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    AW: Darf Liebe weh tun?

    Wie fühlt man mit jemandem mit, den man gerade zu "Ausschuß" erklärt hat? Menschen sind keine Großserienprodukte, die man mal eben wegschmeißt, wenn sie nicht irgendeiner Vorgabe entsprechen.

  2. Inaktiver User

    AW: Darf Liebe weh tun?

    Ich bin gerade über einen anderen netten Artikel über die jungen Männer gestolpert.

    Why men are in trouble - CNN.com

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    AW: Darf Liebe weh tun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich melde mich hier ab, ich sollte mich nicht mit diesen Themen beschätigen. Sie deprimieren nur und machen voreingenommen.
    Das versteh ich. Ich glaube, Eva Illouz konnte dieses Buch auch nur schreiben, weil sie seit vielen Jahren glücklich verheiratet ist und drei Söhne hat. Sie hat also mindestens 4 männliche Positivbeispiele täglich vor Augen.

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    AW: Darf Liebe weh tun?

    Ich glaube, Eva Illouz meint Folgendes: Darunter dass verbindliche Beziehungen seltener geworden sind, leiden Frauen stärker als Männer. Nach Illouz liegt das daran, dass Frauen immer noch zu wenig Anerkennung durch die Gesellschaft bekommen und deshalb verstärkt auf die Anerkennung durch einen Partner angewiesen sind.

    Sie sagt ja: macht Frauen zu Staatenlenkern und Männer zu denjenigen, die ihre Kinder großziehen, die kochen, putzen und in Konferenzen Kaffee servieren ...ihr werdet sehen, dann sind die Männer die, die sich nach verbindlichen monogamen Beziehungen sehnen.

    Ich könnte mir aber auch vostellen, dass Frauen von ihrer Biologie her stärker an Beziehungen interessiert sind (Männer dagegen mehr an Erfolg und Macht).

    Jedenfalls scheinen Frauen stärker an Beziehungen interessiert zu sein (aus sozialen oder biologischen Gründen) und befinden sich nun in der Situation , dass die Männer im Gegensatz zu früher ohne Prestigeverlust Beziehungen unverbindlich halten können, was aber nicht dem Interesse der meisten Frauen entspricht. Insofern zwingen die Männer den Frauen ihre Bedingungen auf. Deshalb plädiert sie ja für ein neues Männerideal, zu dem Leidenschaft und Abhängigkeit dazugehört. Außerdem plädiert sie dafür, Familienleben und romantische Liebe voneinender zu entkoppeln, weil es dann etwas weniger kompliziert ist, und die Wahrscheinlichkeit, beides verwirklichen zu können (mit verschiedenen Partnern) wächst. Gerade diesen letzten Gedanken finde ich sehr mutig.

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    AW: Darf Liebe weh tun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin gerade über einen anderen netten Artikel über die jungen Männer gestolpert.
    Die US-Neocons dürfen ihre Ladenhüter gerne behalten. Die 50er und 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren eine Ausnahmesituation, die heutigen Menschen leben unter anderen Bedingungen, an deren Entstehung die Regierung, der Mr. Bennett angehört hat, nicht unbeteiligt war. Männer haben ebenso wenig Lust wie Frauen, einseitig anderer Leute Wunschlisten abzuarbeiten. Lamentieren ändert gar nichts.

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    AW: Darf Liebe weh tun?

    Zitat Zitat von Ditha Beitrag anzeigen
    Sie sagt ja: macht Frauen zu Staatenlenkern und Männer zu denjenigen, die ihre Kinder großziehen, die kochen, putzen und in Konferenzen Kaffee servieren ...ihr werdet sehen, dann sind die Männer die, die sich nach verbindlichen monogamen Beziehungen sehnen.
    Wohl eher nicht. Meines Erachtens hat dieses Verhalten biologische Ursachen.
    Und irgenwie klingt das für mich nach "Rache der Frau". Früher waren Frauen zu 100% abhängig, jetzt drehen wir den Spiess rum. Hat mit der oft gepriesenen Gleichberechtigung wohl nichts zu tun.

    Zitat Zitat von Ditha Beitrag anzeigen
    Ich könnte mir aber auch vostellen, dass Frauen von ihrer Biologie her stärker an Beziehungen interessiert sind (Männer dagegen mehr an Erfolg und Macht).
    Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Zur Aufzucht des Nachwuchses braucht man stabile und verlässliche Rahmenbedingungen, um die Evolution am Laufen zu halten gute Voraussetzungen bei der Balz. Ich habe dieses Ausdruckweise bewusst gewählt, um die aus unserer tierischen Vergangenheit geerbten Mechanismen zu verdeutlichen.

    Zitat Zitat von Ditha Beitrag anzeigen
    Jedenfalls scheinen Frauen stärker an Beziehungen interessiert zu sein (aus sozialen oder biologischen Gründen) und befinden sich nun in der Situation , dass die Männer im Gegensatz zu früher ohne Prestigeverlust Beziehungen unverbindlich halten können, was aber nicht dem Interesse der meisten Frauen entspricht. Insofern zwingen die Männer den Frauen ihre Bedingungen auf. Deshalb plädiert sie ja für ein neues Männerideal, zu dem Leidenschaft und Abhängigkeit dazugehört. Außerdem plädiert sie dafür, Familienleben und romantische Liebe voneinender zu entkoppeln, weil es dann etwas weniger kompliziert ist, und die Wahrscheinlichkeit, beides verwirklichen zu können (mit verschiedenen Partnern) wächst. Gerade diesen letzten Gedanken finde ich sehr mutig.
    Was hat das bitteschön mit Aufzwingen zu tun? Es schreibt frau niemand vor, mit einem bestimmten Mann zusammen zu sein, der nicht so tickt wie sie es möchte. Für mich klingt das so, als möchte frau mann mit Gewalt umkrempeln. Wenn mann schon nicht so tut wie man will, ändern wir die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die ihn dann schon zwingen werden, sich so zu verhalten wie frau es will.
    Netter Ansatz (nennt man Gender Mainstreaming), der leider einen kapitalen Fehler hat: Männer sind keine Leibeigenen. Es ist jetzt bereits eine deutlich Tendenz zu immer mehr Singlehaushalten zu beobachten. Man kann sicher darüber streiten, ob das damit zusammenhängt. Für mich ist es Fakt, dass das Austreiben der männlichen Instinkte durch gesellschaftliche Zwänge nicht funktionieren wird. Es wird haufenweise seelische Krüppel hinterlassen, die sich allenfalls aus Angst vor gesellschaftlicher Ächtung fügen.
    Was ich auch etwas seltsam finde: Man möchte, dass frau sich mit verschiedenen Partnern verwirklichen kann, und findet das erstrebenswert. Die Männer, die genau das heute tun, sich mit verschiedenen Partnerinnen verwirklichen, werden gerne (und mMn zu Recht) als Schweine bezeichnet. Wenn zwei das Gleiche tun...
    Frau braucht sich nicht wundern, wenn immer mehr Männer auf Beziehungen verzichten, in denen sie, überspitzt gesagt, den Status eines Menschen zweiter Klasse bekommen sollen. Genau das also, wogegen frau vollkommen zu Recht erfolgreich und völlig zu Recht gekämpft hat.
    Aber nachdem hier auch schon die meisten Männer als "Ausschuss" bezeichnet wurden, wundert mich nichts mehr. Darf man die dann auch ungestraft entsorgen?
    Wer mit solchen Ansichten auf Partnersuche geht, muss sich nicht wundern wenn "brauchbare" Kandidaten Fersengeld geben.

    Ich hatte vor langer Zeit geglaubt, die Menschheit könnte erreichen, dass kein Geschlecht das andere mehr unterdrückt, dass irgendwann ein "Miteinander" möglich wäre. Einmal mehr, dass ich mich in meinem Leben getäuscht habe. Schade.
    All we are, is more than in the mirror
    All we are, is more then what you see
    All we are, is what we got together

  7. Inaktiver User

    AW: Darf Liebe weh tun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kann verstehen, dass du das Bedürfnis hast, dir deine Enttäuschungen zu erklären, ein Muster zu finden, in dem "der Andere" schuld ist. Und du nicht. Du unschuldig bist, unverschuldet immer wieder in die gleiche Situation gerätst.
    Das ist völlig verständlich. Ich mache das auch oft so in meinen Gedanken. Es entlastet. Kurzfristig.

    Längerfristig hat es den Nachteil, dass man ohnmächtig wird oder bleibt. Und dann eine ohnmächtige Wut aushalten muss.
    Wenn du nicht Teil des Problems bist, kannst du auch nicht Teil der Lösung sein. Dann bist du zwar unschuldig, aber handlungsunfähig. Du kannst nur hoffen und beten, die Welt um dich herum möge sich in deinem Sinne umgestalten. Aber du selber kannst nichts tun.
    Das ist ja die große Frage in meinem "individuellen" Fall. Und ich bin nicht der Typ, der sagt ich mache keine Fehler, habe die Männer jetzt etwas pauschal über einen Kamm geschert. Aber es entspricht dem was viele Frauen erleben - Männer scheuen vor Verbindlichkeit zurück.

    Und ich glaube mittlerweile, dass ich eher den Fehler mache, diesen Männern, die nach ein paar Monaten anfangen zu eiern noch hinterherzulaufen statt einen Schlussstrich zu ziehen. Dann bleibt es bei den drei Monaten aber ich bin frei für einen der es ernst meint.

  8. Inaktiver User

    AW: Darf Liebe weh tun?

    Zitat Zitat von glaux Beitrag anzeigen
    Welche Entscheidungen in Richtung Familienplanung erwartest du denn nach 3 Monaten?
    Natürlich keine. Aber wenn man merkt, das Ganze waren nur Lippenbekenntnisse und nach ein paar Monaten fällt dem anderen auf, dass er doch keine Verbindlichkeit will, dann fällt das ganze Kartenhaus zusammen und ich merke, der andere hat es nicht ernst gemeint, hat - vielleicht unterbewusst? - doch nur die kurzfristige sexuelle Begegnung gesucht auch wenn er anderes gesagt hat. Einen Menschen wirklich in sein Leben lassen, war nie sein Plan.

  9. Inaktiver User

    AW: Darf Liebe weh tun?

    Zitat Zitat von Ditha Beitrag anzeigen
    Außerdem plädiert sie dafür, Familienleben und romantische Liebe voneinender zu entkoppeln, weil es dann etwas weniger kompliziert ist, und die Wahrscheinlichkeit, beides verwirklichen zu können (mit verschiedenen Partnern) wächst. .
    Ich habe es eher so verstanden, dass Frauen Exklusivität suchen und die seriellen Beziehungen nur als Mittel zum Weg suchen, eine exklusive Beziehung zu finden. Darin finde ich mich wieder, aber für einige der Männer, denen ich begegnet bin ist es eher Selbstzweck auf der Oberfläche zu bleiben und emotional distanziert zu sein.

    ______________

    Nun ich für meinen eigenen "Fall" muss natürlich gerade ein bisschen aufpassen, dass ich dieses Modell nicht zu sehr meinem jetzigen Mann da überstülpe...

  10. Inaktiver User

    AW: Darf Liebe weh tun?

    Zitat Zitat von glaux Beitrag anzeigen
    Niemand zwingt mich dazu, ein gegebenes Versprechen zu brechen oder andere derartige Verhaltensweisen anzunehmen.

    Wenn man das tut, dann kann man dazu stehen, statt den üblichen fin-de-siècle - Abwärtstrend herbeizureden, um sich dann dahinter zu verstecken.
    Ähm was hat das mit meiner Aussage zu tun?

    Ich meinte das in dem Sinne, das man nie einen Menschen direkt ändern kann sondern nur sich selbst und wenn man sich selbst verändert muss der andere sich mitändern. Und das funktioniert sowohl auf partnerschaftlicher Ebene als auch im grösseren Maßstab wie in Gesellschaften.

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