Deine Worte weisen ja darauf hin, dass es mglw. zwei grundsätzlich unterschiedliche Herangehensweisen, bzw. 'Glaubensauffassungen' gibt.
Die eine Auffassung glaubt, man müsse möglichst 'kompatibel' für möglichst Viele sein, wenn man in einer SB aktiv ist.
Die andere Auffassung geht davon aus, dass dieses zum einen gar nicht möglich ist, und dass es zum anderen sowieso nur eine sehr kleine Anzahl von potentiell passenden Partnern gibt; dass es aber diese kleine Anzahl von potentiellen Partnern GANZ SICHER gibt und es nur noch darum geht, eben die zu finden, bzw. sich von denen finden zu lassen. Ich vertrete die zweite 'Glaubensrichtung' und bin sehr gut gefahren damit.
Aus meiner Sicht bleibt bei der ersten Auffassung bspw. eine wichtige Sache sehr unklar; damit meine ich, dass bei dem potentiellen OdB sozusagen 'Unklarheit' erzeugt wird - wer sich selbst möglichst 'massenkompatibel' (überspitzt gesagt) darstellen will, der erzeugt auch Unsicherheit beim potentiellen Gegenüber dahingehend, wer man denn nun wirklich ist.
Desweiteren liegt der Verdacht nahe, wenn man sich möglichst vielen positiv präsentieren will, dass man selbst nur ein unscharfes Bild von seinem Traumpartner hat.
Wer aber ein unscharfes Bild vom Traumpartner hat, der wird ihn auch nicht finden, weil er ja gar nicht weiß, wie und wonach er suchen soll.
Kurzum: wer everybodys Darling sein will, ist vielleicht dann doch nicht am Ende everybodys Arschloch, muss sich aus meiner Sicht aber nicht wundern, wenn es in der SB nicht so richtig hinhauen will.
VanDyck
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Ergebnis 41 bis 50 von 130
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27.02.2012, 16:55
AW: Es sind nicht die Frauen, die einen Traumprinzen suchen...
Geändert von VanDyck (27.02.2012 um 17:01 Uhr)
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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27.02.2012, 17:02
AW: Es sind nicht die Frauen, die einen Traumprinzen suchen...
@ VanDyck
Es hat jedoch auch etwas, aus einer gewissen Auswahl schöpfen zu können.
Denn es kann ja immerhin sein, dass diejenigen wenigen, die sich selbst als passend empfinden, vom Suchenden selbst nicht als passend empfunden werden.
Es gibt sicherlich Menschen, die können mit vielen Menschen und sind auch bei vielen beliebt. Die können es sich aussuchen, ob sie auf Quantität oder Qualität setzen wollen.
Diejenigen, die nicht jedermanns Fall sind, setzen besser nicht in erster Linie auf Quantität, denn sonst ist die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht passt, doch groß. Sie müssen sich dabei ja meistens auch ein wenig verbiegen, das merkt man dann beim näheren Kontakt. Und diese Menschen müssen dann damit leben, dass es in einer SB dann eben mal nicht ausreichend viele für sie passende potentielle Partner gibt.Geändert von Latona (28.02.2012 um 12:34 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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27.02.2012, 17:09
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27.02.2012, 20:53Inaktiver User
AW: Es sind nicht die Frauen, die einen Traumprinzen suchen...
Hallo Lucy,
ich kann verstehen, dass du ratlos bist. Eine Singlebörse suggeriert einem ja auch, dass "für jeden/jede was dabei sein müsste".
Ich für meinen Teil habe momentan dazu auch gar keine Lust mehr. Man wird so schnell mit irgendwelchen Erwartungen konfrontiert, die mir irgendwie alle nicht gefallen
.
Ich glaube andererseits auch, wenn man sich so in der Art beschreibt, wie du es zu Anfang hier getan hast, macht das anderen Menschen Angst.
Da ist es bestimmt leichter, sich an die offensichtlich schwachen Typen zu wenden, wenn man sich selbst stark fühlen möchte.
Mich strengt das Online-Dating auch sehr an, ich hatte schon allerhand Treffen, die mir weitgehend den Eindruck vermitteln, dass alle wie gehetzt die gegenübersitzende Person abchecken - mir vergeht da irgendwie alles.
Und irgendwie brauche ich wenn schon einen Freund, der auch zu mir passt.
In unserer Altersgruppe geht es offenbar nicht mehr so unkompliziert wie früher, aber ich setze jetzt mal auf den Frühling und auf das echte Leben
Viele Grüße
Birke
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27.02.2012, 21:15
AW: Es sind nicht die Frauen, die einen Traumprinzen suchen...
Ja, ich hoffe auch, dass sich manche Dinge vielleicht in der lauen Frühlingsluft von selbst regeln...In unserer Altersgruppe geht es offenbar nicht mehr so unkompliziert wie früher, aber ich setze jetzt mal auf den Frühling und auf das echte Leben
Und, früher war es auch nicht leichter. Behaupte ich jetzt mal.
Eigentlich finde ich schon, dass die Singlebörsen eine gute ERfindung sind. Vor allen Dingen für Menschen mittleren Alters, die nicht auf Ü30-Partys stehen und aufgrund minderjähriger Kinder zeitlich nicht so flexibel sind.
Hatte ja schon einmal Glück gehabt, dort jemanden zu finden. Auch wenn es umständehalber nicht gehalten hat. Werd mal sehen. Vielleicht wechsel ich auch mal die SB...
LG
Sweet-Lucy
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27.02.2012, 21:26Inaktiver User
AW: Es sind nicht die Frauen, die einen Traumprinzen suchen...
Also, ich fand es früher zwar auch nicht unkompliziert, aber ich hatte zumindestens ständig "jemand am Start". Die Männer waren auch noch jünger, die Auswahl an attraktiveren Kandidaten war eindeutig größer, sie waren noch nicht verheiratet/geschieden/verkorkst/verschuldet/midlifekrisengeschüttelt/burnoutgefährdet/unterhaltspflichtig/usw.usw.
Aber wie hier schon jemand schrieb: es gibt in D 80 MIo Einwohner/innen, die Auswahl ist groß...
LG Birke
die sich am kommenden (kinderfreien) Wochenende auf die Piste begeben wird...
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28.02.2012, 12:09
AW: Es sind nicht die Frauen, die einen Traumprinzen suchen...
So ist es ja auch in den allermeisten Fällen - und auch lucy hatte in einer SB schon eine Liebe gefunden.
Hey lucy ...
Vielleicht bist du auch noch viel zu sehr beeinflusst davon, dass dein letzter Freund mit dir vor einigen Monaten Schluss gemacht hat.
Du hast ihn als kostbaren Menschen bezeichnet, dann ist es zerbrochen und dein Schmerz darüber wühlt in dir womöglich noch mehr als du glaubst.
Evtl. muss also wirklich noch ein bißchen mehr Zeit vergehen für dich, und dann sieht es anders aus, wenn es bald wärmer wird und die Sonne mehr scheint.
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28.02.2012, 12:27Inaktiver User
AW: Es sind nicht die Frauen, die einen Traumprinzen suchen...
möglich.. denkt sich eine der "Prinzessinnen auf der Erbse"..Die Männer verlieben sich in die armen empfindlichen Prinzessinnen auf der Erbse und wundern sich, dass sie mit ihr nicht klarkommen.
Und das Schlimmste ist, sie trauern ewig diesen Frauen hinterher….da hat eine „Normale“ überhaupt keine Chance….
Dennoch besagt dieser Satz ja auch schon, dass es ein Scheitern dieser Beziehungen gab, da ja nachgetrauert wurde.
Möglicherweise ist es doch so wie R.D. Precht es beschreibt:
Wir suchen in der Liebe zwei Zutaten, die eigentlich nicht miteinander vereinbar sind. Vertrauen und Geborgenheit auf der einen Seite..
ABER : " Mit den Menschen, bei denen Sie sich am geborgensten fühlen, wollen sie nicht ins Bett; und die, die Sie erregen, halten sie auf Dauer nicht aus. "
Das mag platt klingen, ist aber eher eine komplexe Wahrheit, die vielleicht sogar die Fragen beantwortet, die zwischen den Zeilen des Ausgangspostings standen.
Fazit : Liebe ist biologisch betrachtet UNSINN..
Somit, versucht doch gar nicht diesen UNsinn sinnvoll ergründen zu wollen..
Es ist ein "Unfall der Evolution" :-))
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28.02.2012, 15:26Inaktiver User
AW: Es sind nicht die Frauen, die einen Traumprinzen suchen...
Eben nicht! Die Evolution will doch genau das, dass wir uns wild paaren und Nachkommen zeugen. Die sogenannte Liebe ist nur dazu da, dass sich zwei Menschen aufeinanderstürzen. Dass wir lange zusammenbleiben, hat die Evolution gar nicht im Sinn. Jetzt mal unwissenschaftlich formuliert
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28.02.2012, 16:15
AW: Es sind nicht die Frauen, die einen Traumprinzen suchen...
Auch wenn der Herr Precht wirklich ein Netter ist - in diesem Punkt schließt er womöglich zu sehr von sich auf Andere. Denn sein Satz ist ja letztlich nur ein GLAUBENS-Satz.
Na ja - biologisch betrachtet ist alles mögliche Unsinn, im Grunde sogar das schreiben in dieser Community.Fazit : Liebe ist biologisch betrachtet UNSINN..
Die Evoution ist ja auch ein wenig senil, weil sie schon so alt ist.
Ginge es nach der Evolution und der Biologie, dann dürften wir auch nur vögeln, wenn wir Kinder haben wollen. Letztlich wird der Mensch doch erst zum Mensch, weil er der Evolution ein Schnippchen schlagen kann.
Und als die Evolution zur Evolution wurde, da wusste sie auch von allen möglichen Dingen noch nichts. Humanismus, Kondome, Überbevölkerung, Atombomben und all son Zeugs, waren der Evolution völlig unbekannt ...
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