Zur Bezahlung:
Ich denke schon, dass die Zahlen stimmten und du verdienst als Jugend- und Heimerzieher auch mehr als ein Erzieher im Kindergarten (im Allgemeinen).
Aber:
Mein Bruder war in der Metallbranche. Da kommen oft Zuschläge hinzu, wie Arbeiten mit Gefahrenstoffen oder so ähnliches und Schichtarbeit. Da kann dann schon ein höherer Betrag rauskommen. Er hat jedenfalls nicht schlecht verdient mit all diesen Zuschlägen.
Viel wichtiger finde ich aber, deinen Berufswunsch nicht nur danach zu richten, was du verdienst. Vorallem wenn du was mit Kindern machen würdest. Das sind meiner Meinung nach Berufe (ich habe auch so einen) da bringt man auch viel von sich selber mit ein, muss man, vieles nimmt man gedanklich auch mal mit nach Hause. In der Metallbranche fragt man sich wohl eher nicht zu Hause, wie es dem Metall wohl gerade geht oder warum es das und das gemacht hat oder so und so reagiert
Du solltest also neben dem Verdienst auch das bedenken..
Und Antwort auf dein Eingangsposting habe ich ja schon gegeben. Obwohl ich auch denke, da steckt noch mehr dahinter (Selbstwert etc.), sonst würde dich das alles ja nicht so beschäftigen.
Ein Freund von mir ist Sozialpädagoge und arbeitet mit Jugendlichen und wirkt nicht verweichlicht oder sowas. Nimmt die ganzen Klischees über Männer in sozialen Berufen, aber auch gern ironisch auf und meint, er kann uns Frauen so gut zuhören und Ratschläge geben, weil er ja einen "Frauenberuf" hat. Weil diese (Rollen-)Klischees, die stecken schon noch in uns allen und in der Gesellschaft mehr oder weniger tief verborgenAber wie du siehst, kann man da auch drüber stehen... und wenns wirklich jemand ernsthaft so sieht, das lächerlich oder so finden.
Antworten
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17.03.2012, 13:13
AW: Wie wirkt man als Mann, wenn man eine Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher mac
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17.03.2012, 13:33
AW: Wie wirkt man als Mann, wenn man eine Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher mac
Ich lasse mal jetzt die ökonomische Beurteilung und ob der Job zukunftsträchtig ist oder nicht außen vor - ... mich würde es absolut nicht schrecken, wenn ein Mann (der mir gefällt) diese Ausbildung macht bzw diesen Job ausübt. Im Gegenteil, wenn er voll dahinter steht und mit leuchtenden Augen von seinem Job erzählt, kann das so viel anziehender sein als ein Schlipsträger, der sich nur über seine Statussymbole definiert... ich arbeite selbst in einem akademisch-kaufmännischen Bereich, privat bin ich eher unkonventionell. Das allein bekommen manche Menschen schon nicht ganz auf die Kette und man wird in irgendwelche Schubladen gesteckt, passiert mir auch ständig, aber ärgern tut mich das eigentlich nur noch, wenn es direkte Bekannte sind, von denen man eigentlich denkt, sie hätten mehr Weitblick. Das wird dir evtl auch passieren, lass das nicht zu, zieh Dein Ding durch und halt Dich an diejenigen - auch die Frauen - auf die Du nicht "wirken" musst, die Dich SO toll finden, wie Du bist.... hab Selbstvertrauen... es ist DEIN Leben und deine Entscheidung, mit welchem Job Du glücklich wirst... und das wirst Du auch mit den Jahren ausstrahlen... entscheide nichts unter dem Aspekt, wie dies auf andere (meist die "Falschen") wirken könnte.......... Alles Gute
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17.03.2012, 13:56
AW: Wie wirkt man als Mann, wenn man eine Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher mac
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17.03.2012, 14:39
AW: Wie wirkt man als Mann, wenn man eine Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher mac
Oh neeee..... Nicht, dass die Einschätzung nicht auch stimmen kann. Aber Menschen so eindimensional vorab zu beurteilen und die Komplexität der Persönlichkeit des Einzelnen nicht wahrnehmen zu wollen.... find ich bedenklich. Jemand mit der Einstellung würde mir dann nicht passen...
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17.03.2012, 15:18
AW: Wie wirkt man als Mann, wenn man eine Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher mac
Wie kann man eigentlich die Bezeichnung des Berufs des Jugend- und Heimerziehers so formulieren, dass er ordentlich klingt? Das ist eigentlich mein Hauptproblem, wenn ich mein Berufsbild besser formulieren könnte (ohne dabei zu lügen), wäre mir das schon eine große Hilfe. Jugend- und Heimerzieher hört sich mMn einfach nicht so gut an, hauptsächlich wegen dem Wort Erzieher drin. Mit Erzieher würde ich eher negative Assoziationen verbinden. Ich kenne z.B. jemanden der eine Ausbildung als Fachinformatiker gemacht hat, der aber ohne nennen der Berufsbezeichnung so drum herum redet (ohne zu lügen), dass er einen deutlich besseren Eindruck macht, als wenn er seinen Beruf nennt.Mein Partner ist "Geisteswissenschaftler" und hat mir zu Beginn unserer Bekanntschaft seinen Beruf erstmal verheimlicht bzw. hat etwas drumrumgeredet.
Das sind eigentlich so meine Befürchtungen, die ich auch habe. Ich denke beim ersten Gespräch (das möglicherweise nur ein paar Minuten dauert)fragt man sich gegenseitig ziemlich schnell, was das Gegenüber macht. Wenn dann das Wort Erzieher fällt, klingt das eher negativ und für eine Frau, die vielleicht ein etwas höheres Niveau hat, ist das vielleicht ein No-Go.
Ich finde, wenn man sich näher kennengelernt hat, kann man ja die ganze Berufsbezeichung nennen , aber in den ersten paar Minuten des Kennenlernens in denen die Berufsbezeichnung fällt, wäre es denke ich in meinem Fall besser meine Ausbildung so zu beschreiben, dass sie nach mehr klingt.
Ich wollte eigentlich Psychologie studieren, habe aber keinen Studienplatz bekommen, weil dieses Fach von Studenten völlig überrannt wird. Bei der Studentenberatung meinte man, dass ich vielleicht nach der Ausbildung eine Chance hätte, wegen den vielen Wartesemestern, die ich dann habe und weil die Ausbildung (Jugend- und Heimerzieher) angerechnet wird.Ehrlich gesagt: ich als interessierte Frau würde mich schon fragen, wieso hat er Abitur gemacht und studiert dann nicht? Welches Problem hat er? (Das ist aber meine persönliche Ansicht, nicht verallgemeinern! Wenn mich die Begründung für die Berufswahl überzeugen würde, würde ich auch nicht mehr von einem "Problem" ausgehen.)
Bei der Arbeitsagentur meinte man, dass die Ausbildung Jugend- und Heimerzieher am ehesten zum Studienfach Psychologie passen würde. Außerdem wäre es für die Qualifikation besser, weil das Fach Psychologie sehr theoretisch gestaltet ist und diese Ausbildung wertvolle Praxis liefert.
Eine andere Sache ist noch, dass ich erst abgesichert sein will mit einer Ausbildung, wenn das mit dem Studium nicht so klappen sollte, wie ich mir das vorgenommen habe. Ich kenne einige, die entweder abgebrochen haben, oder einer, der ein schlechtes Diplom hat und deswegen keinen Job findet und jetzt an einer Tankstelle arbeitet.
Also die große Frage: Wie kann man (aber ohne zu witzeln) das was ich mache so formulieren, dass es 1. ordentlich klingt und 2. gegügend Infos liefert, damit wirklich klar ist, was ich tue und 3.meinen Beruf beschreibt, ohne zu lügen?Geändert von alpha297 (17.03.2012 um 15:33 Uhr)
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17.03.2012, 15:38
AW: Wie wirkt man als Mann, wenn man eine Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher mac
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17.03.2012, 15:41
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17.03.2012, 15:48Inaktiver User
AW: Wie wirkt man als Mann, wenn man eine Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher mac
Sorry, aber wenn du schon mit der Bezeichnung deines zukünftigen Berufes Probleme hast, ist es vielleicht nicht der richtige für dich. Erziehen ist meiner Meinung nach eine passende Bezeichnung für das, was du dann später auch bei der Arbeit im Heim u.a. leisten mußt! Wie willst du es sonst nennen? Vielleicht Sozialmanager im U18 Bereich?
Ich habe jedenfalls Hochachtung vor Menschen, die im Heimbereich arbeiten und wenn ich jemand kennenlernen würde, der das geringschätzt, wäre eher DER für mich nichts. So einfach kann es sein.
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17.03.2012, 15:48
AW: Wie wirkt man als Mann, wenn man eine Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher mac
@alpha, sicher dass die Ausbildung das richtige für dich ist?
Ich sage es mal so... nie wäre mir in den Sinn gekommen, einen Jugend- und Heimerzieher von vornherein als verweichlicht oder sonst was zu betrachten. Wenn dann aber einer kommt, der bloß rumschwafelt, und der nicht einfach zu dem stehen kann, was er tut, dann wäre er bei mir durchgefallen. Im Übrigen bin ich in deinem Alter und Studentin...falls das eine Rolle spielt.
(Mit reinen Naturwissenschaftlern assoziiere ich übrigens Nerds
... das heißt aber nicht, dass ich mich nicht mit einem einlassen würde, wenn er mich vom Gegenteil überzeugt).
Und Wirtschaftsingenieurwesen... naja, ist halt gerade in Mode.
Wenn dein eigentliches Ziel ein Psychologiestudium ist, dann sage das doch einfach dazu (oder degradiert dich das in deinen Augen auch wieder, weil du dann sagen musst, dass du nicht auf Anhieb genommen wurdest?!)
Naja wenn du dich für die menschliche Psyche interessierst, solltest du schon selbst drauf kommen, wie was ankommt.Geändert von TellMeWhy (17.03.2012 um 16:08 Uhr)
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17.03.2012, 15:51
AW: Wie wirkt man als Mann, wenn man eine Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher mac
Hallo alpha297,
ich finde, dein Berufsziel hat nichts von "verweichlicht" oder "unmännlich". Den Jungs im Kindergarten und in Heimen tut es sicher gut, mehr männliche Erwachsene um sich haben und was schließlich zählt, ist die Tatsache, dass DIR dein Job Spaß macht, dass er dich zufrieden sein lässt.
Du hast recht, die Bezeichnung klingt altmodisch: ...Erzieher....
Wie wärs, wenn du beim Kennenlernen sagst: "Ich arbeite mit Kindern/Jugendlichen." oder etwas in der Art. Wenn du die Frau dann zu gegebener Zeit mehr mit deinem Berufsleben vertraut machst und sie seltsam reagiert - dann isses einfach nicht die Richtige!
Vertrau dir selbst und alles Gute für deinen Weg!
TrotzdemLa vita è bella!!



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