Da hier die restlichen User aussteigen oder ausgestiegen sind, möchte ich das wirklich nicht weiter vertiefen.
Aber vielleicht können wir - vor allem damit es für die anderen verstehbar bleibt - in dem Falle von Falsifizierbarkeit von (wissenschaftlicher) Theorie reden und im anderen Falle von Denkmodellen, die eben auch gedacht werden. Natürlich. Und dann würden wir im Falle der Stringtheorie von einem Denkmodell reden müssen, das sie nicht falsifizierbar ist.
Und, damit es für andere verständlich bleibt - möchte ich dann sagen, dass natürlich das wisenschaftliche Tagesgeschäft nicht darin beststeht, sich über Denkmodelle, die den Grenzbereich zum Mystischen berühren, den Kopf zu zerbrechen, das aber natürlich Wissenschaftler, die im Grenzbereich arbeiten, versuchen Modelle oder auch Konzepte zu erdenken, die bestimmte Beobachtungen erklären. Bevor sie dann als wissenschaftliche Theorie anerkannt wird, die man als Basis für weitere Arbeiten benutzt, legen viele die strenge Regel der Falsifizierbarkeit an, aber nicht alle sind so streng und weil (Grundlagenwissenschaft auch etws mit Freiheit zu tun hat, gibt es eben auch immer wieder Streit darüber, was nun anerkannt wird oder nicht. Auch über die String"theorie" gibt ist Dissenz ebenso wie über viele andere "Theorien" und Denkmodelle.
Aber sie helfen, sich gedanklich mit einem Thema auseinanderzusetzten, das schwer fassbar ist.
Und natürlich forschen nicht alle Physiker ständig an der Weltformel, es ist vielleicht eher so etwas wie ein Traum, dem immer wieder angedacht wird und dem man durch die Elementarteilchen-Forschung versucht auf die Spur zu kommen. Nicht in erster Linie aber auch.
Und der Ausgangspunkt hier, war ja einfach der, wieso eigentlich gerade Wisschenschaftler an einen Schöpfer glauben sollten, was ja einfach ein Fakt ist, dass viele es tun, und - was mir eben vor allem aufgefallen ist, dass Schöpferglaube als etwas abgetan wurde, dass kaum Platz hat in eienr modernen Welt und dem ist einfach nicht so.
Ich habe hier - ohne mich eigentlich in diese fadchliche Diskussion versteifen zu wollen, die niemand wirklich interessiert, den Bogen geschlagen zwischen Wissenschaft und Mystik / Glaube. Einen Bogen, den viele Wisseschaftler gerade durch ihre wisschaftliche Tätigkeit schalgen und da kommen wir auch wieder zum dem "Staunen". Denn das ist es, was ich selbst als eine sehr positive Eigenschaft erachte, was viele Naturwissenschaftler oft besser können, als Nicht-Naturwissenschaftler, weil sie erkennen, wie erstaunlich ihre gemachte Beobachtung ist.
Ich wollte Glaube / Religion - nicht die Kirchen und ihre Bibelgeschichten - aus der Ecke des Aber- / Kinderglaubes holen, weil gläubige Leute sich nicht in der Ecke der Dummen / ewig Gestrigen, Naiven oder Ignoranten fühlen müssen ohne dass man diejenigen, die nicht glauben verurteilen muss. Eben wiel selbst diejenigen, die sich mit Fragen von Lebens- / Universumsentstehung auf der wissenschaftlichen Ebene beschäftigen, immer wieder auch zu dem Ergebnis kommen, sei können sich keine wissenschaftliche Theorie denken, die es besser erklärt, als dass es eine Intelligenz gab, die sich das alles "überlegt" hat, wie immer die aussehen sollte.
Glaube ist nicht wisschenschaftlich widerlegt und ist auch nicht konträr zur heutigen Wissenschaft, beide müssen sich gar nicht ins Gehege kommen, ich kann glauben und dennoch alle naturwissenschaftlichen Erkenntnisse akzeptieren und annehmen.
So, das war jetzt mein Versuch das ganze wieder auf eine Ebene zu holen, die es allen verständlich macht, worum es zumindest mir in meiner Argumentation ging.
Antworten
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27.11.2011, 22:23
AW: Glaube, Religion, Atheismus; wichtiges Thema?
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28.11.2011, 11:13
AW: Glaube, Religion, Atheismus; wichtiges Thema?
@Seifreundlich
ist Dir gelungen, war aber ziemlich leicht der Diskussion auf den letzten Seiten zu folgen.
Die einen sagen halt dies und das ist Wissenschaft und ziehen eine Grenze wo Gott, Glaube nichts zu suchen hat und die anderen (Du) sehen das halt nicht so eng sondern sagen z.B. wir koennen kein Leben erschaffen und so und darum gibt es eine hoehere Kraft an die ich und viele andere Wissenschaftler auch dran glauben, eben weil es mehr geben muss (Liebe und so...).
Ein wichtiges Thema ist es trotzdem nicht beim Kennenlernen...
Ok, in der Singleboerse vielleicht schon (da kenn ich mich selbst aber nicht aus, denn als Wissenschaftler in Sachen Liebe ist mir die Singleboerse zu unexakt...).
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28.11.2011, 11:30
AW: Glaube, Religion, Atheismus; wichtiges Thema?
Ganz genau. Nichts anderes habe ich gesagt. Ich wollte nur das Missverstaendnis korrigieren, Religionsglaeubige wuerden Atheisten einen positiven "an-etwas-Glauben" unterstellen. Das hat hier niemand getan. Es ging lediglich darum, dass Atheisten genausowenig mit Sicherheit WISSEN, dass es keinen Gott gibt, wie Glaeubige "wissen", dass es ihn gibt.
Sehr viele Argumente hier richten sich gegen dogmatisch missionierende Menschen, und wie Der Junge schon sagte: Dogmatiker nerven.
Da sind wir uns doch alle einig.
Damit gehen auch Argumente ins Leere, die sich auf vermeintliche Gottesbeweise beziehen, z.B. "Glaeubige sagen, dass es aus dem-und-dem-Grund Gott geben muss". Natuerlich ist sowas angreifbar, kein Mensch auf dieser Welt kann belegen, dass es Gott geben muss. Darum heisst es halt "Glaube". Wer was anderes behauptet, gehoert in die Nerv-Fraktion.
Als jemand, der dergleichen aber NICHT behauptet, bin ich es herzlich Leid, immer mit der Nerv-Fraktion in einen Topf geworfen zu werden. Das ist genauso bloedsinnig wie die Unterstellung, Atheisten haetten keine ethischen Werte.
So ist es, soweit voellige Zustimming.
So finde ich das auch voellig in Ordnung, weil Du mit diesen Formulierungen bei Dir bleibst. Aber waere es - und ich meine das ganz ehrlich als Frage! - fuer Dich auch legitim, wenn jemand Dir dann in gleicher Art erwiderte? Wohlgemerkt, ohne das Ziel, dich ueberzeugen zu wollen, sondern genauso als Meinungsaeusserung, wie die Deine:
"Ja, wir koennen auf jeden Fall Freunde sein. Davon unabhaengig kann ich mich nicht auf eine materialistisches [im Sinne von: nichts ausser physikalischen und chemischen Gegebenheiten ist real] Weltbild beschraenken, das ist fuer mich (!) Humbug."
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28.11.2011, 14:30
AW: Glaube, Religion, Atheismus; wichtiges Thema?
Ja prima und Danke
Ich hatte diesen Eindruck nicht mehr und dann kam ja auch ein entsprechender Kommentar ...
Ja ich bin vielleicht gerade weil ich (aus Neugierde) Wissenschaftlerin geworden bin so ziemlich offen für so ziemlich vieles, wobei ich schon meine Probleme habe mit bestimmten grenzwertigen Vorstellungen und z.B. nicht an tatsächliche Ufo-Sichtungen glauben kann und manch Esoterisches mir immer fremd bleiben wird. Währned ich andererseits ein fester Anhänger der Evolutionstheorie bin und dafür auch schon direkt böse Briefe bekommen habe.
Ich kann nicht mal sagen ob ich wirklich an eine höhere Kraft glaube. Habe ja schn gesagt, ich sehe mich eher als Suchende, denn als Wissende (oder Glaubende). Aber vermutlich ist es deshalb auch ein Thema unabhängig von der Evolotuinstheorie, die mich beschäftigt und mich deshalb hat hier schreiben lassen. Einfach weil ich in mir selbst diese Grenze Wissenschaft hier, Mystik da durch die Wissenschaft selbst zerfließen sehe.
Nicht unbedingt, aber wenn doch jemand sehr strikt in die eine oder andere Richtung tendiert, könnte sich daraus doch unerbrückbare Differenzene ergeben, die man dann sicherlich eher fürher als später abklären sollte.
Oder anders gesagt, es ist wohl so wichtig beim Kennenlernen, wie es von einem der beiden Beteiligten genommen wird. Denn darin ist man dann ja auch verletzbar, vor allem, wenn der andere die eigene Einstellung einfach mal schnell mit einem entsprechenden Kommentar vom Tisch fegen möchte.
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28.11.2011, 14:38
AW: Glaube, Religion, Atheismus; wichtiges Thema?
nein, sag ich immer in so einer Situation, rede mit mir, stundenlang, ueber alle Naturwissenschaften und darueber hinaus, find ich persoenlich sehr interessant. Man kommt ja letztlich dann doch wieder auf ein Gefuehl zu sprechen, was eine Beruehrung ausloest, ein Hauch der Uebereinstimmung, das Kreisen um die Planeten der Liebe und der Wissenschaft.
Das ist das einzigste was uns Halt gibt, dass wir uns haben, angesichts der Weite des Universums.
Auch hier zu sehen und dargestellt im Bild unserer Planetenwelten, Bild # 5:
Bildschirmarbeiter - Picdump 25.11.2011 - Bilder auf bildschirmarbeiter.com
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28.11.2011, 14:49
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28.11.2011, 17:38Inaktiver User
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29.11.2011, 06:02
AW: Glaube, Religion, Atheismus; wichtiges Thema?
Viele Physiker sehen die Entwicklung ja auch sehr kritisch, und es ist gut, daß man jetzt wieder ans Experimentieren geht.
Es geht ja auch nicht darum, metaphysische Konzepte aus den Naturwissenschaften zu entfernen, die können in vielen Fällen sehr fruchtbar sein, da bin ich ganz bei dir.
Ich mag deinen freundlichen und ausgleichenden Stil sehr, so wie deine Fähigkeit, die Motive der Diskutierenden auszuleuchten, und so um Verständnis zu werben.
Ich habe auch schon mit einem evangelikalen Christen gemeinsam publiziert, das hat prima funktioniert, weil alle Beteiligten ihre Weltanschauung aus den Artikeln herausgelassen haben.
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29.11.2011, 12:56
AW: Glaube, Religion, Atheismus; wichtiges Thema?
das hab ich doch nur so geschrieben, damit ich einen Aufhaenger hab um mit Seifreundlich mal ins Gespraech zu kommen, um ihre freundliche Art um Verstaendnis zu werben anzuerkennen. Und weil sie so toll ist und so.
Meist schreib ich doch nur ab von anderen, so eben auch die Idee mit dem Wissenschaftler und da es ja schon so viele Wissenschaftler gibt hier im Strang wollte ich ein besonderer Wissenschaftler sein.
Glaube und Religion ist fuer mich schon ein wichtiges Thema, kann aber schon mal in den Hintergrund ruecken beim Kennenlernen oder generell.
Da kaempfe oder hadere ich auch noch etwas mit mir.
Gruesse an Dich
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von Dr. rer. nat. von und zu Guttenberg
(nein, nicht der echte!)

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29.11.2011, 16:54Inaktiver User


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