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    AW: Darf Liebe weh tun?

    Zitat Zitat von Ditha Beitrag anzeigen
    Ganz richtig. Da gibt es auch eine neue Generation Femininistinnen, die genau das kritisiert, z.B. Susan Pinter in ihrem Buch "Das Geschlechterparadox". Frauen können jetzt nicht nur Karriere machen, sondern sie müssen es irgendwie auch. Pinter beschreibt wie Frauen aufgrund sehr guter Studienabschlüsse Karriere gemacht haben, z.B. als Anwältin, und nach Jahren merken, dass sie eigentlich ganz andere Bedürfnisse haben, z.B. gerne (mehr) Kinder gehabt hätten.
    Da muss es doch auch noch irgend einen Dreh geben, dafür die Männer verantwortlich zu machen...
    Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh )

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    AW: Darf Liebe weh tun?

    Zitat Zitat von bruennette_2 Beitrag anzeigen
    ...wünsche mir, dass sich die Frauen heute wieder mehr und mehr aus dieser Anforderungsspirale herausnehmen und sich selbst mehr "Unperfektheit" zugestehen, bzw. ihnen das auch von außen so zugestanden wird.
    Hmm - mit 'wünschen' kommst du ja nicht viel weiter, denke ich mir, bzw. bis sich dein Wunsch in der Breite umgesetzt haben wird, werden wir beide schon längst auf dem Friedhof liegen.

    Ich meine: nehmen wir also an, es stimmt und es ist ein reales Problem, dass tatsächlich Männer eine überdurchschnittlich ausgeprägte Bindungsangst haben, welche dazu führt, dass sie sich immer weniger fest binden wollen/können.
    Das wäre also die Situation ...

    Wie nun können aktuell suchende Single-Frauen sich auf diese Situation einstellen? Wie können sie ihre Chancen verbessern, wenigstens auf die Single-Männer zu treffen, bei denen noch ein gewisser Rest (wie hoch auch immer) an Bindungs-WILLE vorhanden ist? Und könnten sie diesen Männern mit dem Restbestand an Bindungs-Wille eine feste verbindliche Beziehung mehr schmackhaft machen? Wenn ja, auf welche Weise?

    VanDyck
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    AW: Darf Liebe weh tun?

    Hans, ich habe mich gestern abend total über deinen interessanten und ausführlichen Beitrag gefreut! Auch über den geschichtlichen Teil, aber ich greife jetzt mal nur das heraus:

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Auf der anderen Seite sind Männer mit der emotionalen Öffnung deutlich verletzbarer geworden, für ihr Selbstbild spielen Annahme oder Ablehnung eine größere Rolle als früher. Ungeübter in der Auseinandersetzung mit (negativen) Gefühlen, ziehen sich viele Männer auf ein Gebiet zurück, welches Schutz vor Verletzungen verspricht - die Welt des schönen Scheins, der Oberflächlichkeit. Der oft beklagte Vorwurf der Lernunfähigkeit - hier könnte er seine Ursache haben.
    Ich glaube auch, dass Männer oft auf beruflichen Erfolg, Geld und materielle Anschaffungen ausweichen, um der emotionalen Verletzbarkeit in Beziehungen auszuweichen.


    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Heute sind Liebe und Kinderwunsch die einzigen Gründe für die meisten Männer, sich Frauen gegenüber zu öffnen. Mit der Verfügbarkeit von Sexualität ohne Beziehungscommitment (das "biologische Kapital" der Frauen seit Urzeiten) fällt eine wichtige Motivation für sozialkonformes Verhalten für Männer weg.
    Eigentlich ist das ja etwas Schönes, dass Liebe und Kinderwunsch die einzigen Gründe sind, sich auf Frauen einzulassen und nicht irgendwelchen sozialen Verpflichtungen. Nur, warum reicht das nicht, um Männer zu verbindlichen Beziehungen zu motivieren? Okay, der Kunderwunsch ist vermutlich von Natur aus bei vielen Männern weniger stark ausgeprägt, aber das Bedürfnis nach Liebe müsste doch genauso verhanden sein wie bei den Frauen? Obwohl - Susan Pinter meint, Männer seien biologisch mehr auf Erfolg und Macht ausgerichtet, Frauen mehr auf Liebe und Glück. Das würde bedeuten, dass Männern Liebe nicht so wichtig ist wie Frauen, aber das ist umstritten.
    Eine andere Erklärung wäre, dass Männer tatsächlich im Umgang mit negativen Gefühlen nicht soviel Erfahrung haben und deshalb ausweichen. Dann wäre es nur ein Übergangsproblem bis Männer (trotz Lernunfähigkeit) das aufgeholt haben.

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    AW: Darf Liebe weh tun?

    Zitat Zitat von Ditha Beitrag anzeigen
    Eva Illouz führt das in ihrem Buch aus. Sie beschreibt wie in früheren Jahrhunderten die gesellschaftliche Benachteiligung der Frauen durch eine gewisse Verehrung "ausgeglichen" wurde, d.h. Frauen wurden von Männern zwar gesellschaftlich benachteiligt, aber im Bereich der Liebe idealisiert. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass die Liebe und die Beschäftigung damit so attraktiv für Frauen war, und bis heute ist. Aber die Verehrung ist nun der typischen männlichen "Bindungsangst" gewichen.
    Wo hat denn die angebliche Verehrung von Frauen früher stattgefunden? Und ich spreche jetzt von einfachen Frauen, von Frauen im Mittelstand, von zigfachen Müttern usw. und nicht von ein paar adeligen Damen á la Romeo und Julia.

    Ich widerspreche ganz entschieden dieser These, dass in früheren Jahrhunderten die gesellschaftliche Benachteiligung durch "Verehrung" oder Idealisierung ausgegelichen wurde. In Romanen vielleicht, in der Realität nicht. Da muss man gar nicht Jahrhunderte zurückgehen, da reicht mir ein Bild auf das Leben meiner Oma Jahrgang 1901.

    Gut, heute muss vielleicht frau mit bindungsunwilligen Männern umgehen lernen. Aber das halte ich für das kleinere Übel. Sie kann ihr Leben selbstbestimmt leben und das halte ich für ein sehr hohes Gut. Außerdem glaube ich, dass hinter der sog. Bindungsangst ganz einfach Bequemlichkeit steckt. Männer sehnen sich genauso wie Frauen nach Liebe, Partnerschaft und Geborgenheit. Aber nachdem Frauen heute nicht mehr so einfach auf jeden fahrenden Zug aufspringen, müssen sich Männer mehr ins Zeug legen als früher und das schreckt so manchen Superman ab. Aber ich glaube, dass irgendwann im Leben eines jeden Mannes auch der Wunsch nach Bindung kommt, vielleicht etwas später als bei Frauen, mag sein. Aber irgendwann gleicht sich das wieder an.
    bbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb bbbb

    Werde, die du bist




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    AW: Darf Liebe weh tun?

    Es wäre sicher hilfreich, nicht alle Männer in einen Topf zu werfen.

    Das hier diskutierte Phänomen trifft doch nur auf Alpha-Männer zu. Die wollen keine Bindung, weil sie dabei auf viele Erlebnisse verzichten müssten, denn sie haben ja fast die freie Auswahl.

    Es gibt jedoch viele bindungswillige Männer, die eben nicht zu den Alpha-Männern gehören. Und damit für Frauen völlig uninteressant sind.

    Dann können Frauen jedoch nicht generell Männern Bindungsunwilligkeit vorwerfen.
    Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh )

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    AW: Darf Liebe weh tun?

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    (...)
    Ich meine: nehmen wir also an, es stimmt und es ist ein reales Problem, dass tatsächlich Männer eine überdurchschnittlich ausgeprägte Bindungsangst haben, welche dazu führt, dass sie sich immer weniger fest binden wollen/können.
    Das wäre also die Situation ...

    Wie nun können aktuell suchende Single-Frauen sich auf diese Situation einstellen? Wie können sie ihre Chancen verbessern, wenigstens auf die Single-Männer zu treffen, bei denen noch ein gewisser Rest (wie hoch auch immer) an Bindungs-WILLE vorhanden ist? Und könnten sie diesen Männern mit dem Restbestand an Bindungs-Wille eine feste verbindliche Beziehung mehr schmackhaft machen? Wenn ja, auf welche Weise?

    VanDyck
    Interessante Fragen!

    Spontan hätte ich zumindest eine Antwort darauf, die ich nun schon *überleg* viermal in meinem Freundes-und Bekanntenkreis so beobachtet habe und die ich als Lösung höchst umstritten halte, aber zugeben muss, dass sie ihre Wirkung nicht verfehlt hat: Eine Beziehung durch Schwangerschaft festigen, bzw. einen Mann durch Schwangerschaft an sich binden.

    In allen vier Fällen wurde die Frau genau dann schwanger, als die Beziehung entweder noch in der Kennenlernphase war, eine weitere war ein (soweit mir bekannt) One-Night Stand, bei den beiden anderen handelte es sich um langjährige Beziehungen, die gerade in Frage gestellt wurden.... Und was passiert? Pluff, die Frauen sind "plötzlich" schwanger.

    Alle haben den "Gewinn" erzielt, von nun an durch Fleisch und Blut an jemanden gebunden zu sein. Alle sind noch in den Partnerschaften. Die Kennenlern-Partnerschaft hat sich inzwischen zu einer tollen, mehrjährigen Beziehung mit Heirat entwickelt. Über die ONS-Partnerschaft weiß ich nichts Näheres, nur, dass beide Partner sich gemeinsam um das Kind kümmern und der Mann auch als offizieller Lebensgefährte der Frau gilt. In der einen In-Frage-Beziehung, in der beide seit Jahren verheiratet sind, reiben sich beide Partner weiterhin aneinander auf, da sie wie Feuer und Wasser zueinander sind - das Kind ist dabei der tröstende Mittelpunkt ; und die andere In-Frage-Beziehung hat sich inzwischen auch wieder gefestigt, baldige Heirat nicht ausgeschlossen.

    Was lehrt mich das? Dass plötzliche Schwangerschaften zwar unfaire, aber durchaus wirksame Mittel sind, die bindungsscheuen Männer dazu zu bringen, sich mit einer Beziehung auseinanderzusetzen und sich auf Nähe wirklich einzulassen. Manche müssen halt durch "Pokerspielen" zu ihrem Glück gezwungen werden.

    Ansonsten habe ich auf Deine Fragen noch keine weiteren Antworten, aber ich hoffe, dass ich bald wenigstens ansatzweise, schon aus stark persönlichen Gründen , auf diese stoßen werde.

  7. Inaktiver User

    AW: Darf Liebe weh tun?

    Also ich finde schon, dass man früher als Hausfrau und Mutter respektiert wurde, da war man schon wer, während man heute nur als dummes Truschterl belächelt wird und diese Arbeit gar keine Wertschätzung mehr erfährt.

    Dass Männer später drauf kommen, dass eine Bindung auch Vorteile hat, das glaub ich schon, nur sind da die Frauen meist nicht mehr bereit, die Versorgung zu übernehmen sondern genießen lieber ihre Eigenständigkeit.

    Jedenfalls beobachte ich das bei heute ab 60jährigen so. Da meint ja mancher, er wär ein Geschenk für Frauen über 40 - und wenn er dann in der Realität ankommt merkt er, dass gleichaltrige vielleicht eine Beziehung wollen, aber nicht mehr unbedingt zusammenziehen und ihm den Haushalt führen.

    Überhaupt denke ich, dass viele ihr ach so tolles und unabhängiges Singleleben im Alter noch böse bereuen werden, zumindest wenn sie auf Kinder und Familie gepfiffen haben. Ob dann die hochgelobten Freundeskreise das alles auffangen werden bezweifle ich.

  8. Inaktiver User

    AW: Darf Liebe weh tun?

    Zitat Zitat von Ferdinand_der_Stier Beitrag anzeigen
    Es gibt jedoch viele bindungswillige Männer, die eben nicht zu den Alpha-Männern gehören. Und damit für Frauen völlig uninteressant sind.
    An der Stelle wäre es sicher hilfreich, nicht alle Frauen in einen Topf zu werfen...

    Und dass Männer generell weniger Bindungsinteresse und auch Kinderwünsche haben ist nachgewiesen.

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    AW: Darf Liebe weh tun?

    Zitat Zitat von Ditha Beitrag anzeigen
    (...) Eigentlich ist das ja etwas Schönes, dass Liebe und Kinderwunsch die einzigen Gründe sind, sich auf Frauen einzulassen und nicht irgendwelchen sozialen Verpflichtungen. Nur, warum reicht das nicht, um Männer zu verbindlichen Beziehungen zu motivieren? (...)
    Ich würde mal drauf tippen, dass dies auf die Wandelbarkeit, also auf die Unbeständigkeit von Gefühlen zurückzuführen ist. Am Anfang, wenn Mann sich in Frau verliebt, dann ist er genau für diese Zeit motiviert, eine Beziehung einzugehen (wie umgekehrt ja auch). Man sagt ja, dass diese Phase im Schnitt maximal 2 Jahre andauert. Passiert während dieser 2 Jahre nichts, was den Mann weiterhin an Frau bindet (Schwangerschaft oder zumindest Wunsch nach Schwangerschaft; Heirat, gemeinsame Ziele gleich welcher Art - beruflich, etc.-) wird die Beziehung nach dieser Zeit wieder aufgekündigt.

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    AW: Darf Liebe weh tun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    An der Stelle wäre es sicher hilfreich, nicht alle Frauen in einen Topf zu werfen...
    Gut gekontert. Aber Frauen, die sich mit Nicht-Alphamännchen zufrieden geben, sind doch deutlich seltener.
    Und dass Männer generell weniger Bindungsinteresse und auch Kinderwünsche haben ist nachgewiesen.
    Fakt ist auch, dass bei Partnerbörsen und -anzeigen die Nachfrage seitens der Männer wesentlich größer ist.

    Du kannst ja mal spaßeshalber jeweils ein Profil als Mann und als Frau mit vergleichbaren "Qualitätsmerkmalen" eröffnen...
    Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh )

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