Liebe schweizerin79,
Du scheinst mich missverstanden zu haben.
Ich bin mir schon sicher, dass es Liebe für mich gibt.
Wenn ich schreibe:
"Es gibt für mich nicht "die eine große Liebe".",
dann meine ich damit:
"Ich glaube nicht an "die eine große Liebe"."
Ich glaube, mensch kann mehrere große Lieben im Leben erfahren und finde diese Idee viel schöner als die andere.
Ich selbst verspüre also kein Bedürfnis danach, Liebe messend zu vergleichen, wüsste auch nicht, wie oder womit ich Liebe messen sollte, um zu wissen, welches nun die eine Große war/ist.
Rein logisch betrachtet könnte ich ja sowieso erst im Augenblick meines Todes wissen, welches nun die Größte war. Aber Logik wird hier möglicherweise als fehl am Platze empfunden.
Wie auch immer, ich respektiere, dass Andere an die eine große Liebe glauben,
sie sofort erkennen, wenn sie ihnen gegenübersteht,
und sogar Bücher darüber schreiben, wo und wie man sie findet.
Cheers,
NM
Antworten
Ergebnis 51 bis 60 von 215
Thema: Unpünktlich verliebt
-
13.12.2011, 01:22Inaktiver User
AW: Unpünktlich verliebt
-
13.12.2011, 07:11
AW: Unpünktlich verliebt
Hallo NM,
es hat nicht hingehauen, weil ich von allem derartig überwaltigt war, durcheinander, mir keinen Reim darauf machen konnte und nicht wollte (er ist verheiratet). Ich halte nichts von derartigen Konstellationen.
Es ist eine lange und interessante Geschichte, die sich über fast 2 Jahre hinzieht; ich bin noch dabei, sie aufzuarbeiten, liebe ihn nach wie vor.
Es gab zahlreiche Hindernisse (zeitliche Begrenzung, schwierige örtliche Verhältnisse, andere Nationalität und Mentalität, daher Fehlinterpretationen), schlicht und einfach: Es fehlte an der Möglichkeit, zu kommunizieren, und das in der Kürze der Zeit. Das ist aber nur Phase 1 meiner grossen Liebe, die gleichzeitig auch Liebe auf den ersten Blick war.
-
13.12.2011, 07:20
-
13.12.2011, 10:31
AW: Unpünktlich verliebt
Hi,
ich hab's schon an anderen Stellen gepostet, aber ich find's halt einfach so genial und außerdem mag ich Gerhard Roth mit seinem verschmitzten Grinsen: Der freie Wille - Über das Verlieben
Folgende Ergänzung habe ich mal von einer aufgezeichneten Sendung mit ihm sinngemäß "abgeschrieben", leider ist mir die genaue Quelle verschütt gegangen:
[...]Sie verlieben sich also in eine Frau und finden sie unglaublich gut. Was sie sagt, ist eine Offenbarung. Ein anderer findet hingegen: Wie kann man solchem Geschwätz bloß zuhören. Liebe macht wortwörtlich blind, macht taub. Die ganzen rationalen kognitiven Bewertungskriterien werden einfach ausgeblendet. Das zweite ist, dass wir unbewusst über Gesicht, Mimik und Körperhaltung abschätzen, was jemand von uns will, und auch dem anderen unsere innere emotionale Verfassung so signalisieren.
Das dritte ist die Stimme. Unsere rechte Hirnhälfte ist spezialisiert darauf, aus dem Klang der Stimme herauszufinden, was der andere meint. Und das vierte ist die Vorerfahrung, die völlig unbewusst mitwirkt, wenn man mit jemandem redet. Und über diese vier Sockel legt sich unsere scheinbar so rationale Sprache.[...]
Ich sehe das Thema so: Es gibt - intentional (Party, Bar, Dating etc.) und unintentional (zufällige Begegnung) - Gelegenheiten, bei denen zwei Menschen aufeinandertreffen, bei denen durchaus etwas laufen könnte.
Dazu sind erwiesenermaßen nach dem Sich-Gegenseitig-Bemerken noch ein paar auch in der Reihenfolge ziemlich genau festliegende Hürden zu nehmen, was natürlich Zeit und weitere Übereinstimmungen braucht (und was man als Außenstehender teilweise recht gut beobachten und beurteilen kann).
Wenn nun - neben unbewusst "falschen" Signalen - irgendetwas blöd dazwischen kommt, dann war's das wahrscheinlich, falls die Kontaktaufnahme noch nicht die "Wiedersehenshürde" erreicht und erfolgreich überschritten hatte. Außerdem können praktische Gründe bei allen positiven Voraussetzungen ein absolutes Hindernis sein: Mann muss zum Beispiel aus der Bahn austeigen und frau war keine Berufspendlerin...
Dann hätten sich also die "richtigen" Menschen zur falschen Zeit oder unter widrigen Umständen getroffen. Und vielleicht hat's halt bei einem zum Gefühl des Verliebt-Seins gereicht (oder es wird im wahren Wortsinn - sorry - dazu hochgejubelt). Dabei wird eine gewisse "Bedürftigkeit" und Empfänglichkeit auch eine ziemlich große Rolle spielen.
Zur persönlichen Untermauerung: Ich erinnere mich besonders an eine Begegnung unter geradezu überoptimalen Umständen, nämlich verbunden mit einem für die Liebe und den Sex sehr förderlichen, ziemlich exklusiven und ganz eindeutig beiderseitigen Thema. Die Kontaktaufnahme klappte auf Anhieb - versiebt hat es mir aber ein unaufschiebbarer Termin, ja schon Termindruck. Doch vielleicht war es ja gerade die totale Unmöglichkeit, die mich für meine Verhältnisse extrem locker sein ließ?
Und dass es positiv hätte weitergehen können... reine Mutmaßung. Es hätte eventuell vielleicht möglicherweise günstigstenfalls mit viel Glück... Wer weiß? Aber es hat sich als verpasste Chance, vielleicht wenigstens auf eine sehr interessante Freundschaft, halt eingebrannt.
_____
Aber ansonsten ist eine Paar-Beziehung ja nicht statisch, sondern man beeinflusst sich gegenseitig. Mithin wären beide anders, als sie bei einem eventuellen späteren Treffen sind, wären sie einstmals tatsächlich zusammengekommen. Jegliche Vorstellung daraus, man hätte gut zusammengepasst wenn doch nur... muss also zwangsläufig eine Konfabulation sein - genau so gut hätte man sich schließlich total miteinander überwerfen können.
Allerdings hätte man, wie man mit seinem jetzigen Partner hoffentlich glücklich ist, auch mit einem anderen genauso glücklich werden können, wenn auch mehr oder weniger anders. Einerseits zufällig oder stark von außen beeinflusst, andererseits aber auch durch bewusste ein- oder gegenseitige Beziehungsarbeit. Tja, manchmal sogar (erst) durch gemeinsam durchgestandenes Unglück.
Also: Den passenden Menschen für mich gibt es nicht. Vielmehr wird er und werde ich. Es hätte aber auch ein anderer mit mir zusammen werden können. Exklusivität entsteht nur für eine kurze Zeit der Verliebtheit (so sie zum Zuge kommt) und muss dann immer neue Chancen bekommen, muss gepflegt werden.
Einige drücken das so aus: Liebe ist kein Gefühl, sondern eine Haltung, die man dem anderen entgegenbringt. Genau das kann/konnte man aber mit dem vermeintlich Richtigen zum falschen Zeitpunkt ja eben nicht...Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia
-
13.12.2011, 11:18Inaktiver User
AW: Unpünktlich verliebt
Lieber Cygnus,
du schreibst sehr interessante Texte, aber so lang, dass ich als ungeduldiger Mensch, dann nicht alles richtig mitbekomme.
Gingst du jetzt immer von kurzen Begegnungen aus und schriebst also über die Liebe auf den ersten Blick?
Dich verbindet mit deiner verpassten Gelegenheit also noch Freundschaft? Dann kannst du doch vermutlich auch beurteilen, ob du es auch heute noch als verpasste Chance ansiehst.
Mir ging es meist so, wenn ich für jemanden nach dem ersten Kennenlernen eine zeitlang offen und "erwärmt" war, dass ich das später gar nicht mehr richtig nachvollziehen konnte. Oder wusste: "Das hätte nicht geklappt."
Außer in einem Fall. Da haben wir uns 12 Jahre mit unserer gegenseitigen Zuneigung rumgequält. Immer, wenn der eine wollte, wollte der andere nicht. Oder war gerade anderweitig liiert oder verliebt. Eine richtige Quälerei.
Und das lag nicht daran, dass wir so gut harmoniert hätten! Sondern an irgendetwas Chemischen. Manchmal hatte ich das Gefühl, wir hatten uns gegenseitig "adoptiert".
Und auch die Geschichten, die so toll klingen, müssen es in Wahrheit gar nicht sein. Ich glaube, es ist John Irving, der schreibt: "Erzähl die ganze Geschichte."
Eine Freundin von mir erzählte mir von einem Mann, in den sie vor langer Zeit rasend verliebt gewesen war. Zu einer Verbindung kam es aber nicht, weil sie bereits einen langjährigen Partner hatte. Nach Jahren tauchte, dieser Verehrer wieder auf, weil er sie einfach nicht vergessen konnte, und sie trennte sich tatsächlich gleich nach dem ersten Wiedersehen von ihm Partner.
Das neue Pärchen war mit allen Attributen ausgestattet, die für einen Kinofilm getaugt hätte und harmonierte sichtbar.
Hier könnte man die Geschichte nun abbrechen und es als Beweis für die große Liebe nehmen, die siegt. Aber es ging weiter …
Sie waren einige Jahre zusammen. Bis der frühere Freund wieder Kontakt aufnahm, weil er sie nicht vergessen konnte, und die Frau ging wieder zu ihm zurück.
Danach offenbarte sie mir, was sie in der Zeit mit dem Bilderbuchmann alles erlebt und durchgemacht hatte. Es war eher ein Alptraum als ein Traum gewesen.
-
13.12.2011, 12:43
AW: Unpünktlich verliebt
Aufgrund des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik macht die Diskussion des "was wäre wenn" nun mal keinen Sinn (wobei ich nicht abstreite, daß es Spaß machen kann).
Die Zeit verläuft linear in nur eine Richtung und ist unumkehrbar. Daher machen Aussagen über Lebensoptionen, deren Wahl in der Vergangeheit möglich gewesen wäre, logisch keinen Sinn. Wir können im strengen Sinne nur Aussagen über die Vergangeheit treffen, d.h. über das gelebte Leben. Ungelebte Leben entziehen sich jeder Bewertung.
Außerdem sind Situationen zum Zeitpunkt X nicht mit Situationen zum Zeitpunkt Y vergleichbar. Es gibt keine identischen Ausgangsbedingungen, sondern jede Emotion, jede Verliebtheit wird durch den Zeitpunkt ihres Auftretens mit bestimmt.
Ich denke daher, daß Verlieben nicht zufällig stattfindet (also daß es ausreicht, daß sich A und B treffen). Es ist auch immer der akute emotionale Zustand der sich Verliebenden relevant. Vielleicht war es ja wichtig für das Verlieben, daß es gerade überhaupt nicht passte.
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
-
13.12.2011, 12:48
-
13.12.2011, 13:08
AW: Unpünktlich verliebt
Hi Fenimi,
ich fürchte, ich kann nur lang...
Primär wollte ich zum Ausdruck bringen, dass eine gewisse (unscharfe) Vorbestimmung zwar existiert - so wie Roth sie im verlinkten Video ungefähr beschreibt - sie aber nicht auf einen bestimmten, womöglich einzigen Menschen bezogen ist/sein kann. Und dass das gemeinsame (oder eben nicht gemeinsame) Leben dann den entscheidenderen Anteil hat.
Sagen wir so: Zu behaupten, man habe den richtigen Menschen leider nur im falschen Moment getroffen, ist ungefähr so, wie das Leben an einem Urlaubsort nur aus der Perspektive des letzten Urlaubs zu beurteilen (also auch in der besten Jahreszeit). Man hat vielleicht einen aller potenziell Richtigen getroffen, aber der Sommer hätte auch verregnet sein können und wie die anderen Jahreszeiten sind und die Arbeit dort wäre...
_____
Nein, diese Frau habe ich nie mehr gesehen. Aber wir hatten als Wildfremde aufgrund der zufälligen Situation sofort einen beiderseitigen Aufhänger für ein spezielles erotisches Interesse/Thema, das selbst oder gerade in mancher Partnerschaft nicht leicht zu outen und dann bestimmt noch komplizierter zu realisieren ist. Und wir waren beide ähnlich verblüfft und total ungläubig vertraulich drauf... So etwas ist mir später nur noch virtuell (pseudonym) im Netz passiert und da natürlich vieeel langsamer und vorsichtiger.
_____
Es ist zwar total unromantisch, aber die Neurowissenschaften können schon verdammt viel über Verlieben und Lieben vermitteln. Da heute alles ständig und einfach erreichbar zu sein scheint, sogar naturgegeben Unerreichbares (Perfektes), dünkt mich das wenigstens ungefähre Wissen darum, wie wir ticken, doch eine große Hilfe zu sein - im Gegensatz zu verklärter und verklärender Romantik (ich bin jedoch sehr für eine die Zweisamkeit gestaltende Romantik).
Die Menschen, die schon allein aufgrund mangelnder "Information" mit ihren Verhältnissen [sic!] garnicht anders als glücklich und zufrieden sein können, gibt es in unseren Kulturkreisen ja wohl nicht mehr. Im Gegenteil: Blödzeitungen und Prekariats-TV täuschen sie noch zusätzlich darüber, was Lebensglück sei. Der alte Berliner Spruch: "Du hast et jut, Du bis doof..." gilt so schon lange nicht mehr.
_____
Die Neurowissenschaftler haben einen netten, mehrdeutigen Spruch drauf: "Wir sehen uns nie wieder mit den selben Gehirnen."
Jede zwischenmenschliche Beziehung, und sei es nur ein kurzer, unbedeutender Flirt, verbindet für den Moment unsere Gehirne und damit uns - im RL quasi wie ein Funksignal. Und das hinterlässt mehr oder weniger tiefe Spuren. Es reicht schon, diese Spuren durch Gedanken zu reaktivieren, um sie zu vertiefen und zu verändern. So entsteht auch das Bild des "richtigen Menschen, den wir nur im falschen Moment getroffen haben". Aber es stimmt zwangsläufig nicht.
Paarschaften, Familienbeziehungen, Gruppen, Gemeinschaften entstehen genauso dynamisch und interaktiv ständig von Neuem, wie unser eigenes Selbstmodell ständig neu entsteht, ja entstehen muss, um uns unser Selbst, unser Ego, unsere Seele, ... quasi in einer Art VR vorzutäuschen.
Und das wird hinsichtlich dieses Menschen nun mal nur von den vagen Vorstellungen und wenigen Informationen über diesen beeinflusst und bei Weitem nicht unmittelbar von ihm, den Lebensäußerungen seines Selbstmodells, wie in einer Partnerschaft.
Dein Beispiel finde ich treffend - da waren wohl sehr selektive Wahrnehmungen im Spiel bzw. es wurde getäuscht und sich getäuscht. Die schon vorhandenen Erfahrungen und die durch sie gefilterten Eindrücke und gesteuerten "Programme" führten dann aber doch zu einem letztlich negativ empfundenen Gesamtverhalten des gemeinsam gebildeten Systems "Paar".
Die Zurückwendung zum alten Partner war sicher eine bewusste - also auch bewusster zu gestalten, von beiden.
Noch ein ganz praktisches Bild dazu: Normale Menschen haben kein "Förmchen", keinen Maßstab für Instrumentell-dissoziales Verhalten. Sie sehen bei einem entsprechenden Menschen nur den oberflächlichen Charme, betrachten den allenfalls noch als forsch oder frech.
Sorry, ich wusste nicht, wie kürzer.
Cygnus
P.S.: Vielleicht geht's doch kürzer, aber nicht so genau.
Zu Lara - ich würde den Satz unterschreiben, wenn da stünde "Ja, das Gefühl kenne ich auch..." Ok?Geändert von Cygnus (13.12.2011 um 13:18 Uhr)
Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia
-
13.12.2011, 13:43
AW: Unpünktlich verliebt
@Cygnus,
"Die Kontaktaufnahme klappte auf Anhieb - versiebt hat es mir aber ein unaufschiebbarer Termin, ja schon Termindruck. Doch vielleicht war es ja gerade die totale Unmöglichkeit, die mich für meine Verhältnisse extrem locker sein ließ?
Und dass es positiv hätte weitergehen können... reine Mutmaßung. Es hätte eventuell vielleicht möglicherweise günstigstenfalls mit viel Glück... Wer weiß? Aber es hat sich als verpasste Chance, vielleicht wenigstens auf eine sehr interessante Freundschaft, halt eingebrannt."
Ja, aber warum um Gottes Willen hast du den "dringenden Termin" nicht einfach abgesagt oder verschoben?? Das, was Du da erlebt hast, gibt es äusserst selten ...
Ich zum Beispiel habe mich an Konventionen (seine Ehe) gehalten, und trauere ihm deshalb noch heute hinterher. Als ich mich dann schliesslich doch überwunden hatte (wie kann ich es herausfinden wenn ich es nicht probiere? - ein halbes Jahr später), habe ich mich über seine negative Äusserung über Deutsche (wahrscheinlich schlechte Erfahrungen) geärgert und ihn weiterhin ignoriert, obwohl wir total und innerhalb von Sekunden aufeinander abgefahren sind (ich wusste sofort mit absoluter Sicherheit "Das ist ER, er gehört zu mir, und es ist richtig."
Wahrscheinlich war ich einfach zu blöd!!
Grüsse,
Sweethaert, traurig
-
13.12.2011, 15:12
AW: Unpünktlich verliebt
Sweetheart,
ich möchte Dich daran erinnern, daß Psychologen längst wissen, daß die Größe des Gefühls beim Kennenlernen meist negativ zur Beziehungstauglichkeit korreliert. Es sind eher die langsamen Geschichten, das unbefangene Kennenlernen ohne Liebesgefühle unter normalen Bedingungen, die langzeittaugliche Partnerschaften zur Folge haben. Was Du erlebt hast, war ein Ausnahmezustand. Das Leben besteht aber zu 90% aus Normalität. Daher ist der Schluss von starker, aufflammender Verliebtheit auf Langzeitpassung zweifelhaft.
Blöd war nicht Dein Verhalten damals, probematisch ist eher Dein Verhalten heute, dein Klammern an die Außergewähnlichkeit, die heutiges schal erscheinen läßt. Damit machst Du es Dir sehr schwer.
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.


Zitieren
