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  1. Inaktiver User

    Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?

    *nur mal so in den ring schmeiß*: können wir uns darauf einigen, dass man zu einer beziehung in jedem fall 'liebe' braucht? die frage scheint mir dann und hier doch nur (auschließlich) zu sein: kann sich liebe nur aus verliebtheit entwickeln? also: ist verliebtheit zwingend voraussetzung von liebe?

    vernunftbeziehung (vielleicht definiere ich das falsch) heißt für mich nicht nur: man startet ohne verliebtheit, sondern man macht auch weiter ohne diese. klassiches beispiel ist der chef eines exfreundes, er ist schwul, wollte aber unbedingt kinder. also hat er geheiratet. er und seine frau leben klare 'beziehung', er wollte familie, sie hätte sich den lebensstandard allein oder mit einem anderen mann nicht leisten können. das ist für mich vernunftbeziehung.

    dagegen ein 'kribbelt zwar nicht, aber ich probier's mal aus' zum anfang, wo sich gefühl entwickelt - das ist doch irgendwann keine vernunftbeziehung mehr, oder?

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    Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?

    Aber die allermeisten Beziehungen beruhen auf "Vernunftsüberlegungen".
    das sehe ich genauso, würde aber ein "auch" einschieben. Über Beziehungen, die nur auf Vernunft beruhen, mache ich mir seit langem Gedanken: Wenn z.B. jemand eine Beziehung zu einem wesentlich älteren Mensch hat, ihn pflegt, ihn vor Abzockerei schützt, sich um ihn sorgt ... und irgendwann beerbt. Könnte ich mir für mich vorstellen.

  3. Inaktiver User

    Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?

    Nicht ganz zum Thema, aber zum Thema wachsende Liebe, und weil es so schön ist:

    Seit 25 Jahren aus Anatevka.
    Da geht es ja um Vernunftehe versus Liebe.

    Gruß, Leonie

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    Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?

    Nicht ganz zum Thema, aber zum Thema wachsende Liebe, und weil es so schön ist:

    Seit 25 Jahren aus Anatevka.
    Da geht es ja um Vernunftehe versus Liebe.

    Gruß, Leonie
    Sehr beeindruckend auch: Das Hörspiel "Philemon und Baucis" von Leopold Ahlsen

  5. Inaktiver User

    Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?

    Ich kann mir eine Beziehung ohne Liebe und gegenseitiges Begehren/Anziehungskraft nicht vorstellen. Sich nur (freundschaftlich) zu mögen, würde mir nicht reichen. Das wäre dann eher eine Bruder-Schwester-Beziehung, die ich allerdings ablehnen würde. Dann wäre ich lieber allein (Single) und schare meine Freunde um mich.

    Den Sinn einer Vernunftsbeziehung/-ehe verstehe ich allerdings eh nicht. Warum sollte man sowas eingehen? Weil man nicht allein sein kann? Scharf ist auf die Rentenansprüche des anderen? Nicht allein die Wasserkästen schleppen möchte? Sich ohne Partner minderwertig fühlt?


  6. Inaktiver User

    Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?

    Hi,

    so "vernünftig" habe ich auch mal gedacht- und es ein paar Mal ausprobiert. Das ging daneben, und ich lasse seither die Finger davon, weil ich gemerkt habe, dass es für mich nichts ist.
    Wenn es rein um die Vernunft in dem Sinne ginge, den du angesprochen hast, also gleicher Background, ähnliche Lebensziele, freundschaftliche Gefühle etc., wären meine besten Freundinnen geradezu ideal. Für eine glückliche Vernunft-Beziehung brauche ich keinen Mann.

    Ich möchte aber einen, und so soll es sich auch anfühlen

    Ich erwarte keinen Steppenbrand (obwohl ich nichts dagegen einzuwenden habe ), aber erotische Anziehung und Sex müssen für mich passen, und ich möchte mich verlieben Eine Beziehung, in der ich emotional nicht beteiligt bin, interessiert mich nicht.
    Wohlgemerkt: mich nicht. Ich bezweifle aber nicht, dass es Menschen gibt, für die sie gut funktioniert. Es kommt darauf an, wie zwei gestrickt sind, was sie sich wünschen, was sie geben und was sie nehmen können und wollen und wo sie ihre Prioritäten setzen.

    Wieso hier allerdings geunkt wird, dass sich aus Verliebtheit und Gefühlen und großer Anziehung zwangsläufig Dramen und Scheitern entwickeln müssen, will sich mir nicht erschließen. Das Leben und die Liebe sind doch keine Klischee-Abfolgen im Stil von "wenn... dann" und "eins schließt das andere aus".

    Aus welchen Facetten sich eine Beziehung zusammensetzt ist so individuell wie die beiden Menschen, die sich darauf einlassen. Außerdem ist eine Beziehung lebendig, sie entwickelt sich organisch, und die Richtung ist nicht vorhersehbar. Wenn ich verliebt bin am Anfang, muss ich das nicht bleiben. Es kann sich Liebe entwickeln-oder auch nciht. Wenn sich zwei aufeinander einlassen, ohne verliebt zu sein, kann sich Verliebtheit entwickeln. Muss aber nicht. Eine Beziehung ohne Verliebtheit kann halten- muss aber nicht.
    Nix is fix.

    Bei mir muss ein Anfangsgefühl da sein, damit ich mich überhaupt einlassen mag. Aber das Leben ist bunt und vielfältig und es gibt keine Regeln
    Vielleicht denke und schreibe ich in ein paar Wochen etwas ganz anderes.
    Dass nix fix ist, ist das einzig fixe im Leben



    Wenn du darüber nachdenkst, wieso du dich nach einer großen gefloppten Liebe seit einigen Jahren nicht mehr verliebt hast, lohnt es sich sicher, mal genau bei dir hinzuschauen. Gibt es einen bestimmten Typ Mann, der dich anzieht? Von welcher Art sind die Männer, die du kennenlernst und die dich nicht interessieren? Woran ist die große Liebe gescheitert? Gab es vorher schon gescheiterte Beziehungen, wo es vielleicht ein ähnliches Muster gab?
    Ich finde, es lohnt sich, sich selbst und vergangene Partnerschaften mal sehr genau von der Vogelperspektive in Augenschein zu nehmen. Mir sind dabei jedenfalls einige Kronleuchter aufgegangen, die mir weiter geholfen haben

    LG Nugat

  7. Inaktiver User

    Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?

    Wieso hier allerdings geunkt wird, dass sich aus Verliebtheit und Gefühlen und großer Anziehung zwangsläufig Dramen und Scheitern entwickeln müssen, will sich mir nicht erschließen.
    Nugat - eigentlich kannst Du nur mich meinen - aber von zwangsläufig habe ich nichts gesagt.

    Nur davon, dass auch Verliebtheit nicht vor Dramen schützt - jedenfalls wenn meine Postings im Zusammenhang gelesen werden.

    Ich war ja auch 'mal verliebt (allerdings nicht so blind wie das bei anderen zu sein scheint).

    Gruß, Leonie

  8. Inaktiver User

    Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?


    da hast du natürlich recht! aber die früher arrangierte vernunftbeziehung (oft genug ohne das man vor der ehe auch nur zehn worte miteinander gewechselt hatte) ist ganz sicher auch keine alternative.

    Ich denke, der Clou ist, dass man sich in vielen Fällen in den ausgesuchten Partner tatsächlich verliebt hat.

    Steck zwei junge Menschen, ein Männlein und ein Weiblein, die objektiv einigermaßen zusammen passen, zusammen in einen Raum, und ein paar Stunden später werden sie sich ineinander verknallt haben.

    Mal ehrlich, als Teenager hab ich mich auch in jeden einigermaßen akzeptablen verguckt, der in meine Reichweite kam. Wenn dann Mama oder Papa gesagt hätten, den da heiratest du - ich bin mir sicher, dass das zu mindestens 80% funktioniert hätte.

    Grüße, Cariad

  9. User Info Menu

    Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?

    ...Wenn dann Mama oder Papa gesagt hätten, den da heiratest du - ich bin mir sicher, dass das zu mindestens 80% funktioniert hätte.

    Grüße, Cariad

    Fragt sich nur, wie lange?

  10. Inaktiver User

    Re: Würdet ihr eine Vernunftsbeziehung eingehen ?

    @Meatloaf: Mit beidseitigem guten Willen und wenn Streitquellen wie Wohnort, Kinderfrage, Religion, Ablehnung durch dei Schwiegereltern usw bereits von vornherein ausgefiltert sind - die Chance ist zumindest ordentlich, denke ich.

    Grüße, Cariad

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