Hallo beinander,
ich weiß nicht genau, wie ich es ausdrücken soll. Ich fange mal so an:
Eigentlich geht es meiner kleinen Familie und mir recht gut, glaube ich. Wir sind zu dritt. Ein Mädel mit fast 10, ein Bub mit 6 1/2 und ich, 42. Wir wurden vor eineinhalb Jahren sitzen gelassen. Meine Noch-Frau meinte, alleine hätte sie es leichter, sie würde sich eine Arbeit suchen, ausziehen und die Kinder hier lassen... Ich bin also seit Ostern 2011 ein allein erziehender Papa mit zwei Vexern. (Kennt das Wort noch jemand? Hier in München ist das im botanischen Zusammenhang ein "Ableger")
Wir kommen recht gut zurecht. Ich arbeite bis etwa 14.00 Uhr, dann hole ich die Kids von der Schule ab (er kommt jetzt in die Erste, bisher war er im Kiga). Nachmittags bin ich Vollzeit-Papa, erst abends, wenn die Kids im Bett sind, wird bei Bedarf noch gearbeitet oder Haushalt gemacht. (Bügeln geht viel leichter, wenn der Mentalist oder NaviCIS läuft...)
Die Kids sind sehr pflegeleicht. Natürlich schimpft Papa auch mal, Vergehen gegen den Bruder respektive die Schwester werden mit Entzug eines Privilegs geahndet, also ohne Schläge oder so. (Sowas liegt mir völlig fern.)
Die Mäuse bekommen von mir sehr viele Sachen erklärt (Sachen erklären ist im weitesten Sinne mein Beruf), und fast immer dürfen sie mitbestimmen, wenn die Auswahl (z.B. Ausflugsziel etc.) nicht sowieso nur ihnen überlassen wird. Ich erkläre die Optionen und mögliche Folgen, und sie entscheiden. Bisher klappt diese Erziehungsmethode eigentlich prima.
Auf der anderen Seite haben sie aber auch Freiheiten, die - wie mir gesagt wird - eine Mutter niemals erlauben würde: Sie dürfen beispielsweise mit einem Groß-Gokart durch den halben Ort bis zur Oma fahren (wg. der Größe kann das nur sie lenken, er hockt auf dem Soziussitz), und ich vertraue uneingeschränkt, dass sie alle Verkehrsregeln beachten, also nur Ampeln benutzen oder auf dem Gehweg (bei uns gibts nur gut ausgebaute Straßen mit breiten Gehwegen) fahren.
Manchmal, manchmal macht sich in mir aber wieder der Wunsch nach einer Partnerin bemerkbar. Es geht mir definitiv nicht in erster Linie um Sex (na gut, das ist auch ein Grund, aber wirklich nicht der wichtigste), sondern um das "jemanden haben, der zu einem gehört". Zu wissen, dass da jemand ist, die für mich da ist, genauso wie ich für sie da sein kann. Nebeneinander im Bett zu liegen, sich im Arm zu halten und endlos zu reden. Über Gott und die ganze Welt. Was einem heute passiert ist, was man sich denkt, was man fühlt. Naja, das kennt Ihr ja.
Frauen, die mich näher kennen lernen, finden mich nicht generell abstoßend. Ich bin scheinbar ein guter Gesprächspartner, denn wenn andere Muttis mit ihren Kindern zu meinen kommen, verratschen wir begeistert ganze Nachmittage. Solche "Kaffeekränzchen" sind ein Lichtblick in meinem "Erwachsenen-Leben".
Leider hat sich mein ae-Status nicht richtig rumgesprochen, die gehen (bis zum jeweils ersten Kaffeekränzchen) alle davon aus, dass meine Frau "Karriere" macht, während ich daheim als Hausmann Däumchen drehe. Alle, die in den letzten eineinhalb Jahren da waren, waren aber verheiratet, da hat sich also nichts ergeben. Naja. Hilft nichts. (Sollte ich den Kids vermitteln, dass sie immer zuerst fragen, ob der neue Freund / die neue Freundin daheim keinen Papa hat... :) )
So. Das wars zum Wunsch nach einer neuen Partnerschaft. Jetzt meine Bedenken.
Auf der anderen Seite habe ich Angst, dass ich für eine Partnerschaft gar nicht genug Zeit habe. Außerdem haben die Kids natürlich daran zu knabbern, dass ihre Mutter "abgehauen" ist. (Sie verbringen zwar jedes zweite Wochenende bei ihrer Mutter, sie langweilen sich da aber eher. Entweder ihre Mutter ratscht nur mit Freundinnen etc., oder sie bekommen eine DVD nach der anderen in den Player geschoben. Das lenkt die Kids zwar ab, aber wie gesagt, letztens hat sich Sohnemann zum ersten Mal beschwert, dass die Mutter sich nicht mit ihnen beschäftigt. U.a. hat ihre Mutter auch darum gebeten, die Mäuse während der Ferien am Mittwoch "zu bekommen", da hat sie um 14 Uhr die Arbeit aus. Der Wunsch nach den Kindern war dann aber so groß, dass sie den ersten Mittwoch gleich versäumt hat.) Da fände ich es furchtbar, die Aufmerksamkeit, die ich meinen Mäusen bisher entgegenbringe, auch an jemand anderen zu verteilen. Eine potentielle Partnerin will und verdient ja auch Aufmerksamkeit, und ich würde sie ihr auch gerne geben. Aber was denken die Mäuse, wenn ihr Papa dann - zwangsläufig - weniger Zeit für sie hat?
Ich fürchte, dass es sich bei der Zeit und/oder Aufmerksamkeit nicht verhält wie mit der Liebe. Die Liebe wird mehr, wenn ein neuer Mensch dazu kommt. Die Große hat vor der Geburt ihres Bruders Angst gehabt, dass wir sie dann nicht mehr so viel lieben, weil sich das ja aufteilen muss. Ich konnte ihr aber glaubhaft versichern, dass die Liebe immer mehr wird, so dass auf keinen Fall dann einer weniger als vorher bekommt. Und so ist das ja auch. Aber die freie Zeit, die wir unseren geliebten Menschen schenken können, wird ja leider nicht mehr.
Irgendwann werden die Kids natürlich auch weniger Zeit von ihrem Papa wollen / brauchen. Irgendwann so ab 12 oder 14 ist die enge Bindung sowieso gegessen, und dann hat der alleinerziehende Mensch wieder mehr Zeit. Aber das dauert ja noch...
Welche Erfahrungen haben denn andere Alleinerziehende in dieser Situation gemacht? Insbesondere Ihr Mütter, wie passt Ihr die Partnersuche bzw. den Aufbau einer Beziehung in die Zeitabläufe ein? Wohlgemerkt, mir gehts weniger ums eigentliche Kennenlernen, sondern um das gleich danach...
Nochmals: Grundsätzlich bin ich mit meiner Situation nicht unglücklich. Aber mit Partnerin wärs halt noch schöner... (Hört sich an wie aus der Elitepartner-Werbung, bäh...)
Ich freue mich wie immer auf jeden Diskussionsbeitrag.
Ich wünsche eine angenehme sommerliche Woche!
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19.08.2012, 00:16
Zu früh für mich? Oder überhaupt? Hat ein AE mit kleinen Kids Zeit für Partner?
Geändert von Ghostwriter (19.08.2012 um 00:27 Uhr) Grund: Kleinere Korrekturen und Ergänzungen, die immer erst hinterher einfallen...
Sie lasen soeben ein weiteres Premium-Posting des Ghostwriters, eines glücklichen alleinerziehenden Papas zweier bezaubernder Kinder.
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19.08.2012, 01:41
AW: Zu früh für mich? Oder überhaupt? Hat ein AE mit kleinen Kids Zeit für Partner?
Lieber Ghostwriterr,
du liest Dich sehr sympathisch, reflektiert, einfühlsam und lebenstüchtig.
Das kommt bei Frauen sicherlich sehr gut an. Alleineziehend mit so kleinen Kindern zu sein, diese Erfahrung habe ich nicht. Trotzdem möchte ich Dir meine Sicht schreiben.
In Frage käme meines Erachtens nur eine Frau mit Kindern, etwa im selben Alter oder etwas älter.
Dann könnte man die Besuchswochenenden gleich "takten", so dass wenigstens ein kleines bisschen kinderlose Paar-Zeit herausspringen würde. Wie sollte man sonst als Paar zusammenfinden?
Generell stelle ich es mir aber schwierig vor, einem neuen Partner genug Raum zu geben, wenn man zeitlich und emotional so sehr eingespannt ist. Auch denke ich, dass es für die Kinder nicht leicht wird, jemand Neues ins Familiensystem zu integrieren, wenn möglicherweise noch Verlustängste da sind.
Letzlich kann man nie vorher sagen, wie es wird. Man muss es ausprobieren.
Angesichts des Alters der Kinder würde ich mich ehrlich gesagt aber auf sie konzentrieren und ihnen noch ein paar Jahre Beständigkeit und volle Aufmerksamkeit vermitteln.
Was Patchwork-Familien betrifft, so sind sie immer schwierig und konfliktbeladen - sagte mir eine befreundete Psychologin. Natürlich können die Probleme mit viel gutem Willen gemanaged werden, aber ich finde, Deine Kinder sollten erst einmal noch länger in einer stabilen Situation leben, bevor sie schon wieder Veränderungen ausgesetzt werden.
An Deiner Stelle würde ich nicht aktiv nach einer neuen Partnerin suchen, aber auch nicht generell nein sagen, wenn sich etwas ergibt. Du müsstest halt sehr sensibel erspüren, wie es allein Beteiligten geht, viel Zeit für eine vorsichtige Annäherung investieren und genau hinschauen, ob alle Beteiligten zueinander passen und sich mögen.
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19.08.2012, 09:11
AW: Zu früh für mich? Oder überhaupt? Hat ein AE mit kleinen Kids Zeit für Partner?
Wenn es die Richtige ist (oder eine der Passenden):
Du begegnest ihr irgendwo (Supermarkt, Schuhreparatur, Tankstelle, Kindergarten, Cafe), sie sieht dich und du sie - Bingo, der Funke springt über und es ist Liebe auf den ersten Blick. Wundervoll.
Du teilst ja dein Leben mit den Kindern, also stellst du ihnen die Neue vor: Ganz gut gelingt das bei gemeinsamen Unternehmungen, z.B. einem Zoobesuch. Du siehst, wie sie auf die Kinder reagiert und wie die Kinder auf sie.
Die Neue, nennen wir sie Maria Theresia, wartet, bis deine Kinder auf sie zukommen, ist freundlich, lacht gern und tröstet die Große, weil der Tiger sich nicht fotografieren lässt. Sie mischt sich nicht in deine Erziehung ein, sondern bietet den Ausgleich. Das erste Treffen ist ein Volltreffer.
Sie versteht, dass du nur begrenzt Zeit hast. Also ist sie gern mit dir und den Kindern zusammen, wächst allmählich in euren Haushalt hinein und drängt sich nicht auf noch drängt sie auf gemeinsame Zeit mit dir.
Irgendwann werden deine Kinder dann aktiv. Sie verlangen, dass Maria Theresia öfters da ist. Erstens ist ihr Papa dann glücklich und zweitens gibt es ein Eis mehr. Denn vor lauter Glück zählt Papa die Eiskugeln nicht mehr so streng ab.
Tja, und ehe du dich's versiehst, kuscheln dann drei Menschen mit dir, die Kinder sind zufrieden, wenn sie ihre Zeit mit Maria Theresia haben, und fordern noch ein Geschwisterchen. Spätestens dann, wenn sie sich grinsend zurückziehen, damit Papa mit Maria Theresia "Kuschelzeit" hat, hast du auf der ganzen Linie verloren: Dein Herz, Deine Ungestörtheit und Deine Angst vor einer heilen Familie.
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19.08.2012, 09:34Inaktiver User
AW: Zu früh für mich? Oder überhaupt? Hat ein AE mit kleinen Kids Zeit für Partner?
Da stimme ich dir zu.
Da nicht, ich sehe noch andere Möglichkeiten.In Frage käme meines Erachtens nur eine Frau mit Kindern, etwa im selben Alter oder etwas älter.
Hallo Ghostwriter,
schön, wie du dir Gedanken machst zu deinem Thema und ich kann deine Bedenken gut verstehen.
Aus meiner persönlichen Sicht:
ich bin seit kurzem geschieden nach Trennungsjahr und taste mich auch gerade an mein neues Leben heran: wie soll es sein, wie soll es werden?
Ich habe keine Kinder (leider), aber für mich wäre das überhaupt kein Problem, wie du lebst denn ich brauche selbst viel Zeit für mich. Da wäre viel Platz für alle, denke ich. Und Frauen wie mich gibt es auch in deiner gegend, vielleicht begegnest du ihnen nur nicht unbedingt bei deinen Kaffeekränzchen. Das ist zu wenig an Gelegenheit, um daraus etwas abzuleiten.
Mir ging es jetzt hauptsächlich darum, deine Sorge zu nehmen, dass es zwangsläufig zu eng werden würde für alle. Was du lebst, kann für manche Frau passen und was sich entwickelt, kann schön und spannend für alle werden, auch für deine Kinder.
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19.08.2012, 10:24
AW: Zu früh für mich? Oder überhaupt? Hat ein AE mit kleinen Kids Zeit für Partner?
Das sehe ich auch so. Meine Kinder waren etwas jünger als deine, als ich meinen jetzigen Mann kennenlernte - kinderlos. Das Kennenlernen spielte sich fast so ab, wie von chryseis beschrieben. Die Kinder sind neugierig, weil sie merken, dass da jemand für ihre Mama/ihren Papa wichtig ist. Wir hatten unsere Treffen anfangs ausschließlich auf die kinderfreien Wochenenden und höchstens einen Abend in der Woche (Babysitter) beschränkt. Natürlich haben wir viel telefoniert ...
Es ist auch so wie du sagst, Liebe wächst, sie wird mehr. Ich war froh, dass ich meinen Mann (und er mich) kannte, bevor meine Kinder in die Pubertät kamen. Die Zeit war heftig und ich bin froh, dass unsere Ehe diesen Sturm im Grunde unbeschadet überstanden hat. Ob ich für eine neue Liebe in dieser Zeit aufgeschlossen gewesen wäre, wage ich zu bezweifeln.Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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19.08.2012, 18:56
AW: Zu früh für mich? Oder überhaupt? Hat ein AE mit kleinen Kids Zeit für Partner?
Warum?
Eine Frau, die in dem Alter ist, wo sie selbst theoretisch Mutter von 6 bzw. 10 jährigen Kindern sein könnte, könnte genauso gut passen, wenn sie eben Kinder mag. Wenn noch andere Kinder da sind, müssen nicht nur die Erwachsenen mit den neuen Kindern zurecht kommen, sondern auch die Kinder untereinander.
Das heisst man hat 2 Erwachsene M und V und 2 VKinder und xMKinder, um besser rechnen zu können, nehmen wir mal auch 2 MKinder an. Das ergibt eine Zuneiguns- und Kompetenzschiene von M zu V, und umgekehrt, von M zu VKind1 und VKind2, von V zu MKind1 und MKind2, von allen 2 fremden Kindern zu dem neuen Erwachsenen und die Schiene der je 2 Kindern zu den neuen 2 Kindern.
Das sind 14 neue Zuneigungsschienen. Viel Holz für eine Familie.
Das grosse Problem bei einem Alleinerziehenden ist seine absolute Fixiertheit auf die eigenen Kinder. In der Regel ist der AE der alleinige Ansprech- und Erziehungsmensch und turnt 24 Stunden um das goldene Kind. Eine entspannte Familienkonstellation, wo mal M, mal V dafür zuständig sind, und wo Kinder auch mal sich selbst bespassen, ist in der Regel in einer neuen Erwachsenen Paarkonstellation kaum oder erst nach langer Zeit möglich, weil der ehemalige AE kaum Kompetenz abgibt und der neue Partner sich aus Angst, Unsicherheit oder anderen Gründen aus der Erziehung heraushält. Eine fatale Konstellation, weil damit auf dem ehemaligen AE nicht nur immer noch die Erziehungs- und Kompetenzarbeit für die Kinder lastet, sondern auch dieselbe für die Paarbeziehung. Ein grosses Ungleichgewicht ist die Folge,
Erst wenn der ehemalige AE bereit ist, eine "normale" Familienstruktur zu leben und dem neuen Partner ganz selbstverständlich mit in die Erziehung reinlässt, ist ein entspanntes Leben möglich.
Dazu kommen dann noch die notwendige Akzeptanz des neuen Partner durch die Kinder. Diese kann gefördert werden, wenn der neue Partner als vollwertiges Mitglied in der Familie akzeptiert wird und gleichermassen Rechte und Pflichten hat.
Oft laufen neue Beziehungen mit einem AE aber auf Paarsparflamme. Paarsein mal an einem Wochenende, etwas Sex mal unterhalb der Woche und notgedrungenes Bespassungstreffen mit den Kindern, wo es fast Zufall ist, wenn es klappt.Geändert von Lukulla (19.08.2012 um 23:27 Uhr)
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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19.08.2012, 19:19
AW: Zu früh für mich? Oder überhaupt? Hat ein AE mit kleinen Kids Zeit für Partner?
Lieber Ghostwriter,
ich kann Dir aus eigener Erfahrung berichten, dass es hervorragend klappt mit einem Partner/einer Partnerin, die Kinder bzw. ein Kind im gleichen Alter hat. Nach der Trennung von meinem Mann habe ich auf einer Veranstaltung einen alleinerziehenden Vater kennengelernt. Der Mann war zu dieser Zeit gerade mal ein 3/4 Jahr allein. Mein Sohn war 8, seiner 12. Wir haben versucht, die "Kinder-beim-anderen-Elternteil-Wochenenden" so zu koordinieren, dass wir freie Wochenenden hatten. Auch haben wir wechselseitig häufig mit den Kindern beim jeweils anderen übernachtet, soweit es die Schule zuließ. Beide Kinder fanden das immer spannend. Beide haben aber auch von Anfang an gesagt, dass Zusammenziehen für sie nicht in Frage kommt, da sie vor Ort bleiben wollten. Mein Partner und ich lebten 17 km voneinander entfernt. Diese Konstellation hatte 10 Jahre Bestand, beide Kinder sind inzwischen erwachsen. Leider haben wir uns zwar als Familie toll verstanden, als Paar jedoch festgestellt, dass wir für die Zukunft unterschiedliche Lebenspläne haben. Wir haben uns getrennt, sind aber weiterhin durch unser gemeinsames Hobby im Kontakt und haben ein gutes Verhältnis. Das ist aber etwas, das auch viele Ehepaare trifft, wenn die Kinder das Haus verlassen. Dringend abraten würde ich von einer Patchwork-Konstellation. Die Konflikte, die dadurch entstehen, wirken zerstörerisch auf die Beziehung. Lass den "Alltagskram" außen vor und genieße die schönen Stunden. Dafür wirst Du mit Sicherheit eine liebe Frau finden, die das gern mitträgt.Männer sind auch Menschen
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19.08.2012, 22:11Inaktiver User
AW: Zu früh für mich? Oder überhaupt? Hat ein AE mit kleinen Kids Zeit für Partner?
Hallo Ghostwriter,
Meine Lebenssituation ist deiner ähnlich, allerdings habe ich zwei Jungs in der Pubertät (16 und fast 14), die emotional auch noch nicht sehr stabil sind (Trennung seit zwei Jahren, dauerndes Hin und Her mit dem Vater).
Zu Anfang hatte ich sehr stark den Wunsch nach einem "Neuen". Ich habe dann festgestellt, dass es ganz schön kompliziert wird, die Männer haben ja auch so ihre speziellen Vorstellungen.
Und für mich ist klar: die Kinder müssen ihren Platz haben.
Ich suche nicht mehr krampfhaft, ich bin aufgeschlossen, falls mir mal einer begegnet. Tja, und dann heißt es wohl ausprobieren.
Meine Freiräume sind sicherlich größer als deine. Das reicht trotzdem nicht für ein völlig lockeres unkompliziertes Herangehen als wenn ich ganz unabhängig wäre.
Aber ich glaube fest daran, dass es irgendwann jemanden gibt, der das alles gut findet und damit zurecht kommt.
Ich wünsche dir auch eine entspannte Zeit.
Liebe Grüße
Birke
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19.08.2012, 22:26Inaktiver User
AW: Zu früh für mich? Oder überhaupt? Hat ein AE mit kleinen Kids Zeit für Partner?
@ chryseis


lara


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