Ich bin kein Vater. Und inzwischen recht froh darüber, weil ich mir recht sicher bin, dass ich dieser Aufgabe nicht gewachsen wäre.
Bei meinen Geschwistern (alle mit mindestens 2 Kindern) bekomme ich da aber Einiges mit. Und fast immer ist der Tenor, dass sie alles was sie in Sachen Erziehung machen aus Sicht der Mütter "falsch" ist. Wenn mein Bruder von seine 14-jährigen Tochter verlangt, dass sie am Wochenende um 24:00 zu Hause sein soll, dann ist das aus Sicht der Mutter (also meiner Schwägerin) eine Einschränkung der Freiheiten, die sie braucht um erwachsen zu werden.... er soll der Tochter gefälligst mal mehr zutrauen, nur weil sie ein Mädchen sei müsse sie nicht so früh nach Hause kommen.
Mir ist fast die Kinnlade runter geklappt, weil ich das für unverantwortlich halte, eine Minderjährige so lange allein fort gehen zu lassen...
Nur als Beispiel...
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07.11.2011, 19:47
AW: was ist nur mit den Männern los?
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07.11.2011, 19:47
AW: was ist nur mit den Männern los?
Ich halte mir in den Dingen,
die mich interessieren,
lichte Punkte und lichte Menschen fest,
das übrige mag quirlen wie es will und kann.
J.W.v.Goethe
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07.11.2011, 19:49Inaktiver User
AW: was ist nur mit den Männern los?
Etwas verstanden zu haben bedeutet noch lange nicht, dass man es auch umsetzen kann.
Und ja Zurückhaltung bzw. wohlwollenderer Umgang wäre vielleicht ganz gut. Das beginnt aber bereits mit einer inneren Haltung zum männlichen Anteil in sich und in Folge auch zum eigenen Mann.
Leider wurde viele Frauen von ihren Vätern genauso verletzt und dann treffen sich zwei verletzte "Kinder" und raufen darum wer mehr Recht hat und buhlen um Liebe und Zuneigung.
Nein, es ist schlichtweg eine Folge der gesamten Umstände.Leider kenne ich in meinem Bekanntenkreis einige Beispiele, wo sich Männer bewusst oder unbewusst aus der Kindererziehung weitgehend raushalten. Ist dass nun die Schuld der Frauen?
Den Männern ist es deswegen meist recht weil sie dafür keinen "Werkzeugkasten" mitbekommen haben und wenn sie dann doch mal was ausprobieren steht Frau mit entsetztem Gesichtsausdruck da und kommandiert rum.
Das es ihnen recht ist kann ich gut nachvollziehen, zum einen steckt schon auch eine gewisse Bequemlichkeit dahinter aber der Hauptantrieb warum Mann sich zurückzieht hab ich im obigen Absatz erklärt.Selbst wenn Frauen durch ein dominantes Verhalten dazu beitragen, dass Männer sich zurückziehen auf ihre Stammrolle als Versorger (und, ehrlich gesagt - ich glaube eher, dass es den Männern in meinem Bekanntenkreis ganz recht so ist!) - dann würde ich mir von den Männern wünschen, dass sie das nicht zulassen und dafür einstehen, ihren Söhnen präsente Väter zu sein.
Warum? Weil nicht sein darf was nicht ist?Das ist jetzt sicher sehr allgemein formuliert, aber dieses: "Väter sind so, weil die Mütter sie nicht lassen" ist mir dann doch auch zu einfach.
Auch Deine Formulierung ist im trennenden Denken verhaftet.
Das es aber eine gesellschaftliche Gesamtdynamik gibt und die auch nur so gelöst werden kann übersiehst Du dabei.
Jede einseitige Zuweisung und Forderung zieht wieder um selbiges nach sich!
Das Zauberwort heisst "gemeinsam" und das beginnt damit, dass man sich mit sich und seinen eigenen Gefühlen auseinandersetzt.
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07.11.2011, 20:04
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07.11.2011, 20:12Inaktiver User
AW: was ist nur mit den Männern los?
Ich denke: Wenn man hier in Kategorien von "Schuld" denkt, geht es schon schief. Aber ja: Die jeweiligen den Männern zugehörigen Frauen in deinem Bekanntenkreis sind auch irgendwie daran beteiligt, an dem Spiel. So viel denke ich, kann man sagen.
Das halte ich sogar für sehr plausibel, dass es in einigen bis vielen Fällen so sein wird. Das es den Männern auch nicht ganz unlieb ist, sich auf die "Versorgerrolle zurückzuziehen". Nur ist das auch wieder nur ein Teil des Ganzen.... dass Männer sich zurückziehen auf ihre Stammrolle als Versorger (und, ehrlich gesagt - ich glaube eher, dass es den Männern in meinem Bekanntenkreis ganz recht so ist!)
Ich würde vermuten, auch den Frauen ist es gar nicht soooooo unlieb, dass er das tut.
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07.11.2011, 20:16Inaktiver User
AW: was ist nur mit den Männern los?
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07.11.2011, 20:22
AW: was ist nur mit den Männern los?
stimmt meiner Erfahrung nach.
Viele Frauen sind total veraengstigt (fuehlen und denken entsprechend) und haben von daher nur einen beschraenkten Zugriff auf ihre eigene Gefuehlswelt und von daher auch eine einschraenkende Einschaetzung ueber die Gefuehlswelt Ihrer Mitmenschen (mit allen Folgen die hier im Strang zuletzt erwaehnt werden).
Gerade was Gefuehlstiefe, Vertrauen, Sensitivitaet/Gespuer fuer eine Situation, Intuition (fuer sich selbst und anderen gegenueber etc.) anbelangt und vielen weiteren Dingen...
Aber auch nicht pauschal.
Es gibt wunderbare und sensible und kluge Frauen, ebenso wie Maenner (nur halt weniger, ok, gleichviele).
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07.11.2011, 20:30Inaktiver User
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07.11.2011, 20:33Inaktiver User
AW: was ist nur mit den Männern los?
Stecher, bislang konnte ich vielen Deiner Beiträge zustimmen, aber beim Lesen dieses Beitrages geht einiger Respekt bei mir verloren. Du sprichst damit allen Regenbogenfamilien die Kompetenz ab, Kinder zu erziehen und befindest Dich damit leider in Gesellschaft aller reaktionären und homophoben Kräfte.
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07.11.2011, 20:35Inaktiver User
AW: was ist nur mit den Männern los?
Ja klar kann ich mir das vorstellen, und das ist doch auch nicht schlimm?
Nur: Rückzug ist keine Lösung. Und dass die Frau an dieser Stelle für den Mann einspringt und Lösungswege aufzeigt, geht ja auch wieder nicht - weil sie ihm dann ja wieder was vorschreibt usw usf.
Das Dilemma besteht auf beiden Seiten.
Tja, was kann, was könnte ein Mann tun? Liesse sich anhand einer konkreten Situation sicher besser erläutern. Pauschale Ratlosigkeit lässt sich nur schlecht erörtern, finde ich.



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