ich halte die annahme, dass ich die belastung, die sich aus mind. 20 stunden wöchentlich neben dem studium ergäbe, aushalte, für unrealistisch, selbst eingedenk einer möglichen kognitiven entlastung durch den jobwechsel und eine stabile beziehung. außerdem hätte ich dann eh' kaum zeit dafür, die beziehung zu pflegen, jedenfalls dann nicht, wenn sich mein zeitmanagement nicht verbessert. ich denke überdies, dass ich es dem mann übel nehmen würde, dass ich mich seinetwegen so fertigmachen muss. in meinem derzeitigen job bin ich sehr gut, in irgend einem anderen würde ich mich wohlmöglich ständig quälen, weil ich noch besser sein könnte, ständig überstunden machen aus sorgfaltsgründen und damit der laden ja auch läuft, darüber das studium vernachlässigen... zwei herausforderungen sind zu viel für mich. ich war im früheren leben mal workaholic.
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11.11.2011, 17:26
AW: casual sex. will ich eine "affäre" unterhalten?
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11.11.2011, 17:28Inaktiver User
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11.11.2011, 17:40
AW: casual sex. will ich eine "affäre" unterhalten?
Dann wird`s wohl schwierig mit einer Beziehung. Denn wenn ich dich richtig verstanden habe, möchtest du in einer Beziehung sexuelle Exklusivität. Du siehst es jedoch als Problem an, dass du diese wegen deines Jobs selbst nicht geben und somit andererseits von deinem Partner auch nicht fordern kannst. Ein Jobwechsel kommt jedoch ebenfalls nicht infrage.
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11.11.2011, 19:21Inaktiver User
AW: casual sex. will ich eine "affäre" unterhalten?
Schon mal ausprobiert?
außerdem hätte ich dann eh' kaum zeit dafür, die beziehung zu pflegen, jedenfalls dann nicht, wenn sich mein zeitmanagement nicht verbessert. ich denke überdies, dass ich es dem mann übel nehmen würde, dass ich mich seinetwegen so fertigmachen muss. in meinem derzeitigen job bin ich sehr gut, in irgend einem anderen würde ich mich wohlmöglich ständig quälen, weil ich noch besser sein könnte, ständig überstunden machen aus sorgfaltsgründen und damit der laden ja auch läuft, darüber das studium vernachlässigen... zwei herausforderungen sind zu viel für mich. ich war im früheren leben mal workaholic.
Ich habe da jetzt erschreckend viele Gedanken zu ...
Der wichtigste (und bislang zentralste in meinen Überlegungen): Deinem Perfektionismus wirst Du nicht davonlaufen können.
Und auch nicht dem, wofür er steht.
Tapfere Frau. Aber nicht sehr lieb zu sich selbst.
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12.11.2011, 09:28
AW: casual sex. will ich eine "affäre" unterhalten?
ja, wobei ich da noch bafög bezog, also einen eigentlich nur kleinen job hatte.
(allerdings war ich derzeit traumatisiert. meine selbstwirksamkeitserwartung war im keller, ich hatte angstzustände bzw. alpträume, also schlafmangel. außerdem war ich erst single, dann in einer unguten beziehung.)
ist das etwa ihre aufgabe? mir wurde eine permissive/ antiautoritäre erziehung zuteil. durchaus waren meine eltern um mein wohl besorgt, dabei aber eher hilflos, so wie sich selbst gegenüber. mein introvertierter vater erfuhr im elternhaus keine anerkennung und war dementsprechend ungeübt, außerdem fühlte er sich auch von mir ungeliebt, da ich sehr auf meine mutter fixiert war. meine mutter litt unter ihrer bipolaren störung (inzwischen ist sie eigestellt) und ist sich selbst die nächste, weil irgendwann zu kurz gekommen. ihre neigung, die bedürfnisse anderer zu respektieren, ist schwach ausgeprägt. ansonsten gab (und gibt) es eine klare arbeitsteilung: positive verstärkung hier (seitens der* mutter), bedenkenträgerschaft dort (väterlicherseits, wobei ich loyalität im ernstfall eher von meinem vater erwarten kann).
von meiner mutter wurde ich überdies mit pädagogisch wertvoller literatur gefüttert, was mir ermöglichte, ausführliche essays zu meiner sittlichen orientierung und einer wünschenswerten interaktionspraxis zu verfassen. ich wusste also eh' alles besser... und fand meine mimosenhaftigkeit nebenbei bemerkt höchst peinlich.
wobei es tatsächlich enttäuschend für mich ist, meine mutter täuschen zu können. schließlich gelingt ihr das umgekehrt nicht; ich weiß stets um ihre tatsächliche, je aktuelle befindlichkeit.
damals war ich z.b. erschüttert angesichts ihrer reaktion. beim ersten anlauf war ich von dem job nämlich tatsächlich überfordert (und gab ihn alsbald wieder auf). als ich ihr das faktum meiner beschäftigung sachlich unterbreitete, sprang sie auf den oberflächeneffekt an und fand die neuigkeit äusserst aufregend und interessant, bloß meinem vater sollte ich es verschweigen. der erfuhr es erst beim wiedereinstieg (und war erwartungsgemäß entsetzt). natürlich habe ich ihm dargelegt, dass und warum alles gut ist, bestmöglich, wovon ich auch überzeugt bin.
*ja, ja: meiner.Geändert von meta_serif (12.11.2011 um 10:52 Uhr) Grund: textsorte
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12.11.2011, 13:34
AW: casual sex. will ich eine "affäre" unterhalten?
Jetzt wohl nicht mehr, mag sein. Aber trotzdem, ich habe zwar keine Tochter, aber da würde ich auch einer erwachsenen Tochter ins Gewissen reden, behaupte ich jetzt mal.
Also gar keine, oder wie.
Es klingt so, als ob Du die Vormundschaft für sie übernommen hast. Das spornt natürlich auch zu Höchstleistungen an.
Und von Deiner Mutter hat er vermutlich auch keine sonderliche Aufmerksamkeit bekommen.
Oh.
Immerhin.
Aha. Was denn so für Literatur? Ich bin neugierig.
Und jetzt bist Du die abgebrühte femme fatale ...
Du meinst, sie erkennt nicht, dass Dir der "Job" an die Nieren geht?
Ja, wäre ich auch. Welche Mutter klatscht denn Beifall, wenn ihre Tochter sich prostituiert.
Na toll. Vielleicht ist sie neidisch?
Soso."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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12.11.2011, 17:16
AW: casual sex. will ich eine "affäre" unterhalten?
Ich sag es mal so:
Dein Auftreten hier, so wie du dich präsentierst und auf die anderen Postings antwortest, steht für mich diametral zu deiner Anfrage.
Woher die Unsicherheit in dieser doch eigentlich nicht so wahnsinnig lebensnotwendigen Frage, wo du doch in allen anderen noch so komplexen Situationen so überlegen und cool zeigst?
Sorry, aber was ist dein Problem? Oder ist es gerade das? Dass du vielleicht nur eine Fassade aufgebaut hast unter der ein sehr empfindlicher und unsicherer Kern steckt?
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12.11.2011, 17:22Inaktiver User
AW: casual sex. will ich eine "affäre" unterhalten?
Das ist doch ein Widerspruch. Und wenn ich mir das Bild, das du hier von deinen Eltern zeichnest, vorstelle, dann ist auch klar, warum.
Du kannst dir eine gedrechselte Schreibweise zulegen, wie du magst (und sie liest sich ja auch wirklich schön, wie ich finde). Aber kein Fremdwort der Welt wird dich nachhaltig beschützen. Vielleicht vor Usern, die keine Lust haben, sich durch deine Objektsätze zu arbeiten. Aber du selbst bist dir da wohl ein eher "gefährlicherer Feind".
Mich schockst du jedenfalls nicht
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12.11.2011, 23:33
AW: casual sex. will ich eine "affäre" unterhalten?
och... das war saisonabhängig. es wäre ja beispielsweise sinnlos, sanktionen zu verhängen, deren einhaltung man gar nicht "überwachen" kann.
wobei sich meine eltern durchaus auch in der hauptsaison zeit nahmen, sich ggf. für ihre kinder einzusetzen.
nö. ich habe allenfalls mich bevormundet und sie ihrem schicksal überlassen, als ich auszog. von welcher art "höchstleistungen" sprichst du?Es klingt so, als ob Du die Vormundschaft für sie übernommen hast. Das spornt natürlich auch zu Höchstleistungen an.
altersgerechte, microperspektivische belletristik zum thema soz. benachteiligung, indianerverfolgung, judenvernichtung, atomkrieg... die kinderliteratur ("minkipunk ist in der stadt", "lotta zieht um" - lindgren überhaupt rauf und runter etc.) war deutlich erbaulicher.Aha. Was denn so für Literatur? Ich bin neugierig.
ging. ich meine, dass... ach: keine ahnung.Du meinst, sie erkennt nicht, dass Dir der "Job" an die Nieren geht?
jedenfalls bin ich nicht abgebrüht, sondern allenfalls abgeklärt.
ich fände es ganz bezaubernd, wenn du mich an deiner erleuchtung teilhaben lassen wolltest... und tätest.
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13.11.2011, 00:22
AW: casual sex. will ich eine "affäre" unterhalten?
Also hattest Du und Deine Geschwister viele Eltern, sozusagen.
Ich hatte irgendwie den Eindruck bekommen, dass Du sehr hohe Ansprüche an Dich stellst, Workoholic und so.
Das kann ich mir vorstellen. Und dann bist Du dazu übergegangen "ausführliche essays zu Deiner sittlichen orientierung und einer wünschenswerten interaktionspraxis zu verfassen" und in der Konsequenz dann zu dieser Art Job gekommen?
Ist schon ok.
Es wird auch irgendeinen Reiz auf Dich ausüben. Ich bin sicher, Du würdest auch einen anderen guten und ausreichend lukrativen Job finden, wenn Du wirklich wolltest. Macht das Studium denn Spass? Ist es interessant?"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')



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