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13.08.2012, 15:23Inaktiver User
AW: "Man darf als Frau nie den ersten Schritt machen"
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13.08.2012, 15:24
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13.08.2012, 15:25Inaktiver User
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13.08.2012, 15:27Inaktiver User
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13.08.2012, 15:28
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13.08.2012, 15:29
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13.08.2012, 15:29
AW: "Man darf als Frau nie den ersten Schritt machen"
Gern:
Die Ergebnisse der schrittweisen Regressionsanalyse ergeben interessante Hinweise auf die Einflussfaktoren auf das weibliche Orgasmuserleben. Betrachtet man diese Ergebnisse isoliert wird deutlich, dass das Orgasmuserleben in erster Linie von personenbezogenen Variablen, wie dem Körperbild, der Fähigkeit, Bedürfnisse äußern zu können und der Libido (also dem sexuellen Verlangen) und dem Alter beeinflusst wird, bzw. mit ihnen assoziiert ist. Partnerschaftliche Variablen und Variablen, die die Aufklärung betreffen, leisten keinen direkten Aufklärungsbeitrag für das Orgasmuserleben.
Diese Befunde widersprechen früheren Befunden (Kinsey et al., 1954; Levin,1975). Hier ist zu berücksichtigen, dass die Angaben von Kinsey (1954) für Geburtsjahrgänge nach 1910 bis etwa 1935 gelten. Verschiedene Befunde sprechen dafür, dass es schwierig ist, Schlüsse über das weibliche Sexualleben verschiedener Generationen miteinander zu vergleichen. Baumeister (2000) macht hierfür die höhere erotische Plastizität bei Frauen verantwortlich. Er postuliert, dass Frauen in ihren sexuellen V orlieben, ihrer sexuellen Lust stärker von soziokulturellen V ariablen beeinflusst sind als Männer.
Dies bedeutet auch, dass gesellschaftliche Ereignisse, wie z.B. die sog. sexuelle Revolution einen größeren Einfluss auf das weibliche Sexualleben haben, als auf das von Männern: So berichtet z.B. Laumann (1994) von großen Unterschieden in der Anzahl der Frauen, die vor ihrem 30. Lebensjahr fünf oder mehr Sexualpartner hatten, in der Kohorte die ihre sexuelle Reife vor 1968 erreichten und der Kohorte, die erst nach der sog. sexuellen Revolution geschlechtsreif wurden. Der Anteil der Frauen mit mehr als fünf Sexualpartner stieg um 80%, während der Anteil der Männer mit mehr als fünf Sexualpartnern um 11% stieg. Die hier untersuchte Stichprobe setzt sich ausschließlich aus Frauen zusammen, die in einem durch die sog. sexuelle Revolution geprägtem Klima aufwuchsen und ist somit nur eingeschränkt mit den Frauen zu Zeiten Kinseys in den USA zu vergleichen.
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Ferner sind vorehelicher Geschlechtsverkehr und frühe Orgasmuserfahrungen Prädiktoren für eine höhere eheliche Orgasmusfrequenz bei Frauen (Kinsey et al., 1953; Darling et al., 1991; Raboch & Raboch, 1992).
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Das Äußern der eigenen Bedürfnisse wird in diesem Falle von der Frau in die gemeinsame Beziehungskommunikation eingebracht und ermöglicht somit eine erfolgreiche gemeinsame Kommunikation, welche sich verstärkend auf das Äußern der eigenen Bedürfnisse auswirkt. Das Bewusstsein der eigenen sexuellen Bedürfnisse ist eine elementare Vorraussetzung für das Äußern eben dieser.
Aus:Einflussfaktoren auf die Sexuelle Zufriedenheit der FU Berlin
Dort steht auch beschrieben, weiter unten, dass die sexuelle Stimulanz bei Frauen eher reaktiv ist, während die des Mannes spontan ist. Da würde dann die Ergebnisse der Studie aus der Zeit ansetzen, dass der Körper der Frau sehr wohl stimuliert ist, während die Frau aussagt, dass sie nichts empfindet. Auch hier greifen wieder soziologische Umstände ... "darf ich lust haben?".
Klar, darf Frau das. In den 50ern wäre das undenkbar gewesen.Geändert von _Farmelli (13.08.2012 um 15:40 Uhr) Grund: Link war kaputt
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13.08.2012, 15:30Inaktiver User
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13.08.2012, 15:31
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13.08.2012, 15:31



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