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Thema: Unpünktlich verliebt
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11.12.2011, 19:40Inaktiver User
AW: Unpünktlich verliebt
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11.12.2011, 20:03
AW: Unpünktlich verliebt
Ach doch, ich glaube schon, dass es das gibt.
Allerdings glaube ich das - bezogen auf mich - ohne Wehmut und negative Gedanken.
Mit Anfang 20 war ich verliebt in einen Mann. Er war auch verliebt in mich, verließ Deutschland aber für ein Auslandsjahr. Als er wieder da war, war ich für einige Monate nicht mehr an unserem Wohnort.
Und später war immer einer von uns beiden in einer Beziehung. Diese Beziehungen waren nicht "falsch". Aber auch nicht von einer tiefen Innigkeit und Verbundenheit geprägt.
So waren wir über Jahre hinweg freundschaftlich verbunden. Aber immer mit sexuellem und intellektuellem Kribbeln - es passte irgendwie nur der Zeitpunkt nicht.
Wir haben uns oft darüber unterhalten. Unsere Angst war wohl, die große Anziehung durch eine Beziehung möglicherweise kaputt zu machen und gar nichts mehr zu haben. Auch keine Freundschaft.
Das wir nie zusammen waren und heute auch keinen Kontakt mehr haben, sehe ich nicht als verpasste Chance und ich vermisse nichts. Ich denke nur mit positiven Gefühlen an ihn und diese Jahre.
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11.12.2011, 20:27Inaktiver User
AW: Unpünktlich verliebt
Wenn Partner sich in unterschiedlichen Lebensphasen befinden (zB einer will sich noch austoben, was
erleben, der andere will n Haus bauen und Kinder....), dann kann es schon der "falsche Zeitpunkt" für
eine Beziehung sein.
Auf der anderen Seite: wenn man sich gegenseitig sehr mag (also der Partner an sich ist "richtig"),
dann kann man diese Hindernisse überwinden.
Und ich denk eh: man muss es auf jeden Fall wenigstens ausprobiert haben!, bevor man sagen kann:
Ach ja, der damals wärs gewesen!
Jemanden als perfekt zu verklären, obwohl man mit ihm nie
die reelen Hindernisse einer Partnerschaft (Alltag..) durchgespielt hat, ist verführerisch, weil leicht.
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11.12.2011, 20:33Inaktiver User
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11.12.2011, 20:55Inaktiver User
AW: Unpünktlich verliebt
Klar.
Aber-vielleicht ist diese Denke naiv-
wenn ein Partner für mich vom Gefühl her wirklich "der Richtige"
ist, dann gibt es vielleicht auch für dieses Problem eine Lösung, oder?
(Adoption, Verzicht auf den
Kinderwunsch..).
Oder man sucht zumindest nach einer, und wandert nicht zum nächsten Blümchen/Blümerich.
Was habe ich denn von einem-ungeborenen- Kind, wenn ich dafür auf eine reele grosse Liebe
verzichte?
Oder wie ist es für ein Kind, nur ein Elternteil zu haben bzw aus einer Zweckehe entstanden zu sein?
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11.12.2011, 21:17
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11.12.2011, 21:25Inaktiver User
AW: Unpünktlich verliebt
Die typischen Fälle für einen falschen Zeitpunkt (den es nicht gibt, weil man immer nur die Gegenwart zu Verfügung hat und dieser Moment ist immer richtig) wären meiner Meinung nach:
1. Die Lebensplanung geht in ganz unterschiedliche Richtungen und lässt sich nicht vereinbaren.
1 a. Man ist noch jung und denkt man hat noch alle Zeit der Welt und geht deshalb wie geplant nach USA o.s.
1 b. Zu anderen Zeiten und in anderen Ländern gibt es ja noch den schrecklichen Fall, dass staatliche Gewalt oder der Krieg Paare auseinanderreißt.
2. Einer oder beide haben bereits andere Partner.
Und bei 2. gibt es vielleicht die von Merretich vorgeschlagene Variante "die große Liebe siegt" nicht, weil es einfach keine gute Lösung gibt. Welche Liebe ist denn dann die größer: Die erprobte, längere oder die neue, mitreißende?
Aber ich lasse mich in diesem Punkt gern belehren.
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11.12.2011, 21:39
AW: Unpünktlich verliebt
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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11.12.2011, 22:03
AW: Unpünktlich verliebt
Was macht diesen Menschen dann "zum Richtigen" für eine Partnerschaft/Beziehung?
[/Quote]1 a. Man ist noch jung und denkt man hat noch alle Zeit der Welt und geht deshalb wie geplant nach USA o.s.[/Quote]
Dann ist zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich eher ein Amerikaner "der Richtige"
OK - das ist natürlich ein Argument - aber auch da würde ich eher sagen, dass sich "der/die ist DIE/DER Richtige/r" eher im Kopf abspielt als im echten Leben :-)1 b. Zu anderen Zeiten und in anderen Ländern gibt es ja noch den schrecklichen Fall, dass staatliche Gewalt oder der Krieg Paare auseinanderreißt.
Naja, in diesem Fall ist der Partner ja der Falsche -> also trennt man sich für "den/die Richtige/n" ... Heute trennen sich Menschen wegen ganz anderer Dinge.2. Einer oder beide haben bereits andere Partner.
Na, wenn es DEN/DIE Richtige gibt und die nicht einfach austauschbar ist, dann hat sich die Frage doch schon beantwortet, oder ;-) (wohlgemerkt, nicht meine Meinung)Und bei 2. gibt es vielleicht die von Merretich vorgeschlagene Variante "die große Liebe siegt" nicht, weil es einfach keine gute Lösung gibt. Welche Liebe ist denn dann die größer: Die erprobte, längere oder die neue, mitreißende?
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11.12.2011, 22:03



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