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25.11.2011, 18:37
AW: Glaube, Religion, Atheismus; wichtiges Thema?
Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh
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25.11.2011, 20:11Inaktiver User
AW: Religiös - Thema für die SB?
Gib's auf, Nordlys... Du ersparst mir gerade viel Schreibarbeit, aber: Du wirst nie einen Gläubigen überzeugen, vermutlich nicht mal einen Agnostiker.
Obwohl, um doch noch etwas hinzuzufügen: der Text arbeitet nicht nur mit unsauberer Argumentation und stellt eine Hetzschrift gegen Atheisten dar (die, so glaube ich, sogar sehr häufig Humanisten sind und keine Menschenfeinde), er arbeitet auch mit Vorstellungen aus dem immanent-christlichen Vokabular wie dem "Bösen", zumindest implizit begriffen als eigenständige Kraft. Die Atheisten öffnen dem "Bösen" Tür und Tor, wohingegen die Christen sich wehren müssen, mit Gott und dem Glauben an ihn, der Kraft des "Guten". Hiermit sind wir voll im christlich-dialektischen Weltbild, das in dieser Ausprägung schon direkt alttestamentarisch ist. Damit findet aber die Argumentation im eigenen Überzeugungsraum statt und verschließt sich sowohl Argumenten von außen wie auch der klaren Sicht auf das Außen.Geändert von Inaktiver User (25.11.2011 um 20:28 Uhr)
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25.11.2011, 20:24
AW: Glaube, Religion, Atheismus; wichtiges Thema?
Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan
Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.
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25.11.2011, 20:27Inaktiver User
AW: Glaube, Religion, Atheismus; wichtiges Thema?
Nachtrag: Atheist zu sein, bedeutet, nicht an die Existenz von Göttlichkeit zu glauben. Nicht mehr und nicht weniger. Atheismus ist keine Glaubensüberzeugung. Er ist eben das Fehlen einer solchen und definiert sich quasi ex negativo. (Ich glaube auch nicht an die Wissenschaft. ich lasse mich von ihren Ergebnissen überzeugen, und wenn spätere Ergebnisse diese widerlegen, bricht für mich kein Glaubenssystem zusammen, und ich habe keine Probleme, mein Weltbild den neuen Erkenntnissen anzupassen.)
Atheismus bedeutet für mich persönlich, Probleme damit zu haben, wenn Leute um mich herum, die ich zu kennen glaubte, plötzlich kollektiv "Des Kaisers neue Kleider" spielen. (Hat jemals jemand bewiesen, dass die nicht existierten, und nicht vielleicht einfach nur unsichtbar oder ein metaphysisches Konzept waren?) Und es bedeutet auch, dass ich sowas normalerweise religiösen Leuten nicht ins Gesicht sage, um ihre Gefühle nicht zu verletzen, gleichwohl ich es für Humbug halte und es hasse, den Mund halten zu müssen, um nicht anzuecken, wahrgenommene Absurdität nicht aussprechen zu dürfen, weil eben die ganze Welt um mich herum dieser Absurdität nachhängt und sie mit tiefer Innerlichkeit empfindet.
Atheistin zu sein bedeutet für mich auch, zunehmend den Mut zu finden, diesen Menschen zumindest zu sagen: "Ich glaube nicht." Und vielleich auch noch: "Ich halte das für Humbug. Aber wir können trotzdem befreundet sein."
Atheismus bedeutet nicht, keine Wertevorstellungen und keine Moral zu haben. Es bedeutet auch nicht, die humanistischen Ideale des Christentums dem Inhalt nach abzulehnen. Für mich bedeutet Atheismus Humanismus ohne ideologische Verbrämung in absoluter Eigenverantwortung. Und der Sinn liegt im Leben selbst. Einen tieferen brauche ich nicht.
Sin
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25.11.2011, 20:34
AW: Glaube, Religion, Atheismus; wichtiges Thema?
Oh - dem schließ ich mich an, das ist präziser und auch 'richtiger', als das, was ich schrieb.
Ansonsten find ich ja, dass für diese kleine Diskussion einer meiner Lieblingsprüche zutrifft:
Am Ende isses sowieso egal.
Denn der liebe Gott nimmt ja auch diejenigen, die nicht an ihn
glauben. Also, was solls?!
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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25.11.2011, 21:02
AW: Glaube, Religion, Atheismus; wichtiges Thema?
Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh
)
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25.11.2011, 21:05
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25.11.2011, 22:01Inaktiver User
AW: Glaube, Religion, Atheismus; wichtiges Thema?
Naja, Schweine sind kluge, witzige, saubere und nützliche Tiere !
Und für die eine oder andere kleine Schweinerei sind wir doch alle zu haben...
Orginal-Sin: wen willst du eigentlich unbedingt überzeigen das es was nicht
gibt ?
hat das irgendeinen Mehrwert für dich ?
Ich bin auch nicht gläubig,habe auch nicht die Berufung für den Atheismus zu missio-
nieren deshalb, solange mir andere ihren Glauben nicht aufdrängen....
Witzig wenn Leute glauben ihr Nichtglauben sei für andere wichtig, umgekehrt na-
türlich genauso.
In einer Beziehung wäre das für mich nicht relevant, solange ich so sein darf und denken darf wie es mir und meiner Nicht-Weltanschauung entspricht....
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25.11.2011, 22:17Inaktiver User
AW: Glaube, Religion, Atheismus; wichtiges Thema?
Hey, Karlotte, ich bin diejenige, die die ganze Zeit schreibt: ich habe keine Lust zu argumentieren, es bringt eh nix. Gelesen?
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26.11.2011, 00:43
AW: Religiös - Thema für die SB?
Nein, Beweise dagegen liefert die Wissenschaft eben nicht. Schon gar nicht die Naturwissenschaft.
Als Biologin kann ich nicht mal diesen kleinen Unterschied zwischen leben und Tod so richtig erklären. Biologen können die Lebensvorgänge der Zelle erst dann erklären, nachdem sie diese zerstört, also eigentlich tot gemacht haben.
Es gibt ein Dogma in der Biologie, das gerade nicht erklärt wie "Schöpfung" passiert ist: Leben kann nur aus Leben entstehen. Das ist einfach so. Wir können viel inzwischen, aber kein Leben schaffen und wenn wir alle Teil der Zelle wieder zusammentun, es entsteht kein Leben.
Es gibt viel spanndende Phänomene in der Physik, die absolut unerklärlich sind, je tiefer ich in die Teilchenphysik vordringe, um so weniger kann ich erklären. Vieles kann man nur beschreiben.
Und wer meint, die Schöpfunf erklärt sich von selbst durch den Urknall übersieht, dass er das Problem nur verschiebt, denn wer oder was hat da wen oder was knallen lassen?
Was war der Anfang? Manche sehen in der Singularität des Beginns, als Materie und Energie noch im Zustand Null waren, möglicherweise eine Idee.
Ja, so kommen Naturwissenschaftler (übrigens gerade auch viele - große - Physiker, mal abgesehen von Hawkins natürlich) zum Glauben, in dem sie z.B. diese Anfangsidee für einen möglichen Schöpfer halten.Geändert von Seifreundlich (26.11.2011 um 01:26 Uhr)



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-Smiley mal wieder vorne an ins Auswahlfeld stellen? Bitte, bitte.