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  1. User Info Menu

    AW: was ist nur mit den Männern los?

    Ich setz mal kurz die Mod-Miene auf. Ihr findet ja gerade schon wieder zum Thema zurück, deswegen jetzt noch vorbeugend: Differenzen, die einzelne User miteinander haben, die klärt ihr dann bei Bedarf bitte per PN. Das wäre sehr nett.
    Geändert von marilyn-74 (07.11.2011 um 17:45 Uhr)
    Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan

    Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.

  2. Inaktiver User

    AW: was ist nur mit den Männern los?

    Hui, das muß ja wirklich nicht sein, diese Oppositionsschiene? Ich denke, das ist es auch genau, was in vielen Diskussionen in die Sackgasse führt: dass sich Fronten auftun, wo Neugier und Zuhören angebrachter werden. Auch - oder besonders dann - wenn man sich von bestimmten Argumenten genervt fühlt.

    Ich greife mal ein persönliches Beispiel heraus: ich habe mich im Sommer von meinem Mann getrennt und geniesse jetzt erst einmal das Alleinsein! Ich hab viel Nachholbedarf darin, herauszufinden, was ich brauche und was ich will - das will ich auch alleine, für mich, klären.

    Ich werde aber auch wieder in andere Stimmung kommen und mir einen Mann wünschen.... ja, und da wird es schwierig - für mich. Mir ist so gar nicht mehr nach "klassischer Beziehung", sowas wie "Freundschaft+" fände ich gut.
    An welchem Punkt stelle ich mir das schwierig vor? Erstmal: das ganze so zu formulieren, dass der Mann auch versteht, was ich meine. Dass es nicht als Taktik gemeint ist, ihn mit wenig Verpflichtung zu ködern, sondern ernst gemeint.
    Ich will keinen, der mir schöne Worte sagt, nur weil er meint, das wäre notwendig, um mich ins Bett zu bekommen. Doch da bin ich mir selbst zuerst ein Problem: woran erkenne ich, dass es nicht so ist? Wie finde ich Vertrauen?

    Alles nicht so einfach, und ich hoffe anhand meines Beispiels zeigen zu können, dass beide Seiten genug zu tun haben mit dem Thema Veränderungen (schöner Beitrag, Seifreundlich! ). Wir Frauen sind zwar schon sehr weit gekommen auf dem Weg der Emanzipation, aber es gibt keinen Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, wenn wir den Weg zusammen mit den Männern gehen wollen.

  3. User Info Menu

    AW: was ist nur mit den Männern los?

    @Stecher, ich kann alles gut nachvollziehen und auch so stehen lassen, was du geschrieben hast.

    Bei diesem Satz von dir, möchte ich ( Mutter eines fast 17 jährigen Sohnes ) aber noch einmal nachfragen:
    Wird keine Frau weiterbringen wenn sie nicht anfängt ihre eigene Rolle als Frau und die Erziehung der Söhne kritisch zu hinterfragen.
    Was machen wir bei der Erziehung unserer Söhne, deiner Meinung nach, falsch?

    Liebe Grüße
    LiaFail
    Ich halte mir in den Dingen,
    die mich interessieren,
    lichte Punkte und lichte Menschen fest,
    das übrige mag quirlen wie es will und kann.

    J.W.v.Goethe

  4. Inaktiver User

    AW: was ist nur mit den Männern los?

    Zitat Zitat von Contender2 Beitrag anzeigen
    Also im Kleinen, also z.B. in der Partnerschaft, weiß ich, was ich tun kann
    Damit ist dann ja alles getan. Mehr braucht es nicht. Mehr gibt es auch nicht zu tun.

    Aber im Großen, also in der Gesellschaft, da fällt mich nichts ein, was für die Männer getan werden könnte.
    Ich denke, es geht gar nicht so sehr um "etwas tun". Sondern auf dieser Ebene um "etwas unterlassen". Oder zumindest ein wenig nachlassen damit.

    Es wäre atmosphärisch schon viel geholfen, wenn man im öffentlichen Diskurs einmal auf die "Frauen sind stark, klug, auf dem Vormarsch, Frauen sind die besseren xyz" sowie die "Männer sind vergewaltigende Neanderthaler mit Erbsenhirnen, sprach- und denkgestörte Soziopathen mit dem emotionalen Ausdrucksspektrum einer Amöbe" Versatzstücke verzichten würde. Oder zumindest ab und zu mal.
    Damit wäre im öffentlichen Raum schon viel gewonnen.

    Kurz: Wenn es Frauen etwas öfter gelänge, das "aufgeregt-schnatternde Programm femininer Selbsterhöhung" (Matthias Matussek ; SPIEGEL SPECIAL*5/1998 - Die Frauen sind schuld) ab und zu auch mal ein wenig leiser zu regeln.
    Eher erschreckend finde ich bezüglich des verlinkten Textes ja, dass er erstaunlich tagesaktuell wirkt. Obwohl er über 13 Jahre alt ist ...

  5. Inaktiver User

    AW: was ist nur mit den Männern los?

    Zitat Zitat von LiaFail Beitrag anzeigen
    Was machen wir bei der Erziehung unserer Söhne, deiner Meinung nach, falsch?

    Liebe Grüße
    LiaFail
    Diese Frage an sich ist zu hart formuliert weil normalerweise jeder das Beste bei der Erziehung seiner Kinder macht, aber es gibt Kardinalfehler, die sich sehr gravierend auf die Entwicklung eines Kindes auswirken können:

    z. B:
    - Abwertung des jeweils anderen Geschlechts (also die Mutter schimpft über den Vater in Gegenwart ihres Sohnes)
    - ständiges kritisieren, dass der Vater die Kinder nicht so erzieht wie Mutter es sich wünscht und ihm Vorschriften macht wie er es denn richtig machen würde
    - dem Sohn alles abnehmen und ihn dabei entmündigen (der kleine Gott von heute ist dann der Pascha von morgen)
    - loslassen der Söhne und nicht die Probleme mit dem Vater auf den Sohn übertragen (Du bist ja wie Dein Vater!)

    Das gilt aber auch umgekehrt genauso, wobei hier eher die Tendenz besteht, dass sich Männer rausziehen, mit ebenso drastischen Folgen für die Kinder.

    Wir müssen irgendwann verstehen, dass sich die jeweiligen Identitäten des Geschlechts durch beide Geschlechter bilden.
    Eine Frau kann einem Jungen nicht näher bringen wie es ist Mann zu sein, genausowenig kann ein Vater einer Tochter beibringen Frau zu sein.

    Aber es wird der Umgang für später mit dem jeweiligen Geschlecht gelegt. Der Sohn sucht sich in der Regel eine Frau, die dem Mutterbild näher kommt und die Tochte wird sich einen Mann suchen, der ihrem Vater ähnlich ist.

    Und ändern kann man das alles indem man sich darin übt Bewusstsein zu erlangen und seine Gedanken kontrolliert und auch mal kritisch hinterfrägt welches Bild von sich und vom anderen Geschlecht man an seine Kinder weitergeben möchte.

    Viele Probleme meiner Generation sind ja deswegen entstanden, weil männliche Vorbilder gefehlt haben und weil die Mütter damit allein gelassen wurden. Das ist ein gesellschaftliches Problem welches uns unter anderem die Kriege beschert haben. Das ist Schicksal, Kismet und Änderungen wie sie jetzt notwendig sind vollziehen sich nicht an einem Tag oder in einem Jahr.

    Bevor man was verändern kann und will muss man sich erstmal bewusst werden, dass es etwas gibt was wir bisher nicht wahrgenommen haben und man muss sich seiner eigenen Angst stellen.

    Ein Beispiel: Wenn die Tochter ihre erste Periode bekommt, wird dann zuhause ein Fest gefeiert? Wird dieses Ereignis freudig begrüsst, die Tochter macht den Schritt vom Mädchen zur Frau?

    Würd mich mal interessieren wieviele Mütter da ihren Töchtern freudig gegenübertreten in dem Bewusstsein, dass dies zum Frausein dazugehört und kein lästiges, schmutziges Zeugs ist was man über sich ergehen lassen muss.

  6. User Info Menu

    AW: was ist nur mit den Männern los?

    Zitat Zitat von LiaFail Beitrag anzeigen
    @Stecher, ich kann alles gut nachvollziehen und auch so stehen lassen, was du geschrieben hast.

    Bei diesem Satz von dir, möchte ich ( Mutter eines fast 17 jährigen Sohnes ) aber noch einmal nachfragen:


    Was machen wir bei der Erziehung unserer Söhne, deiner Meinung nach, falsch?

    Liebe Grüße
    LiaFail
    Die meisten Jungs leben bzw. wachsen auf in einer frauendominierten Umwelt:
    Kindergarten: wie hoch ist der Anteil an männlichen Erziehern?
    Schule: wieviele männliche Lehrer unterrichten?
    Dann wird in der Schule ständig mädchenhaftes Verhalten gefordert und
    gelobt: Jungen, die unruhig sind, sich in der Pause austoben, werden meist
    gemaßregelt.
    Das ist schon mal der Unterschied im Umfeld, ohne dass die Mutter einen Ex-
    Partner schlecht macht.

    Jungens fehlt oft die Identifikationsfigur eines Mannes, an dessen Vorbild sie
    sich orientieren können.

    In einem norddeutschen Bundesland oder sogar nur an einer Schule (weiß es
    nicht mehr so genau, war ein Artikel im Spiegel oder Stern) gibt es sowas wie
    Männerpatenschaften, wo einige Männer sich engagieren und mit kleinen
    Jungsgruppen richtige Jungsaktivitäten unternehmen. Das Interesse ist so groß,
    dass eigentlich noch mehr Männer gebraucht würden....

  7. Inaktiver User

    AW: was ist nur mit den Männern los?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du willst ja nur nicht rauslassen, dass Du selbst keinen Plan hast wo Männer eigentlich sich hinentwickeln sollen.
    Ja, Frauen haben sich die letzten 40 Jahre weiterentwickelt. Das war in vielen Punkten auch durchaus richtig und berechtigt.
    Was mich aber stört ist, dass ich häufig das Gefühl habe (einige, nicht alle) Frauen erwarten dann, dass sich Männer gefälligst anpassen sollen und zwar so wie es der mainstream grade vorgibt.
    Ich muss sagen, ich habe herzlich wenig Lust dazu mich in in eine mir zugedachte Rolle zu begeben, um irgendwelchen grade aktuellen Ansprüchen zu genügen.

    Oder wie es in einer Signatur hier im Forum heisst ... "Ich bin wie ich bin, die einen kennen mich, die anderen können mich."

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    AW: was ist nur mit den Männern los?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, Frauen haben sich die letzten 40 Jahre weiterentwickelt. Das war in vielen Punkten auch durchaus richtig und berechtigt.
    Was mich aber stört ist, dass ich häufig das Gefühl habe (einige, nicht alle) Frauen erwarten dann, dass sich Männer gefälligst anpassen sollen und zwar so wie es der mainstream grade vorgibt.
    Wenn es aber nur einige sind, dann müsste es dich doch gar nicht stören.

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: was ist nur mit den Männern los?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Damit ist dann ja alles getan. Mehr braucht es nicht. Mehr gibt es auch nicht zu tun.
    Ja. Man hofft oder bemüht sich, zumindest in der gesellschaftlichen "Zelle" Partnerschaft es einigermassen richtig zu machen.

    Ich denke, es geht gar nicht so sehr um "etwas tun". Sondern auf dieser Ebene um "etwas unterlassen". Oder zumindest ein wenig nachlassen damit.

    Es wäre atmosphärisch schon viel geholfen, wenn man im öffentlichen Diskurs einmal auf die "Frauen sind stark, klug, auf dem Vormarsch, Frauen sind die besseren xyz" sowie die "Männer sind vergewaltigende Neanderthaler mit Erbsenhirnen, sprach- und denkgestörte Soziopathen mit dem emotionalen Ausdrucksspektrum einer Amöbe" Versatzstücke verzichten würde. Oder zumindest ab und zu mal.
    Damit wäre im öffentlichen Raum schon viel gewonnen.

    Kurz: Wenn es Frauen etwas öfter gelänge, das "aufgeregt-schnatternde Programm femininer Selbsterhöhung" (Matthias Matussek ; SPIEGEL SPECIAL*5/1998 - Die Frauen sind schuld) ab und zu auch mal ein wenig leiser zu regeln.
    Eher erschreckend finde ich bezüglich des verlinkten Textes ja, dass er erstaunlich tagesaktuell wirkt. Obwohl er über 13 Jahre alt ist ...
    Boah - dieser Artikel - ich meine mich zu erinnern, dass ich ihn schon mal gelesen habe, aber habe ihn wohl nicht recht verstanden, oder die Tragweite nicht richtig verstanden.
    Jedenfalls Danke...druck ich mir aus.

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    AW: was ist nur mit den Männern los?

    Hallo Stecher,

    danke für deine ausführliche Antwort.
    Mein Sohn hat, ab einem bestimmten Zeitpunkt, unter der Trennung seiner Eltern mehr gelitten als seine Schwester. Er brauchte seinen Vater zum Mann werden, genau das waren seine Worte.

    Ich bin mit ihnen zurück in ihr *Elternhaus* gezogen und so haben die Kinder ihre Eltern noch in einem Haus. Die Wohnsituation erlaubt es daher, das sie jederzeit (wenn er da ist) bei ihrem Vater sein können. Schwierig für uns Eltern, immer Frieden zu halten, die Ebenen nicht zu vertauschen...da bin ich dir jetzt mal dankbar für deine Worte...

    Leider sind auch heute die Väter nicht sooo viel anwesend. Obwohl viele Mütter ja ebenfalls berufstätig sind, arbeiten die Männer, ich erlebe es zumindest so, noch um einiges mehr und fehlen somit oft. Die Erziehung, auch der Söhne, liegt somit meist in weiblicher Hand. Allerdings entdecke ich in meinem Familienkreis einen anderen Umgang der jungen Väter mit ihren Kindern, das wiederum lässt mich hoffen, für alle...

    Als meine Tochter ihre erste Periode bekam, haben wir ein kleines Fest gefeiert und sie hat sogar Blumen und einen Ring von mir bekommen, mit einer kleinen Geschichte dazu. Hört sich für viele vielleicht kitschig an aber ich wusste, sie fiebert diesem Tag entgegen. Es ist ein normales aber doch besonderes Ereignis, für jedes Mädchen, das ruhig ein wenig gefeiert werden darf, finde ich. Es ist schön eine Frau zu sein und dazu gehört nun mal die Mensis.

    Mein Sohn hat letztes Jahr, von einem männlichen Familienmitglied (auf meinen Wunsch hin) einen Rasierapparat bekommen, ich wollte das er sich in seiner Entwicklung auch gesehen fühlt...ist vielleicht nicht vergleichbar aber du hast Recht, hier müssen die Väter ein wenig zu Hilfe kommen.

    Liebe Grüße
    LiaFail
    Ich halte mir in den Dingen,
    die mich interessieren,
    lichte Punkte und lichte Menschen fest,
    das übrige mag quirlen wie es will und kann.

    J.W.v.Goethe

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