Hallo Palindroma
das erinnert mich an einen ganz nahen Verwandten von mir.
Ich weiss dass es schrecklich ist, weil du dir selbst nicht TRAUST. Du zweifelst AN DIR SELBST.
Und das ist auch für dein nahes Umfeld unerträglich-weil solche Zweifel immer sehr sehr verletzen können.
Nun da ich mit meinem sehr nahen Verwandten aufgewachsen bin, kenne ich diese Struktur, und aus meiner Beobachtung ist das Hauptproblem, dass eine solche Persönlichkeit nicht integriert denken kann.
Mein Verwandter z.B. sieht alles ZU rosa und ZU toll an mir-kaum ist der Abstand größer, sieht er alles TOTAL negativ...es ist zum irre werden. Kein Mensch ist nur toll oder nur schlecht.
Bei seinen Partnern beschleicht mich das Gefühl, dass er sie braucht weil er ohne nicht sein kann-aber weil erie braucht kann er sie auch nicht lieben. Nur:ohne geht es ihm noch schlechter.
Also ich finde es korrekt von dir, mit deinem neuen Freund darüber zu reden. Jetzt. Sofort.
Hör auf Theater zu spielen und zeige, wer du wirklich bist-auch auf die Gefahr hin, dass ihn das verletzt. Aber wenn du es zurück hältst, dann spielst u ein falsches Spiel und verletzt ihn womöglich noch viel mehr.
Gib ihm die Chance, sich ebenfalls überlegen zu können, ob er mit dir zusammen sein will-ob er das kann.
Das wäre dann Augenhöhe, und ohne geht es nicht-alles andere ist keine erwachsene Beziehung.
Hab Mut!
Du hast nichts zu verlieren, nur zu gewinnen.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 48
-
01.12.2012, 13:09
AW: Neue Beziehung: Und täglich grüßen die Zweifel...
Die Dummen verwerfen, was sie sehen, nicht was sie denken.
Die Klugen verwerfen, was sie denken, nicht was sie sehen. (Huang-po)
-
01.12.2012, 13:21
AW: Neue Beziehung: Und täglich grüßen die Zweifel...
Bevor ihr da was durcheinander bringt, weil sich einige Beiträge zeitlich überschnitten haben:
Bei meinem neuen Freund war ich bis jetzt bedingungslos ehrlich, habe nichts gesagt, was ich nicht auch gefühlt habe und auch darauf geachtet, mich so zu geben, wie ich iwrklich bin, nicht, wie mich jemand vielleicht haben möchte.
Bei meinem Exfreund lagen die Dinge anders: DA habe ich ihm und auch mir die letzten Wochen etwas vorgemacht, was so nicht mehr da war. Weil ich nicht realisieren wollte, dass mehr und mehr Dinge an ihm auftauchten, die mich furchtbar gestört haben, dass ich in eine Rolle gedrängt wurde, in der ich eigentlich nicht sein wollte. Hinzu kam, dass ich mehr und mehr das Gefühl hatte, nicht mehr alleine klar zu kommen. Und wie soll ich eine befriedigende Beziehung führen, wenn ich Angst habe, allein zu sein? Joshuatree, das ist ja in etwa das, was du auch sagst und da hast du vollkommen recht
Nun war ich etwa drei Monate Single und habe gelernt, mir auch selbst genug zu sein, nicht zwangsläufig das Gefühl zu haben, mich über einen Partner definieren zu müssen. Wenn ich nicht wüsste, dass ich auch alleine klarkommen würde, wäre ich die jetzige Beziehung nie eingegangen - dann hätte sich ja nichts geändert.
Naturepure, ja, das sag' ich mir auch immer wieder - ich kann ja auch nicht davon ausgehen, dass mein Freund uns schon zusammen vor dem Traualtar sieht ;) (Oh Gott!
) Im Gegenteil, ich glaube, wenn ich auch nur ansatzweise mit solchen Zukunftsplänen kommen würde, wäre er schneller weg als ich vom Sofa hochkommen könnte
-
01.12.2012, 13:27Inaktiver User
-
01.12.2012, 13:36
AW: Neue Beziehung: Und täglich grüßen die Zweifel...
Naja, mit meinem Ex war ich ja nicht wirklich lange zusammen - etwa neun Monate. Ich hatte das Gefühl, bestimmte Dinge klarkriegen zu müssen, bevor ich was neues anfange, und das habe ich auch soweit geschafft. Geplant war's natürlich nicht, dass ich so schnell jemand Neuen kennenlerne - aber meine Gefühle verleugnen und dem Ganzen von vorneherein keine Chance zu geben, weil ich's anders "geplant" hatte, kann ja irgendwie auch nicht sein...
-
01.12.2012, 13:39Inaktiver User
AW: Neue Beziehung: Und täglich grüßen die Zweifel...
Deinen letzten Posts nach ist dann ja alles in Butter, oder?
-
01.12.2012, 14:19Inaktiver User
AW: Neue Beziehung: Und täglich grüßen die Zweifel...
-
01.12.2012, 15:12
AW: Neue Beziehung: Und täglich grüßen die Zweifel...
Nach nur drei Monaten?
Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Du düst anscheinend durch Dein Leben mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit.
Dein Tempo macht schwindelig.Ich bin ganz frisch mit einem wirklich tollen Mann zusammen. Ganz frisch heißt hier wirklich: erst seit wenigen Tagen.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
-
01.12.2012, 15:24Inaktiver User
AW: Neue Beziehung: Und täglich grüßen die Zweifel...
Ich finde auch, das geht recht geschwind bei dir.
Und nochwas finde ich merkwürdig, irgendwie kommt es mir vor als nennst du etwas feste Beziehung obwohl du es noch gar nicht so fühlst.
Eine Beziehung definiert sich aber für mich nicht dadurch dass ich sie so nenne, sondern dass ich sie so fühle.
-
01.12.2012, 16:12Inaktiver User
AW: Neue Beziehung: Und täglich grüßen die Zweifel...
Ich finde ebenso, dass es bei der TE sehr schnell geht. Gerade wenn ich jetzt nochmals den Satz gelesen habe, dass sie sich in der letzten Beziehung monatelang nicht mehr wohl gefühlt hat, aber mitgespielt, dann kann da auch ein Muster dahinter stecken und jetzt kommt eben die Angst vor sich selbst hoch, ob das Gefühl real ist was sie fühlt oder nicht? Ich habe ja ähnliches durch und mittlerweile blocke ich Beziehungen regelrecht ab. Ich habe genau einen Geliebten bei dem ich mich fallen lassen kann, aber nur weil ich weiß, dass er mir eben keine Beziehung überstülpen wird. Sowas braucht Zeit, um es zu verarbeiten. Vielleicht war schon, dass das es nach ein Paar Tagen des nahen Zusammenseins eine Beziehung sein soll, schon zu viel.
-
01.12.2012, 17:23
AW: Neue Beziehung: Und täglich grüßen die Zweifel...
Naturepure, ja, du triffst den Nagel auf den Kopf!! Danke dafür! Ich glaube, genau da liegt das Problem: In den letzten Monaten meiner vorherigen Beziehung war ich mir absolut nicht mehr sicher, was ich fühle und was nicht. Und nun stelle in von Anfang an alles infrage...
Eben weil ich es nicht dazu kommen lassen möchte, Beziehungen regelrecht abzublocken und weil ich doch eigentlich auch ein "Beziehungsmensch" bin - sprich, ich mag es, jemanden an meiner Seite zu wissen, auch mal Rücksicht zu nehmen und Kompromisse einer anderen Person zuliebe einzugehen, mich zu "kümmern", ja sogar, sich manchmal zu streiten ;)
Es läuft ja so oder so alles auf ein Gespräch mit meinem jetzigen Freund hinaus. Mir graut jetzt schon davor, weil ich nicht weiß, wie ich das zur Sprache bringen soll... Ich glaube, er ist selbst sehr vorsichtig, wurde in seiner letzten Beziehung mehr als einmal betrogen und ich habe Angst, dass er sich von mir mit so einem Gespräch quasi wieder "betrogen" fühlen würde...


Zitieren
