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12.07.2012, 20:03
AW: "Man darf als Frau nie den ersten Schritt machen"
see you on be friends online!
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12.07.2012, 20:18Inaktiver User
AW: "Man darf als Frau nie den ersten Schritt machen"
Deine (Eure) Erfahrungen will ich ja auch gar nicht abstreiten. Aber wie du selbst schreibst war alles dabei, vermutlich auch positives. Das ist doch aber bei Männern nichts anderes.
Ich glaube manchmal das diese Art von Rollenverständnis beim kennenernen mehr in den Köpfen von Frauen verankert ist, als in denen der Männer.Für mich ist einfach der Punkt wichtig, dass ich als Frau nicht nur mit den üblichen Unwägbarkeiten zu "kämpfen" habe sondern auch mit einem Rollenverständnis, dass ich eben nur als in der Theorie als überwunden sehe.
Ja, Klischee.Ein Mann der einer Frau freundlich und nicht zu aufdringlich Interesse signalisiert - der macht doch nur, was ein Mann tun muss, mal so klischeehaft gesprochen.
Wo steht denn dass Mann muss und Frau nicht darf?
Weil es schon immer so war? Weil es sich so gehört?
So viele geschlechtsspezifische Rollen sind in den letzten 40 Jahren gefallen, nur beim Kennenlernprozess wird noch immer auch den alten Mustern rumgeritten.
Welche Grundfeste? Bedürftigkeit? Habe ich von Frauen auch schon über Männer gehört, emotional oder sexuell. Es kommt auch vor das Frauen ziemlich eindeutig nachfragen, wie er denn auf die Idee käme, dass er in ihrer Liga spielt? Ist das weniger "erschütternd"?Die Frau, die ihm dann rein sexuelles Interesse unterstellt, lässt ihn damit zwar auflaufen (warum auch immer), sie kann aber seinen männlichen Selbstwert damit doch nicht in den Grundfesten erschüttern? Oder seh ich das jetzt zu einseitig?
Von Männern wird aber selbstverständlich erwartet, dass sie sowas wegstecken.
Ist ok, man stirbt ja auch nicht daran, auch wenn es sicher nicht sehr motivierend ist.
Von einer selbstbewussten Frau, die eine Partnerschaft auf Augenhöhe anstrebt würde ich das aber auch erwarten.
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12.07.2012, 20:21
AW: "Man darf als Frau nie den ersten Schritt machen"
Penishirn meldet: "Möse" !
Penis mag "Mösen"
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12.07.2012, 20:31Inaktiver User
AW: "Man darf als Frau nie den ersten Schritt machen"
Das kann ich beispielsweise in den Kulturkreisen überhaupt nicht beurteilen, in denen Ehen arrangiert werden. Und das seit Jahrhunderten. Im Übrigen ist das auch in der westlichen Hemisphäre noch nicht allzu lange möglich, seiner Attraktion zu folgen bei der Partnerwahl. Bei uns gibt es nur schon etwas länger einen Disput darüber, was ansprechend ist und was angeblich eher nicht.
Deshalb Äpfel und Birnen. Meiner Meinung nach.
Aber bei dem, WAS als attraktiv empfunden wird, gehe ich mit dir natürlich konform
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12.07.2012, 20:31Inaktiver User
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12.07.2012, 20:47Inaktiver User
AW: "Man darf als Frau nie den ersten Schritt machen"
Du willst wirklich behaupten, dass es bis vor nicht allzu langer Zeit generell so war, dass der Mann den ersten Schritt zu tun hatte - ich meine mal abgesehen von Ausnahmen?

Oder meinst du, dieses Rollenverständnis ist bereits überwunden? O.k., ich leb nicht in einer Großstadt....
Herrjeh - darum gehts mir doch gar nicht! Natürlich will ich solche Rollen auch nicht aufrecht erhalten. Ich stelle nur fest, dass sie eben in der Praxis noch wirksamer sind als in der Theorie. Erfahrungswerte. Damit gilt es umzugehen, ob ich das gut finde, oder nicht.Ja, Klischee.
Wo steht denn dass Mann muss und Frau nicht darf?
Weil es schon immer so war? Weil es sich so gehört?
So viele geschlechtsspezifische Rollen sind in den letzten 40 Jahren gefallen, nur beim Kennenlernprozess wird noch immer auch den alten Mustern rumgeritten.
Das ist echt fies. Ist dir das das schon mal so ergangen?Welche Grundfeste? Bedürftigkeit? Habe ich von Frauen auch schon über Männer gehört, emotional oder sexuell. Es kommt auch vor das Frauen ziemlich eindeutig nachfragen, wie er denn auf die Idee käme, dass er in ihrer Liga spielt? Ist das weniger "erschütternd"?
Was ich schon erlebt habe, ist aber schon viele Jahre her: ich habe mich mit einem Mann unterhalten. Er wurde dann etwas verlegen (nein, ich hab ihm nicht ans Knie getatscht oder sexuelle Andeutungen gemacht) und verschwand aufs Klo. Danach hat er sich zu ein paar anderen Männern gestellt, mit denen geredet und alle haben in meine Richtung gegrinst. Ui, hatte der Angst? Was war da los?
Hab ich nicht gesagt. Ich denke nur, dass es ihnen leichter fallen dürfte, weil Eroberung ihre "natürliche Rolle" ist.Von Männern wird aber selbstverständlich erwartet, dass sie sowas wegstecken.
Ja klar, ich leb ja auch noch. Auf einen wichtigen Punkt, den ich bereits beschrieb, bist du leider nicht eingegangen: versaut sich frau evt. ihre Chancen durch ihre Initiative? Nicht jeder Mann, der lieber erobert, ist ein Depp.Von einer selbstbewussten Frau, die eine Partnerschaft auf Augenhöhe anstrebt würde ich das aber auch erwarten.
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12.07.2012, 21:03
AW: "Man darf als Frau nie den ersten Schritt machen"
Ersten Schritt machen- okay. Finden viele Männer sogar gut.
Dann aber nicht hinterherlaufen, den Mann mit SMS bombadieren etc.
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12.07.2012, 21:15
AW: "Man darf als Frau nie den ersten Schritt machen"
Ein paar extra fiese Anmerkungen von mir:
Klar beginnt Kultur erst oberhalb der Gürtellinie - deutlich oberhalb des Schultergürtels. Das entschuldigt aber nicht die eventuelle Kulturlosigkeit darunter. Es schließt sie bei manchen Menschen allerdings mit ein...
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Natürlich sind wir Menschen Automaten, und was für welche! Wenn auch, zugegeben, nicht ausschließlich pheromongesteuerte...
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Selbstverständlich kann man (in Grenzen) sexuelle Anziehung mit dem Willen herstellen - bloß nicht die eigene Angezogenheit mit dem eigenen Willen. Obwohl... (...nee, das führt hier zu weit). Schließlich werden auch die genannten Konzepte sehr willentlich beeinflusst und befördert. Allerdings kann man wohl niemanden ohne regelrechte Hirnwäsche "primen", z. B. auf sich oder auf einen Staubsauger. Aber manche Frauen beherrschen Schritte... (es müssen ja nicht die ersten sein bzw. "Er" soll es ja ohnehin nicht merken. Ein Scherz? Auch...)
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Den "freien Willen" halte ich für ein Gerücht, jedenfalls den nach landläufigem Verständnis. Und damit befinde ich mich in bester Gesellschaft. Deshalb müssen wir noch lange nicht willenlose (völlig determinierte) Automaten sein - aber von einer höheren Warte (wenn es sie denn gäbe) könnte wiederum genau das evident sein, wir würden es allerdings nie erfahren können...
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Freche Sprüche, kurzer Sinn:
Ich kann die Aufregung von Zonnebloem verstehen und hoffe, ich verstehe sie richtig. Wir müssen uns nicht von irgendwelchen Autoren und ihren Rechteverwertern auch noch unnötige Vorschriften für unser Leben machen lassen. Auch nicht durch die Blume der Selbsthilfe-Balsamliteratur. Sie sollten uns lieber die Gründe für solch determiniert erscheinendes Verhalten erklären und mögliche Auswege zu mehr echter Selbstbestimmtheit aufzeigen.
Soviel Freiheit des Willens muss sein.
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P.S.: @ Mondmaid
Lies vielleicht mal "Warum Liebe weh tut: Eine soziologische Erklärung" von Eva IllouzVa', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia
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12.07.2012, 21:31Inaktiver User
AW: "Man darf als Frau nie den ersten Schritt machen"
ja, ich denke die meisten Frauen erwarten das noch immer, auch in der Großstadt.
Ich habe kein generelles Problem das zu tun (wenn auch selten), ich sehe es nur nicht mehr als Selbstverständlichkeit.
Damit umgehen oder helfen es zu ändern.Herrjeh - darum gehts mir doch gar nicht! Natürlich will ich solche Rollen auch nicht aufrecht erhalten. Ich stelle nur fest, dass sie eben in der Praxis noch wirksamer sind als in der Theorie. Erfahrungswerte. Damit gilt es umzugehen, ob ich das gut finde, oder nicht.
Ich habe auch schon erlebt das Männer etwas merkwürdig reagieren.
Aus meiner Sicht sind das entweder Deppen oder (was wohl nicht selten ist) sie sind es nicht gewohnt. Auch Männer müssen lernen damit umzugehen
Ja, ist bei mir aber schon ewig her. Damals war ich jünger und ja, es hat mich ziemlich geknickt. Mittlerweile würde es mich nicht mehr so treffen. Aber die wenigsten Männer dürften Abfuhren aufbauen. Entweder sie sind geknickt, ihr Stolz ist angekratzt oder sie stecken es weg.Das ist echt fies. Ist dir das das schon mal so ergangen?
Solange es nicht ständig passiert gehört es eben dazu.
Das kann ich dir nicht sagen.Was ich schon erlebt habe, ist aber schon viele Jahre her: ich habe mich mit einem Mann unterhalten. Er wurde dann etwas verlegen (nein, ich hab ihm nicht ans Knie getatscht oder sexuelle Andeutungen gemacht) und verschwand aufs Klo. Danach hat er sich zu ein paar anderen Männern gestellt, mit denen geredet und alle haben in meine Richtung gegrinst. Ui, hatte der Angst? Was war da los?
Vielleicht ein Machospiel, vor den Jungs einen auf dicke Hose machen. Angst vor der eigenen Courage. Schwer im Einzelfall zu beurteilen
Oh nein, es gibt diese natürliche Rolle nicht. Man(n) wird nur so erzogen. Man muss es lernen, es wird eben erwartet. Viele Männer sind da auch verunsichert, zumindest in jüngeren Jahren. Später sind sie da oft gefestigter, vielleicht (nach positiven Erfahrungen) auch selbstbewusster oder sie haben gelernt das man es besser überspielt.Hab ich nicht gesagt. Ich denke nur, dass es ihnen leichter fallen dürfte, weil Eroberung ihre "natürliche Rolle" ist.
Deswegen kann es sie u.U. aber ebenso verunsichern oder treffen wie Frauen.
Sie geben es nur meist nicht zu.
Nein, meiner Meinung nach versaut sie ihre Chancen nicht, im Gegenteil. Viele Männer finden das gut.Ja klar, ich leb ja auch noch. Auf einen wichtigen Punkt, den ich bereits beschrieb, bist du leider nicht eingegangen: versaut sich frau evt. ihre Chancen durch ihre Initiative? Nicht jeder Mann, der lieber erobert, ist ein Depp.
Klar, es gibt sie noch, die sogenannten Jäger. Sie brauchen diesen Auftritt für ihr Ego. Weibliche Initiative vermasselt ihnen ihre Machotour.
Und es gibt auch die Eroberer der alten Schule, nichts dagegen zu sagen.
Auch die Männerwelt ist in dieser Beziehung eben bunt.
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13.07.2012, 08:30
AW: "Man darf als Frau nie den ersten Schritt machen"
Aber sieht das alles in der Praxis, im Wirbel des prallen Lebens nicht ein bisschen anders aus?
Das, wovon hier die Rede ist, sind ja Theorien.
Ob berechtigt oder nicht, wahr oder unwahr, in echten Situationen verhält man sich doch einfach?
Sprich: auch wenn ich der eher zurückhaltendere Typ bin (was nicht zwangsläufig mit meinem Geschlecht zu tun hat sondern eine reine Typfrage ist), strahle ich doch jemanden an, der mir positiv auffällt.
Und entsprechend eben auch etwas aus.
Ganz automatisch.
Da wird öfter geschaut, angehimmelt, gelächelt, zielstrebig aneinander vorbeigelaufen...... Zeichen gesetzt.
Und ich gehe davon aus, dass diese Zeichen beidseitig deutbar sind.
Auch oder gerade von Bereichen außerhalb unserer bewussten Wahrnehmung, die mit diesen seltsamen Theorien beschäftigt ist.
Ein Prozess, der beginnt, wer auch immer dann den berühmten ersten s i c h t b a r e n Schritt macht.
Deshalb halte ich es für zielführender, offen durchs Leben zu gehen, neuen Menschen gegenüber neugierig und aufgeschlossen zu sein, an seinem Selbstwert und der Treue zu seinem Bauchgefühl zu arbeiten statt sich in die Welt der Theorie zu begeben und Begegnungen zu zergrübeln, bevor sie stattgefunden haben.
Und ja: ich glaube, dass man das lernen kann!
(Frau auch).
Kleine Geschichte noch, über die ich seit Monaten schmunzele:
Ein Freund von mir, "der Jäger" schlechthin, smart, goldig, attraktiv, seriös, erfolgreich im Job und soooo witzig, also kurz: ein echter Womanizer, war gut zwei Jahre Single.
Hat sich mit unzähligen Frauen getroffen, die sich durch die Bank weg "den Regeln" entsprechend verhielten.
Da hat eins wohl das andere angezogen, denke ich mir, jedenfalls durfte er jagen, was das Zeug hält.
Er hatte Spaß und eine richtig gute Zeit, die Richtige aber nicht gefunden.
Und kurz bevor ich mir gedacht hab, neeee, Junge, Du machst Dir doch was vor, Du w i l l s t doch gar keine feste Beziehung, war er schwwwupppps!! - weg vom Markt.
Eingefangen von einer Frau, die aber sowas von den ersten Schritt gemacht hat - unglaublich.
Der war es völlig schnuppe , ob das nun regelkonform ist oder nicht.
Und er?
Verdutzt, hingerissen und glücklich.
Seit mittlerweile gut einem Jahr.
Einfach köstlich.

In diesem Sinne: auf's pralle Leben!!
flirtingwithdisasterWir sehen die Dinge nicht, wie sie sind.
Wir sehen sie so, wie wir sind.
(A. Nin)
Keep Kissing




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