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06.12.2012, 17:38
AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?
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06.12.2012, 18:10
AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?
Irgendjemand hat hier die Signatur "Liebe ist nicht weil, sondern trotz und obwohl" (oder so ähnlich).
Bei dir lese ich aber nur lauter "weils". Du liebst einen Mann nur, weil er ein Alphatier ist und all das zu bieten hast, was du oben in deinem Anforderungskatalog aufgezählt hast. Du liebst also eigentlich nur die Eigenschaften und das, was er zu bieten hat, aber nicht den Mensch selber. Und da steht halt keiner drauf.
So wie ich dich lese, kann sich bei dir keiner wirklich fallen lassen, kann seine Schwächen nicht leben. Und sowas ist enorm anstrengend, auch für einen Mann. Niemand ist rund um die Uhr alphamäßig unterwegs. Und gerade beim Partner möchte man auch einfach mal nur Mensch sein.
Und die meisten Alphatiere (was für ein dämlicher Begriff) wollen Frauen, die sie bewundern und keine, die selber bewundert werden wollen und selber eine Höchstleistung nach der anderen aufstellen. Diese Männer wollen meist selber von sich und ihren Heldentaten erzählen und nicht dir bei deinen zuhören.
Alles in allem wirkst du auf mich zwar ungemeint eifrig, aber auch gehetzt und alles andere, als bei dir angekommen. Buddhistische Lehren hin, Asienreisen her.
Wer und wie bist du wirklich? Wo bist du nicht perfekt? An welcher Stelle bist du verletzlich? All das kann man bei dir vor lauter Leistungsgedanke nicht spüren. Sollte man aber, um dich wirklich sehen und lieben zu können.Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
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06.12.2012, 20:17Inaktiver User
AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?
Hör Musik.
Lauf durch den Regen.
Freu dich am Leben.
Sei einfach wie du bist.
Ohne den Leistungsgedanken.
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06.12.2012, 20:43Inaktiver User
AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?
Hallo SandraChristina,
die Beschreibung Deiner Person/Deines Lebens wirkt auf mich sehr gehetzt.
Und auch in Schubladen sortiert, irgendwie fehlt die Leichtigkeit und der Überraschungsmoment.
Auch scheint es mir, dass Du deine Mitmenschen nicht einfach so nehmen kannst, wie sie sind, alle irgendwie pathologisierst.
Stell Dir vor, Du lernst auf einer Reise einen tollen Typen kennen. Ihr verknallt Euch total und am Ende der Reise sagt er Dir, dass er ein arbeitssuchender Krankenpfleger ist. Alphatier?
Wenn Dir der Zenbuddhismus so nahe ist, warum "musst" Du dann zum schweigen weg fahren? Kannst Du nicht zu Hause schweigen und Dich in Deiner gewohnten Umgebung, ohne Ablenkung und neuen Eindrücken, nur mit Dir aushalten?
Das was einen Menschen wirklich ausmacht ist unsichtbar.
Dafür braucht es keine Projekte...
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07.12.2012, 06:23
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07.12.2012, 07:20Inaktiver User
AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?
Also, erst einmal vorneweg: ich bewundere deine Energie, deinen Einsatz - find ich toll, was du alles ausprobierst und machst! Ich finde es gerade für vielseitige Menschen gut, wenn sie ihre Facetten kennenlernen und leben.
Dein Leben wäre vermutlich perfekt, wenn du nicht auch noch Tiefgang einfordern würdest - und ich mag dir nicht ernsthaft raten, darauf zu verzichten. Noch nicht....
Mir scheint jedoch, dass das alles "umzu"-Aktionen sind - du machst es, um mit dem Alleinsein fertig zu werden.
Da steht dann der wahre Grund - das Alleinsein - wie ein Schatten hinter allem.
Du bist auf deinem Weg, das ist die Hauptsache. Versuch mal, die Dinge, die Umstände, und vor allem: die Menschen: nicht so sehr zu bewerten.
Dann könnte sich auch das:
ergeben. Nicht unbedingt in perkektem Ausmass - aber ein erster Schrit wäre getan.Ja, die Gelassenheit. Die hab ich auch schon überall gesucht. Sie will sich einfach nicht einstellen. Das Luder :D
Gelassenheit ist m.E. etwas, was man nicht "machen" kann. Man kann ihr nur Raum geben, damit sie sich einstellt.
Wenn du dich mit Zen-Buddhismus beschäftigst, wird dir das eigentlich klar sein, oder?
Jetzt ist die beste Jahreszeit, etwas Besinnlichkeit zuzulassen. Ganz ohne Perfektionismus.
Nicht zerdenken - fliessen lassen. Geniessen, was du hast und was du dir erarbeitet hast.
Auch das Alleinsein geniessen lernen - es nicht nur kompensieren.
Einfach gar nichts umsetzen - du machst doch schon so viel.Ich sollte aufhören, dem Glück hinterher zu hechten, aufhören zu Suchen. Und meine Situation einfach akzeptieren. Dann würde sich wohl auch Ruhe und Zufriedenheit einstellen. Sagt zumindest die Theorie.
Hat jemand Ideen, wie man das praktisch umsetzt?
Mehr auf Balance achten.
Gönn dir auch mal Ruhe. Du schreibst zwar, dass du das tust - aber auch das scheint mir so geplant, so getaktet.
Mein Rat: schaffe den Raum, den du einer Beziehung einräumen willst, bevor du du eine neue Beziehung eingehst.
Das ist dann keine Leere, sondern ein spannendes Niemandsland, für mich ist das der wahre Luxus in meinem Leben zur Zeit.
Naja - ich bin auch ein paar Jahre älter und muss auch besser auf mein Energielevel achten, aber vielleicht kann dir das doch helfen?
Das Gute kommt zu dem, der warten kann.
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07.12.2012, 20:56
AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?
Ich bin sehr froh über eure Antworten :)
Also: ich bin nicht einsam. Ich habe drei enge Freunde auf die ich mich verlassen kann, eine Unmenge an Bekannten und zwei Eltern mit denen ich einen sehr engen und liebevollen Kontakt habe.
Wenn ich nicht möchte, muss ich keinen Tag alleine sein. Owohl ich die Abende und Tage für mich sehr genieße. Ich war dieses Jahr drei mal alleine mit mir im Urlaub. Ich halte es mit mir bestens wochenlang alleine aus.
Und trotzdem: Mein Herz sehnt sich nach dem Gefühl, gegenseitig zu lieben. Danach, herrliche doofe und bunte Zukunftspläne zu schmieden. Danach, an die Seite von jemandem zu gehören. Morgens lächelnd aufzuwachen und sich nachts ranzukuscheln. Danach, sich beim Sex völlig fallen lassen zu können - weil es in Ordnung ist sich völlig ins Gefühl reinzusteigern. Danach, den anderen zu erkunden, körperlich, emotional und geistig. Danach stundenlang zu quatschen, sich zu einigen, sich zu reiben und Kompromisse einzugehen. Danach, an jemanden zu denken und sich auf jemanden zu freuen.
Mir fehlt das. Mir fehlt das so sehr, dass ich die ganzen Aktivitäten brauche um trotzdem für mich eine Lebensqualität zu finden.
Sich selbst lieben, auch wenn man nichts leistet:
Das ist ein ganz zentraler Punkt!
Ich habe mich bis vor ca. 2 Jahren selber nicht wirklich gemocht. Woher auch, mir hat das ursprünglich niemand beigebracht. Als ich gemerkt habe, dass ich schaffen kann, was ich mir vornehme ist auch mein Respekt vor mir selber gestiegen. Ich liebe mich für das, was ich tue.
Warum ich immer auf Leistung aus bin? Weil es mich reizt, an meine Grenzen zu gehen - und dann noch darüber hinaus. Ich will wissen, was möglich ist. Und wenn ich merke, da gibt es eine Herausforderung, dann bin ich zu neugierig, sie nicht zu nutzen.
Es ist ein toller Ansatz, die Welt nicht zu bewerten. Dieses Prinzip immer umzusetzen, ich glaube, dass ist eine Lebensaufgabe. Schließlich trifft man diese Entscheidung in jedem Moment, in jeder Sekunde neu. Mir gelingt das oft, aber gewiss nicht immer. Ich glaube aber ganz fest, dass alles für etwas gut ist. Auch, wenn man das oft erst hinterher erkennt.
Den Raum schaffen, den eine Beziehung einnehmen würde.... Spannender Ansatz über den ich auch schon nachgedacht habe. Bekanntlich kann man ja die Realität manifestieren - wenn man sich so verhält, als wäre das Gewünschte schon eingetreten.
Ok, wie soll das aussehen? Wenn mich Freunde fragen, ob ich mit zum biken komme, sagen: "Du ne, dieses Wochenende nicht, ich koche und kuschel heute."
Wer von euch ist wirklich gut im Nichts-Tun und einfach glücklich sein?
Ich komme zur Ruhe oder in die Freude, wenn ich meditiere oder etwas so konzentriert tue, dass ein Flow-Effekt entsteht. Wenn ich bewusst darauf achte, die ganzen Gedakenspiralen in meinem Kopf zu durchbrechen. Aber Meditation ist für mich nicht nichts-tun, sondern schon etwas sehr anspruchsvolles, das Übung, Engagement und Aufmerksamkeit benötigt.
Ich genieße und freu mich an den Dingen, die ich tue. Aber einfach mal so glücklich sein, dass man sich wünscht, dass die Zeit jetzt stehen bleibt und der Moment ewig dauert... Das kenne ich leider nur im Arm von einem Partner, den ich liebe
Ich habe das bisher sonst noch nirgends gefunden. 
Was sind das für Männer, für die ich mich interessiert habe?
Hm... das kann man sogar hier nachlesen
Von wegen keine Emotion. Das war jeweils Überschwang und Gefühl pur 
Einer war wesentlich älter als ich. Der Gute ist noch aktiver ist als ich. Ich glaube von seiner Seite aus ist da einfach kein Gefühl. Wir sind aber dabei, eine Freundschaft aufzubauen und telefonieren und sehen uns regelmäßig.
Dann habe ich mich Hals über Kopf verliebt. Derjenige hat sich aber nicht mehr gemeldet.
Aktuell gibt es jemanden, bei dem mein Herz stehen geblieben ist, als er meine Hand gehalten hat. Aber er ist leider vergeben.
Unterm Strich kommt wohl raus, dass ich zu ungeduldig mit dem Leben bin.
Danke fürs ZuhörenGeändert von SandraChristina (07.12.2012 um 21:00 Uhr)
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07.12.2012, 21:29
AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?
Ungeduldig und jung zu sein gehört für mich sowieso zusammen. Passt schon.

Ich finde es ganz toll, wie stark du dich gezeigt hast, und deine eigenen Strategien entwickelt hast, um zu "überleben". Diese grosse Disziplin, die du aufbringen kannst, wird dir ein Leben lang viel helfen.
Mir fiel in deinen Erzählungen das Thema "Tanzen" auf. Da kann ich selbst sehr gut alles abschütteln, alles vergessen, einfach "sein". Das würde ich auch verfolgen, an deiner Stelle. Du kommst bei so etwas am besten an dich selbst ran. Mach das unbedingt weiter, und vielleicht öfter?
Ich habe gelernt, dass Perfektionismus sehr viel mit Unsicherheit zu tun hat. Das passt für mich auch zu deiner Beschreibung des irgendwie verkrampften Lebens. Sorry, für mich klingt das so. Du "spielst" nie, aus den meisten Aktivitäten wird gleich ein riesen Projekt. Das liegt sicher an deiner Prägung, deinen Erfahrungen, und natürlich ist es gesellschaftlich auch erwünscht. Leiste, sei funktionstüchtig. Eine fatale Entwicklung.
Du bist ein geliebtes Kind Gottes (oder des Kosmos, nenne es, wie du magst). Egal, was du tust. Egal, was du kannst oder nicht kannst, egal ob schön oder nicht, ob reich oder arm, ob fleissig oder der Musse zugeneigt. Daran ändert nichts und niemand etwas. Du hast es gar nicht nötig, etwas zu beweisen. Du wirst geliebt, das ist einfach so! Für dein so-sein! Einfach so!
Ich selbst habe mich mit Hilfe von therapeutischen Gesprächen und Erfahrungen aus der Leistungsfalle (familiär angelernt) heraus "gearbeitet". Heute kann ich mit Wonne "nichts" tun. Arbeit liegen lassen. Mir denken "ich kann es morgen tun". Gar nicht so einfach in einer Gesellschaft, wo "ich mache viele Überstunden" eine Art Statussymbol geworden ist.
Du wirst ganz sicher einen lieben Partner finden bzw. er dich. Man kann es nicht beschleunigen, und vielleicht ist jetzt eine Phase, wo du dich für dich selbst brauchst. Einmal nichts für jemanden sein und leisten musst. Fürs Kuscheln empfehle ich dir eine kleine Miezekatze.
Oder sowas. Ehrlich, Haustiere sind das pure Glück. Vielleicht passt solch ein kleines Wesen noch in dein Herz? Man hat ja inzwischen erforscht, dass der Kontakt zu Tieren regelrecht "heilt". Gut, du wärst nicht mehr so unabhängig (spontan mit dem Rucksack los, wochenlang), aber auch das kann man organisieren bzw. sich umorganisieren. Man kann nämlich nicht alles haben.
Meine Gedanken dazu.
LG KarlaThe original Karla
est. 2006











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07.12.2012, 22:11
AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?
Karla,
vielen Dank für deine lieben Worte :)
Ich "spiele" in der Tat zu wenig. Ich bin in allem sehr vernünftig. Bei mir muss immer alles einen Sinn haben, sonst tue ich es nicht.
Wenn ich beim Weggehen gefragt werde, warum ich keinen Alkohol trinke ist meine Standardantwort "Warum sollte ich?"
Ich tanze total gerne. Und wenn man beim Zumba vorne steht kann man ja herrlich die Sau rauslassen... Das tut mir auch echt gut!
Ich finds klasse, dass du mittlerweile mit Genuss nichts tun kannst! Meinen vollsten Respekt dafür!
Ja, das nichts beweisen müssen... Geliebt werden, einfach nur weil man auf der Welt ist. Ein schöner Gedanke.
Wie genau kam das bei dir?
Ich denke vieles hängt bei mir dann wohl doch noch mit meiner Trennung zusammen.
Ein halbes Jahre habe ich gekämpft, dass er zurück kommt, in dem ich alles an mir geändert habe, was ihn und mich selber jemals an mir gestört hat.
Das hat zu nichts geführt, er hat sich neu verliebt.
Dann habe ich ein halbes Jahr gegen mich selber und meine Gefühle gekämpft, damit ich loslassen kann. Als hätte ich mir selber das Herz raus reissen müssen. Irgendwann ging auch das.
Seit einem weiteren halben Jahr kämpfe ich ums glücklich sein.
1,5 Jahre - und kein Tag war leicht
Ich glaube, ich sollte mit dem Kämpfen aufhören.
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08.12.2012, 08:09
AW: Wer passt zu mir? Bzw. was ist wirklich wichtig?
Genau. Schluss mit der Anstrengung. Mit diesem Titel gibt es ein hilfreiches Buch übrigens. Kann ich nur empfehlen.
Diese Trennung hat dich fertig gemacht, das glaube ich dir - ich kenne das natürlich auch, sowas ist sehr hart und schwer zu verkraften. Man fühlt sich als Mensch abgelehnt und abgewertet. ABER: Das ist nur eine Interpretation. Die Gründe des anderen kann man nicht verstehen müssen. Das, was ausgesprochen wird, ist oft nur die Spitze des Eisberges. Wenn es nicht passt, passt es nicht - und vom anderen eine 180-Grad-Änderung zu verlangen ist ganz schön heftig. Das grenzt ja schon an psychischen Mißbrauch.
Wenn ich das so lese, denke ich du hättest besser gesagt "Na dann eben nicht, tschüß!" und wärst deiner Wege gegangen. Dann wärest du heute nicht so geknickt. Aber es ist immer schön leicht, hinterher schlauer zu sein.
Wie ich darauf kam, dass man einfach so geliebt wird? Ganz einfach: Steht in der Bibel. Und ich glaube an Gott. Mehr ist es nicht. Ich hatte mal einen interessanten Kurs in einer Kirchengemeinde, wo mir endlich dieses Licht aufgegangen ist. Hat sehr gutgetan. Ich habe mich darauf hin weiter mit dem Thema beschäftigt und mache das bis heute. Es ist herzerwärmend.
Mal dir ein grosses Schild, wo drauf steht "Ich bin ein geliebtes Kind Gottes!", häng es an prominenter Stelle auf. Das war damals der Rat eines schlauen Menschen. Ich kann nur sagen: Das hiflt ungemein.
Vielleicht magst du nicht loslassen, weil dann nochmals Traurigkeit und Tränen durchkommen würden? (Das möchte man ja nicht, weinen will man vermeiden, oder?) Das wäre der falsche Weg. Alles Verdrängte bricht sich Bahn, je später umso heftiger und umso unberechenbarer.
Z.B. habe ich früher grundsätzlich in Kirchen bei Gottesdiensten geweint. Wie ein Schloßhund. Bis ich meine Therapie durchhatte, und heute können sie orgeln, so lange sie wollen, meine (alten) Tränen sind alle geweint, da kommt jetzt nicht mehr einfach so ein kleines Meer zum Vorschein. Natürlich gibt es auch in meinem Leben immer mal neue Tränen. Und die kann ich heute leichter rauslassen.
Etwas tolles zum "Spielen" sind alle kreativen Hobbies. Malen (mit viel Schwung und Farbe), Nähen... egal was, man spielt. Hast du schon Erfahrungen mit so etwas?
Kurz vor dem Jahreswechsel
stehst du an einem Wendepunkt. Du willst, das etwas anders wird. Das finde ich total spannend! Das ist ein Weg, und du wirst ihn gestalten. Einfach klasse! Freu dich drauf!
GLG KarlaThe original Karla
est. 2006














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