Nochwas zum Nachdenken.
Es muss nicht immer der Vater oder männliche Identifikationsfiguren sein um ein solches Gefühl gegenüber Männern aufzubauen.
Was ist denn mit Deiner Mutter? Wie reagiert die auf Männer, welches Frauenbild hat sie Dir vermittelt und welches Männerbild?
Gibts in Euerer Familie Mutter - Tante - Oma etc. jemand in der Frauenlinie, die ebenfalls so ähnliche Gefühle gegenüber Männern hatte?
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20.09.2011, 21:19Inaktiver User
AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???
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20.09.2011, 21:26Inaktiver User
AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???
Finde ich eine super Idee! So kannst du lernen mit den Gefühlen umzugehen und sie nach einer Zeit akzeptieren und lernen mit ihnen umzugehen. Unsicherheit ist ja absolut nichts weswegen man sich schlecht fühlen sollte und ganz wird es vermutlich nie weggehen aber das macht ja auch nichts :-)
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20.09.2011, 21:35Inaktiver User
AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???
Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen, oder das irgendjemand da war, der einen beobachtet und Dinge mit Männern - ob ausgesprochen oder unausgesprochen - "bewertet", die man tut bei einem die Beklemmungen hervorrufen.
Ich war früher Männern gegenüber auch eher schüchtern, aber eben auch eher in öffentlichen Situationen - weil ich mich beobachtet gefühlt habe und auf "Außen-Ich" geschaltet habe...
Mit dem Atmen, das finde ich auch eine sehr gute Anregung.
Das Gefühl spüren, annehmen, zulassen und durch Atmung "steuern".
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21.09.2011, 16:35
AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???
Hallo ihr

also wie hier einige geschrieben haben - mein Verhalten kann sooo viele Ursachen haben, und wenn ich es mithilfe einer (sehr langen!) Therapie nicht rausgefunden habe...
nun ja vielleicht sollte ich echt versuchen mich drauf zu konzentrieren das Verhalten/die Unsicherheit an sich einfach los zu werden.
Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern dass ich mal bloß gestellt wurde von meinem Vater in der Vergangenheit. Und also mit meinen Brüdern und meinem Vater bin ich immer ganz normal umgegangen, ist jetzt auch nicht so als hätten wir nen Haushalt wo der Mann alles zu sagen hat und die Weiber halten die Klappe
Also überhaupt nicht. Meine Mutter ist auch nicht klein laut gegenüber meinem Vater oder so. Meine Omas schon eher ggü meinen Opas aber zu denen hab ich seit ich klein bin so wenig Kontakt (weil weit entfernt) dass ich kaum glaube dass ich mir da das verhalten "abgeschaut" hab oder irgendwie zu viel respektempfinden ggü männern habe.
das einzige (was ich auch mal in der Therapie angesprochen habe aber das wurde da eher schnell abgehandelt...die gute war sehr überzeugt davon dass es mit meiner Familie/meinem Vater zu tun hat) was für mich ein bisschen Sinn machen würde ist, dass wir in der 5. Klasse im Schullandheim waren zusammen mit ner andren Klasse. da sollten wir uns besser kennen lernen. Am Ende der Woche haben wir einen Zettel bekommen und den Namen einer Person (durften wir nicht aussuchen) und wir sollten diese dann "einschätzen". Wie wir sie finden, da standen dann so n paar Eigenschaften: witzig, vertrauensvoll, ernst, ... weiß ich so genau auch nicht mehr. Jedenfalls hatte meinen Namen ein Junge aus der andern Klasse gezogen den ich nicht mal kannte. Man kann ja nicht mit 60 Kindern dicke sein. Tja und der hat mich dann aus Spaß voll übel "bewertet"
so von wegen überhaupt nicht witzig usw.
Damals war mir das schon mega peinlich vor allem weil die Lehrer dann hinterher wollten dass wir uns mit denjenigen die uns eingeschätzt haben, darüber austauschen...vor allem wenn wir die Einschätzung überraschend fänden. Haha, wär echt das letzte was ich gemacht hätte, zu dem hin und gefragt warum er mich nicht witzig findet oder so
Aber kann so eine schon eher Kleinigkeit einen so tief treffen dass das zu so komischem Verhalten führt??
Linda_Lee, ist ja lustig - das eine Lied von den Ärzten "Lied vom Scheitern" wovon du auch geschrieben hast, das hat eine gute Freundin von mir, mir letztens auch gesagt
dass ich das mal öfter hören sollte.
Ich mag übrigens deine Signatur, wunderschöööön
Mist schon so spät, jetzt muss ich grad mal eben weg, ich meld mich später nochmal!
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21.09.2011, 17:51Inaktiver User
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21.09.2011, 18:06
AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???
Es ist sehr schwierig zu sagen, ob ein einziges Erlebnis so prägend war.
Ich bin auf das Blosstellen gekommen- das würde ja in dem Fall des Jungen aus dem Landschulheim auch zutreffen - weil Du Dich in einer Erstbegegnung geradezu krampfhaft selbst anguckst. Du bewertest Dich während Du etwas sagen möchtest. Und stellst Dich in Frage und bist extrem unsicher.
Das ist wie Krampf, der beginnt, wenn Männer in der Nähe sind, und wird ganz schlimm, wenn nur einer mit Dir reden will.
Was mich wundert, wie hast Du es geschafft, ONS zu haben? Auch diese Männer hast Du ja mal kennengelernt und musstest zwangsläufig mit ihnen reden. Wieso war das einfacher?
Und wie muss ich mir das vorstellen? Du gehst mit ihm nach Hause, alles ist flockig, Ihr habt Euren Spass, danach sagst Du tschüss, und hast während der ganzen Zeit keine Hemmungen, bist nicht nervös, hast keine Komplexe?
Kann es sein, dass Du die schwebende Situation, wo Du also nicht weisst, was draus wird, und was der Mann evtl. von Dir will, ganz fürchterlich findest, und in dem Moment, wo klar ist, Ihr steigt in die Kiste, ist es wie eine "Befreiung"?
Das ist dann allerdings, wenn es so wäre, mit Arbeitskollegen fatal. Denn mit denen wird da ja (zwangsläufig) nie geklärt.
Also irgendwo hast Du da eine Verkrampfheit Männern gegenüber, wo die Beziehung sexuell nicht geklärt ist.
Ich bin aber momentan auch überfragt.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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21.09.2011, 18:40
AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???
LeoBulero schreibt haarig.
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21.09.2011, 18:42
AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???
so da bin ich wieder

Lieber stecher36, ja du hast recht und es war auch etwas flapsig ausgedrückt von mir. "Einfach los werden" ist sicher nicht drin. Einfach schon mal gar nicht und los werden...na ja ganz weg wirds sicher nie sein. Aber so ganz annehmen als einen Teil von mir...fällt mir auch schwerDas ist definitv der falsche Ansatz, diese Unsicherheit gehört zu Dir, das ist ein einmaliges Kennzeichen Deiner Persönlichkeit und das gilt es anzunehmen!
Ich bin ja nicht ohne Grund in Therapie gegangen, ich habe sie angefangen als ich in einer Phase war wo mit Beziehung/kennenlernen echt gar nix mehr los war (ich war eigentlich immer gleich verkrampft, aber es kommt ja auch auf die Männern an die man kennen lernt und wie hartnäckig die sind) und ich hatte quasi nur noch ONS. Schön dass meine sexuellen Bedürfnisse dann befriedigt waren aber man hat ja auch noch andere
und manche Dinge finde ich, muss man auch nicht so hinnehmen an sich selber. vor allem wenn sie einen extrem stören. Wenn ich z bsp ein super eifersüchtiger mensch wäre, würde ich auch sagen...da arbeite ich lieber dran.
Ich erwarte ja gar nicht es ganz los zu werden, aber ich wünschte mal ein halbwegs unbefangenes Gespräch mit einem Mann haben zu können
Trotzdem fand ich deinen Vorschlag:
...sehr interessantProbier mal folgendes aus:
Versuch Dich in einem ruhigen Moment an die Begebenheiten mit den Männer zu erinnern und das Gefühl von Scham und Unsicherheit in Dir hochkommen zu lassen.
Und wenn diese Gefühle da sind dann atme und akzeptiere sie, akzeptiere voll und ganz, dass Du unsicher und beschämt bist und atme weiter.
Je mehr Du versuchst Deine Gefühle entweder zu verdrängen oder wegzuwünschen oder wegzudenken umso heftiger werden sie da bleiben und wiederkommen.
Die Übung wirst Du ein paar mal machen müssen, so wie Du Dich hier schilderst und wenn sie bei einem Mann kommen dann akzeptiere sie auch da, vielleicht traust Du Dich das auch einem Mann mal zu sagen wie Du Dich fühlst?
so hab ich das bisher noch gar nicht versucht zu sehen. Vermutlich meinst du das "annehmen" auch so? Dass ich es akzeptiere, wie ich bin und dadurch auf Dauer vielleicht lockerer werden kann?
Einem Mann was von meiner Unsicherheit zu sagen ist für mich grad echt unvorstellbar
Liebe firstchoice, danke für deinen Post
es tut manchmal sehr gut zu hören dass es anderen ähnlich geht/ging, denn auch wenn meine Freundinnen immer sehr verständnisvoll zuhören und mir Tipps geben, sind sie halt doch eher von der "anderen Sorte", von denen die du eben beschreibst - einfach locker und selbstbewusst im Auftreten - wo ich nur noch staunen kann.
Und es ist schön zu hören dass es bei dir trotz Unsicherheit geklappt hat

Hallo lukulla
Also es ist keinesfalls so dass mir in dem Fall das kennen lernen leichter fielWas mich wundert, wie hast Du es geschafft, ONS zu haben? Auch diese Männer hast Du ja mal kennengelernt und musstest zwangsläufig mit ihnen reden. Wieso war das einfacher?
auch da war ich super verkrampft, konnte demjenigen nicht in die Augen, kaum ins Gesicht schauen, hab nur wenig Worte rausgekriegt. Trotzdem wird man ja angesprochen und z Bsp beim tanzen muss ich wohl auch recht selbstbewusst rüber kommen. Im Gespräch habe ich dann oft einfach direkt körperkontakt gesucht, bzw. zugelassen und man merkt finde ich relativ schnell wie sich das entwickelt. "Möglichst wenig reden, möglichst schnell zur Sache kommen" - klingt blöd, so liefs aber ab. 
Na ja in den Momenten wo man sich gegenseitig auszieht und der andere den eigenen Körper nackt sieht/fühlt ist es schon so dass mir manchmal kurz so Gedanken in den Kopf kommen "Was wenn er das und das nicht schön findet und jetzt geht?" Aber das ist,wenn überhaupt nur kurz so. Während des Sex mach ich mir überhaupt gar keine Gedanken wie ich aussehe, und dass ich was sage wird ja auch nicht unbedingt verlangtUnd wie muss ich mir das vorstellen? Du gehst mit ihm nach Hause, alles ist flockig, Ihr habt Euren Spass, danach sagst Du tschüss, und hast während der ganzen Zeit keine Hemmungen, bist nicht nervös, hast keine Komplexe?
Es ist aber so, wenn man nach dem ONS noch Kontakt hatte, ging der ganze Gedankenkram wieder von vorne los und DANN hab ich mir auch Gedanken drüber gemacht ob er es wohl gut fand usw. Deshalb hab ich das dann generell eher sein lassen mit dem Kontakt danach.
Ja manchmal hat es sich schon wie eine Befreiung angefühlt. sobald FEST steht es geht NUR um Sex, ist der ganze Druck sofort weg. Aber ich kann mir nicht so genau erklären warum das so istKann es sein, dass Du die schwebende Situation, wo Du also nicht weisst, was draus wird, und was der Mann evtl. von Dir will, ganz fürchterlich findest, und in dem Moment, wo klar ist, Ihr steigt in die Kiste, ist es wie eine "Befreiung"?
eigentlich ist ja bei meinen ganzen Arbeitskollegen auch klar, was draus wird - nämlich nciht mehr als was es ist. Ich habe ja gar kein Interesse an diesen ganzen Männern. Argh 
Ja das trifft es wohl. Denn auch bei den Männern an denen ich kein Interesse hab, kann ich ja nicht wissen wie die über mich denken.Also irgendwo hast Du da eine Verkrampfheit Männern gegenüber, wo die Beziehung sexuell nicht geklärt ist.
Da sind wir ja schon zweiIch bin aber momentan auch überfragt.
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21.09.2011, 18:43Inaktiver User
AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???
@ stecher
Ich habe die Fragen nach Vater/Brüdern auch nur gestellt, weil die TE von der Überzeugung ihrer ehemaligen Therapeutin berichtete. Auch wenn sie das hier abtut, könnte ich mir vorstellen, dass ein Profi im direkten Kontakt während eines längeren Zeitraums den Ursachen doch sicher sehr nahe gekommen ist.
Mir hat die Erinnerung sehr geholfen, vor allem die Gefühle im direkten Vergleich. Ich habe es mir angewöhnt, mich ganz bewusst daran zu erinnern, wann ich ein Gefühl im Jetzt früher schon einmal gehabt habe. Zum Beispiel: Genau so fühlte ich mich auch, als mir XYZ damals eine gescheuert hat! - Und dann fühle ich diesem Gefühl konkret nach und erhalte oft die Gewissheit, dass hier etwas mehr zu meiner eigenen Geschichte gehört als zu der ganz konkreten Situation jetzt. Was mich sofort entspannter werden lässt.
Deshalb sind es wohl eher unbedingt die Gründe, die es zu ergründen liegt, als zu verhindern, die ewige Vergangenheit in eine Zukunft immer weiter mitzuschleppen, ohne es zu wollen, geschweige denn gebrauchen zu können
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21.09.2011, 18:46
AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???
Ja danke! Also dass ich nie eine der super taffen Mädels werde die in der Disco auf jeden direkt zugehen der ihnen gefällt...das ist mir schon klar, so bin ich eben nicht. Aber allein schon, dass mich meine Unsicherheit bis in meine Arbeitsstelle begleitet, d.h. dass ich auch ggü Arbeitskollegen nicht so auftreten kann wie es sein sollte, ist echt schwierig und belastend für michNein. Wenn Männer, die numberslevin überhaupt gar nichts bedeuten, Befangenheit in ihr auslösen, muss das sehr wohl bekämpft werden, um den Alltag zu bewältigen. Scham ist auch keine Emotion, sondern erlerntes Verhalten.
Was ist das bloß dass ich mich neben Männern sofort so klein fühle??? Als ob ich gar nicht mehr wüsste wer ich bin und was ich kann
Geändert von numberslevin (21.09.2011 um 18:49 Uhr)


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