Moin Zitronenmond,
Mehr hatte ich auch nicht getan.Klar kann man sich körperlich unwohl fühlen mit jemandem im Bett. Ein guter Grund, nichts weiter anzufangen, bzw. es zu beenden. Man kann das auch posten und fragen, ob andere das auch kennen.
Hm, wo habe ich abfällig über die Frau geschrieben oder Häme ausgeschüttet?Aber warum zum Teufel ist es nötig, so derartig abfällig über die Frau zu sprechen? Noch dazu, wo nichts Konkretes genannt wird.
Also entweder geht es um den Fakt dessen, was sie im Bett veranstaltet hat (dann muss man aber mal Butter bei die Fische geben) oder einfach darum, als Rechtfertigung hämisch und wütend über sie herzuziehen.
Häme und Wut verstehe ich nicht.
Gruß
Caramon
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30.07.2006, 00:04
Re: Bei jemandem sich körperlich unwohl fühlen.
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30.07.2006, 00:22Inaktiver User
Re: Bei jemandem sich körperlich unwohl fühlen.
Also ich finde die ganze Diskussion ziemlich schräg und unaufmerksam.
Erinnern wir uns an den "Sextest"-Strang von Caramon
Hier wird der Eindruck vermittelt: der eine drückt sich körperlich aus, der andere sprachlich. Der eine liebt Rotwein, der andere Weißwein. Ist irgendwo Geschmacksache. Dem ist aber nicht so. Natürlich kann Caramon leben wie er will, und es liegt mir fern an diesem Punkt zu moralisieren. Der Verzicht auf die Verbalisierung von Gefühlen ist jedoch zugleich der Verzicht auf wichtige Möglichkeiten einer Beziehung und stellt damit ein Defizit dar. Das rein Körperliche ermöglicht eben nicht, Gefühle in ihrer Vielfalt auszudrücken. Muss man das noch breit begründen?
...: Sex hat für mich einen hohen Stellenwert insofern, das das es für mich persönlich(!) sehr direkte und intime Nähe ist, die ich mag und brauche. Worte haben bei mir wesentlich weniger Einfluss bzw. Wirkung als Berührungen, Kuscheln und eben Sex. Von daher ist _mir_ das recht wichtig. Genaugenommen könnte ich auf Worte wie "Ich liebe Dich" oder "Ich mag Dich, mein Schatz" etc. pp. verzichten, wenn stattdessen das in Berührungen ausgedrückt wird.
Im Grunde kann Caramon nur mit einer Frau zusammenleben, die wie er auf Worte verrichten kann. Er hätte also einfach sagen können: ich suche eine Frau, die das selbe Defizit hat wie ich. Und sich das Gequatsche um "Sexuelle Kompatibilität" und "Körperliches Unwohlsein" sparen.
Bei den letzten Beträgen von Caramon voller Abwertung zieht sich mein Magen zusammen. So stellt man die eigenen Defizite, als die des anderen dar. Unreif. Und hier noch nach Legitimierung suchend: eine Frechheit! Meinen Segen haste nicht,
Das musste ich jetzt wirklich loswerden.
Rick
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30.07.2006, 00:43Inaktiver User
Re: Bei jemandem sich körperlich unwohl fühlen.
Ich sehe das ein wenig anders.
Caramon hat für mich recht anschaulich und deutlich klar gemacht, was ihm beim sex mit der frau gefehlt hat.
Und ich gebe dir, Caramon, recht: man kann darüber reden, was man mag, wie man es mag, über die vorlieben und, ja, auch über verschiedene techniken oder wo, ob im bett, auf dem küchentisch, im wald etc. etc.
Worüber man nicht reden kann, ist das gefühl beim kuscheln, beim körperlichen zusammensein, beim akt, das spürt man wirklich erst, wenn es zur sache geht.
Ich würde es so sehen:
In diesem moment, ich sage es einfach mal ganz pathetisch, hat die frau nicht deine seele berührt...sie hat einfach nur "funktioniert".
Und da du ja doch offensichtlich mehr als eine blosse sexaffäre erwartet hattest, und sie ja auch , warst du so enttäuscht.
Einfach ausgedrückt: es hat nicht gepasst und würde es vermutlich auch niemals.
Einen menschen zu "finden", wo es intellektuell, emotional und sexuell einfach passt, halte ich persönlich für so schwierig wie die berühmte suche nach der nadel im heuhaufen!
Estelle
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30.07.2006, 00:50
Re: Bei jemandem sich körperlich unwohl fühlen.
Moin,
sind ja noch etliche Postings dazugekommen. Eigentlich müsste ich noch die anderen beantworten aber dann würde ich mich wiederholen habe ich den Eindruck. Ok, mittlerweile hat man etwas Distanz und klareren Kopf und manches würde ich wohl anders formulieren....vielleicht auch nicht.
Etwas hatte ich ja schon geschrieben, also Lesefutter habt ihr genug :-)
Mhm, also Natursektspiele oder Schläge auf den Po waren es nicht (mußte dabei wirklich schmunzeln, letzteres mußte ich tatsächlich einmal machen, war auch recht interessant (es war einvernehmlich, also die Frau wollte wirklich!)) es war weniger die Sache sondern die Art, wie sie mit mir umging und wie sie es tat. Das was für mich übelst. Wenn sie mich angepinkelt hätte, würde ich etwas verdutzt und naß aus der Wäsche guggen und dann zurückpinkeln (sofern möglich) aber ich würde mich nicht ekeln. Das hat die gute Frau anders geschafft....
Hm, das es so eskaliert ist, denke ich mal lag an meiner Person und meiner Andersartigkeit in Sachen Körperlichkeit. Bei ihren Berührungen hatte ich das Gefühl, sie mag mich nicht, sie stoßt mich zurück, ich bin ihr egal, gleichgültig. Kommt bauchmässig natürlich gar nicht gut an. Manch anderer hätte es unter schlechten Sex abgehakt, mir hat es den Magen umgedreht (ok, nun hat man eine neue Marke, was schlechten Sex angeht...). Aber andere würde es emotional nicht so mitnehmen wie mich. Ich hatte mich emotional auf sie eingelassen ohne zu wissen, wie sie körperlich (Kuscheln, Berühren, Sex...) mit mir umgeht, weil ich sie sehr mag und das "Risiko" eingehe für sie. Sie sagte mir, das sie mich auch mag, verliebt ist aber im Bett sah das körperlich etwas anders aus. Streicheln tut man ja seinen Partner im Bett ja schon, bloß wie tut man das. Da war mein Gefühl aufgrund ihrer Berührung so, das ich ihr egal war; sie wischte einfach so lustlos drüber, das es für mich wie ein Schlag ins Gesicht war. Und dann der Gedanke im Hinterkopf, das das jeden Tag.... (man ist ja mit der Frau zusammen, hat sich ja eingelassen) Ahm, verständlich, das es mir nicht gefiel?
Zumal ich ihr vorher lang und breit erklärt hatte, was Kuscheln und Sex für mich bedeutet und welchen Teil es in einer Beziehung einnimmt sowie was es bei mir seelisch bewirkt. Es nutzte nix.
Mir ist Körperlichkeit enorm wichtig, weil es für mich eine andere Bedeutung hat und wesentlich mehr auslöst als bei anderen. Werde ich verbal zurückgewiesen von meinem Partner, macht mir das nichts aus. Ok, registrieren würde ich das schon, klar, aber es würde mich nicht treffen. Werde ich körperlich zurückgewiesen (Umarmung abgelehnt oder kein Sex oder Wegdrehen beim Einschlafen, liebloses oder gleichgültiges Berühren) geht das bei mir ins Mark. Kann ich nicht mit umgehen. Will ich nicht, mag ich nicht. Möchte ich auch nicht. Wenn ich eine Frau kennenlerne, mit der ich mir mehr vorstellen kann, versuche ich das vorher durch Reden irgendwie abzuklären, ob es passt. Manches kann man durch Reden klären, anderes durch ausprobieren. Körperlichkeit kann man nur ausprobieren aber nicht bereden. Ich hatte vorher mit ihr geredet und dann im Bett gemerkt, das es doch einen Unterschied gibt zwischen bereden und erleben. Blöd nur das ich emotional an ihr hing und sie körperlich mit mir umging wie mit einem Möbelstück (das berührt man ja auch...) und sie mir dadurch emotional enorm eins reinwürgte. Ich denke nicht, das sie es absichtlich gemacht hat, aber es kam absolut nicht gut bei mir an. Da gehen unsere Vorstellungen bezüglich Körperlichkeit weit auseinander. Für sie ist es weniger wichtig als für mich. Dementsprechend hat sie einen anderen Umgang. Und dieser andere Umgang traf mich in die Weichteile. Dumm gelaufen. Ich hätte mich nicht zuerst emotional auf sie einlassen sollen, sondern erstmal abwarten und schauen wie es körperlich läuft.
Gruß
Caramon
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30.07.2006, 01:49Inaktiver User
Re: Bei jemandem sich körperlich unwohl fühlen.
Ähem Caramon,
ist dir nicht mal der Gedanke gekommen, dass die Frau Probleme mit Körperlichkeit haben könnte, wenn ihr nichtmal gekuschelt habt, bevor du dich für eine feste Beziehung entschieden hast??? Ich würde NIE sagen, ich bin mit jemandem zusammen, wenn ich nicht weiß, wie er sich anfühlt! Ich finde, du befasst dich zu sehr damit, was die Frau gemacht und wie sie es gemacht hat. Guck doch mal lieber, was DU getan oder unterlassen hast! Du hast dich unwohl gefühlt und dennoch weiter gemacht. DAS geht einem durch und durch, DAS macht das Gefühl von Missbrauch aus, würde ich sagen. DU hast dich auf Bedingungen eingelassen, die deinem Innersten wiederstrebten. DU hast nicht gut genug für dich selber gesorgt, denke ich.
Ich bin etwas zwiegespalten, wie ich deine Geschichte finde. Ich kenne eine Frau, bei der wird mir ganz schwiemelig, wenn sie mich umarmt (freundschaftlich), weil es sich so unlebendig oder stockfischmäßig anfühlt. Ich kann mir also vorstellen, was du erlebt haben magst. Andererseits merkt man der Frau das an. Ich sehe auf den ersten Blick, dass sie Probleme mit Gefühlen und ihrer Körperlichkeit hat und halte dementsprechend Abstand. Wieso hast du vorher nichts bemerkt? Verstehe ich nicht...
Deinen Wunsch nach "nicht-wegdrehen-im-Bett" verstehe ich, aber ich halte es für überzogen, daran mangelnde Liebe oder Wärme festzumachen. Manche Menschen brauchen Platz für sich, damit sie gut schlafen können. Das heißt nicht, dass sie kalt wären oder lieblos!
Ich habe den Eindruck, dass du die körperlichen Erlebnisse extrem abwerten musst. Warum? Es ist okay, wenn man NEIN sagt, wenn man sich nicht wohlgefühlt hat. WARUM hast du nicht mittendrin gestoppt? DAS hat was mit DIR zu tun! Die Frau ist wie sie ist und darf das auch sein. Ihr versteht unterschiedliche Dinge unter Zärtlichkeit, okay, schade, aber sie hat da kein Verbrechen begangen.
Und bedenke Folgendes: Kälte im sexuellen Bereich kann auf eine schwerwiegende Verletzung bzw. Traumatisierung hinweisen. Ich würde sie darauf aber nicht unbedingt ansprechen... Betrachte die Frau doch mal mit mehr Wohlwollen, denn sie war wohl nicht bösartig, wenn ich dich recht verstanden habe. Und es kann auch sein, dass sie vorher einen Mann hatte, der GENAU SO angefasst werden wollte...
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30.07.2006, 01:50
Re: Bei jemandem sich körperlich unwohl fühlen.
Hallo Caramon!
Danke für Deine ausführliche Erklärung - nun kann ich deine Reaktion etwas besser nachvollziehen. Das muss ja wirklich übel gewesen sein, denn ich denke auch, daß man sich im Bett nicht mehr verstellen kann und dein (Bauch?)Gefühl hat dich wohl nicht getäuscht, was ihre Gefühle für dich betrifft. Kann ich mir zumindest schwer vorstellen, so wie du es beschreibst.
Erstaunlich finde ich nur, daß sie es ok gefunden hat! Da sieht man wieder einmal, wie die Wahrnehmung ein und derselben Situation auseinandergehen kann.
Was mich noch interessieren würde: Gab es zwischen euch, bevor es ins Bett ging, gar keine Körperlichkeit, noch nie geküsst oder gekuschelt? Oder gab es da andere Berührungen wie über die Wange streicheln, mal in den Arm nehmen, .. wo du schon einmal hättest "vorfühlen" können?
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30.07.2006, 02:11Inaktiver User
Re: Bei jemandem sich körperlich unwohl fühlen.
Hallo Caramond
ich denke, du solltest ihr nochmals ne Chance geben. Vielleicht hat sie früher schlechte Erfahrungen gemacht, oder was weiss ich.
Dass sie wie ne Puppe da liegt, ich glaube nicht, dass sie das extra gemacht hat. Sie hat es wahrscheinlich noch nie gehört, dass es da für Frauen sowas wie "mitmachen" gibt. Ich glaube aber, dass sie das lernen kann, wenn du ihr schrittweise klarmachst, dass sie sich beim Sex sehr gehen lassen kann und mehr aus sich herauskommen *darf*, dass du das sogar wünschst. Ich bin überzeugt, dass sie zudem noch dieses körperliche Vertrauen in dich aufbauen muss, damit sie mehr aus sich herauskommt.
Wenn die Chemie ansonsten stimmt und auch sonst ihr gut miteinander klarkommt, geb die Beziehung nicht einfach so auf. Du machst ihr damit keinen Gefallen. Als ihr Freund, hast du eine Verantwortung zu tragen.
Lg.
Justin
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30.07.2006, 13:13Inaktiver User
Re: Bei jemandem sich körperlich unwohl fühlen.
@Caramon
Ich hatte heute nacht ein ähnliches Horrorerlebnis wie Du...und würde den Sex einfach als grottenschlecht bezeichnen (kann es leider nicht näher beschreiben). Es war einfach so, dass ich kaum was gefühlt habe und so hat es mir nichts gebracht. Lag auch nicht an der "Ausstattung" des Mannes (es gab auch schon den einen oder anderen Fall, wo es DARAN gescheitert ist)...es war einfach mechanisch ohne jegliche Erotik oder Spannung. Denke -wie Du- dass auch hier nichts "ausbaufähig" ist. Und das, obwohl ich den Anspruch, dass es gleich beim ersten Mal der absolute Hammer sein muss, schon vor langer Zeit ad acta gelegt habe.
Ich bin jemand, der Spass am Sex hat und für den das ein Grundbedürfnis ist...und das merkt man mir -normalerweise- in Aktion auch an. Bei besagtem Erlebnis hab ich allerdings dagelegen wie ein Brett und keinen Piep von mir gegeben...was normalerweise ÜBERHAUPT nicht meine Art ist. Für den beteiligten Mann muss es jetzt den Anschein haben, dass ich eine frigide Zicke bin, die die schönste Nebensache der Welt mehr oder weniger über sich "ergehen" lässt, ohne wirklich Freude daran zu haben. Es würde mich also nicht wundern, wenn er nun dasselbe über mich denkt wie Du über Deine "Ex".
Das nur mal als Geschichte der "Gegenseite" und vielleicht als kleiner Denkanstoss für Dich
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30.07.2006, 13:47
Re: Bei jemandem sich körperlich unwohl fühlen.
Du merkst, du bist ihr total gleichgültig und im Grunde austauschbar. Es geht ihr nicht einen Funken um dich selbst. Dann bekommst du noch auf dem Laken die Krise und dann? Fluchtalternative? Wer schaffst das dann noch? Also bleibt der Katzenjammer danach und die Erkenntnis, DAS war es nicht.Blöd nur das ich emotional an ihr hing und sie körperlich mit mir umging wie mit einem Möbelstück (das berührt man ja auch...) und sie mir dadurch emotional enorm eins reinwürgte.

Es kann übrigens noch blöder kommen. Sie (oder er, das spielt keine Rolle) sucht etwas, der Partner ist nur Mittel zum Zweck und noch während beide rumsexen, merkt sie (oder er), dass die eigene Suche und Sicht der Dinge sie gerade selbst ankotzt. Der Partner wird es spüren bzw. zu spüren bekommen. So oder so.
Ich weiss nicht, ob sich solche Konstellationen immer vermeiden lassen. Denn nicht immer erkennt man selber, was einen selbst treibt und um was es einem selbst wirklich geht.
nettes Grüssle
Kraaf
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30.07.2006, 15:31
Re: Bei jemandem sich körperlich unwohl fühlen.
Sorry Caramon, ob die Frau Probleme hat oder nicht, sei mal dahin gestellt. Du hast offensichtlich welche. Was willst du eigentlich? Sollen wir dich bedauern? Du hattest eine schlechte Nacht mit ihr. Wie man sich vor jemandem so derartig im Bett ekeln kann und diese koerperliche Abstossung/Inkompatabilitaet vorher nicht bemerkt haben will, will mir immer noch nicht in den Kopf. Aber mag sein, dass das vorkommt. Das ist jedoch kein Grund, das ganze hier so episch breit zutreten. Mir kommt das ganze eher so vor, als ob du deine eigenen Gefuehlsdefizite auf die Frau projeziert hast. Du ziehst sehr merkwuerdige Vergleiche und ich zweifle in deinem Fall ehrlich gesagt an Ursache und Wirkung (Wer hat hier keine Gefuehle fuer wen und wer wurde hier wie eine Puppe behandelt.) Ich meine, so wie das ganze gelaufen ist, solltest du auch mal ueber deinen eigenen Anteil nachdenken. Du hast auch ne merkwuerdige Art mit Menschen umzugehen.


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