So läuft das nicht nur im Süden. Die Ehe meiner Großeltern funktionierte im Prinzip genauso. Alle sozialen Belange regelte meine Oma, sie plante alle Anschaffungen und entschied im Grunde alles, was die Kinder betraf. Mein Opa hielt sich da dezent raus - war ja eh immer bei der Arbeit. Die Lorbeeren für irgendwelche gelungenen Aktionen (guter Schulabschluss der Kinder, tolle Urlaube, schöne Wohnung) bekam natürlich vom Umfeld der "Herr des Hauses". Hat meine Oma nie gestört![]()
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16.12.2011, 19:02
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
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16.12.2011, 19:17
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Mich irritiert irgendwie grundsätzlich folgendes:
Egal, ob jetzt bei Mann oder Frau.
Jemand findet einen starken, alles wuppenden, aktiven, energiereichen Partner/Partnerin.
Es müsste doch glasklar sein, dass gerade solch aktive Menschen ebenfalls mal ein "Auftanken" und eine Verschnaufpause und eine starke Schulter brauchen. Eben weil sie so aktiv sind und soviel geben wollen und können.
Deshalb verstehe ich irgendwo nicht so ganz, dass im Eingangsposting Männer zur TE sagen: Du BRAUCHST ja gar keinen Mann.
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16.12.2011, 19:26
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Hi,
ich habe zwar nicht alle Kommentare gelesen, finde aber das Statement so mancher Männer "Du brauchst ja gar keinen Mann" ziemlich unhöflich, gelinde gesagt, und sicher auch unzutreffend.
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass so mancher Mann, dem es nicht so liegt, seine Gefühle zu zeigen oder zu kommunizieren, seine Liebe auf andere Weise unter Beweis stellt: nämlich, indem er die körperlich schwere Arbeiten für sie erledigt.
Vielleicht ist das ja eine Erklärung.
Grüsse,
Sweethaert
"There Are More Things In Heaven And Earth, Horatio,
Than Are Dreamt Of In Your Philosophy"
(Shakespeare)
______________________
"Es soll sich regen, schaffend handeln,
Erst sich gestalten, dann verwandeln;
Nur scheinbar steht's Momente still.
Das Ewige regt sich fort in allen:
Denn alles muss in Nichts zerfallen,
Wenn es im Sein beharren will".
(Goethe)
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16.12.2011, 19:33Inaktiver User
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16.12.2011, 19:40Inaktiver User
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Vermutlich nicht ganz falsch.
Ich habe als ich jünger war auch nie so recht verstanden, warum Frauen so viel Wert auf die drei berühmten Worte legen, wo doch eigentlich - schon allein aufgrund dessen was MANN (praktisch) alles tut - klar sein müsste das man sie liebt.
Aber sogar Männer sind lernfähig
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16.12.2011, 20:16Inaktiver User
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Ich habe nicht alles gelesen, falls ich bereits Geschriebens wiederkäue - Pardon.
Ich stoße mich gleich mal an dem Begriff stark. Das bringt nicht weiter in diesen Kategorien zu denken. Wer oder was ist denn eigentlich stark? An Heimwerkerfertigkeiten kann man das ja nun nicht festmachen. Jeder hat Stärken und Schwächen.
Was ich gut nachvollziehen kann, ist der Wunsch nach einer Schulter zum Anlehnen. Also die Suche nach jemandem, der da ist, wenn man mal müde, abgespannt und ohne Antrieb ist. Und wenn es das ist, wonach man sich sehnt, dann schaut man sich nach den "Machern" um, nach Menschen, die zupacken ohne lange zu fragen, die erscheinen attraktiv. Diejenigen, die diese Seite an sich hervorheben, suchen ihrerseits aber nun nach jemandem, der deutlich hilfsbedürftig ist.
Und hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Denn da treffen ja zwei aufeinander, die machen können und wollen.
Vielleicht hilft es mal darüber zu reflektieren. Das Suchmuster kann man vielleicht ein bisschen anpassen. Sich der eigenen Schwächen bewusst werden und hierzu die Ergänzung suchen.
Ich habe einen Nicht-Macher an meiner Seite, was mich anfangs auch ziemlich irritierte. Er kann seelenruhig zusehen, wie ich allein mit schwerem Gerät kämpfe oder mich mit Getränkekisten abschleppe. Er hilft, wenn ich darum bitte, sonst nicht. Die Bestätigung, für Alltagskram gebraucht zu werden, ist ihm nicht wichtig. Zu kämpfen hatte ich erst einmal mit meinen eigenen Vorurteilen (so ein fauler Sack), aber auch mit der Sicht der anderen auf ihn (der ist doch ein totaler Pascha).
Ich will meinen, er wirkte zunächst nicht so, als wäre er eine Stütze, die gesuchte Schulter.
Ist er aber, nur eben auf eine ganz andere Art. Nicht praktisch, aber dafür bringt er einen zum Lachen, wenn es einem mal ganz dreckig geht. Oder hält es aus, wenn man wütend, traurig, nervös oder sonst was ist. Emotional stark eben.
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16.12.2011, 20:26
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Hallo Brausepaul,
ich habe gerade über Deine Signatur sehr lachen müssen. Herrlich!
Dazu fällt mir eine Bemerkung von Freud ein: "Was will das Weib?"
Grüsse,
Sweethaert
"There Are More Things In Heaven And Earth, Horatio,
Than Are Dreamt Of In Your Philosophy"
(Shakespeare)
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Erst sich gestalten, dann verwandeln;
Nur scheinbar steht's Momente still.
Das Ewige regt sich fort in allen:
Denn alles muss in Nichts zerfallen,
Wenn es im Sein beharren will".
(Goethe)
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16.12.2011, 20:41
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16.12.2011, 20:46
AW: Wie "stark" darf eine Frau sein ???
Das erinnert mich irgendwie an Schopenhauer`s "Über die Weiber":
Arthur Schopenhauer: Ueber die Weiber
PS: ist schon erstaunlich, was Schopenhauer sich damals dachte.Geändert von Contender2 (16.12.2011 um 20:49 Uhr) Grund: PS eingefügt.
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16.12.2011, 20:48




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