Danke für Deine 2 pence.
Und gerade das ist mir selten untergekommen: Dass diese Beziehungen nicht halten!
Ganz im Gegenteil, wie gesagt:
Die turbolentesten Ehen und Beziehungen konnte ich zw. sehr "gleichstarken" beobachten, mitsamt Trennung und Drama....daraus habe ich geschlossen, dass es wohl nicht gut funktioniert.
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21.12.2011, 18:47
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
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21.12.2011, 19:10Inaktiver User
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Auch wenn das hier schon mehrfach erläutert wurde, gerne für dich noch einmal:
Ich hätte kein Problem damit - wenn diejenigen, die das so gern verwenden, sich bewußt wären, dass niemand immer und überall stark ist und auch stark sein will - und dass seinen Alltag gut auch ohne Mann bewältigen zu können nicht heißt, dass man einen Mann nicht emotional brauchen würde.
Das kriegen meiner Erfahrung nach nicht alle Männer zusammen, die denken: starke Frau - braucht mich nicht - und Ende der Vorstellung. Sie finden dich meist sowohl interessant wie auch anziehend - aber es macht ihnen wohl auch irgendwo Angst weil sie es nicht so recht einordnen können, wie weit die Unabhängigkeit geht und ob man sie nicht bei erster Gelegenheit verlassen würde. Was wohl nicht so ist - aber diese Angst kann man jemand ja schlecht nehmen, schon beim Kennenlernen.
Noch dazu, wenn man eben schon mal seinen Ehemann trotz kleiner Kinder verlassen hat - Schublade auf, Frau rein. Ob man dafür vielleicht gute Gründe hatte, das erzählt man ja auch nicht gleich bei den ersten Treffen.
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21.12.2011, 19:13Inaktiver User
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Ob nun "brav" oder nicht (ich finde, das "brav" klingt so abwertend) - das Vorhaben, möglichst wenig "Auseinandersetzung" (vulgo: Streit) sondern mehr "Zusammensetzung" in einer Partnerschaft anzustreben, halte ich ja noch nicht für sooooo verwerflich.
Überlegen wir mal umgekehrt: Ist es ein sinnvolles Ziel, möglichst viel Streit zu haben in einer Beziehung? Wer würde da freudigen Herzens "JA!" rufen wollen ...
Nein, ich denke, Konflikte und Auseinandersetzungen gehören zwar zu einer längerfristigen Partnerschaft dazu. Ganz ohne ist es einfach nicht zu haben. Nur: Das ist deshalb ja nicht etwas, was ich anstreben sollte. Sozusagen als Qualitätsausweis der Beziehung nach dem Motto: Die Beziehung ist soooooo stark, die hält sooooo viel Streit aus. Das käme mir eher vor wie zwei sich verschränkende Neurosen. (Was natürlich viel Bindungsenergie schafft, das schon.)
Also noch mal: Was ist verwerflich daran, wenn ein Mann das Ziel hätte, möglichst wenig Auseinandersetzungen in der Beziehung zu haben? Also: Nur das unvermeidliche Maß, was einfach damit zu tun hat, dass sich zwei unterschiedliche Persönlichkeiten, Wertesysteme und persönliche Prägungen begegnen?
Ein Beziehungsangebot, das da lautete: "Komm zu mir, ich will dir das Leben maximal sauer machen!" würde mich zumindest nicht so sehr begeistern ....
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21.12.2011, 19:23
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Aber das ist doch ein Vorteil? Ruckzuck bist du die ungeeigneten Kandidaten los. Es bringt doch nichts darüber zu sinnieren, wie das Bewusstsein der Menschen sein sollte. Ich halte das für eine gigantische Energieverschwendung. Allerdings habe ich nicht deine negativen Erfahrungen gemacht.Ich hätte kein Problem damit - wenn diejenigen, die das so gern verwenden, sich bewußt wären, dass niemand immer und überall stark ist und auch stark sein will - und dass seinen Alltag gut auch ohne Mann bewältigen zu können nicht heißt, dass man einen Mann nicht emotional brauchen würde.
das ist deine Interpretation. Womöglich gehst Du dem einen auf die Nerven, der andere denkt gerade an seine Steuererklärung dem dritten gefällt eine andere dann doch besser. Die Gründe können vielfältig sein. Du sagst bestimmt auch nicht jedem ins Gesicht : Sorry aber du bist dermassen nervig, das ertrage ich keine Minute länger.aber es macht ihnen wohl auch irgendwo Angst weil sie es nicht so recht einordnen können, wie weit die Unabhängigkeit geht und ob man sie nicht bei erster Gelegenheit verlassen würde
Der Mensch neigt doch eher zu gesichtswahrenden Ausreden. Ich halte es für einen ganz großen Fehler von einer äußeren Beobachtungen auf innere Beweggründe schließen zu wollen.
Grüßle von
türkis
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21.12.2011, 19:25Inaktiver User
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Das entspricht auch mehr meinen Erfahrungen.
Problematisch wird es eher, wenn zwei Parteien aufeinandertreffen, wo beide das gleich starke Bedürfnis haben, der "Bestimmer" sein zu wollen. Das wird dann schnell Kampf um jede Kleinigkeit. Aber "Bestimmer" sein zu wollen und Selbstbewusstsein haben wenig miteinander zu tun.
(Hint: Ich schreibe nicht, sie sind Gegensätze. Sondern im Wortsinne, das sind wirklich unabhängige Dimensionen.)
Genau. Das ist der Pferdefuß in diesem Arrangement für den "Stärkeren". Was immer "Stärke" nun genau bedeuten möge.Das Gegenteil ist richtiger: Wenn in einer Beziehung zwei Menschen mit stark unterschiedlichen Selbstbewusstseinsgraden zusammenkommen, herrscht eine Schieflage, die von beiden ständig ausgeglichen werden muss: Vom Stärkeren durch ständige Rücksichtnahme (oder Zurücknahme), ...
Weswegen ich auch an der Attraktivität dieser Konstellation für den "stärkeren" Part zweifele.
Und das hier kommt noch dazu:
Die wirkliche (i.S.v wirksame) Realität bezüglich Stärke und Schwäche, Dominanz oder Submissivität, ist oft eine ganz andere, als es mitunter oberflächlich erscheinen mag.Und wenn es nach außen anders aussieht, also so, als herrsche ein starkes Gefälle, dann sollte man sich die Mühe machen, mal genauer hinzuschauen.... und falls das nicht geht, SEHHHHR VORSICHTIG mit irgendwelchen vorschnellen Urteilen sein.
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21.12.2011, 19:25Inaktiver User
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Ich denke gerade an einen Kollegen von mir, für den ist jede Frau, die selbstbewußt auftritt und relativ direkt kommuniziert ein Mannweib, völlig unabhängig vom Aussehen, er findet entschiedene und klare Frauen unweiblich.
Seinem Bild von Weiblichkeit entsprechen eher die, die sich vordergründig schwach und hilflos geben - aber umso entschiedener ihre Ziele durchsetzen durch Heulen, emotionale Erpressung oder Nörgeln.
Und meiner Beobachtung nach ist er kein Einzelfall, jedenfalls in der Generation.
Ich tu mir schwer das zu verstehen, denn ich fände weit anstrengender immer so hintenrum kommunizieren müssen anstatt Tacheles zu reden. Und anstatt vielleicht mal einen Krach zu haben eine schmollende und vorwurfsvolle Frau ertragen zu müssen.
Das ist für mich das Unverständliche an der Sache, ich finde letzteres belastend - darüber, dass man sich nicht auf eine Beziehung einlässt um ständig diskutieren zu müssen sind wir uns glaub ich einig.
Und ich denke auch, dass die Konkurrenz nicht unbedingt von der gleichstarken Partnerin ausgeht - sondern dass Männer von Haus aus eher zum Wettbewerb neigen, und meinen, das muss immer ausgefochten werden, auch wenn die Frau das gar nicht will. Ist ja bei Jungsfreundschaften doch auch so - so ein Kräftemessen gibt es unter Mädels nicht, da geht es eher um Gemeinsamkeiten und Verständnis als darum, wer weiter pieseln kann...
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21.12.2011, 19:28
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Lina hat nicht dir geantwortet sondern Contender. Weshalb deine Männererfahrungen im nichtprivaten Bereich dazu von Belang sein sollten, erschließt sich mir offen gestanden nicht. Zumal das Forum "über das Kennenlernen" heißt.Ich habe ja ganz deutlich von meinen Erfahrungen nicht nur im privatem Bereich, sondern auch in anderen Bereichen geschrieben.
Grüße von
türkis
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21.12.2011, 19:30Inaktiver User
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Das ist nicht meine Haltung mir gegenüber, mir irgendwas vormachen zu wollen, warum auch - und erklärt auch nicht, wenn sich diese Beobachtungen mit denen so vieler anderer Frauen decken. An deren Gesichtswahrung ich wenig Interesse habe.
Vielleicht hast du so einen unkritischen Freundeskreis, oder einen sehr rücksichtsvollen, der dich nicht kritisieren würde - in meinem Umfeld wird man da eher ziemlich auseinandergenommen, wenn auch konstruktiv. Und trotzdem kommt von vielen eine ähnliche Erklärung.
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21.12.2011, 19:32Inaktiver User
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Auch das erklärt sich mit ein bisschen Nachdenken ganz von allein: weil man ja Männer nicht nur über SB, sondern auch im beruflichen oder anderen Umfeld kennenlernt. Und auch unter Kollegen, Sportfreunden oder Nachbarn gewisse Dinge beobachten kann, nicht nur im eigenen Freundeskreis.
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21.12.2011, 19:32Inaktiver User
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Nein, ich glaube nicht. Die Entwicklungsaufgaben für Jungs und für Mädchen sind hier andere. Der Junge muss sich lösen von seiner Mutter. Er muss anders werden als sie, nämlich ein Mann. Das Mädchen muss genau so werden wie die Mutter, nämlich eine Frau. Das ist ein tiefgreifender Unterschied.



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