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  1. User Info Menu

    Eigentlich kam es (er) zu früh in mein Leben.....

    Ihr lieben,
    durch den Beitrag von Locke habe ich den Mut gefasst, meine Beitrag hier einzustellen und würde gern eure Meinungen hierzu lesen.
    Ich bin seit fast 3 Jahren getrennt und 1 Jahr geschieden. Die Trennung (und Scheidung) war nach fast 25 Jahren nicht einfach und ist es bis heute noch nicht - für meinen Ex-Mann (Extra-Thema..).
    Mir war es nach gut 1 Jahr Trennung gelungen, trotz dieser Schwierigkeiten, irgendwie bei mir anzukommen und für mich und meine beiden Kinder einen guten Weg zu finden und zufrieden im Alltag zu sein - und dann kam "er".
    Dass ich so strahlte, zufrieden wirkte und frei war, hat ihn begeistert und angezogen. Er warb sehr um mich, wir telefonierten, mailten. Er ließ sich, trotz meiner zT schroffen Art - weil ich ja keinen Partner wollte - nicht abweisen. Aufgrund seiner Hartnäckigkeit wurde es nach einigen Monaten dann doch näher und nun führen wir seit ca. 1 Jahr eine Fernbeziehung. Wir sehen uns mehr oder weniger regelmäßig bei ihm oder bei mir. Die Kinder mögen ihn und für sie gehört er irgendwie dazu.
    In der schwierigen Zeit mit meinem Ex-Mann hat er mir sehr geholfen, war da als es mir nicht gut ging und ich krank wurde. Er will für mich da sein, am Alltag teilnehmen, mich unterstützen.... Eigentlich alles Dinge, die Frau sich wünscht, oder?
    Doch ich merke zunehmend, dass mir das zu viel wird. Ich möchte Zeit allein verbringen. Will nicht immer telefonieren müssen. Will nicht fragen müssen, ob ich zu einer Freundin oder meiner Familie an meinen freien Wochenenden fahren kann. Will Zeit alleine mit meinen Kindern verbringen.
    Ich arbeite Vollzeit, habe 2 Kinder, die viel mit Sport unterwegs sind und enge Freunde und Familie, die hier am Ort oder weiter weg wohnen - also genug um die Ohren.
    Hinzu kommt, dass sein Alltag und sein Leben sehr unaufgeregt ist und er sich natürlich freut, an unserem teilhaben zu können....
    Ich weiß nicht, was ich tun soll! Bin ich unfair? Will ich zu viel - meine Ruhe und einen Partner? Oder will ich vielleicht gar keinen Partner? Noch nicht? War ich nur noch nicht lange genug alleine? Was ist, wenn ich es beende? Habe ich dann auch "eine gute Chance vertan"?
    Ich mag ihn sehr, die Kinder ihn eben auch. Wie wäre es für diese, wenn er nicht mehr "dazugehört"?
    Wie finde ich heraus, was gut ist? Hinzu kommt eben auch noch der Ärger mit meinem Ex, der immer wieder jede Menge Kraft und Energie kostet.........
    Wie seht ihr das?
    Viele Grüße, Jette

  2. Inaktiver User

    AW: Eigentlich kam es (er) zu früh in mein Leben.....

    Liebe Jette,

    vielleicht ist die Frage ja nicht, ob du vielleicht gar keinen Partner willst, vielleicht ist die Frage eher, ob du IHN nicht als Partner willst? Ich denke auch nicht, dass es zu viel verlangt ist, einen Partner aber andererseits auch mal deine Ruhe zu haben. Eine Partnerschaft sollte so etwas aushalten können. Wie reagiert er denn, wenn du ihm sagst, dass du Zeit alleine verbringen willst?

    Was mir aufgefallen ist: Du sagst, du willst nicht immer telefonieren müssen und ihn nicht fragen müssen, was du an deinen freien Wochenenden machst. Warum musst du ihn da überhaupt fragen?
    Wenn selbst ein Telefonat zu einem Muss wird, dann stimmt meines Erachtens etwas wirklich nicht.

    Die Frage, was wird, wenn du es beendest, kann dir natürlich niemand beantworten. Auch deine Wortwahl "eine gute Chance vertan", hört sich für mich etwas... seltsam an. Eine Chance worauf? Auf eine Partnerschaft? Die du aber irgendwie ja doch gar nicht mehr so richtig willst?

    Wie es für deine Kinder wäre, wenn er nicht mehr da ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Wie alt sind sie denn? Doch sicher schon etwas älter, wenn du fast 25 Jahre mit deinem Ex-Mann zusammen warst? Kannst du mit ihnen darüber reden?

    Ich hoffe, ich trete dir nicht zu nahe, aber für mich hört es sich fast so an, als wäre dein Freund so eine Art "Übergangsmann", der dir nach der sicher nicht einfachen Nach-Scheidungs-Zeit gut getan hat, der dir geholfen hat. Doch diese Zeit ist jetzt vorbei und du merkst, dass es das nicht ist. Kann das sein?

    Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und hoffe, dass du für dich einen Weg findest!

    Liebe Grüße, Rinoa

  3. Inaktiver User

    AW: Eigentlich kam es (er) zu früh in mein Leben.....

    Oh ja, ich kann dich seeeeehr gut verstehen!!

    Aber irgendwie denk ich auch: wär es Mr Right, dann würde das ganz selbstverständlich passen.

    Du klingst, als ob du mit deinem Leben ganz zufrieden wärst und nun keinen Mann suchst um irgendwelche Defizite zu beheben, ist ja erstmal positiv. Heißt aber eben auch: nur nett und angenehm reicht halt nicht um einen Mann in deinem Leben haben zu wollen, und den Alltag scheinst du auch gut geregelt kriegen.

    Kann es sein, dass er einfach zu wenig Input bringt? Dass du zuwenig Interesse an ihm hast, er dich nicht genug reizt? Womit ich jetzt keine Dramen meine, Zuverlässigkeit ist was schönes, mehr so das Gefühl ihr könnt euch zusammen entwickeln anstatt begrenzen...

    Ich für mich hab entschieden, dass ich keine Beziehung (mehr) will, nur damit ein Mann in meinem Leben ist, dazu ist es nämlich auch zu ausgefüllt und vor allem ERfüllt, und Abstriche an anderen Dingen (man hat ja nicht unbegrenzt Zeit) würde ich nur noch machen wenn ich wüßte, das lohnt sich und der Mann ist eine echte Bereicherung.

    Dass jemand sich nur in mein Leben einklinken will (bös gesagt) weil er mit seinem nicht so viel anfangen kann hatte ich nämlich auch schon, und das belastet mich nur.
    Geändert von Inaktiver User (28.09.2012 um 20:25 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Eigentlich kam es (er) zu früh in mein Leben.....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was mir aufgefallen ist: Du sagst, du willst nicht immer telefonieren müssen und ihn nicht fragen müssen, was du an deinen freien Wochenenden machst. Warum musst du ihn da überhaupt fragen?
    Wenn selbst ein Telefonat zu einem Muss wird, dann stimmt meines Erachtens etwas wirklich nicht.
    Das ist aber in einer Fernbeziehung eine spezielle Situation, anders als wenn man zusammen wohnt oder in der Nähe. Da heißt eben dann ein WE nicht sehen gleich zwei Wochen nicht sehen, und nicht nur zwei Tage...

  5. Inaktiver User

    AW: Eigentlich kam es (er) zu früh in mein Leben.....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist aber in einer Fernbeziehung eine spezielle Situation, anders als wenn man zusammen wohnt oder in der Nähe. Da heißt eben dann ein WE nicht sehen gleich zwei Wochen nicht sehen, und nicht nur zwei Tage...
    Jetzt wo du es sagst, ich hab das wohl falsch verstanden.
    Ich dachte, sie meint mit freien Wochenenden solche, an denen sie nicht mit ihm verabredet ist.

  6. User Info Menu

    AW: Eigentlich kam es (er) zu früh in mein Leben.....

    Danke für eure Rückmeldung. Ja, mit "frei" meine ich "kinderfrei" - was für mich den Reiz hat, ganz allein ohne Reden, ohne Nachfragen, ohne Ansprüche an mich zu sein....
    Und was das telefonieren angeht - danke schnellschnell - genau dieses - andere Paare sehen sich abends und reden kurz oder nicht und ich/wir würden eben telefonieren. Nur eben fällt kurz und dann gar nicht reden nichts so sehr auf wie gar nicht anrufen. Und hier hast du auch eine gute Frage gestellt: gibt es nicht genug Input oder Herausforderung? Ja, gibt es wahrscheinlich nicht. Vielleicht ist das auch ein Grund.
    Meine Kinder sind im Grundschul- und Teenageralter - späte Kinder..
    Der eine wird es vielleicht verstehen, der kleine? Wer weiß? Die knatschige Situation mit dem Vater macht es eben auch nicht leichter.... So gab/gibt es einen Mann der quasi die 4. Person in der Komplettfamilie darstellt.
    Ach Mensch, wie findet frau heraus, ob es passt - trotz der Einschränkungen oder Macken?
    LG, Jette

    Ergönzung: Er reagiert nicht so positiv, wenn ich ihm von meinen Wünschen nach Zeit alleine oder zumindest ohne ihn erzähle. Er will möglichst jedes oder zumindest (sein Zugeständnis) 3 von 4 WE im Monat mit mir verbringen und findet dieses eigentlich gar nicht toll.

  7. Inaktiver User

    AW: Eigentlich kam es (er) zu früh in mein Leben.....

    Liebst du ihn?

    Vielleicht kommt der Druck auch ganz woanders her und du denkst, er wäre zu viel und raubt dir die Luft zum Atmen (ist das so?). Vielleicht ist es auch die Verantwortung für die Kinder, der Beruf, der Ex-Mann … Wie kannst du dir da eine Verschnaufpause verschaffen?

    Ich denke, es ist normal, dass nach einer gewissen Zeit, Zweifel an einer Beziehung aufkommen. Das gehört dazu.
    Vielleicht musst du da nur durch und Abschied nehmen von der Vorstellung von einer perfekten Beziehung, die dir alles gibt.
    Vielleicht geht es dir ohne ihn besser.

    Warum musst du dich gleich trennen? Kannst du ihm nicht erklären, dass du ein bisschen Luft brauchst. Auch wenn er das nicht gut findet, heißt das ja noch nicht, dass er es nicht akzeptieren würde …

  8. User Info Menu

    AW: Eigentlich kam es (er) zu früh in mein Leben.....

    Hallo Jette,

    ich kann Dich so gut verstehen.

    Ich hatte einige Monate nach der Trennung von meinem Ex-Ehemann auch einen Mann kennen gelernt, mit dem ich 10 Monate zusammen war. Zuerst war ich glücklich und verliebt und war froh, ihn oft zu sehen. Aber nach einiger Zeit habe ich mich gar nicht mehr auf ihn gefreut. Das abendliche Telefonieren war mir lästig, denn ich hatte kaum Zeit für mich, da ich mich ja auch noch um mein Kind kümmern musste und wollte. Außerdem hatte (und habe) ich meine gescheiterte Ehe noch nicht ganz verarbeitet.
    Die Beziehung wurde immer mehr zur Belastung und irgendwann hatte ich endlich den Mut, sie zu beenden.
    Erst habe ich gedacht, er war nur nicht der Richtige, aber als ich einige Zeit später eine Fernbeziehung begann, war es ganz genauso. Er nahm mir die Luft zum Atmen. Ich wollte wieder die Wochenenden für mich (und mein Kind) haben. Ich wollte Freundinnen treffen oder meine Lieblingsserien im Fernsehen ansehen......einfach machen, was ich möchte.
    Die Beziehung war dann schnell beendet. Das ist nun 1 Jahr her.

    Ich möchte nicht den Rest meines Lebens Single sein, aber zur Zeit finde ich es schön.

    Ich denke, nach einer Trennung (vor allem nach einer sehr langen Beziehung) ist es wichtig, Zeit für sich selber zu haben, um alles verarbeiten zu können. Habe im Trennungsforum gelesen, dass diese Verarbeitungszeit bei manchen 5 Jahre dauert.
    Ich selber habe einfach noch nicht die Kraft für eine neue Beziehung. Ich hoffe, dass sich das irgendwann ändert.

    Jette, wenn Dir die Beziehung nicht gut tut, solltest Du Dich trennen. Du wirst zur richtigen Zeit bestimmt einen neuen Partner finden.
    Nur Du selber weißt, was Du jetzt brauchst und was Dir gut tut.

    Alles Gute
    Locke

  9. User Info Menu

    AW: Eigentlich kam es (er) zu früh in mein Leben.....

    Liebe Locke,
    vielen Dank für deine Rückmeldung und dank auch euch anderen. Ihr habt schon meine Gedanken angestupst... Ja, ich habe wirklich viel im Alltag um die Ohren; Job, Kinder, Wohnung..... Hinzu kommt der noch immer andauernde Stress mit dem Ex - und nun noch der Druck nach mehr gemeinsamer Zeit von ihm. Dieser Druck ist echt hoch.... Das ist mir zu viel. Ich will nur noch meine Ruhe - von meinem Ex und auch von ihm.
    Ist das die Antwort? Ich befürchte schon, doch ich bin zu feige es auszusprechen. Und ich habe ein schlechtes Gewissen meinen Kindern gegenüber.
    Sie haben entzweite Eltern, die nicht miteinander reden sondern sich schriftlich streiten - seit 1,5 Jahren und nun überlege ich die Person zu verabschieden, die in ihren Augen das Kleeblatt wieder komplett gemacht und mit der sie sich auch gut verstehen....
    Ach Mensch, und nun

  10. User Info Menu

    AW: Eigentlich kam es (er) zu früh in mein Leben.....

    Mein Ex-Ehemann hatte nach unserer Trennung eine Beziehung, die 1,5 Jahre gedauert hat. Meine Tochter mochte diese Frau sehr gerne und sie hat sich mit den beiden sehr wohl gefühlt. Trotzdem hat mein Ex diese Beziehung beendet. Meine Tochter hat noch per Mail Kontakt zu dieser Frau und hat sie auch (zusammen mit ihrem Vater) mal getroffen.

    Es ist sicher nicht leicht für Deine Kinder, aber sie merken doch auch, dass Du überlastet bist. Wenn Du ausgeglichen und zufrieden bist, geht es ihnen auch gut.

    Gruß
    Locke

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