Ich hatte verstanden, die Angst bezog sich auf das "Alleinsein" - das muss ja nicht unbedingt die Angst vor Selbständigkeit sein (die ich nachvollziehbar finde, wenn jemand lange oder immer in einer Beziehung war) - ich hatte da aber mehr die Angst vor Einsamkeit draus gelesen. Das finde ich nochmal was ganz anderes.
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18.01.2012, 21:38Inaktiver User
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
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18.01.2012, 21:45Inaktiver User
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Hinzu kommt für mich noch was und zwar, dass es möglich ist, ganz rational natürlich zu wissen, dass man es 'alleine' packt und durchaus sehr gut zurecht kommen wird und zugleich große Angst davor zu haben vor dem, was kommt nach einer Trennung.
Ich finde das eigentlich ziemlich normal, bzw. ich halte alle möglichen Schattierungen von wenig Angst bis große Angst für normal.
Wenn's dann soweit ist, muss man sich dem eh stellen..
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18.01.2012, 21:45
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18.01.2012, 21:47Inaktiver User
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Das sehe ich ganz genau so.
Dieser schwammige Begriff "stark" ja auch sehr davon abhängig, wie die Situation vorher ausgesehen hat.
Was für den einen die Bezwingung des persönlicher Mount Everest ist, mag für den anderen eine vergleichsweise gewohnte oder gar alltägliche Sache sein. Und umgekehrt.
Vielleicht ist Stärke sogar eine Eigenschaft, die sich nur auf bestimmte Situationen und bestimmte Anforderungen bezieht. Temporär und abhängig von den Umständen also.
Und sie bezeichnet eben schlicht die Überwindung der gegebenen Anforderungen.
Beispiel: Ein Mensch, der eine schwere Krankheit durchmacht und sie körperlich wie psychisch verwindet, ist für mich ein sehr starker Mensch. Aber ich war auch noch nie in dieser Situation.
Und ich könnte mir vorstellen, dass dieser Mensch sich sehr wenig Gedanken darüber macht, ob er nu´stark ist oder nicht. Der ist schlicht mit der Aufgabe beschäftigt.
Und ja, es ist sicher oftmals so, dass ein Mensch innerhalb einer solchen Aufgabe stärker wird oder erst stark sein kann. Oder überhaupt seine Stärke entdeckt.
Ich glaube, das Attribut "stark" wird in der Regel von den Menschen im Umfeld vergeben - weniger von dem "Starken" selbst. Der ist nämlich mit der Bewältigung dieser "starken" Anforderung beschäftigt.
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18.01.2012, 21:54
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Der Mann in deinem Beispiel wird sich wahrscheinlich gar nicht als "stark" empfinden. Wenn man ihn darauf ansprechen würde, würde man vielleicht Antworten erhalten wie:
"..ich doch nicht. So fühle ich mich gerade gar nicht. Im Gegenteil. Aber es hilft doch gar nichts."
Oder - wie es Randy Pausch in seiner extrem berührenden "last lecture" sagte: Das sind die Karten, die ich in der Hand habe. Es hilft nichts, sich darüber zu ärgern, dass sie nicht besser sind. Besser ist es, das Beste aus diesen Karten zu machen".
Umgekehrt kann man aber auch nicht sagen, dass es das Kennzeichen eines "starken" Menschen ist, dass er sich nicht "stark" fühlt. Viele sind sich ihrer Stärke durchaus bewußt.
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18.01.2012, 22:05Inaktiver User
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Also für mich ist auch "panische Angst" vor dem Alleinsein nicht nachvollziehbar. Und wieso muss man einsam sein, wenn man sich aus einer Beziehung löst? Das ist doch wieder was anderes.
Von der Beziehungsdauer würde ich das nicht abhängig machen, ich glaube nicht dass jede lang liierte Frau das so formulieren würde.
Viel Selbstvertrauen lese ich da nichts raus, und das ist für mich auch etwas, das ich als "stark" empfinde - zu wissen, irgendwie wird man's schon schaffen, weil man sich auf sich selbst verlassen kann, auch in schwierigen Zeiten.
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18.01.2012, 22:07Inaktiver User
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Das kann man ganz bestimmt nicht sagen. Ich wollte den Umkehrschluss damit auch nicht implizieren.
Sich seiner Stärke bewusst sein bedeutet doch zumeist, bereits ähnlich Situationen erfolgreich durchlebt zu haben - oder einfach in sich die Überzeugung zu tragen, es zu schaffen. Es gibt sogar Menschen, denen der Gedanke ans Scheitern gar nicht erst kommt.
Das eine ist dann also Stärke durch Wissen, das andere Stärke durch Glauben an sich selbst oder gar Überzeugung ohne Belege.
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18.01.2012, 22:08Inaktiver User
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Aber das ist ja eben auch nur eine der möglichen Sichtweisen. Nicht jeder würde so pragmatisch sein.
Ein anderer würde das anders sehen und wär völlig verzweifelt. Und denken, er schafft das nicht oder seine Energie darauf verwenden sich zu fragen, wieso ausgerechnet er, daran zerbrechen und alle Lebensfreude verlieren oder oder oder.
Ich denke, das erfordert eben eine gewisse Stärke. Gutes Beispiel.Oder - wie es Randy Pausch in seiner extrem berührenden "last lecture" sagte: Das sind die Karten, die ich in der Hand habe. Es hilft nichts, sich darüber zu ärgern, dass sie nicht besser sind. Besser ist es, das Beste aus diesen Karten zu machen".
Ja.Umgekehrt kann man aber auch nicht sagen, dass es das Kennzeichen eines "starken" Menschen ist, dass er sich nicht "stark" fühlt. Viele sind sich ihrer Stärke durchaus bewußt.
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18.01.2012, 22:10Inaktiver User
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18.01.2012, 22:11Inaktiver User
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Einen sehr nahestehenden Menschen zu verlieren kann durchaus auch nicht rational nachvollziehbare Ängste triggern. So etwas wie eine frühkindliche Verlustangst zum Beispiel. Verlassen werden ist für einen Erwachsenen nicht annähernd so bedrohlich wie für ein Kind - aber die biopsychosozialen Mechanismen können durchaus dieselben sein.



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