Es kommt immer auf die Beteiligten an, wie lange eine Kennenlernphase dauert. Die einen verlieben sich schnell, die anderen langsam, das kann man nicht verallgemeinern. Gerade mit zunehmendem Lebensalter stelle ich aber auch bei mir selber fest, dass ich länger brauche, um mich ganz auf jemanden einzulassen. Das ging früher schneller, ging dafür aber auch eher schief.
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26.08.2012, 15:48
AW: Kennenlernphase dauerte immer mindestens ein Jahr...
Männer sind auch Menschen
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26.08.2012, 16:37Inaktiver User
AW: Kennenlernphase dauerte immer mindestens ein Jahr...
Bei mir geht das Verlieben auch nur sehr langsam.
Aber nicht über Jahre.
Ein Beispiel:
Ich habe aktuell jemanden kennengelernt, der zu mir meinte, er hätte in der Vergangenheit immer den Fehler gemacht, sich zu schnell auf eine Beziehung einzulassen. Nun ist er seit ein paar Monaten getrennt und will nun bei mir "alles anders machen".
Sprich: Er will mich erstmal gaaaanz langsam kennenlernen und dann schauen, was das wird.... Toll...
Ansich ja nicht verkehrt, aber ich habe ihm gleich gesagt, dass ich weder ein Experiment, noch eine Übergangsfrau oder Ähnliches sein will und das auch nicht mitmache. Das hat er auch entrüstet abgelehnt... Aber mal schauen.
Wir treffen uns jetzt den 3. Tag in Folge, was ist daran "langsam"?
Nun ja... Will damit sagen, dass dieses Gelaber über "langsam kennenlernen" auch gerne mal eine Ausrede dafür sein kann, sich alles offen zu halten. Wenn ich merke, dass er rumeiert oder zu lange unverbindlich bleibt, dann gehe ich.
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27.08.2012, 09:06
AW: Kennenlernphase dauerte immer mindestens ein Jahr...
Ich denke, DA liegt eigentlich der Punkt. Es ist nicht nicht das Tempo - das kann für einen passen oder nicht - wenn es denn passt, sprich: wirklich authentisch ist.
Ist es das nicht und sind die von mir weiter oben im Strang bereits genannten, zunächst völlig ausgeblendeten und "zurückgestellten" Themen einem der Beteiligten doch nicht soooo unwichtig, dann geraten zwei aneinander, die eben doch nicht wirklich zusammen passen.
Dann heißt es, nach sehr langer "Kennenlernphase", zurück auf Los. Verplemperte Lebenszeit.aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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27.08.2012, 16:41
AW: Kennenlernphase dauerte immer mindestens ein Jahr...
Als "Spielchen" sehe ich andere Verhaltensmuster an. Zum Beispiel wenn ein Mann merkt, dass er immer wieder mit der direkten Vorgehensweise ("Willste f*****?") nicht zum Ziel kommt, sich erst einmal verhält, als sei er ernsthaft an einer Beziehung interessiert, sich in regelmäßigen Abständen immer wieder meldet, ein paar Tage wartet, dann wieder meldet usw. Und wenn der Fisch dann an der Angel ist und er schließlich ans Ziel gekommen ist, sich nicht mehr blicken lässt...
Bei mir war es eher so, dass mir die Frau auf Anhieb gefallen hat und ich mir eine Beziehung zu ihr habe vorstellen können, keinesfalls aber nur ein sexuelles Abenteuer suchte. Die lange Zeit brauchte ich einserseits einfach für mich selbst, ob ich denn wirklich eine Beziehung eingehen wollte, andererseits, um ihr zu signalisieren, dass mit mir eine rein sexuelle Geschichte nicht zu machen ist. Mit Taktieren und Spielchen hatte das aus meiner Sicht eigentlich nichts zu tun.
@Gary_Dove: Meinst Du damit bezahlten Sex? Also ich hatte weder einen ONS, noch eine Affäre, und bezahlter Sex kommt für mich erst recht nicht in Frage. Während der Beziehungen war ich immer treu und die Zeit davor und dazwischen war ich Single. Single sein ist für mich gleichbedeutend mit "ohne Sex leben". Ich glaube auch, dass das gar nicht mal so selten der Fall ist. Deshalb kann ich mir auch gut vorstellen, dass es beim Ex-Mann von Marga3 genauso war.
Frauen können sich so etwas hingegen vermutlich nicht vorstellen, weil sie ja immer nur die Männer um sich herum wahrnehmen, die sich anders verhalten. Das sind die Männer, die ihnen ohne groß darüber nachzudenken ständig Avancen machen. Die anderen Männer, die das nicht machen, fallen halt nicht weiter auf und werden in die Schublade "sind nicht an mir interessiert" oder "sind generell nicht an Frauen interessiert" abgelegt. So ist frau auch schnell mit Ratschlägen à la "wirklich interessierte Männer verhalten sich anders" dabei.
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28.08.2012, 22:30
AW: Kennenlernphase dauerte immer mindestens ein Jahr...
stimmt.
"stimmt nicht".Wenn mich jemand interessiert und der meldet sich ein paar Wochen nicht, dann kann er mir gestohlen bleiben.
wenn mich jemand interessiert, warte ich nicht passiv wie das kaninchen vor der schlange, ob er anruft, sondern melde mich gegenebenfalls selbst nach einiger zeit, um dem gegenüber mal auf den zahn zu fühlen. vielleicht haben ja zu viele frauen angst vor der ablehnung des mannes. wenn man ihn aber noch gar nicht kennt, ist es doch nicht schlimm, wenn er die verabredung ablehnt. ich glaube manchmal, die halbe welt muss etwas an ihrem selbstbewusstsein arbeiten...Jeder von uns hat etwas Unbehauenes, Unerlöstes in sich,
daran unaufhörlich zu arbeiten seine heimlichste Lebensaufgabe bleibt.
Christian Morgenstern, (1871 - 1914),
deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer
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29.08.2012, 00:16
AW: Kennenlernphase dauerte immer mindestens ein Jahr...
Hallo Paleo, sehr interessantes Thema, finde ich. Dazu einige Fragen eines Vertreters der schnellen Fraktion: wenn jetzt eine der Frauen nach ein paar Wochen gesagt hätte, dass sie mit dir zusammensein will oder dich auch nur geküsst hätte - wie hättest du reagiert? Und: was wolltest du herausfinden, "ob du wirklich eine Beziehung eingehen wolltest", was so lange gedauert hätte?
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29.08.2012, 11:10
AW: Kennenlernphase dauerte immer mindestens ein Jahr...
Dann hätte ich sicher so etwas wie "das geht mir jetzt zu schnell" oder "ich brauche noch Zeit" gesagt.
Wenn es nach vielleicht einem halben Jahr passiert wäre, hätte es die Sache möglicherweise aber auch etwas beschleunigen können.
Ich glaube einfach, dass in den ersten Monaten des Kennenlernens sich sowohl die Frau als auch der Mann unterbewusst verstellt. Man ist nicht so, wie man normalerweise ist und will sich dem Gegenüber von der besten Seite zeigen oder besonders souverän wirken. Die einen können dabei gut schauspielern, die anderen weniger oder sind verkrampft. Erst nach längerer Zeit gibt sich das dann.
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29.08.2012, 11:25
AW: Kennenlernphase dauerte immer mindestens ein Jahr...
Paleo,
das kommt jetzt drauf an, wie man "Kennenlernen" interpretiert. Hier wird gleich drauf abgestellt, dass sich ein "potenziell beziehungswilliger Mann" einer "potenziell beziehungswilligen Frau" nähert. Ich habe jedoch in meinem Umfeld die Erfahrung gemacht, dass sich in erster Linie Menschen in einem bestimmten funktionalen Umfeld (Schule, Ausbildung, Uni, Arbeit, Freizeitgruppe, Freundeskreis) erstmals sehen und dann über die Zeit feststellen, dass dieser Mensch auch als "geschlechtliches Wesen" interessant sein könnte.
Diese eigentliche "Flirtphase" kann dann durchaus kürzer sein - aber man kannte sich eben vorher über einen längeren Zeitraum.
Chennai
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29.08.2012, 11:59Inaktiver User
AW: Kennenlernphase dauerte immer mindestens ein Jahr...
Richtig, das ist mir auch schon passiert.
Da lässt sich oft auch schlecht definieren ab wann wirklich die Flirtphase beginnt, es ist ein fliessender Übergang.
Davon ab denke ist die Kennenlernphase, bzw. deren Entwicklung ja nicht allein von der zeitlichen Dauer abhängig, sondern auch von der Intensität und davon wie häufig man sich in diesem Zeitraum (mit dem Hintergrund der Beziehungsanbahnung) trifft.
Eine Kollegin kann man beruflich z.B. jeden Tag sehen. Das eigentlich kennenlernen passiert aber häufig erst bei privaten Treffen und das kann weitaus seltener sein.
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29.08.2012, 12:45
AW: Kennenlernphase dauerte immer mindestens ein Jahr...
Über sieben Jahre? Ist nicht völlig ausgeschlossen, das großes Fragezeichen würde ich aber gesetzt lassen.
Ein sehr, sehr guter Punkt!
Das ist ein klassicher Denkfehler, für den es in der Sozialpsychologie sogar einen Namen gibt (fällt mir gerade nicht ein). Wie bei den Geschichten über Delphine, die Ertrinkende an den Strand getragen und damit das Leben gerettet haben. Diejenigen, die die Delphine auf's offene Meer getragen haben und die dann ertrunken sind, können darüber natürlich nicht berichten. So bildet sich der Mythos, Delphine würden Ertrinkende immer an den Strand tragen.


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