Hallo Mariano,

ich hab Deine Antwort leider erst gelesen, als ich gerade meine Antwort abgeschickt hatte. Ein Kommentar von einem Mann - ja, sehr gerne! Ich finde ohnehin immer, ich koche bei solchen Dingen viel zu sehr "im eigenen Saft", d.h. spreche über sowas immer nur mit Freundinnen, die in der gleichen Situation sind, und daraus wird man ja nicht klüger (wie war das, wenn der Blinde den Tauben stützt, oder so ähnlich?).

Das mit der Projektion, das stimmt wohl voll und ganz! Und es hilft mir, Abstand zu den eigenen Gefühlen zu bekommen. Ich werde mich mal bemühen, meinen Blick auf die nähere Umgebung zu konzentrieren. Eigentlich darf ich mich ja auch nicht wundern, die letzten Jahre sind wegen einer beruflichen Doppelbelastung mehr oder minder mit Arbeit ausgefüllt gewesen, wie soll man da groß neue Leute kennenlernen? Wär im übrigen auch ein Thema für eine neue Diskussion - die "Leistungsfalle" oder so, in die speziell wir jungen Frauen meiner Generation getappt sind. Dieses Denken - mach erst die Schule / Uni / die ersten Karriereschritte fertig, dann wirst du soviel Anerkennung finden, dass dir alles andere (Mann, Familie) in den Schoß fällt. Ausbildung und Beruf, das ist das allerwichtigste! Und dann befolgt man diese Ratschläge, und die Jahre vergehen, und plötzlich steht man da und merkt, dass das Leben außerhalb der eigenen "Karriere" weitergegangen ist und sich Mann und Familie eben nicht von alleine einstellen. Na ja, wie gesagt, wäre mal ein Thema für eine neue Diskussion, entschuldige die Abschweifung.

Aber, ja, du hast recht, und danke, es tut gut, dazu auch den Kommentar eines Mannes zu hören. Gerne mehr!

Nilla