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  1. Inaktiver User

    AW: Re: Pseudo-Intimität

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Klasse!
    "b" ist nicht richtig schlecht - aber auch nicht anziehend - eigentlich bemitleidenswert - mitleid ist keine basis für beziehungen = (tata - Finale:) Bedürftige will ich nicht für Beziehungen.
    Tja, so ist das - wie wird hier gerne gesagt: Es ist nicht alles immer nur Schwarz oder weiß -> Soll heißen: Das wir ALLE bedürftig sind ist mir klar, aber ich brauche niemanden der diese Tatsache ständig raushängen läßt.

    Ist ähnlich wie: Wir alle müssen ab und zu unsere Notdurft verrichten (ist das nicht schön ausgedrückt) - aber als Basis für eine Beziehung ist die Tatsache, dass jemand das kann (oder tut, oder gerne darüber redet) nicht geeignet.

    PS: Ich finde das sehr bedauerlich, dass du so ein schlechtes Verhältnis zum Wort Bedürftigkeit hast - oder zur Bedürftigkeit überhaupt?
    Das darfst Du traurig finden, ist OK. Wenn Deine erste Anforderung an einen Partner ist, dass er Bedürftig ist und möglichst viel davon labert ist das ja OK - ich mag Betroffenheitstanten und Onkeln ja eher weniger - sind mir auf Dauer zu anstrengend ;-)

    Muss ja nicht jeder ALLES mögen - Du magst dann halt keine Leute die NICHT Bedürftig sind - finde ich traurig (oder vielleicht magst Du ja auch einfach JEDEN, oder nur jeden den ich nicht mag, oder willst dich nicht festlegen lassen, weil Du dann vielleicht nicht mehr "lieb" bist - keine Ahnung .... )

    Große Worte. Hui.
    Ach? Ist DAS für dich schon ein großes Wort? Ein klares: "Darauf kann ich eigentlich ganz gut verzichten" oder auch ein "Das finde ich nicht so toll" - Ähm .... das finde ICH nun wieder traurig für dich.

    Nenn mir diese angeblichen Aussagen bitte, eh du sie als unqualifiziert bewertest. Tz.
    Ach Du gibst ganz gerne deine Ratschläge, von oben herab, ohne auch nur im geringsten auf das einzugehen was der andere sagt - schau einfach mal nach ;-)

    Das ist ja das eigentliche Problem daran. Solange man sich selbst nicht wirklich kennt, kann man natürlich auch nichts davon rüberbringen, sondern immer nur die Show. Wobei ich konkret meine eigenen Erfahrungen meine - nicht, dass das jemand für eine Aussage über sich hält... *drohend kuck*
    Also ich glaube mal ich kenne mich ganz gut - der Vorteil dabei.... Ich mag mich trotzdem, bin halt eine Kröte :-)

  2. Inaktiver User

    AW: Re: Pseudo-Intimität

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    *lach* und wenn ich nie allein bin, wenn ich nackt bin - kann ich dann einsamkeit dadurch erreichen, dass ich mir etwas anziehe ?
    Mit dem entsprechenden Gesichtsausdruck dazu, klappt das sicher ...


  3. Inaktiver User

    AW: Re: Pseudo-Intimität

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ach Du gibst ganz gerne deine Ratschläge, von oben herab, ohne auch nur im geringsten auf das einzugehen was der andere sagt - schau einfach mal nach ;-)
    Ich finde nichts.
    Zitier doch mal, was du konkret meinst.

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    AW: Re: Pseudo-Intimität

    LadyDuck,

    Es ist eine heikle Sache, mit einer/m PartnerIn zu leben, der/die bedürftig ist.

    Wer sagt denn wie lange ich diese Bedürftigkeit abdecken kann? Was ist, wenn nicht mehr? Dann bin ich doch austauschbar!

    Für einen Bedürftigen bin ich immer so etwas wie ein Dienstleister. Was bekomme ich eigentlich für diese Dienstleistung? Liebe als Bezahlung? Dann ist es ja wohl keine Liebe!

    Cook3
    Eine Beleidigung kann nur treffen, wenn man ihr einen gewissen Wahrheitsgehalt zugesteht - fühlt man sich also beleidigt, sollte man sich fragen, warum dem so ist. (Poison)
    ------------------------------------------------------

    Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Verlangen der Liebe, sondern der Eitelkeit. (Friedrich Nietzsche)

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    AW: Re: Pseudo-Intimität

    Zitat Zitat von Meatloaf
    Warum bin ich nie alleine, wenn ich nackt bin??
    Bei dem Satz ging gar nichts mehr....

    Ich sag nur: Wer im Glashaus wohnt sollte sich im Dunkeln Ausziehen....

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    AW: Re: Pseudo-Intimität

    Zitat Zitat von Frenchie
    Bei dem Satz ging gar nichts mehr....

    Ich sag nur: Wer im Glashaus wohnt sollte sich im Dunkeln Ausziehen....
    Oder wie pflegte mein Ex-Chef zu sagen:
    Wer im Glashaus wohnt, muß im Keller vögeln!
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. Albert Einstein

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    AW: Pseudo-Intimität

    .
    Ich empfinde *Bedürftigkeit* kein Problem, solange nicht immer nur der *Eine* bedürftig ist, sondern sich das in etwa die Waage hält. Ausserdem muss dem *Bedürftigen" immer bewusst sein, dass zu allerallererst ER sich um seine Bedürfnisse kümmern muss und er allein dafür die Verantwortung hat...

    Der Partner kann immer egal wohin "begleiten" - er sollte den Anderen aber nicht tragen müssen!

    Das ist aber auch wieder eine Frage der Grenzen!
    Frenchie

  8. Inaktiver User

    AW: Pseudo-Intimität

    Zitat Zitat von Frenchie
    .Der Partner kann immer egal wohin "begleiten" - er sollte den Anderen aber nicht tragen müssen!
    Auffangen sollte er/sie den Partner aber schon können ...
    sonst gibts Probleme beim sich fallen lassen.
    Und ab und zu ist das für den einen wie die andere zur wirklichen Entspannung nötig. Dazu ist man schliesslich füreinander da.

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    AW: Pseudo-Intimität

    .
    Auffangen ja klar. Auch für einander da sein, manchmal auch für längere Strecken - man kann sich ja bestimmte Lebensumstände nicht einfach aussuchen.

    Aber ich habe halt schon erlebt, dass sich Partner darauf verlassen, dass man sie auffängt und irgendwann einfach die Eigenverantwortung schleifen lassen, nach dem Motto: Naja, ich werde ja immer aufgefangen, also brauche ich mich ja selbst nicht kümmern...

    Genauso kenne ich aber natürlich auch die Fälle, wo jemand dem Anderen gerne alles abnimmt, um sich selbst das Gefühl zu geben, gebraucht zu werden. Das ist genauso *grenzenlos* und schwierig...

    Da habe ich selbst schon einmal beinah den goldenen Lorbeerkranz gewonnen...

    Da geht es dann auch mal drum in einer schwierigen Situation zu sagen: Stop, bis hier kann ich helfen und ab da ist es Deine Geschichte...

    Frenchie

    Geändert von Frenchie (09.08.2006 um 21:03 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Pseudo-Intimität

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Auffangen sollte er/sie den Partner aber schon können ...
    sonst gibts Probleme beim sich fallen lassen.
    Und ab und zu ist das für den einen wie die andere zur wirklichen Entspannung nötig. Dazu ist man schliesslich füreinander da.
    Genau. Für mich hat wahre Intimität sehr viel mit dem Fallenlassen können, wagen, dürfen zu tun.
    Damit meine ich nicht, die Verantwortung abzugeben, sondern wirklich sich selbst sein zu dürfen im Vertrauen darauf, vom anderen dafür nicht verurteilt oder verletzt zu werden.

    Ich sehe auch einen Zusammenhang zwischen Intimität und Grenzen. Eine wichtige Grenze ist die Auswahl des "Publikums", darin unterscheidet sich echte Intimität beispielsweise grundlegend von Talkshowentblössungen. Echte Intimität ist meines Erachtens ein Zustand zwischen zwei Menschen. Einem grossen und/oder anonymen Publikum gegenüber bestehen die (für mich unerlässlichen) Voraussetzungen, nämlich die Gewissheit, weder verurteilt, noch verletzt, noch blossgestellt zu werden, nicht. Ganz im Gegenteil: Es ist geradezu das Ziel solcher Shows, Menschen blosszustellen und/oder zu verurteilen. Wer trotzdem in einem solchen Rahmen sein Innerstes nach aussen kehrt, ist entweder naiv, dumm, oder geltungssüchtig.

    Letzteres, das Motiv, ist für mich ebenfalls ein wichtiges Kriterium, um wahre von "seichter" Intimität zu unterscheiden. Wahre Intimität entsteht nicht aus Geltungssucht, aus Eitelkeit, aus dem Streben nach Bekanntheit oder Ruhm, nach Selbstdarstellung oder Überlegenheit, sondern aus dem Gegenteil: aus dem Bedürfnis, ganz authentisch sich selbst zu sein, mit allen Facetten, ehrlich zu sein sich selbst gegenüber und dem anderen. Der Luxus wahrer Intimität ist ja gerade, nicht derjenige sein zu müssen, der man gerne wäre, sondern derjenige sein zu dürfen, der man wirklich ist.
    Man glaubt gar nicht, wie schwer es oft ist, eine Tat in einen Gedanken umzusetzen (Karl Kraus)

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