika,
    du meinst, weil ich mir das Leben selber schwer mache?

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    AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?

    So, ich glaube ich bin einen Schritt weiter...

    Nach einem langen Gespräch mit meiner Mama ist mir jetzt was klarer geworden.
    Es ging darum, warum ich mich permanent innerlich nach einem Mann sehne.

    Ich bin berade sehr aufgewühlt und nutze das Schreiben jetzt zum sortieren:

    Ich war nur sehr wenige Momente in meinem Leben froh, überhaupt am Leben zu sein.
    Mir ging es schon als Kind so, dass ich das alles eher als sinnlos und quälend empfunden habe.
    Als Jugendliche hatte ich schwere Depressionen.


    Mittlerweile habe ich mir ein Leben geschaffen, dass mir an sich super gefällt.
    Ich würde daran nichts ändern wollen. Ich habe die richtigen Menschen um mich rum, das richtige studiert, den richtigen Job, ich liebe meine Hobbies.

    Und doch... das Gefühl "nicht leben zu wollen" ist geblieben.
    Ich kenne das Gefühl "ich bin froh, da zu sein" kaum. Ich habe es bisher nur erlebt, wenn ich einen Partner hatte. Das war das einzige, was mich bisher so glücklich gemacht hat, dass ich gerne da war.

    Daher meine permanente Suche.

    Eigentlich gehts also gar nicht darum, einen Mann zu finden.

    Es geht darum, dass ich meine Aufgabe im Leben finde.

    Warum bin ich hier?

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    AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?

    Zitat Zitat von SandraChristina Beitrag anzeigen
    Es geht darum, dass ich meine Aufgabe im Leben finde.

    Warum bin ich hier?
    Ich denke, es gibt keinen vorgegebenen Sinn des Lebens. Man ist einfach da. Den Sinn muss man sich selber geben. Was aber auch eine wunderbare Chance ist, denn so viele Möglichkeiten wie heutzutage gab es wohl nie zuvor.
    Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh )

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