Mhm, wenn es so einfach wäre. Mich kotzt das an. Ganz platt, klar- wir könnten das Spiel weiter spielen. Und die nächste Runde kommt relativ sicher. So gut kenne ich ihn und auch mich. Aber ich glaube, eine Runde reicht eben auch. Einmal schlechter Sex und die Nummer ist zu Ende.
Das Spiel könnte sicher endlos so weitergehen. Aber das ist einfach wirklich nicht mein Ding. Ich mag Sex, ich mag Männer, aber beides doch eher wenn es mir gut tut. Ich mag sein Handlungen einfach nicht. Da fehlt mir Respekt gegenüber meiner Person und so kann ich keinen guten Sex haben. Das ist mir enorm wichtig, da ich sonst unentspannt wäre. Und was hab ich denn davon? Also nichts mehr mit Enjoy. Wir hätten bestimmt noch ein halbes Jahr viel Spass gehabt, wenn er sich nicht so in mein (emotionales) Leben gedrängt hätte. Nur Vögeln- klar, solange es Spass macht und niemandem weh tut.
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27.08.2012, 01:38Inaktiver User
AW: Genervt. Und noch nicht ganz entwöhnt. ;-)
Geändert von Inaktiver User (27.08.2012 um 01:49 Uhr)
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27.08.2012, 02:10Inaktiver User
AW: Genervt. Und noch nicht ganz entwöhnt. ;-)
Ja, ohne Frage. Sonst hätte ich mich nicht emotional eingelassen.
Deshalb hat er mir ja eigentlich gefallen. Ich dachte in punkto Freiheitsliebe passt das schon... Nur ist das, was ich anfangs als Freiheitsliebe empfunden habe, in meiner Welt etwas anderes... Zwei Realitäten eben.Das klappt m. E. nur zwischen Menschen, die da einigermaßen gleich (und sehr reflektiert und mit ständigem Blick auf den anderen) ticken - bestimmt nicht, wenn einer einen besonderen Nachgiebigkeitsbonus vom anderen verlangt. Jedenfalls nicht auf längere Sicht.
Danke für die Erläuterung. Ja, das hat mir jetzt ein halbes Jahr voller Hoffnungen genommen. Schade.
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Du eskalierst symmetrisch, insofern Du nicht im Rausch der Hormone (oder so) die bloße Hoffnung als zukünftige Realität nimmst ("Er wird sich schon noch ändern...") und auf seine Grundhaltung nicht einfach "ergeben" einsteigst (das wäre asymmetrisch - das nachmalige Klagen darüber, dass er sich doch nicht ändert mit allen typischen Facetten dieses Klagens).
Ich weiß gar nicht, ob wir aufeinander sauer sind. Ich bin stinksauer. Aber nicht mal explizit auf ihn. Er war- so meine ich- ehrlich. Und sein Verhalten erlebe ich, das kann er nicht vorher kommunizieren; insbesondere mein Erleben diesbezüglich. Also nichts zum sauer sein. Ich bin/ war ein Monogamie- Testballon. Darauf habe ich mich auch eingelassen. Aber auf den Rest nicht. Und den versteht er nicht.
Ich bin irgendwie auf die Situation sauer, in der ich jetzt stecke. Etwas verknallt. Noch nicht abgenabelt. Mit dem Wissen, dass ich mir den aus Kopf schlagen sollte und irgendwie will ich noch nicht. So blöd das klingen mag, ich mag ihn. Aber diese Handlungen mag ich überhaupt nicht. Und bald auch den Sex nicht mehr. Bin ich mri fast sicher.
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27.08.2012, 02:25Inaktiver User
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27.08.2012, 07:48
AW: Genervt. Und noch nicht ganz entwöhnt. ;-)
Es ist noch komplizierter: Du siehst ja auch nicht seine Freiheitsliebe - Du siehst Dein konstruiertes Bild davon. Aber ich denke, Du darfst bei ihm relativ getrost von einem zeitgeistig-stereotypen Verhalten ausgehen. Wobei...
...vielleicht ist auch nur Deine Sicht stereotyp und vermittelt uns daher diese seine Stereotypie? Egal, sei einfach entspannt (*scnr*) und denke, dass "da draußen" noch tausende Passendere herumlaufen, die einfach fragen würden, ob sie Dein Duschgel benutzen dürfen.
Und hüte Dich vor jenen, die es einfach tun, ohne zu fragen. Die können einem auch gehörig auf den Senkel gehen. Das sind die potenziellen "Der Kühlschrank ist ja leer!" oder "Wo ist denn das Bier?"-Typen. Oder...
...sie wissen tatsächlich zwischen "wichtig" und "unwichtig" zu unterscheiden. Stellt sich i. A. früh heraus, hängt aber womöglich von Deinem Duschgel ab, wie schnell Du das als passend oder unpassend empfändest bzw. entlarvtest.
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Es mag tatsächlich sein, dass Ihr nicht direkt aufeinander sauer seid, sondern jeweils auf das Bild, dass Ihr Euch vom anderen gemacht habt. Man hasst ja sogar oft das jenige bei anderen, was man an sich selbst nicht leiden kann.
Mich würde jedenfalls stören, dass ich mich nicht um meiner selbst Willen geliebt fühlte, sondern als Anima. Und das auch nur in Phasen gelassener Entspanntheit nach seiner Definition (Pflegeleichtigkeit). Wo bleiben Achtung und Achtsamkeit? Erstaunlich finde ich immer mal wieder, dass viele Frauen "nicht um ihrer selbst willen" an viel kleineren Dingen aufhängen und die wesentlichen übersehen.
Das sind dann aber vermutlich die, die zu solchen Männern passen - sie lassen sich leicht(er) abspeisen - sorry: entspannen - und zur Not ja dann hintergehen... Und das lässt sich herrlich konfabulierend argumentieren.
Insofern vielleicht wirklich: Monogamie-Versuchskaninchen. Aber gerne auch zur Falsifikation? ("Ich hab's ja ernsthaft versucht, aber die Frauen...")Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia
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27.08.2012, 08:21Inaktiver User
AW: Genervt. Und noch nicht ganz entwöhnt. ;-)
Geändert von Inaktiver User (27.08.2012 um 08:25 Uhr)
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27.08.2012, 09:11
AW: Genervt. Und noch nicht ganz entwöhnt. ;-)
guten morgen,
du bist jetzt seine "feste freundin". das hat er ja belegt, indem er das duschgel bei dir abgestellt hat. also hat er dich sicher und kann jetzt mal gucken gehen, was die welt sonst noch zu bieten hat. was meiner meinung dazu gehört ist, dass er jetzt nicht mehr monogam ist (bzw. sein will, kann ja sein, es hat sich noch nichts neues aufgetan)
was du tun kannst? ihm sein duschgel zurückgeben und ihm sagen, dass es dir vorher besser gefallen hat. dass du dich gerne mit ihm triffst, aber auch alternativen hast. dass du die sache eher unverbindlich halten willst.
und dir abschminken, dass es eine feste beziehung wird - aber vielleicht ist eine affäre mit ihm ja ganz schön (wenn es so weitergeht wie vorher)
was passieren wird: er wird sich von dir zurückziehen. denn eigentlich will er ne feste freundin (unterstelle ich jetzt mal), die zuhause auf ihn wartet. affären oder ONS hatte er vorher schon genug, dh. du machst dich austauschbar.
ich finde, du machst es richtig. du musst nur jetzt für dich entscheiden, wie es weitergehen soll. denn so wie du ihn haben möchtest, so bekommst du ihn nicht.
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27.08.2012, 09:35Inaktiver User
AW: Genervt. Und noch nicht ganz entwöhnt. ;-)
Wenn du die Hoffnung hast, dass der Mann sich ändert, bist du vermutlich auf dem Holzweg...aber es ist ja bekanntlich kein Ding unmöglich. Mal davon abgesehen, dass ich in einer Beziehung großen Wert auf Zuverlässigkeit lege (und auch darauf, auf der Prioritätenliste meines Mannes nicht auf dem letzten Platz zu rangieren), würde ich keinen Kerl wollen, der in einer achtjährigen Beziehung bis auf ein halbes Jahr permanent fremdgegangen ist.
Da liegt ja eigentlich schon auf der Hand, was auf dich zukommt.
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27.08.2012, 09:41Inaktiver User
AW: Genervt. Und noch nicht ganz entwöhnt. ;-)
@Cygnus.
Spannend. Sicher vermittele ich ein Bild von ihm- mit meiner Wahrheit. Ich muss mir ja gerade Mut zur Veränderung machen. ;-)
Ich glaube, dass es mir am Ende auch egal sein kann, warum er wie ist und welche Motive er hat. Ich fands zwei Monate fantastisch mit ihm. Dann kam ein Knick- sei es durchs Duschgel, durch tatsächliche Arbeitsüberlastung, den Wunsch nach mehr Freiheit in welcher Form auch immer- und den habe ich als ungut erlebt. Ich habe geredet. Er hat mir gesagt, dann muss ich mich ändern, an mir arbeiten, entspannen etc. . Ich habe ihm gesagt, dass ich dann etwas ändern muss. Ich habe für mich die selben Regeln eingeführt, die ich bei ihm erlebt habe. Er findet das nicht gut. Tja, und ich finde nicht gut, dass er nicht bereit war, mich überhaupt zu sehen- mit Gefühlen, Persönlichkeit etc. Es hätte sicher Lösungsmöglichkeiten gegeben. Aber die muss man auch wollen. Wenn Lösung für ihn bedeutet, dass es an mir liegt, dann funktioniert für mich da etwas ganz gewaltig nicht. So kompliziert bin ich gar nicht... Ich glaub, ich bin das geworden, durch mein ungutes Gefühl. Als ob mich Verspätungen wirklich so sehr nerven würden... Aber bei ihm nervt mich das. Weil mir die Wertschätzung meiner Person im Ganzen fehlt. Das Gesehenwerden. Ich soll funktionieren. Und darauf habe ich keine Lust. Und jetzt habe ich noch mal rumgezickt. Ich werde da eh nichts ändern können. Also an ihm. Das wäre ja grundlegend. Das geht nicht. Wir streiten ja nicht über verstreute Wäsche. Sondern über Gesehenwerden.
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27.08.2012, 09:43Inaktiver User
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27.08.2012, 09:48Inaktiver User
AW: Genervt. Und noch nicht ganz entwöhnt. ;-)
Das sehe ich auch deutlich. Zumal ich mir echt blöd vorkommen würde, wenn ich jetzt noch weiter mecker. Einmal gesagt und damit ist gut. Ich bin ja kein Dompteur oder Erzieher. Entscheidung ist ja schon getroffen. Nur die Umsetzung happert. Ich bin da echt nicht so groß drin- viel zu inkonsequent, weil ich mich bequatschen lasse. Dann trifft man sich, findet keine Lösung und geht am nächsten Morgen auseinander ohne gutes Gefühl. Aber dann geht es wieder ein paar Tage länger. Und schön ist einfach was anderes. Mich strengt das an.




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Von Beziehung kann man bei uns nun nicht unbedingt sprechen- wir haben Monogamie ausgemacht.
Ich vermute, weil es das einzige verbindende Element ist, dass ich noch sehe...
