historisch betrachtet:
die ehe als versorgungsgemeinschaft, arrangiert.
die minne als liebe im erotisch-emotionalen bereich.
absolut getrennt. (natürlich, im europäisch-patriarchalen zusammenhang, für männer)
eine vernunftEHE aus versorgungs-kinderkrieg etc. gründen, vielleicht.
(aber da war ich ja schon,ist abgeschlossen.)
eine vernunftbeziehung, abseits von versorgungs- und kinderkrieggeschichten? - NEVER!
das sahnehäubchen der erotik, der minne, -ja, das verschließt sich den vernunftgründen.....
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31.05.2006, 14:28Inaktiver User
Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?
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31.05.2006, 14:30Inaktiver User
Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?
na, bis ewig, also persönliches lebensende. einzig anerkannter scheidungsgrund war der tod.Fragt sich nur, wie lange?...Wenn dann Mama oder Papa gesagt hätten, den da heiratest du - ich bin mir sicher, dass das zu mindestens 80% funktioniert hätte.
Grüße, Cariad
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31.05.2006, 14:33
Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?
Hm, was ist denn einer Vernunftbeziehung oder was ist das Gegenteil? Eine unvernünftige Beziehung? Ist eine von Eltern arrangierte Ehe eine Vernunftbeziehung? Eigentlich nicht., okay, vielleicht im Hochadel. Oder eine vom Steuerberater vorgeschlagen: "Sie zahlen zuviele Steuern, suchen Sie sich eine Frau".
Das Sprichwort "Lieber einen Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach" klingt ja auch ein bisschen nach Vernunft, spricht statt lebenslänglich auf den 6'er im Lotto zu hoffen, sich mit dem kleinen Glück zu Frieden sein?
Gruß, fcl
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31.05.2006, 14:39
Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?
Ich kann mir eine (Liebes-)Beziehung ohne Liebe nicht vorstellen. Für mich ist Liebe der einzige Grund, mit einem Mann eine Beziehung einzugehen. (Dabei ist mir natürlich klar, dass Liebe erst mit der Zeit entsteht. Ob ich mich zu einem Mann hingezogen fühle und eine "Beziehung" riskieren möchte, weiß ich allerdings ziemlich schnell).
Für eine Heirat sind allerdings andere Gründe ausschlaggebend. Dazu muss ich sagen, dass ich bereits eine Ehe hinter mir habe. Eine Ehe bedeutet für mich nicht:
<ul type="square">[*]größere Liebe[*]Garantie für irgendwas[*]finanzielle Absicherung[*]einen schöneren Nachnamen[/list]
Ich habe mal behauptet, es gäbe für mich überhaupt keinen Grund mehr für eine Heirat. Dann hat meine Freundin einen Mann kennen und lieben gelernt, der das Sorgerecht für seinen Sohn hatte. Die dazugehörige Mutter hatte allerdings immer mal wieder Probleme bereitet. Meine Freundin, die sich liebevoll um den Knirps kümmert, dachte sich dann: wenn dem Mann mal was passiert, muss der Kleine zu seiner Mutter. Als Stiefmutter hätte sie vor Gericht jedenfalls einen besseren Stand als als Lebensgefährtin des Vaters. Die beiden haben also deshalb (!) geheiratet. Ich muss sagen, das hat mich überzeugt. Sollte eine solche oder ähnliche Situation in meinem Leben eintreten, wäre ich auch zu einer Heirat bereits.
Natürlich sind auch Erbschaftsangelegenheiten ein Grund. Meine Kollegin hat 25 Jahre mit ihrem Freund glücklich zusammen gelebt. Sie haben ein Haus zusammen gekauft und abgezahlt. Sie haben jetzt geheiratet, weil sie wollen, dass im Falle des Versterbens des Einen der jeweils Andere im Haus wohnen bleiben kann, ohne sich mit der Familie des Verstorbenen einigen zu müssen. Ein Testament würde nicht ausreichen, denn die Eltern hätten dann doch noch Ansprüche. Kinder haben die beiden übrigens nicht.
Es gibt also meines Erachtens gute vernünftige Gründe für eine Ehe.
Aber eine "Liebes"-Beziehung zu einem Mann einzugehen, damit er mich versorgt oder damit ich an Prestige gewinne, schließe ich für mich aus.
Ich würde nur jemanden heiraten, den ich ohnehin liebe.
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31.05.2006, 14:40Inaktiver User
Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?
Vernunft??.....Hmmm für mich klingt das Sprichwort eher so.....Das Sprichwort "Lieber einen Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach" klingt ja auch ein bisschen nach Vernunft....
"Na ja....solange ich die Taube nicht einfangem kann.....nehme ich eben den Spatz"
Gruß, Max
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31.05.2006, 15:54
Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?
Huhu Max, nichts hält so lange wie ein ProvisoriumVernunft??.....Hmmm für mich klingt das Sprichwort eher so.....Das Sprichwort "Lieber einen Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach" klingt ja auch ein bisschen nach Vernunft....
"Na ja....solange ich die Taube nicht einfangem kann.....nehme ich eben den Spatz"
Gruß, Max
fcl
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31.05.2006, 17:02Inaktiver User
Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?
hallo leonie,
Eine Vernunftbeziehung hat den Vorteil, dass sie nicht so mit Erwartungen überfrachtet ist, wie das heutzutage sonst oft der Fall ist, und dass an keiner Stelle der Verstand ausgeschaltet wird. Ich denke der Erwartungswert der langfristigen Zufriedenheit unterscheidet sich nicht sehr. Auch arrangierte Ehen konnten sehr glücklich sein, auch Liebesheiraten führen oft genug in die Katastrophe.
Und die wahre Liebe muss sowieso wachsen.
Gruß, Leonie
ich pflichte dir bei, aber trotzdem ... der verstand arbeitet in solchen zweisamkeiten auch nicht immer wie er soll (vernünftig). grins !!!
ich hab sowas probiert, sogar mehr als einmal, aus denselben gründen, aus denen die thread-verfasserin hier postet.
diese beziehungen sind immer aus anfänglichen freundschaften entstanden. einmal war es ein kollege von mir. keine dieser beziehungen hat lange gedauert, weil es mehr oder weniger nur vernunftbeziehungen blieben. im nachhinein hab ich mich manchmal gehasst für sie und mich gefragt: "musste das jetzt wirklich sein?"
es ist, als hätte ich mich dabei schmutziger gemacht...manchmal habe ich mir vorgeworfen, auf diese lebensart und weise dafür zu sorgen, dass ich irgendwann echte gefühle nichtmehr von unechten unterscheiden kann.
das ist und bleibt meine angst. ich möchte "sauber" sein für eine beziehung und sie nur dann beginnen, wenn es mich wirklich wieder erwischen sollte. leider ist das in meinem ganzen leben bis jetzt nur zweimal vorgekommen und ich bin auch schon vierzig.
so wie ich jetzt aussehe, kann ich mich sogar noch auf den laufsteg trauen ohne dass jemand gleich auf den ersten blick feststellt: was ist denn das für eine alte! aber was ist in fünf jahren?
es ist ein komisches gefühl: ich habe mich spasseshalber in einem partner-such-forum registriert und es melden sich 52-jährige. muss mich erst noch daran gewöhnen.
aber wohl ist mir nicht dabei.
die thread-eröffnerin kann ich sehr gut verstehen. wie gesagt, bei mir funkt's leider auch recht selten.
lg
transic
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31.05.2006, 18:12
Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?
Ich habe so eine Ehe 20 Jahre geführt.@Meatloaf: Mit beidseitigem guten Willen und wenn Streitquellen wie Wohnort, Kinderfrage, Religion, Ablehnung durch dei Schwiegereltern usw bereits von vornherein ausgefiltert sind - die Chance ist zumindest ordentlich, denke ich.
Grüße, Cariad
'Etwas von vornherein ausfiltern' halte ich für illusorisch. Und selbst wenn es das nicht ist, so bleibt doch noch genügend übrig!
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31.05.2006, 18:21
Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?
Isoliert betrachtet spricht das ja eher dafür als dagegen.Ich habe so eine Ehe 20 Jahre geführt.
All the Best
Jana
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31.05.2006, 18:25Inaktiver User
Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?
Ich kann bei meinen Eltern, jetzt über 40 Jahre verheiratet, folgendes beobachten: Die Liebe ist weg, da ist nur noch Vernunft.
Hilly


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