DAS wäre allerdings eine Überlegung, die man auch als Mann für sich anstellen könnte, oder? Unabhängig vom momentanen körperlichen Befinden... Es geht ja nicht nur ums Kinderkriegen an sich, sondern auch die längerfristige Perspektive: Will man es seinen Kindern z.B. wirklich zumuten, dass sie mitten in der Pubertät Eltern haben, die sich gerade mit allem was da an persönlichen Kämpfen dazugehört, ans Rentnerdasein gewöhnen?
Männer altern genauso wie Frauen, sie haben ja sogar eine kürzere Lebenserwartung - sie schaffen es nur irgendwie besser, diesen Umstand zu verdrängen. Zur Not mit Hilfe jüngerer Frauen...
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Thema: Darf Liebe weh tun?
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18.10.2011, 09:51Inaktiver User
AW: Darf Liebe weh tun?
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18.10.2011, 12:42
AW: Darf Liebe weh tun?
@ rose_celavie
Das ist eindeutig eine Situation zugunsten der Männer, denn derjenige, der mehr will, ist immer in der schlechteren Position, als derjenige, der sich mit weniger zufrieden gibt. Er kann in der Tat dem anderen die Bedingungen diktieren.Wenn nur 30% der Männer. aber 60% der Frauen Familie wollen - klappt das für 30% der Frauen nicht.
Wenn 90% der Frauen lange Beziehungen wollen, aber nur 50% der Männer klappt das eben für 40% der Frauen nicht.
(Zahlen frei gegriffen - aber Mann kann ja gerne mal nach den Zahlen googlen...)
Und leider wissen die Männer auch irgendwann, was für viele Frauen die nötige Karotte ist um sie rumzubekommen...
@ DexterGordonDu wirst wohl nachvollziehen können, dass Frauen nicht bereit sind, sich mit dieser ewigen Verliererrolle abzufinden. Uns geht es darum, unsere Interessen zu schützen. Das bedeutet, dass wir unser Lebensglück nicht mehr in diesem Maße wie bisher von Beziehungen zu Männern abhängig machen dürfen.Frauen verlieren immer! Wahrscheinlich sind sie genau dazu da. Geborene Verlierer sozusagen. Egal, wie die Verhältnisse seien - eines steht fest: Die Frau verliert! DAS ist ein Tatsache.
Ich persönlich halte den Beitrag von Chennai für wichtig:So lange Frauen Männer brauchen, um ihr angeknacksten Selbstwertgefühl aufzupäppeln, so lange sie Männer brauchen, um sozialen Status zu kriegen, und so lange die Kleinfamilie das Ziel ihres Lebensglücks ist, so lange sind Frauen auf Beziehungen zu Männern angewiesen, ja übermäßig abhängig von ihnen. Und sehr viele Frauen wünschen sich immer noch eine Beziehung aus diesen Motiven: Der Mann soll der Garant ihres Lebensglück sein. Ich kann es sehr gut nachvollziehen, wenn Männer da nicht mehr mitspielen wollen. Also sollte eine Frau also erst mal schauen, dass sie keinen Mann braucht, um glücklich zu sein. Emotionale Beziehungen lassen sich ja auch noch auf andere Weise herstellen und pflegen, z.B. zu Freunden. Auch Sex könnte da einen Platz haben, wenn man keine unverbindlichen Sexaffären will.Ich habe die beiden Beiträge im SZ-Magazin und im Spiegel auch gelesen und stimme den Thesen der Soziologin größtenteils zu.
Meine Beobachtung ist tatsächlich die, dass sich Frauen in das Thema "Beziehung & Liebe" mehr "reinsteigern" und ihr Selbstwertgefühl stärker davon abhängig machen, dass sie eine Beziehung vorweisen können.
Und zwar meine ich den emotionalen Teil - Frauen "brauchen" eine Beziehung mehr auf emotionaler Basis. Damit will ich nicht sagen, dass ALLE Männer emotionale Eisblöcke sind, aber die kommen im Allgemeinen besser ohne feste Beziehung klar.
Auch deswegen, weil es Männern leichter fällt als Frauen, ihre sexuellen Bedürfnisse über unverbindliche Kontakte (ONS, Affären, etc.) zu befriedigen.
Es kann sein, dass es tatsächlich weniger Männer gibt, die Kinder wollen, als Frauen, die Kinder wollen. Hier sind die Frauen mit Kinderwunsch im Nachteil. Daher wäre es für alle Frauen mit Kinderwunsch wichtig, sich darüber im klar zu werden, ob sie denn tatsächlich wirklich Kinder wollen, oder ob sie Kinder nur deshalb wollen, weil sie sonst mit ihrem Leben nichts anzufangen wissen, weil „alle Kinder kriegen“ oder weil die Eltern Druck machen.
Und sich dann einen Mann suchen, der eben auch Kinder will.
Diese Männer sind jedoch dann oft nicht die süßen oder verwegenen Herzensbrecher, sondern eher die Männer, dessen Reize man erst auf den zweiten Blick sieht, die jedoch auf alle Fälle verlässlich und loyal sind und die nicht von dem Gedanken besessen sind, sich ja nicht festlegen zu wollen, weil sie ja irgendwas versäumen könnten.
So lange allerdings auch Frauen glauben, nur mit dem perfekten, vorzeigbaren, wohlhabenden Mann, eine Familie gründen zu können, sind sie selbst schuld, wenn sich dazu irgendwann keiner mehr findet. Oder wenn sie sich nur in Taugenichtse verlieben, die sie zwar triggern, mit denen jedoch eine Familie nicht möglich ist. Sie suchen sich für ihr Projekt immer wieder den falschen Partner, ohne zu merken, dass man von einem Ochsen man nun mal kein Kalbfleisch kriegt.Auch dem kann ich zustimmen. Partner werden oft nicht danach ausgesucht, ob sie einem gut tun, ob man mit ihnen zusammen sein kann, sondern danach, ob sie geil aussehen oder wirken. Oder danach, ob mit ihnen Schmetterlinge fliegen. Nun, wer solche Kriterien zu den Hauptauswahlkriterien bei der Partnerwahl macht, kann nur begrenzt mit meinem Mitleid rechnen, wenn es dann nachher mit dem Kontakt oder in der Beziehung nicht klappt. Hier bekommt eben jeder das, was er sich ausgesucht hat und somit auch verdient.Aus dem von Frau Illouz aufgezeigten Dilemma kommen Mann und Frau meiner Ansicht nach, nur heraus, wenn beide erstmal für ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit sorgen, und sich nicht zu früh emotional binden. Sondern ihre Partner mit Verstand und Bedacht auswählen. Es ist unpraktisch sich in einen Hintern oder in große "Ohren" zu verlieben und später festzustellen, dass der Mensch, der um den Hintern drumrum gebaut ist, einige veritable Macken hat.
Chennai hat übrigens angemerkt, dass dieses irrationale Partnerwahlmuster für beide Geschlechter gilt: Frauen lassen sich von Gesülze (siehe rose_celavies Karotte), gutem Aussehen/Auftreten & Status blenden, Männer von langen blonden Haaren und großen Titten. Was sie dazu noch einkaufen, das interessiert erst mal nicht, aber nachher wird dann rumgejammert. Aber gelernt wird daraus gar nichts.
Ich sehe, dass Frauen hier zwar strukturell im Nachteil sind. Sie sind es jedoch auch zum Teil deshalb, weil sie überzogene und unrealistische Erwartungen an Männer haben, die sie sich angesichts dessen, was Männer wollen, nicht leisten können.
Auch dieses von Männern immer wieder beklagte Verhalten von Frauen, sie zum perfekten Mann erziehen zu wollen, gehört in diese Kategorie. Das lassen Männer heute nicht mehr mit sich machen.Geändert von Latona (18.10.2011 um 12:59 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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18.10.2011, 12:45
AW: Darf Liebe weh tun?
Ja, ein Missverständnis, habe aber keine Zeit, weiter auszuholen.
Nur eins: medizinisches Risiko der Schwangerschaft bedeutete früher (Mittelalter beispielsweise) hohe Frauensterblichkeit im Wochenbett, Männer hatten in der Regel mehrere Frauen hintereinander...
Und: Patriarchalische Verhältnisse mit sehr eindeutiger Rollenverteilung und Abhängigkeit vom Mann (Frauen hatten früher keine Rechte) werden durch höhere körperliche Gewalt der Männer erzwungen. Im Zweifelsfall können/konnten Frauen sich nicht wehren, um ihre erwünschte Gesellschaftsordnung oder Ausgestaltung ihrer (Menschen)Rechte durchzusetzen.
Kannste ja mal weiterdenken, die ganze Sache...das bleibt hier natürlich sowieso alles zu pauschal...aber mehr möchte ich nicht mehr dazu schreiben...
Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.
Bertrand Arthur William Russell
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18.10.2011, 12:48
AW: Darf Liebe weh tun?
Das engere Zeitfenster ist wohl ein Grund dafür,
dass immer mehr jüngere Frauen ihr Leben samt Kinder ohne einen Mann planen.
Also: Frau+Kinder=Kernfamilie
Mann ist willkommen, als Sahnestückchen, aber es geht auch ohne.
Er darf auch gerne bleiben, und sich um die Kinder kümmern. Muss aber nicht.
Als ich dieses Konzept zum ersten Mal hörte, war ich schon baff.
Offensichtlich hat die junge Generation eine größere Abgeklärtheit.
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18.10.2011, 13:27
AW: Darf Liebe weh tun?
War das jemals anders? Männer haben länger Zeit, sich den Kinderwunsch zu überlegen, das liegt in der Natur der Sache. Ob sie tatsächlich statistisch gesehen insgesamt weniger Kinder wollen, das glaube ich nicht.
Beide Geschlechter wollen oder können es sich aber heute "leisten", sich den Kinderwunsch a) bewusster zu überlegen, und b) länger zu warten, da es aus medizinischen Gründen heute auch Spätgebärende leichter haben und ausserdem die Verhütungsmöglichkeiten ungewollte frühe Schwangerschaften verhindern.
Da die Geburtenzahlen de facto (bei extrem hoher/zu hoher Weltbevölkerung) sinken, ist es wohl so, dass sich heute Menschen in westlichen Ländern den Kinderwunsch und die Ausgestaltung insgesamt bewusster überlegen. Egal, ob Männer oder Frauen.
Das ist eine Selbstbestimmtheit, die es früher nicht gab. Die muss man aber nun auch verantwortlich für sich selbst ausfüllen - das jetzt wiederum zu beklagen (wie andere Schreiber das hier tun oder wie Frauen das selbst tun, indem sie den idealen Mann suchen, der sie frei nach dem alten Rollenmodell versorgt), ist genau dieser schwachsinnige Umkehrschluss, den du sehr richtig beschreibst...!
Geändert von Elwyn (18.10.2011 um 13:31 Uhr)
Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.
Bertrand Arthur William Russell
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18.10.2011, 13:30
AW: Darf Liebe weh tun?
Also die Männer in meinem Alter die auch Kinder wollen, haben jedenfalls nicht das Ziel, sich so lange wie möglich Zeit zu lassen.
Und die Frage ist nicht nur, ob man pubertierenden Kindern einen "Opa" als Papa zumuten kann, sondern auch umgekehrt. Also möchte ich mir als Rentner noch ein pubertierendes Kind zumuten.
Und auch wenn die Zahl der Paare mit älterem Mann und jüngerer Frau zugenommen hat, ist das ja immer noch eine Ausnahme. Die Chance auf eine gebährfähige Frau als Partnerin ist also in jungen Jahren deutlich größer, als wenn Mann schon 50 ist.
Also für mich gibts fast nur Vorteile möglichst jung Vater zu werden.
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18.10.2011, 13:37
AW: Darf Liebe weh tun?
Das kann man sich heute individuell überlegen, wie man lustig ist. Da die Lebenserwartung gestiegen ist, sind 50-jährige noch keine Opas. Selbst der hat dann mit 70 ein erwachsenes 20-jähriges Kind, das galt jedenfalls früher als erwachsen und ist auch heute deutlich über volljährig. Und arbeiten tun wir immerhin bis 67, die drei Jahre dürften den "Rentnerbraten" nicht fett machen. Oder sind 55-60-Jährige jung genug zum Arbeiten aber zu alt für Kinder?

Es wäre nicht mein Wunschmodell, aber bis 40 oder 43 sind Schwangerschaften heute gang und gäbe, darüber ohnehin die Ausnahme. Wir müssen also unsere Vorstellung von "alt" zumindest revidieren.
P.S: Wieso ist älterer Mann - jüngere Frau die Ausnahme, das war doch schon immer, vor allem in der Vergangenheit, die Regel!!!!!!! Vorbilder gibts zuhauf!
Die Ausnahme sind ältere Frauen mit jüngeren Männern!Geändert von Elwyn (18.10.2011 um 13:45 Uhr)
Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.
Bertrand Arthur William Russell
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18.10.2011, 13:41
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18.10.2011, 13:45
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18.10.2011, 13:49
AW: Darf Liebe weh tun?
Wieso, meinst du medizinische Gründe, oder was? Oder meinst du gesellschaftliche Konvention?
Sie ist jedenfalls grösser als für Frauen in diesem Alter, weil deren biologische Uhr dann abgelaufen ist (in aller Regel) und weil Männer durchaus jüngere Frauen finden und heiraten können (sogar aufgrund der gesellschaftlichen Konvention nicht schief angeschaut werden).
Einer Frau nützt ein jüngerer Mann aber nix, denn der kann nicht für sie die Kinder bekommen.
Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.
Bertrand Arthur William Russell



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