Es gibt auch sowas wie ne verzerrte Selbstwahrnehmung. Wenn ich nicht gut drauf bin, stört mich immer irgend was an mir. Objektiv betrachtet, summa summarum, bin ich wohl Durchschnitt mit ein paar punktuellen Mängeln und ein paar Vorzügen. Vom Styling her komm ich jobbedingt eher nerdig daher und je nach Stresslevel auch mal nen Tacken ungepflegt (wenn man's streng betrachtet
). So von wegen Spliss ohne Ende, aber seit Monaten (!) keine Zeit fürn Friseur, also Haare in den Dutt, un gutt. Es hat eben einfach keine hohe Priorität bei mir, andere Dinge sind mir meistens wichtiger.
Mein Mann hat mich genau so kennengelernt und hat damit kein Problem, obwohl er äusserlich schon sehr attraktiv ist (okay, das ist jetzt wiederum meine subjektive Meinung). Dem war es von Anfang an ziemlich wumpe, ob ich da ein graues Haar habe oder ein paar Kilo zugenommen hab oder Hände wie ne Bäuerin. Er behauptet, ich sei ne schöne Frau und er würde angeblich immer wieder mal beobachten, wie sich andere Typen nach mir umdrehen(aber ganz ehrlich, vielleicht drehen sich die Männer auch um, weil sie einen Blick auf meine Frisur geworfen haben und sich fragen, wo der dazugehörige Vogel herumfliegt?). Ich schätze, übersetzt heisst dass einfach, solange ich kein Problem mit meinem Aussehen habe, hat er auch keins.
Beim Kennenlernen standen sowieso andere Dinge im Vordergrund, da hat man das Auesserliche geschwind abgescheckt (okay, find ich attraktiv - passt) und dann zählten nur noch Humor, Chemie und dass wir zu vielen Dingen eine ähnliche Einstellung haben (nämlich dass uns bei nem Partner bis auf ein paar äusserliche Mindest-Eckdaten die inneren Werte wichtiger sind).
Wenn ich manchmal höre, wie Leute sich schon beim ersten Kennenlernen disqualifizieren, weil sie das falsche Hemd oder keine nagelneuen Schuhe anhaben - ja mei. Wenn einem das so wichtig ist, dann darf man aber auch nicht klagen, wenn der andersgeschlechtliche Traum-Gegenpart genauso anspruchsvoll oder noch anspruchsvoller ist. Ich hatte auch schon ein paar unschöne Dates mit Männern, die enorm hohe Ansprüche an das Aussehen ihrer Partnerin stellten (und dem selber aber irgendwie nicht so konsequent entsprachen). Will ich nicht, brauch ich nicht. Es gab andere Dates, und irgendwann passte es. Menschen sind zum Glück verschieden. Ich habe auch schon äusserlich sehr schöne Frauen getroffen, die einen Partner hatten, der weder reich noch Model war, sondern einfach nur total sympathisch.
ähm, war das jetzt am Thema vorbei? Wenn ja, dann sorry - ich übe noch![]()
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 312
-
30.03.2012, 07:33
AW: Sieht man sich selbst meist zu negativ?
-
30.03.2012, 09:19Inaktiver User
AW: Sieht man sich selbst meist zu negativ?
Ich finde auch, dass Du sehr viel vergleichst und auf andere schielst.
Und dass Du extrem viel davon abhängig machst, ob jemand einen Partner hat.
Der hat optische Mängel aber TROTZDEM einen Partner.
Du scheinst fast fixiert auf dieses Thema zu sein.
Ist für Dich ein Mensch, der keinen Partner hat, weniger wert als der andere?
Es gibt sogar Menschen, die bezeichnen sich als glücklich, obwohl sie alleine sind, und wollen das gar nicht unbedingt ändern. Und umgekehrt.
Gleichzeitig verstehe ich natürlich den WUNSCH nach einem Partner, der bei Dir sehr ausgeprägt ist.
Ich finde es auch okay MAL zu fragen, was kann ich ändern tun, an mir oder in meinem Leben verändern um endlich ZUFRIEDEN mit mir zu sein. Du wirkst schon etwas unzufrieden, manchmal gar frustriert oder aggressiv ob Deines Single-Daseins.
Du hast doch mal diesen Strang geschrieben, wo ein Mann Dich per E-Mail angesprochen hatte - da fand ich Dich ziemlich unbarmherzig mit diesem Mann. Vielleicht gehst Du auch sonst so hart mit Deinen Mitmenschen ins Gericht?
WAS willst Du eigentlich?
-
30.03.2012, 09:35Inaktiver User
AW: Sieht man sich selbst meist zu negativ?
Wer ist `man´?Sieht man sich selbst meist zu negativ?
Ich z.B. bin Single. Ich finde mich und mein Leben prima. Naja gut, meistens. Prämenstruell finde ich mich dick, das hat sich dann aber auch schnell wieder erledigt. Und ja, es kreuzt mittelfristig der Typ meinen Weg, mit dem ich eine Beziehung haben werde.
Mein Tipp an Dich: freunde Dich doch mal mit Dir selbst an! Du könntest Dich als erstes mal selbst zum Kaffee einladen!
-
30.03.2012, 09:36
AW: Sieht man sich selbst meist zu negativ?
Was Du beschreibst Mondnebel kenne ich aus dem ersten Jahr meiner Singlezeit. Gerade nach einer Trennung fragt sich der gesunde Menschenverstand doch hoffentlich auch, welchen Anteil hatte ich selber am Scheitern der Beziehung. Dies kann auch mal mit deutlichem Selbstbewußtseinsabfall einhergehen.
Das geht vielen Menschen so und hängt mit Sicherheit auch mit der Art und Weise, und dem Grund für die Trennung zusammen.
Ich für mich habe festgestellt, dass die Zeit die Wunden heilt und ich nach ca. 1 Jahr wieder auf dem selben Selbstbewußtseinslevel war wie vorher, eigentlich wie zu meinen besten Zeiten. Heute geht es mir gut und ein Partner oder kein Partner ist kein Meßwert für meinen Selbstwert.
Ich finde es auch fatal in einer Phase mit niederigem Selbstwert einen Partner zu suchen. Eine Beziehung wird dadurch, dass man den Selbstwert am Partner fest macht nur unnötig belastet.
Ich habe mich jetzt nicht wie einige andere durch deine anderen Stränge gelesen und hätte deshalb noch ein paar Fragen. Wie alt bis Du und wie lange ist Deine letzte Trennung her? Könnte die Art und Weise der Trennung etwas mit Deinem fehlenden Selbstwert zu tun haben?"Bei unvorhergesehenen Ereignissen muss man sich den Gegebenheiten anpassen."
Loriot

-
30.03.2012, 09:41
AW: Sieht man sich selbst meist zu negativ?
Ja, warum denkst du das?Warum kann man nicht sagen, so wie ich bin, bin ich okay, der Richtige wird mir schon noch über den Weg laufen?? Warum denkt man, mit mir stimmt was nicht??
Denkst du, mit Leuten, die Single sind stimmt was nicht, folglich stimmt auch was mit dir nicht?
Ist "man" nur mit Partner komplett?
Kann "man" nur mit Partner glücklich sein?
Ich glaube, du hast dich schon extrem an diesem Thema festgebissen und schaust sehr danach, was andere haben und was du nicht hast und bewertest dich - und vermutlich auch andere - sehr nach dem Verpaarungsstatus.
Fragst dich, was bei dir und mit dur nicht stimmt.
Warum die einen Partner haben, obwohl sie nicht perfekt sind.
Vielleicht würde es dir wirklich gut tun, das Thema mal ein Weilchen ruhen zu lassen.
Mal wieder vom außen ein bisschen zu dir selbst zu kommen und dort auch mal zu bleiben.
Dort kanns nämlich auch sehr schön sein.
Und dann setzt sich vielleicht jemand zu dir und möchte bei dir sein.
Weil es bei dir und mit dir so schön ist.
Völlig wurscht, wie es bei anderen ist.
Ob lange Haare da sind oder nicht oder weiß der Geier.

LG
HexlThe difference between try and triumph is just a little "umph"
-
30.03.2012, 09:45
AW: Sieht man sich selbst meist zu negativ?
Guter Tipp!
Ich war auch lange Single. Nun bin ich es seit ein paar Monaten nicht mehr.
Ich muss immer wieder feststellen, ich fühle mich gut. Ob mit oder ohne Partner. Ein Partner ist toll und ich möchte ihn nicht missen, aber ohne gehts mir genauso gut. Same same but different.
Die Basis meines guten Gefühls mit mir selbst ist da.
Das hat nichts mit einem Partner zu tun.
Ich mag aber auch Hunde und Katzen gleich gerne. Vielleicht liegt das daran.
Singlesein ist mehr als nur die (unnötige) Phase zwischen zwei Beziehungen.
Das ist auch mein Leben und mein Leben soll schön sein.
Basta.
Und wenn ich wieder versingeln sollte... dann wirds mir ne Weile schlecht gehen. Ganz klar.
Und dann gehts mir wieder gut. So oder so.
Also, wie gesagt, Miss_Politey hat einen guten Tipp gegeben:
Freunde dich mit dir selbst an.
Und noch ein Spruch dazu:
"Die Liebe zu sich selbst ist der Beginn einer lebenslangen Romanze"
LG
HexlThe difference between try and triumph is just a little "umph"
-
30.03.2012, 09:50
AW: Sieht man sich selbst meist zu negativ?
Den Eindruck habe ich auch - aber eher, dass sich unglaublich Viele als Gottesgeschenk an die Menschheit betrachten, deren seltener Wert wie eine Perle von dem/der Richtigen unter Anstregungen gefunden werden soll, schlißlich ist es man sich wert
Den Gedanken ohne Partner ist man nur halb so vollwertig kann ich nachvollziehen. Immerhin gibts ja oft den triumphierenden Ausruf "Aber dafür ist sie allein/unverheiratet/kinderlos/Single"... und als die ersten Mädels in meiner Klasse damals den ersten Freund hatten, waren sie plötzlich wer. Davon muss man loskommen.
Mondnebel: ich hab den Eindruck dass du im Moment nicht im Reinen mit dir bist. Irgendwie wirkst du recht schnell - ich weiß auch nicht wie ich meinen Eindruck in Worte fassen kann - pampig vielleicht. In fast allen Strängen in denen du mitschreibst "eckst" du "an" oder wirst missverstanden - deine Postings haben so etwas von "in Verteidigungsstellung".
Ich kann mir schon vorstellen, dass du zum einem darauf wartest, dass ein Mann auf dich zugeht und wenn es dann einer wagt du irgendwie gereizt davon bist, wie es ausgerechnet der denn wagen kann auf dich zuzukommen (Nur mein Eindruck, kenne ich ja nicht). Vielelicht hilft dir eine Portion Gelassenheit, erstmal auf dich zukommen lassen. Und nicht immer perfekt gestylt, jedes (lange) Haar sitzt, die schlanke Figur getrimmt, im Rock und Pumps die Karrierefrau zeigen, die eigentlich garkeinen Mann braucht (und im Herzen dann doch einsam ist) geben.Geändert von _clementine_ (30.03.2012 um 09:53 Uhr)
Die Bricom bildet mich immer noch
- formerly known as marimekko
_clementine_fruchtig süß & kernarm
-
30.03.2012, 18:08
AW: Sieht man sich selbst meist zu negativ?
kimberland, ich musste über deinen Beitrag schmunzeln :-)
Ein bisschen Selbstironie schadet nie, das ist eine gewisse Form von Humor und wirkt, so glaube ich, recht sympathisch bei beiden Geschlechtern.
Die Selbstwahrnehmung sollte unabhängig von der Fremdwahrnehmung jedoch wohlwollend sein. Alles andere wäre fatal und ja, irgendwie auch sehr traurig. Wenn man sich selbst zu stark vergleicht/ negiert, hat das zwangsläufig Auswirkungen auf die Partnersuche und Partnerschaft. ....sagt die ofenkatze, die es selbst nicht auf die Reihe bekommt :-D
-
30.03.2012, 20:24Inaktiver User
AW: Sieht man sich selbst meist zu negativ?
Meine Schwester z.B. ist mollig, sie will schon seit Jahren abnehmen, aber es klappt einfach nicht.
Immer sagt sie, ja wenn ich mal endlich abgenommen habe, dann mach ich dies und jenes und dann werde ich endlich.....
Das meine ich auch damit.
Warum macht sie diese Dinge nicht jetzt, wo sie mollig ist?
Nee, sie will erst wenn...
So vergehen die Jahre, weil sie gewisse Dinge nicht tut, weil sie mollig ist.
Will sagen, diese Ziele nur zu erreichen, wenn sie schlank wär, so ähnlich halt.
Auch denke ich ab und an, ja wenn ich jünger wäre, würde ich noch dies und das.
Genau so doof. Ich bewundere ich Menschen, die einfach das machen, wozu sie Lust haben, egal wie alt, wie mollig oder sonst was. Ich grüble wohl zuviel, das stimmt.
-
30.03.2012, 20:32
AW: Sieht man sich selbst meist zu negativ?
Mondnebel, du musst natürlich nicht antworten. Aber bist du das selbst auf deinem avatar?
Die Person, ich kann mir nicht helfen, sieht so religiös aus!?


). So von wegen Spliss ohne Ende, aber seit Monaten (!) keine Zeit fürn Friseur, also Haare in den Dutt, un gutt. Es hat eben einfach keine hohe Priorität bei mir, andere Dinge sind mir meistens wichtiger.
(aber ganz ehrlich, vielleicht drehen sich die Männer auch um, weil sie einen Blick auf meine Frisur geworfen haben und sich fragen, wo der dazugehörige Vogel herumfliegt?). Ich schätze, übersetzt heisst dass einfach, solange ich kein Problem mit meinem Aussehen habe, hat er auch keins.
Zitieren
