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    AW: Muss man denn wirklich unbedingt auch noch simsen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich sage es nochmal: Quark.

    Was bei irgendwelchen Jugendlichen oder "Eierschauklern" das Motiv sein könnte, ist mir als "Normalmensch" herzlich egal. Ich nutze die "Segnungen" der modernen Technik so, wie ich es brauche und wie es in meinem Umfeld möglich oder Usus ist.

    Nun ja, natürlich jeder wie er will. Keine Frage, dass man SMS vernünftig nutzen kann. Ich beschrieb die Tendenz, wie sie Kommunikationsforscher sehen: SMS und Handyfonate als soziale Zugehörigkeitssignale, da immer weniger Gelegenheit zu realen Begegnungen gegeben ist - sei es aus räumlichen oder aus zeitlichen Gründen.

    Wer kann sich heute noch vorstellen, dass man mal nur mit einem Festnetzanschluss durchs Leben kam, manche sogar ganz ohne Telefon? Es muss einigermaßen funktioniert haben, wir sind trotzdem nicht ausgestorben - das tun wir eher jetzt. Dafür sah man sich fast täglich - oder anders herum konstituierten sich die Bezugsgruppen aus den Menschen, die sich häufig sehen konnten. Oder gab es mehr reale Bezugsgruppen mit einem gemeinsamen Thema, dafür aber nicht so viele Themen?

    Ich bleibe dabei: Eine hohe Zahl von SMS und Telefonaten deutet darauf hin, dass die "naturgegebenen" Möglichkeiten, die Realkontakte, als soziale Streicheleinheiten nicht mehr ausreichen.
    Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco

    Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia

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    AW: Muss man denn wirklich unbedingt auch noch simsen?

    Zitat Zitat von Cygnus Beitrag anzeigen
    Nun ja, natürlich jeder wie er will. Keine Frage, dass man SMS vernünftig nutzen kann. Ich beschrieb die Tendenz, wie sie Kommunikationsforscher sehen: SMS und Handyfonate als soziale Zugehörigkeitssignale, da immer weniger Gelegenheit zu realen Begegnungen gegeben ist - sei es aus räumlichen oder aus zeitlichen Gründen.

    Wer kann sich heute noch vorstellen, dass man mal nur mit einem Festnetzanschluss durchs Leben kam, manche sogar ganz ohne Telefon? Es muss einigermaßen funktioniert haben, wir sind trotzdem nicht ausgestorben - das tun wir eher jetzt. Dafür sah man sich fast täglich - oder anders herum konstituierten sich die Bezugsgruppen aus den Menschen, die sich häufig sehen konnten. Oder gab es mehr reale Bezugsgruppen mit einem gemeinsamen Thema, dafür aber nicht so viele Themen?

    Ich bleibe dabei: Eine hohe Zahl von SMS und Telefonaten deutet darauf hin, dass die "naturgegebenen" Möglichkeiten, die Realkontakte, als soziale Streicheleinheiten nicht mehr ausreichen.
    ich stimme Dir voll zu, man kann SMS vernünftig nutzen. Vor einiger Zeit habe ich eine Amerikanerin (Professorin, Anfang 40) getroffen (siehe Lächeln Strang) und die Beziehung ist u.a. an der nicht sinnvolle Nutzung von SMS gescheitert.

    Aus nicht nachvollziehbaren Gründen findet sie SMS schreiben toll und Telefonieren nicht. Ich habe mich angepasst und schrieb z.B:

    • ICH: What about inline skating today, the weather is fine...
    • SIE: Avec plaisir, wann hast du heute frei.
    • ICH: Call me, avoiding Q/A pnig pong :)


    Danach nichts mehr, ich habe mehrfach angerufen, sie hat aber nie abgenommen (war wohl sauer).

    Wir haben uns an dem Tag nicht mehr gesehen. In einem Gespräch an einem anderen Tag meinte sie, ich sollte mich nicht so anstellen, sie hätte in Deutschland nur ein T9 Handy und ich ein Smartphone, insofern sollte ich in der Lage sein ein SMS Ping Pong zu machen ….

    Ich sehe es nicht ein warum ein, warum man 10 SMS schicken sollte, wenn es 2-3 Minuten Telefonat einfacher ist. Es ist eine dogmatisch Haltung und dogmatische Menschen vermeide ich...
    Die Liebe wird die Zeit vergessen lassen - und die Zeit die Liebe

    Wir können den Wind nich lenken aber die Segel richtig setzen

    G. Linvingston

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    AW: Muss man denn wirklich unbedingt auch noch simsen?

    Zitat Zitat von Ulyssa Beitrag anzeigen

    Find ich albern, dieses Schreiben ohne Aussage.

    In einer für mich passenden Beziehung sollte man sich die meisten Tage in der Woche sehen, Fernbeziehung kommt überhaupt nicht in Frage, wenn man sich nicht sieht kann man abends einen kurzen "Statusbericht" abgeben. . Daher brauche ich auch nicht so viele SMSen.

    Uly
    Schreiben ohne Aussage finde ich auch albern, z.B. "Bin müde", "Sitze beim Arzt", usw. Telefonieren ohne Aussage, einfach so, finde ich allerdings genauso unnötig. Das ist für mich nur Heischen nach Aufmerksamkeit.

    Das ist für mich vertane Zeit, und ich ärgere mich, wenn mich jemand in meiner knapp bemessenen Freizeit mit so einem unnötigen Gespräch in der Leitung hält obwohl ich wesentlich interessantere Dinge tun könnte.

    Warum sollte man abends einen Statusbericht abgeben? Es sei denn es ist was abzuklären oder es ist was Besonderes vorgefallen.

    Kurze und prägnante SMS wie z.B. "Denke an dich und freue mich dich morgen zu sehen" versüssen mir dagegen den Tag. Ein klitzekleiner Lichtblick im sonst doch oft schnöden Alltag.
    Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
    LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)

  4. Inaktiver User

    AW: Muss man denn wirklich unbedingt auch noch simsen?

    Zitat Zitat von Schopenhauer Beitrag anzeigen


    Wir haben uns an dem Tag nicht mehr gesehen. In einem Gespräch an einem anderen Tag meinte sie, ich sollte mich nicht so anstellen, sie hätte in Deutschland nur ein T9 Handy und ich ein Smartphone, insofern sollte ich in der Lage sein ein SMS Ping Pong zu machen ….

    Ich sehe es nicht ein warum ein, warum man 10 SMS schicken sollte, wenn es 2-3 Minuten Telefonat einfacher ist. Es ist eine dogmatisch Haltung und dogmatische Menschen vermeide ich...
    Wieso 10 SMS? Du hättest als nächstes "17.00 Uhr, hol dich ab" schreiben können und alles wäre geritzt gewesen. Ich verstehe diese Kompliziertheit einfach nicht (und hasse telefonieren).

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    AW: Muss man denn wirklich unbedingt auch noch simsen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wieso 10 SMS? Du hättest als nächstes "17.00 Uhr, hol dich ab" schreiben können und alles wäre geritzt gewesen. Ich verstehe diese Kompliziertheit einfach nicht (und hasse telefonieren).
    Sehe ich auch so.
    Nennt mich altmodisch, aber ich hätte dann auch erwartet, dass man dann "manns" genug ist und auch selbst einfach zum Hörer greift und kurz anruft (wenn man schon betont eher der Telefonierer zu sein - und das ist dann undogmatisch?)...

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    AW: Muss man denn wirklich unbedingt auch noch simsen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wieso 10 SMS? Du hättest als nächstes "17.00 Uhr, hol dich ab" schreiben können und alles wäre geritzt gewesen. Ich verstehe diese Kompliziertheit einfach nicht (und hasse telefonieren).
    Puh, da bin ich ja nicht alleine.
    Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
    LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)

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    AW: Muss man denn wirklich unbedingt auch noch simsen?

    Zitat Zitat von Gelassene Beitrag anzeigen
    Sehe ich auch so.
    Nennt mich altmodisch, aber ich hätte dann auch erwartet, dass man dann "manns" genug ist und auch selbst einfach zum Hörer greift und kurz anruft (wenn man schon betont eher der Telefonierer zu sein - und das ist dann undogmatisch?)...
    Wie oben beschrieben habe ich versucht sie zu erreichen... Sie hatte ihr Handy immer auf Mailbox umgeschaltet, hat aber nie die Mailbox abgehört...
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    G. Linvingston

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    AW: Muss man denn wirklich unbedingt auch noch simsen?

    Mag alles (Telefon, Brief, Ansichtskarte, Mail, Zettelnachrichten, SMS, mit Vorbehalt sogar WhatsApp) und passe mich da auch durchaus meinem Gegenüber an, würde z.B. niemand eine SMS schicken wenn ich weiss die Person schätzt das nicht.
    Wir sind alle unterschiedlich, auch in unseren Vorlieben zu kommunizieren.

    Den eigenen Wünschen und Vorlieben da treu zu bleiben und dabei zu versuchen den anderen zu verstehen und in seinen Wünschen zu achten ist oftmals nicht so ganz einfach, aber doch meist mit ein wenig gutem Willen machbar.

    Ich bevorzuge den persönlichen Kontakt und halte es auch bei besten Freundinnen aus mal ein, zwei Wochen nichts von ihren zu hören und/oder zu lesen, kann einem Menschen sehr nahe sein ohne ständig in Kontakt sein zu müssen.

    Alle diese Kommunikationsmöglichkeiten haben den Vorteil, dass man sie nicht rund um die Uhr nutzen muss, man kann einfach mal abschalten oder Phones lautlos stellen.

    Zur Eingangsfrage ob man simsten muss, nein, muss man nicht. Macht auch keinen Sinn und vor allem keine Freude wenn es einer beteiligten Person missfällt. Aber die SMS-Gegner sollten den anderen, die einfach Freunde daran haben, diese Freude auch nicht abreden wollen
    Warum werten?
    Gusto und Vorlieben sind unterschiedlich.

    Was ich wirklich schätze sind Kommunikationspartner die nicht gleich beleidigt oder verunsichert sind wenn ich mal nicht sofort reagiere (egal auf welches Kommunikationsmittel).

    Eines steht schon mal fest, wir alle in diesem Strang schätzen zumindest zeitweise das Kommunikationsmittel "Forum", die einen mehr die anderen etwas weniger
    farbeROT

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    AW: Muss man denn wirklich unbedingt auch noch simsen?

    Zitat Zitat von Schopenhauer Beitrag anzeigen
    ich stimme Dir voll zu, man kann SMS vernünftig nutzen. ......

    Ich sehe es nicht ein warum ein, warum man 10 SMS schicken sollte, wenn es 2-3 Minuten Telefonat einfacher ist. Es ist eine dogmatisch Haltung und dogmatische Menschen vermeide ich...
    Hi

    ich würde es weder dogmatisch sehen noch ein Entweder/Oder daraus machen. Es ist eine Facette der Kommunikation und ein Kanal; wenn man den Kanal beherrscht, sich darin auskennt und gewandt ist macht es genausoviel Spaß, wie das Reden, Mails zu schreiben - nur nicht, wie reale Treffen (meine ich). Und es müssen beide den Kanal auch nutzen wollen.

    Magst Du es nicht, dann kommt es zu den Hakeleien in der Kennenlernphase und es verläuft im Sande; magst Du es, dann kann es in das Spiel des Kosens mit einbezogen werden.

    FÜr mich ist es letztlich eine Frage des Kommunikationsstiles - so wie Wortwahl oder Akzent; nicht eine Frage des 'guten Geschacks'.

    LG-S (um im Medium zu bleiben)

    PS: ich bin aber anpassungsfähig; mit meiner Frau würde es nicht angehen - mit anderen Leuten kann es fesselnd sein. Oder, um im Bild zu bleiben; der eine spielt ping-pong, der andere Grundlinientennis und dritte mögen Golfen gehen.

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    AW: Muss man denn wirklich unbedingt auch noch simsen?

    In meiner letzten, mittlerweile beendeten Beziehung waren sms und auch Mails DAS Kommunikationsmedium.

    Wir schrieben um die 1.500 sms im Monat, obwohl wir uns fast täglich sahen und zum Schluss auch zusammen gewohnt haben (ok, da waren es ein paar sms weniger).
    Durch meinen Ex bin ich erst richtig zum Simsen gekommen und habe da auch Geschmack dran gefunden. Besonders süsse Nachrichten hatte ich ewig gespeichert oder anderweitig archiviert.
    Sein ständiges Simsen habe ich als extremes Interesse an mir gedeutet......und leider damals noch nicht gewusst, dass er auch mit anderen Damen derart exessiven virtuellen Kontakt hatte.

    Bevor ich meinen Ex kannte hätte ich 10 oder mehr sms am Tag bereits als "Stalking" empfunden.

    Nervig wurde es erst richtig, wenn auf eingehende sms umgehend eine Antwort erwartet wurde......ich habe mehrfach geäußert, dass ich gerade in problematischen Situationen ein persönliches Gespräch oder evtl noch Telefonat vorziehe, habs trotzdem immer wieder mitgemacht (er hat dann echt heftig reagiert, wenn ich nicht geantwortet habe oder sogar das Handy ausgemacht habe).
    Da wurde buchstäblich alles per sms geklärt.

    Irgendwann "entdeckte" mein Ex whatsapp für unsere Kommunikation, war ja auch viel "besser", weil seine Einzelverbindungsnachweise, mit denen er mir beweisen wollte, dass ich ihm völlig grundlos misstraue, genau das Gegenteil offenbarten.
    Die Kommunikation der letzten vier Wochen unserer Beziehung bei whatsapp füllt ausgedruckt ganze 56 DINA4 Seiten!!!

    Mein Fazit:
    Ich habe inzwischen wieder ein halbwegs normales Verhältnis zu smartphone & Co. Vor einer neuen Beziehung würde ich mir schon sehr genau anschauen, wie der Auserwählte solche Dinge handelt...........bei meinem Ex hatte das Schreiben durchaus Suchtcharakter und gerade bei Problemen ist die Gefahr von Missverständnissen sehr, sehr gross.
    Das Wort soll ja angeblich nur einen kleinen Prozentsatz der gesamten Kommunikation ausmachen, selbst der inflatorische Gebrauch von smileys verhindert nicht, dass Nachrichten beim Empfänger völlig falsch ankommen.

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