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    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Kennenlernen bei großer räumli. Distanz gemac

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hatte mal einen Freund, der 7000 km weit weg wohnte.
    Das ist aber auch extrem weit
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke, es kommt auf diverses an:
    - Kann sich eine/r vorstellen, in das Umfeld des anderen zu ziehen?
    - Habt ihr Zeit und Geld um euch öfter zu sehen?
    - Habt ihr Vertrauen zueinander und könnt gut kommunizieren?
    Die letzten 2 Punkte halte ich auch für sehr wichtig, aber den ersten Punkt sehe ich etwas anders. In der heutigen Arbeitsmarkssituation ist es oft nicht so einfach für beide was am gleichen Ort oder in der Nähe zu finden.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich habe Glück, denn ich habe vor 2 Jahren "den Mann meines Lebens" in nur 5 km Entfernung gefunden.

    Das ist sooo viel schöner!
    Das ist schön Salsera, ich freue mich für Dich. Du klingst auch nach 2 Jahren noch glücklich.
    Aber nicht immer findet man ihn in der Nähe und wenn es dann einer ist, der weiter weg ist, dann muss das nicht unbedingt schlecht sein. Aber man muss mit sich selbst im Klaren sein, ob man das auf sich nimmt.

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    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Kennenlernen bei großer räumli. Distanz gemac

    Kennenlernen über mehrere hundert Kilometer kann funktionieren, meiner Erfahrung nach. Unter Umständen erfährt man viel schneller viel mehr über die Person, als wenn man sich in gewissen Abständen für ein paar Stunden trifft und sich da möglichst vorteilhaft präsentiert. Unter Umständen spricht / telefoniert / mailt man zwischen den Dates eher wenig, während beim Distanz-Kennenlernen Unmengen an Texten produziert werden (also, bei mir jedenfalls...) und Telefonate schonmal die halbe Nacht dauern können, um zu kompensieren, dass man sich halt nicht sehen kann. Tja, und mir fällt es leichter, wenn es ums Eingemachte geht, das einfach aufzuschreiben als es meinem Gegenüber ins Gesicht zu sagen (wie gesagt, da will ich einen möglichst guten Eindruck machen und würde meine Abgründe vielleicht nicht so schnell zugeben). Ein "Distanz-Verflossener" von mir und ich haben uns immer Listen mit jeweils 10 Fragen gemailt, die der andere beantworten musste, immer abwechselnd. Das war total spannend und hat ganz viel offenbart. Und ich finde / fand es immer schrecklich-schön, das nächste Treffen vorzubereiten und zu gucken, inwieweit mein durch Telefonate und Mails entstandenes Bild mit der realen Person zusammenpassen, zumal man sich bei mehreren 100 Kilometern ja dann vermutlich mindestens ein ganzes Wochenende am Stück sieht, was ja beim "Vor-Ort-Kennenlernen" eher nicht der Fall ist.

    Eine richtige Beziehung über mehrere 100 Kilometer zu führen, ist dann aber ein ganz anderer Schnack, finde ich, und da bringt die Distanz zumindest dann Probleme, sobald der Ausnahmezustand der allerersten Verliebtheit vorbei ist (in dem Zustand denkt man ja immer, diese übergroße Liebe überwindet alle Probleme und Kilometer usw., und schlafen ist auch nicht so wichtig, man kann sich die Nächte am Telefon um die Ohren hauen). Danach wird es anstrengend, seinen eigenen Alltag/Job/Haushalt zu stemmen, abends / nachts zu telefonieren und dann am Wochenende entweder unterwegs zu sein (und zu Hause bleibt alles Mögliche liegen) oder Besuch zu haben (und dann macht man ja auch nicht so profane Dinge wie Steuererklärung oder Knöpfe annähen, dafür ist das bisschen gemeinsame Zeit zu schade).

    Mittel- bis langfristig sind alle Distanz-Beziehungen, die ich hatte (das waren ein paar, weil ich berufsbedingt alle zwei Jahre oder so umziehe), in die Brüche gegangen. Ob das jetzt nur an der Entfernung lag, sei dahingestellt (vermutlich nicht).

    Dennoch - für mich wäre eine Distanz kein Grund, das Kennenlernen von vornherein nicht zuzulassen. Denn, mal ehrlich, wie oft passiert es denn, dass man jemandem begegnet, den man wirklich interessant findet? Mir nicht so oft.
    Und ich glaube (auch im vorgerückten alter von inzwischen 37) immer noch dran, dass sich - wenn's wirklich sein soll - auch ein Weg findet. Wenn man schon nicht am selben Ort wohnen kann, dann vielleicht aber so in der Nähe, dass ein Besuchen auch spontan möglich ist und nicht von langer Hand geplant werden muss (Pacifique schrieb da was von "Logistik" - wenn die sich darauf beschränkt, zum Bahnhof zu gehen und zwei Stunden später beim Partner zu sein, hält sich die in Grenzen, die ich zumutbar finde).

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    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Kennenlernen bei großer räumli. Distanz gemac

    Hallo Buffy,

    schön, mal wieder was von dir zu lesen

    Ich hatte auch mal eine Beziehung über die Distanz von 300 km. Vorher kannten wir uns allerdings schon drei Monate, so dass das allererste Kennenlernen nicht über die Entfernung stattfand. Gescheitert ist unsere Beziehung daran, dass es keine Perspektive gab. Ich wollte zusammenziehen, er alles so lassen.

    Mir war es sehr wichtig, dass wir vor jedem Abschied vereinbarten, wann wir uns wiedersehen. Und dass wir regelmäßig telefoniert haben. Auch hatten wir anfangs so Rituale wie: Vor der Arbeit kurz anrufen oder jede Woche ein neues, zur Woche passendes Foto schicken. Ihm hat die Distanz nicht viel ausgemacht, mir jedoch schon. Wie ist das bei euch? Vermisst du ihn sehr, wenn er nicht da ist?

    Ich halte es für wichtig, gerade am Anfang, den anderen an seinem Leben teilhaben zu lassen.

    Ich glaube aber, das ist so eine Typsache. Bin eher ein anhänglicher Mensch...

  4. Inaktiver User

    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Kennenlernen bei großer räumli. Distanz gemac

    Zitat Zitat von Kinnie Beitrag anzeigen
    Kennenlernen über mehrere hundert Kilometer kann funktionieren, meiner Erfahrung nach. [...]
    Ich kann Kinnie da nur voll zustimmen. Ich habe berufsbedingt und auch aus anderen Gründen bereits eine Reihe Fernbeziehungen hinter mir und das Kennenlernen fand ich nie schwierig, die Distanzen reichten von zwei Stunden Zugfahrt zu längeren Flugreisen.

    Eine richtige Beziehung über so eine lange Distanz zu führen, fand ich aber doch schwierig. Zu den von Kinnie geschilderten Aspekte käme für mich noch ein paar Punkte dazu:

    - Man hat eben doch separate Alltage und es ist schwierig im Leben des Partners voll integriert zu sein, auch ein langer Austausch über Telefon, Skype etc schaffen das nicht.
    - Bei größeren Zeitabständen durch größere Distanzen wurde man sich auch ein bisschen fremd - das kann belebend sein, aber auch ein Hindernis.
    - mit der Zeit entstand ein ziemlicher Druck, an den Tagen zusammen alles nachholen zu müssen, das sonst gezwungenermaßen flach fällt. Besonders bei Sex war das nicht reibungslos, man muss sozusagen Lust haben, weil es die Gelegenheit dazu gibt, schon der Umstand allein war manchmal lustfeindlich.
    - weil man so wenig Zeit gemeinsam hat, werden Konflikte nicht ausdiskutiert, weil man die zur Verfügung stehende Zeit nicht belasten will oder man in der Mitte abbrechen muss.
    - in Beziehungen, die sich auf die Wochenenden beschränken, wird das eigene soziale Leben beeinträchtigt, man nimmt keine Verabredungen mit anderen wahr, wenn der Partner das nicht so mag und es gibt immer den Anspruch, einander genug sein zu müssen. In einer meiner Fernbeziehungen hat das dazu geführt, dass ich kaum noch Freunde sah, die meisten hatten Kinder, nur am Wochenende Zeit und mein damaliger Freund war an solchen Treffen nicht interessiert.

    Ich würde nicht ausschließen, dass Fernbeziehungen funktionieren können, aber sie erfordern ein hohes Maß an Kompromissbereitschaft.

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    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Kennenlernen bei großer räumli. Distanz gemac

    Das Kennenlernen dauert länger und geht meistens weniger reibungslos vonstatten.
    Man kann das beschleunigen, wenn man sich wirklich Zeit dafür nimmt, also Wochenenden zusammen verbringt und vor allem Kurzurlaube, in denen auch ein bisschen Alltag enthalten ist. Dann sind merkwürdige Gewohnheiten im Haushalt wie Socken rumliegen lassen, Zahnpastatube verkehrt aufrollen etc. keine völligen Überraschungen mehr.

    Dadurch, dass das Kennenlernen langsamer vonstatten geht, merkt man es nicht so schnell, wenn man doch nicht zusammen passt.

    Man muss sich schon recht sicher sein, jemanden kennenlernen zu wollen, wenn es eine große räumliche Distanz zwischen den Wohnorten beider gibt. Es stimmt natürlich, 100 km sind für den einen nicht viel, aber für den anderen, der eine vollgestopfte Woche mit langen Arbeits- oder Pendelzeiten hat, kann das zuviel sein, weil es Treffen unter der Woche ausschließt. Alles, was über 500 km ist, ist jedenfalls sehr schwierig.

    Für einen Mann, den ich nur so lala finde, würde ich kein Kennenlernen über eine große Distanz auf mich nehmen.

    Und dann kommt ja meistens dazu, dass daraus eine Fernbeziehung wird, die wieder ihren eigenen Einschränkungen unterliegt, wie Rainbowfish schreibt. Damit muss man klarkommen können. Fernbeziehungen sind jedenfalls nichts für Klammeraffen und Menschen, die dauernd Bestätigungen seitens ihres Partners brauchen, sondern eher was für Menschen, die mehr persönlichen Freiraum wollen. Und Fernbeziehungen gehen in der Regel nach 3 Jahren auseinander, wenn das Ende der Distanz dann immer noch nicht absehbar ist.
    Denn irgendwann wollen die meisten dann doch zusammenziehen und teilweise auch eine Familie gründen. Und das gibt dann wieder Probleme mit den Jobs, die ja nicht gerade so verteilt sind, wie die beiden das brauchen. Oft muss dann eine/r zurückstecken, und das ist nicht selten die Frau.
    Geändert von Latona (29.10.2012 um 16:56 Uhr)
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  6. Inaktiver User

    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Kennenlernen bei großer räumli. Distanz gemac

    Zitat Zitat von Latona Beitrag anzeigen
    Dadurch, dass das Kennenlernen langsamer vonstatten geht, merkt man es nicht so schnell, wenn man doch nicht zusammen passt.
    DAS kann ich bestätigen!

  7. Moderation

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    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Kennenlernen bei großer räumli. Distanz gemac

    Zitat Zitat von Latona Beitrag anzeigen
    Dadurch, dass das Kennenlernen langsamer vonstatten geht, merkt man es nicht so schnell, wenn man doch nicht zusammen passt.
    Das kann ich auch unterschreiben - hinzukommt, dass man mehr Worte und weniger Taten erlebt .... das war das Problem meiner damaligen Fernbeziehung. Dass ich an einen notorischen Ja-Sager geraten bin, der mir immer recht gibt und dann ganz anders handelt, hätte ich bei größerer räumlicher Nähe viel schneller gemerkt.

    Und für mich habe ich auch daraus gelernt, dass ich keine Fernbeziehung will, weil es für mich die Nachteile des Singlelebens mit den Nachteilen einer Beziehung kombiniert.


    Aber das gilt nicht für jeden, ich bekomme es seit zwei Jahren bei einer guten Freundin mit, die begeistert eine Fernbeziehung lebt und auch gar keine Nahbeziehung daraus machen will. Es ist tatsächlich eine Typfrage.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Kennenlernen bei großer räumli. Distanz gemac

    "Eine richtige Beziehung über mehrere 100 Kilometer zu führen, ist dann aber ein ganz anderer Schnack, finde ich, und da bringt die Distanz zumindest dann Probleme, sobald der Ausnahmezustand der allerersten Verliebtheit vorbei ist (in dem Zustand denkt man ja immer, diese übergroße Liebe überwindet alle Probleme und Kilometer usw., und schlafen ist auch nicht so wichtig, man kann sich die Nächte am Telefon um die Ohren hauen). Danach wird es anstrengend, seinen eigenen Alltag/Job/Haushalt zu stemmen, abends / nachts zu telefonieren und dann am Wochenende entweder unterwegs zu sein (und zu Hause bleibt alles Mögliche liegen) oder Besuch zu haben (und dann macht man ja auch nicht so profane Dinge wie Steuererklärung oder Knöpfe annähen, dafür ist das bisschen gemeinsame Zeit zu schade). " (Kinnie)

    Ja, genauso kann ich das auch bestätigen. Die erste Phase des Kennenlernens und Sich-Beschnupperns war kein Problem über mehrere hundert Kilometer. Es machte das ganze sogar irgendwie spannend. Und es verlangsamte das ganze auch - so empfinde ich es im Nachhinein. Aber, als dann die verliebte Phase zu Ende war, und es mehr normal wurde, fielen auch die Unstimmigkeiten deutlicher auf - weil man sich eben dann doch länger "am Stück" sah, irgendwie geballt.
    Und die Tage dazwischen bestanden bei mir tatsächlich aus dem All-Tag und der Beziehungstelefon-Nacht.
    Und die Wochenende fühlten sich an wie ständig auf Reisen.
    Doch ich denke, wenn es die richtige Person ist, zu der man reist, kann man das auch einige Jahre mitmachen - trotz der Anstrengungen. Sicherlich ist es - wie immer - davon abhängig, welche Ansprüche jede Seite an die Partnerschaft/Beziehung hat und wie er seine Zeit zwischen den Treffen ausfüllt.
    Wenn er dich wirklich interessiert, kannst du es doch verusuchen herauszufinden. Genieß die Zeit erst einmal und dann schau weiter.
    Alles Gute, Jette

  9. User Info Menu

    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Kennenlernen bei großer räumli. Distanz gemac

    Danke erstmal für die vielen Antworten.
    Weiß noch nicht, ob ich es schaffe, auf jede einzugehen. Aber jede habe ich aufmerksam gelesen. Es waren viele interessante Punkte dabei.

    Wahrscheinlich bin ich gerade etwas ungeduldig. Die Woche habe ich frei. Normalerweise habe ich garnicht soviel Zeit zum Überlegen.

    Gut zu wissen, dass das Kennenlernen wahrscheinlich langsamer verläuft, weil ich mir Gedanken gemacht habe, ob wir nicht beginnen müssten uns öfters zu sehen. Aber ich sollte vielleicht einfach noch ein bisschen Abwarten. Was ich nämlich auf keinen Fall möchte, ist alles mit einem "Sag mir jetzt, wie es weitergeht"-Gespräch kompliziert oder kaputt zu machen. Bis jetzt war es nämlich nicht kompliziert und das fand ich gut.

    Bis später.
    LG Buffy

  10. User Info Menu

    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Kennenlernen bei großer räumli. Distanz gemac

    Zitat Zitat von buffy27 Beitrag anzeigen
    Bis jetzt war es nämlich nicht kompliziert und das fand ich gut.
    Hallo Buffy,

    ich hatte auch schon eine Fernbeziehung allerdings nur 150 km und wir konnten uns jedes Wochenende sehen, aber am allerwichtigstens finde ich, wenn es unkompliziert läuft. Wir hatten nie Probleme uns telefonisch zu kontaktieren. Damals waren Handy und Co. noch gar nicht so verbreitet wie heute und wir haben es trotzdem geschafft.

    Nach 4 Jahren sind wir zusammen gezogen und es ist noch weitere 4 Jahre gut gegangen.

    Manch kennenlernen mit jemandem der um die Ecke wohnt ist da bei mir schon viel komplizierter gelaufen und hat gar nichts gegeben. Es kommt halt auf euch beide an, allerdings weiß ich nicht wie schwierig es bei mehreren 100 km ist.

    Solange es unkompliziert ist, genieße es!
    „Das Sinnen und Gedankenmachen hat keinen Wert, und man tut ja auch nicht, wie man denkt, sondern tut jeden Schritt eigentlich ganz unüberlegt so, wie das Herz gerade will.“
    (Siddhartha)

    „Man hat nur Angst, wenn man mit sich selber nicht einig ist.“
    (Meine Erinnerung an Knulp)


    „Schritte, die man getan hat, und Tode, die man gestorben ist, soll man nicht bereuen.“
    (Heimat)

    Hermann Hesse

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