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  1. User Info Menu

    AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???

    Problematisch wird es eher, wenn zwei Parteien aufeinandertreffen, wo beide das gleich starke Bedürfnis haben, der "Bestimmer" sein zu wollen. Das wird dann schnell Kampf um jede Kleinigkeit. Aber "Bestimmer" sein zu wollen und Selbstbewusstsein haben wenig miteinander zu tun.
    So sehe ich das auch, ich habe es mit Souveränität umschreiben wollen, aber so liest es sich viel deutlicher.

    Diejenigen, die jede Kleinigkeit bestimmen wollen, haben einen hohen Nervfaktor, unabhängig von ihrer tatsächlichen Stärke. Ich vermute mal, dass es daher so unterschiedliche Erfahrungen gibt.

    Grüße

    türkis

  2. Inaktiver User

    AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, ich glaube nicht. Die Entwicklungsaufgaben für Jungs und für Mädchen sind hier andere. Der Junge muss sich lösen von seiner Mutter. Er muss anders werden als sie, nämlich ein Mann. Das Mädchen muss genau so werden wie die Mutter, nämlich eine Frau. Das ist ein tiefgreifender Unterschied.
    Das ist allerdings sehr wichtig.

    Und als Mutter von Söhnen würde ich noch ergänzen: weil das Mädchen so werden kann wie die Mutter wird es sich ihr auch nie so ohnmächtig ausgeliefert fühlen wie ein kleiner Junge. Ich denke, Jungs erleben die Mutter als sehr viel allmächtiger wie Mädchen.

  3. User Info Menu

    AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???

    Vielleicht hast du so einen unkritischen Freundeskreis, oder einen sehr rücksichtsvollen, der dich nicht kritisieren würde - in meinem Umfeld wird man da eher ziemlich auseinandergenommen, wenn auch konstruktiv.
    Ich glaube wir reden gerade von verschiedenen Dingen. Ich hatte eine Datesituation vor Augen. Warum einer im Prinzip fremden Person sagen, dass ich sie nervig finde? Ich finde da unhöflich und auch unnötig. In einem solchen Fall würde ich eine gesichtswahrende Ausrede benutzen.

    Mein Freundeskreis geht ehrlich mit mir um, aber ich habe eben andere Erfahrungen

    Grüße

    Türkis

  4. Inaktiver User

    AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???

    Natürlich wird man von einem Date nicht unbedingt erfahren, wieso sich nichts entwickelt hat. Aber man lernt ja auch Männer in anderen Zusammenhängen kennen und kann sich mit ihnen irgendwann mal über ihr Bild und Eindrücke austauschen, das meinte ich. Oder redet eben mit Freunden oder Kollegen drüber, das ist ja auch aufschlußreich.

    Ich denk mir das ja nicht alles allein im stillen Kämmerlein aus, ich rede ja mit vielen verschiedenen Menschen über das Thema.

  5. Inaktiver User

    AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Diejenigen, die jede Kleinigkeit bestimmen wollen, haben einen hohen Nervfaktor, unabhängig von ihrer tatsächlichen Stärke. Ich vermute mal, dass es daher so unterschiedliche Erfahrungen gibt.
    Ja, vermutlich. Mitunter ist die Umschreibung als "Stärke" eben auch nur ein Euphemismus für "nervig" sein. Und dann lautet die Frage des Fadens eigentlich übersetzt: Wie nervig darf eine Frau sein? Und die hier in Frage stehenden Männer hätten mit dieser Übersetzung eine Frau nicht abgelehnt, weil sie so "stark" ist. Sondern weil sie so "nervig" ist.

    Und schon wäre alles viel weniger rätselhaft ...

  6. Inaktiver User

    AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke, Jungs erleben die Mutter als sehr viel allmächtiger wie Mädchen.
    Ja, das denke ich auch. (Nicht in jedem Einzelfall - aber im Großen und Ganzen gesehen). Aber das sprengt glaube ich gerade den thematischen Rahmen des Freds hier.

  7. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ob nun "brav" oder nicht (ich finde, das "brav" klingt so abwertend) - das Vorhaben, möglichst wenig "Auseinandersetzung" (vulgo: Streit) sondern mehr "Zusammensetzung" in einer Partnerschaft anzustreben, halte ich ja noch nicht für sooooo verwerflich.

    Überlegen wir mal umgekehrt: Ist es ein sinnvolles Ziel, möglichst viel Streit zu haben in einer Beziehung? Wer würde da freudigen Herzens "JA!" rufen wollen ...

    Nein, ich denke, Konflikte und Auseinandersetzungen gehören zwar zu einer längerfristigen Partnerschaft dazu. Ganz ohne ist es einfach nicht zu haben. Nur: Das ist deshalb ja nicht etwas, was ich anstreben sollte. Sozusagen als Qualitätsausweis der Beziehung nach dem Motto: Die Beziehung ist soooooo stark, die hält sooooo viel Streit aus. Das käme mir eher vor wie zwei sich verschränkende Neurosen. (Was natürlich viel Bindungsenergie schafft, das schon.)

    Also noch mal: Was ist verwerflich daran, wenn ein Mann das Ziel hätte, möglichst wenig Auseinandersetzungen in der Beziehung zu haben? Also: Nur das unvermeidliche Maß, was einfach damit zu tun hat, dass sich zwei unterschiedliche Persönlichkeiten, Wertesysteme und persönliche Prägungen begegnen?

    Ein Beziehungsangebot, das da lautete: "Komm zu mir, ich will dir das Leben maximal sauer machen!" würde mich zumindest nicht so sehr begeistern ....
    Na ja...
    das ist klar: Kein Mensch will einen Hausdrachen daheim, mit dem man ständig zanken muss.

    Was ich sagen wollte:
    Manch einem vor Energie sprudelnden Mann ist es offenbar lieber, zuhause eine liebe, anpassungswillige Frau (="brav" in Bayern, nicht abwertend gemeint!) Frau zu haben, als eine Frau, die selbstbewusst kontra gibt und ihre eigenen Vorstellungen einbringen möchte. Es ist diesen Männern wohl zu anstrengend auf Dauer....siehe Beitrag #542 als Beispiel.

    Diese Männer wollen ihre sprudelnden Energien vermutlich in Beruf und Hobby reinstecken, aber nicht in eine "Beziehungsarbeit" oder so. Oder in eine Beziehung zu einer Frau, die sich als für die Herren "zu eigensinnig" erweist.

    Ich denke gerade an den Moderator DerJunge. Er kennt sowas wahrscheinlich gar nicht mehr - vermutlich, da er Bestandteil einer anderen Generation ist.

  8. Inaktiver User

    AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, vermutlich. Mitunter ist die Umschreibung als "Stärke" eben auch nur ein Euphemismus für "nervig" sein. Und dann lautet die Frage des Fadens eigentlich übersetzt: Wie nervig darf eine Frau sein? Und die hier in Frage stehenden Männer hätten mit dieser Übersetzung eine Frau nicht abgelehnt, weil sie so "stark" ist. Sondern weil sie so "nervig" ist.

    Und schon wäre alles viel weniger rätselhaft ...
    Dann bleibt aber - für mich - das Rätsel, wieso man direkte Konfrontation und klare Ansagen als nerviger empfindet als Nörgelei und Emotionale Erpressung. Von jahrelangem Sexentzug ganz zu schweigen, da bin ich immer wieder perplex, wie man das jahrelang mitmachen kann. Eine für mich starke Frau würde mit einem Mann, auf den sie keine Lust mehr hat, sicher nicht Jahre zusammenbleiben.

    Ich frag mich eben, wieso finden Männer DAS nicht anstrengend?? Eine Frau, die täglich ein Fass aufmacht wegen irgendwelcher Krümel die rumliegen und so Kleinscheiss??

    Und da sind wir wieder bei der Mutter - ich denk, das hat schon viel mit Beziehungsmustern zu tun. Eine Paartherapeutin meinte mal zu mir: dieses Kritteln und Nörgeln und Strafen kennen eben viele von der Mutter - und das ist eben ihr ganz normales Frauenbild, Frauen sind halt so, das blendet man irgendwann als Hintergrundrauschen aus. Aber wehe, eine Frau haut auch mal (!) auf den Tisch - das ist eben nicht das was sie als weiblich empfinden, das ist anders und daher anstrengend. Weil man das nicht so ausblenden kann wie das Dauergemecker z.B.

    Ich persönlich kenn jedenfalls nicht wenige Frauen, die Dauerkämpfe um Dinge ausfechten, die ich nicht mal registrieren würde, und sei es der hochgeklappte Klodeckel oder wie ein Handtuch aufgehängt werden muss. Das wird aber anscheinend eher akzeptiert.
    Geändert von Inaktiver User (21.12.2011 um 20:16 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann bleibt aber - für mich - das Rätsel, wieso man direkte Konfrontation und klare Ansagen als nerviger empfindet als Nörgelei und Emotionale Erpressung.
    In vielen Fällen ist es so, dass hier die Mutter reinwirkt, unbewusst natürlich.
    Wenn man als Junge gelernt hat, offene Kommunikation oder Konfrontation wird mit z. B. Liebesentzug oder sonstigen emotionalen Erpressungsmanövern bestraft wird man auch später alles dran tun um das nicht wieder zu erleben und der Frau quasi in den Allerwertesten kriecht um wieder auf gut Wetter zu machen.
    Dieser Mißbrauch ist so tief verankert, dass das Muster der Kindheit immer wieder gesucht und gelebt wird - weil das was man(n) kennt sucht man auch.

    Gilt auch umgekehrt wenn sich Frauen immer wieder Männer suchen, von denen sie geprügelt werden, ist ein ähnliches Muster nur hier mit vollzogener Gewalt.

    Von aussen erscheint das grotesk, vor allem wenn man das selbst so nicht erlebt hat.

  10. Inaktiver User

    AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???

    So erkläre ich es mir auch. Und eben auch die tiefsitzende Angst vieler Männer, eine "starke" Frau könnte sich einfach abwenden und gehen, während die Nörgeltrine (sorry) zwar nörgelt, aber bleibt.

    Ich glaube, dass sowas sehr tief sitzt - und eben durchaus auch bei Männern der Fall sein kann, die äußerlich sehr tough wirken.

    Genau wie viele toughe Frauen sich an Männern abarbeiten, die sich nicht wirklich einlassen, das ist ja auch sehr oft ein Kindheitsmuster und eine Prägung durch einen emotional abwesenden Vater.

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