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    AW: Was will er nur?

    Zitat Zitat von andrea85 Beitrag anzeigen
    [...] Das würde ich ihm gerne schreiben. Dass das Ende so wie es jetzt ist das Beste ist. Aber dieses kleine Fünkchen Hoffnung macht mich unsicher, weil ich denke, wenn etwas an Gefühlen da ist sollte man es nicht einfach zerstören. Andererseits hat er es ja schon zerstört. Also..wieso überhaupt noch mal schreiben.
    Hallo Andrea,

    wenn Du magst, beschreibe mir bitte noch einmal, warum Du schon von Zerstörung und nicht "nur" von Verstörung ausgehst - ich habe es bisher nicht ganz verstanden oder nicht richtig gelesen. Du selbst verstehst aber ja auch nicht, warum er sich überhaupt nochmal gemeldet hat.

    Es steht aber im Raum, dass er Dich als abweisend und unnahbar empfunden hat. Seine Wahrnehmung scheint also genauso widersprüchlich wie Deine zu sein. Es gibt Anziehungskräfte bei Euch beiden und beide wollt ihr es nicht wirklich wahrhaben?!

    Als Kitschroman-Autor würde ich eine tragische Story daraus machen: Sie wollen ihr mögliches Glück nicht probieren (probieren heißt, den Verlust wagen!), weil es ihnen einfach schlecht ergehen muss - das hat ihr Schicksal zu sein. Ihres aus einer noch frischen Enttäuschung heraus, er durch eine emotional brutale Kindheit zum Leiden verdammt... (Jetzt bewusst überzeichnet!)

    Ich muss gerade wieder an Arno Gruen denken: "Der Fremde in uns". Da scheint zumindest er mir nach Deiner Schilderung hineinzupassen - mit dem Muster, zu verletzen, was wir lieben (könnten), weil wir nicht lieben dürfen. Aber wie gesagt: Ich habe die eigentliche Verletzung noch nicht so ganz verstanden. Das Potential scheint mir aber klar und wenn Du 100 Alternativen "im Ärmel" hättest, würde ich zu denen raten.
    _____

    Beim weiteren Nachdenken las ich gerade nochmal Deinen ersten Satz:
    Ich hatte das Gefühl, dass er sich durch diese Verletzung an mich befreit hat.
    Erst hatte ich ihn ebenfalls nicht verstanden, weil mein Kontext im Vorposting "Verletzung durch Befreiung" war, nicht "Befreiung durch Verletzung". Aber wahrscheinlich hat Dein Unbewusstes schon längst genau im Fokus, was da geschehen ist (sein könnte):

    Er hat (berechtigte) Angst. Und von der hat er sich vielleicht tatsächlich befreit.
    Du hast auch Angst und Dich davon befreit.
    Und beide seid Ihr total verunsichert und unglücklich darüber.

    Lass' es mich ohne jeden Anspruch auf Wahrheit (aus dem Gefühl heraus) mal so formulieren:

    Er hat Angst, Dich geradezu zwanghaft irgendwann zu verletzen, ja verletzen zu müssen (wie sein Vater seine Mutter) und verletzt Dich daher lieber ganz früh, damit es nicht so schlimm für beide wird.

    Und Du hast Angst, verletzt zu werden (wie in Deiner letzten Beziehung) und verletzt Dich daher lieber gleich selbst - durch Unnahbarkeit (irgendetwas in die Richtung strahlst Du ja offenbar aus).

    Könnte da etwas dran sein?
    Geändert von Cygnus (21.03.2012 um 15:27 Uhr)
    Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco

    Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia

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    AW: Was will er nur?

    Zitat Zitat von Cygnus Beitrag anzeigen
    Hallo Andrea,

    wenn Du magst, beschreibe mir bitte noch einmal, warum Du schon von Zerstörung und nicht "nur" von Verstörung ausgehst - ich habe es bisher nicht ganz verstanden oder nicht richtig gelesen. Du selbst verstehst aber ja auch nicht, warum er sich überhaupt nochmal gemeldet hat.

    Es steht aber im Raum, dass er Dich als abweisend und unnahbar empfunden hat. Seine Wahrnehmung scheint also genauso widersprüchlich wie Deine zu sein. Es gibt Anziehungskräfte bei Euch beiden und beide wollt ihr es nicht wirklich wahrhaben?!

    Als Kitschroman-Autor würde ich eine tragische Story daraus machen: Sie wollen ihr mögliches Glück nicht probieren (probieren heißt, den Verlust wagen!), weil es ihnen einfach schlecht ergehen muss - das hat ihr Schicksal zu sein. Ihres aus einer noch frischen Enttäuschung heraus, er durch eine emotional brutale Kindheit zum Leiden verdammt... (Jetzt bewusst überzeichnet!)

    Ich muss gerade wieder an Arno Gruen denken: "Der Fremde in uns". Da scheint zumindest er mir nach Deiner Schilderung hineinzupassen - mit dem Muster, zu verletzen, was wir lieben (könnten), weil wir nicht lieben dürfen. Aber wie gesagt: Ich habe die eigentliche Verletzung noch nicht so ganz verstanden. Das Potential scheint mir aber klar und wenn Du 100 Alternativen "im Ärmel" hättest, würde ich zu denen raten.
    _____

    Beim weiteren Nachdenken las ich gerade nochmal Deinen ersten Satz:


    Erst hatte ich ihn ebenfalls nicht verstanden, weil mein Kontext im Vorposting "Verletzung durch Befreiung" war, nicht "Befreiung durch Verletzung". Aber wahrscheinlich hat Dein Unbewusstes schon längst genau im Fokus, was da geschehen ist (sein könnte):

    Er hat (berechtigte) Angst. Und von der hat er sich vielleicht tatsächlich befreit.
    Du hast auch Angst und Dich davon befreit.
    Und beide seid Ihr total verunsichert und unglücklich darüber.

    Lass' es mich ohne jeden Anspruch auf Wahrheit (aus dem Gefühl heraus) mal so formulieren:

    Er hat Angst, Dich geradezu zwanghaft irgendwann zu verletzen, ja verletzen zu müssen (wie sein Vater seine Mutter) und verletzt Dich daher lieber ganz früh, damit es nicht so schlimm für beide wird.

    Und Du hast Angst, verletzt zu werden (wie in Deiner letzten Beziehung) und verletzt Dich daher lieber gleich selbst - durch Unnahbarkeit (irgendetwas in die Richtung strahlst Du ja offenbar aus).

    Könnte da etwas dran sein?
    ich denke es hat auch viel mit Missverständnissen zu tun, weil jetzt erst klar wird wieso ich mich manchmal nicht melden konnte, wieso ich weggefahren bin für die Tage, wieso ich nicht ans Telefon gegangen bin oder ausgehen konnte. Natürlich kann man sein Verhalten auch als Ablehnung interpretieren.

    Ich würde mir wünschen, dass ich dran schuld bin.

    Es kann auch einfach sein, dass er in der Zeit als ich weg war gemerkt hat, dass ich nicht die Richtige bin. Aber ich wollte ja auch nie die Richtige sein.
    Aber wer weder ONS noch Affären haben kann.
    Was soll ich an all dem ändern? Ich kann ja ihn nicht zwingen mich zu mögen, oder - wie absurd.

    Das tragische ist aber, dass ich denke, dass er es wirklich wert ist. Eigentlich ist er es wert, dass ich mich noch mal melde oder um ihm kämpfen? Aber er hat mich verletzt. Ich war so weich und offen und hab ihm vertraut und er hat mich getreten wie einen Köter der kurz gekrault werden wollte.

    Ich hab mich seinen Fragen gestellt und hab mich in die Ecke gedrängt gefühlt: nackt und wehrlos.
    Er hat mich vollkommen entblößt um mir dann zu sagen, dass er es langsamer angehen lassen möchte. und, dass sein herz nicht hinter den Küssen hinterher ist.
    Kann jemand so etwas ernst nehmen? Für mich ist das eine andere Umschreibung von: Hab keinen Bock mehr!

    Er hat sich ja irgendwie entschuldigt, aber nicht wirklich.

    Es ist so, dass ich wirklich sehr selten in meinem Leben so etwas empfunden hab. Aber wer weiß…an der nächsten Ecke gibt es schon den nächsten?

    Viele sagen ich hab eine unnahbare Ausstrahlung wie ein Helmut Newton Model. Trotzdem kann er sich doch trauen wenn er will. Aber ich hab ihm gesagt, dass ich durch eine Erfahrung abgehärtet bin vom Abschiednehmen und ihn eigentlich schon vergessen hatte. (so dumm ich weiß!!!)

    Letztendlich was ich auch sage..ich verteidige ihn. und wenn man das macht ist es doch schon zu spät, oder?

    Aber ich zerstöre es auch immer gerne…bevor er es tut..ich hatte an dem Tag auch das Gefühl alles zerstören zu wollen. ich war fahrig und noch etwas betrunken vom Vortag…da war ich mit meinem exfreund aus bis morgens um 8. Ok, das ist schon komisch wieso ich das mache und den Tag davor nicht mit ihm ausgehen kann.

    Ich würde ihn so gerne treffen, hab aber auch so Angst…
    1. zu merken, dass er es nicht ist
    2. wieder verletzt zu werden
    3. überhaupt nicht zu wissen wie ich mich verhalten soll.

    Ein Problem ist auch gewesen: wir stehen vor der Bar und keiner weiß was zu tun ist: wer bestellt - was wir bestellen - wer bezahlt…usw.

    So unsicher war ich noch nie und keine Ahnung ob er es immer ist.
    Da er auch Vorträge halten muss glaub ich nicht.
    Aber es war wirklich merkwürdig..wir waren beide so unsagbar verplant. Es war richtig peinlich….
    Och kenn mich so auch überhaupt nicht. Ich war wie ein authistisches Reh am Schluss…

    Ich kann halt auch ganz anders sein. Und das Zeitfenster für eine Person kann sehr klein sein.
    Aber so dumm wie früher möchte ich eben nicht mehr sein und eigentlich dem ganzen noch eine Chance geben. Falls es für mich eine gibt und wahrscheinlich muss ich mich noch mal nackt und wehrlos vor ihn stellen und ihn fragen.

    Aber wahrscheinlich hast du recht und ich muss weiter suchen im Irrsinn des Singledschungels.
    Hab ich auch so wahnsinnig Bock drauf!

    Aber nachdem er meinte, dass er ja nichts empfinden würde….was kann ich tun? Gar nichts. Das ist Fakt und Realität! Ende! FIN!

    Bin so froh, wenn ich es überwunden hab.
    Kennenlernen ist so anstrengend. Puh!

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