Vielen Dank für die umfassende und aussagekräftige Beschreibung
Ich gehe mal davon aus, dass XY ein konkreter Mann ist.
Also ein Mensch.
Und wenn Du einen Menschen nicht mehr in Deinem Umfeld haben möchtest, dann minimierst du einfach den Kontakt.
Idealerweise auf Null und, falls noch nicht geschehen, mit klarer Ansage:
"Dich will ich in meinem Leben nicht nehr haben."
Telefonnummern, E-Mailadresse, E-Mails löschen, Briefe etc. wegwerfen.
Ggf. Gewohnheiten ändern, um ihm nicht mehr zu begegnen.
Im Kopf sollte das Entscheidende sein:
"Der isses nicht, der hat und möchte nicht, was ich möchte und brauche."
Was diese Nervosität angeht, der kannst Du gesondert auf den Grund gehen. Zum Beispiel mit therapeutischer Unterstützung und bestimmten Methoden wie beispielsweise dem Focusing.
Würde ich auch machen, denn ich persönlich leide nicht an Nervosität, wenn ich eine Frau kennenlerne, zur der Kontakt "partnerschaftsanbahnungsmäßig kontraproduktiv" wäre. Finde ich komisch, ... nervös.
Traurig, enttäuscht, genervt, unbefriedigt (auch und gerade sexuell), sehnsüchtig könnte ich verstehen, aber nervös nicht.
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Thema: Kopfkino
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17.08.2016, 20:19
AW: Kopfkino
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17.08.2016, 20:33Inaktiver User
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18.08.2016, 08:13Inaktiver User
AW: Kopfkino
Nun, so aussagekräftig war sie wohl nicht, denn da hast du etwas missverstanden. Ich wollte mich an deinen Worten ausrichten, aber ich formuliere das jetzt noch einmal um:
Mein Problem (wenn du so willst) ist, dass ich hypernervös werde, wenn ich in Kontakt zu einem Mann trete, der mir sehr gefällt. Betonung auf: sehr! So allgemeines Flirten mit sympathischen Kerlen stellt für mich kein Problem dar. Aber alle paar Jahre kommt einer daher, wo es bei mir einschlägt wie eine Bombe, und oftmals zu so einem frühen Zeitpunkt des Kennenlernens, dass ich denke, da springt bei mir volle Kanne der innere Projektor an. - Wie, ganz praktisch gefragt, kann ich in so einem Moment meine Nervosität minimieren, damit ein echtes Kennenlernen überhaupt möglich wird?
Woher die Nervosität kommt, weiß ich. Weshalb sie da ist, weiß ich auch. Alles durch Therapie. Aber da diese Begegnungen derartig selten sind, greift eine Art kognitiver Gewöhnungstherapie leider nicht.
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18.08.2016, 08:23Inaktiver User
AW: Kopfkino
Abtrainieren. Positiv umdeuten. Lernen, über den Stolperstein zu springen und/oder ihn in den Gehweg einbauen.
Beispiel: Schüchternheit im Unterricht / Lernstituationen (Schule / Uni). Systematisch neu konditionieren: so tun als ob. In die erste Reihe setzen statt in die letzte. Jede Stunde 3x melden. Später: 3x pro Stunde drankommen. (Ich nehme dieses Beispiel, weil ich damals angefangen habe, mich bewußt umzukonditionieren.)
Warnmeldung des Körpers: Nervosität im Bauch und Herzklopfen. Positiv bewerten: jetzt darf ich gleich zeigen, was ich weiß. Positive Aufgeregtheit. Vorfreude. Ist wie Verliebtsein.
Worauf ich hinauswill: Die Nervosität ist normal. Die gehört dazu. Trotzdem tun - den Erfolg kennenlernen - und dann schon das Gefühl vorher genießen. Auch die Angst gehört dazu. Ist wie ein guter Krimi im Fernsehen: Lustangst.
Und: im Kleinen anfangen zu üben. Alltagssituationen - wo nichts passieren kann. Die Hemm- und Schmerzschwelle allmählich herabsetzen. Austesten, was geht - und womit man durchkommt.
Vorsicht: der Prozeß ist unumkehrbar! Auch wenn man wieder aus der Übung gerät, wenn man etwas lange nicht gemacht hat. Dann ist die Nervosität auch wieder stärker.
Liebe Grüße
Sin
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18.08.2016, 08:26Inaktiver User
AW: Kopfkino
Dann: mit der Nervosität umgehen! Das ist Lampenfieber - voll okay! Wie gesagt: so tun als ob - was täte Deine Lieblingsschauspielerin jetzt in Deinem Lieblingsfilm / in passender Rolle? Schalt die Scheinwerfer und die Musik an und Action!
Und was auch immer geht: "Du machst mich nervös!"
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18.08.2016, 08:43Inaktiver User
AW: Kopfkino
So, ich hole das mal aus meinem Strang hierher, weil es hier gerade besser hinpaßt:
Nein, ist es nicht. Wirklich nicht. Mit Deinem Interesse machst Du jemand ein Kompliment. Wenn er nur halbwegs Stil hat und wirklich ein toller Typ ist, bedankt er sich dafür. Vorausgesetzt, Du rutschst ihm nicht unangenehm und gegen offensichtlichen Widerstand seinerseits auf die Pelle oder benimmst Dich irgendwie arg daneben. Die Gefahr sehe ich bei Dir aber kaum gegeben.
Ein "Nein" ist keine Kränkung. Es ist schade - aber sozusagen Berufsrisiko. Freu Dich an Dir, an Deinem Mut, an Deinem Gefühl - dann ist die Reaktion des Gegenübers nicht mehr so wichtig. Oder seine konkrete Antwort. Denn nett sollte die Reaktion schon ausfallen, sonst - siehe oben.
Ganz ehrlich, wie es mir gestern bei meiner Begegnung ging? Ich war nervös! Ich drückte ihm die Karte in die Hand und verließ die Arztpraxis - und innerlich erwartete ich nicht, daß er überhaupt auch nur anrufen oder eine SMS schreiben würde. Und plötzlich kommt der mir hinterher - ich war gerade dabei, mein Fahrrad abzuschließen. Spricht mit mir, stellt sich vor, gibt mir die Hand. Boah, hatte ich Herzklopfen und Bauchkribbeln!
War ein nettes Gefühl.
Leben!!! Das ist die Umkonditionierung und Umdeutung, die ich in Deinem Strang erwähnte.
Und: ich habe so etwas in der Art nun auch schon ein paar Mal öfters gemacht. Ich fange nicht mehr an zu stottern und habe mir antrainiert, einigermaßen lässig nach außen hin zu agieren/reagieren. Auch Direktheiten rauszuhauen. (Dreistigkeit ist auch ein exzellentes Schutzschild!)
Alles mit einem gewissen innerlichen Abstand: der ist Dein Schutz! Eigentlich wollte ich wegfahren, ich wollte nicht unbedingt, daß wirklich etwas daraus wird. Mich hat einfach die Situation gereizt. Aber die genießen zu können, das erfordert eben ein bißchen Training. Und vielleicht auch Veranlagung. Aber es gab wirklich Zeiten, da war ich extrem schüchtern. So mit wegschauen, wenn er zu mir schaut und so.
Das läßt sich wirklich abtrainieren - und ein erwünschtes Verhaltensmuster antrainieren. Es dauert nur seine Zeit. Und solange mußt Du eben so tun als ob.
Und wenn Du das wirklich trainieren willst: stell Dir selbst Aufgaben. Tu immer wieder angst- und nervositätsbesetze Dinge. Ich empfehle einen Film: "Wie ein wildes Schaf".
Beste Grüße
Sin
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18.08.2016, 09:03Inaktiver User
AW: Kopfkino
Merkt besagter Mann das denn ab? Lampenfieber ist ja nichts schlimmes im Gegenteil wieso glaubst du es hindert dich am kennenlernen?
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18.08.2016, 10:28Inaktiver User
AW: Kopfkino
So eine Visitenkartenaktion habe ich auch mal gebracht, und es kam absolut nichts. Da war ich schon geknickt. Kein Weltuntergang zwar, aber doch natürlich irgendwie doof... Okeh, ich hätte dann nicht gleich denken sollen, der muss mich für peinlich-bescheuert gehalten haben. Aber genau das war dann so.
Das mit dem In-jemand-anderen-Versetzen gefällt mir. Ich bin Sandra Bullock
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18.08.2016, 10:29Inaktiver User
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18.08.2016, 10:32Inaktiver User




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Aber egal: scharfe Aktion!!!!