Antworten
Seite 2 von 6 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 60
  1. User Info Menu

    AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???

    Hey danke schön, da sind ja total viele interessante Gedanken Vorschläge und Ideen dabei

    Mir ist aufgefallen, dass diese Situationen für dich in der Grauzone hypothetischer Partnerschaften/Begegnungen entstehen. Das könnte bedeuten, dass du befürchtest, im Machtgefüge einer Beziehung den Kürzeren zu ziehen und deutet auf mangelndes Selbstvertrauen hin. Es kann aber auch eine dramatische Ausprägung von Scham sein. Wildfremde Menschen könnten glauben, dass du sie magst (was wäre daran denn schlimm? Wäre das nicht im Grunde erstrebenswert?). Schlimmer noch: Menschen, die du magst, könnten glauben, dass du sie magst.
    Ich selber bin inzwischen der Meinung eher letzteres (Ausprägung von Scham).. und weniger die Angst davor dass man merkt dass ich jemanden mag, sondern eher dass derjenige mich nicht mag. Irgendwas was ich sage blöd findet, mich bloß stellt, etc. Ich kann mir nicht erklären warum ich das bei Frauen nicht habe. Dann muss es ja grundsätzlich schon was mit möglicher Partnerschaft usw zu tun haben oder?

    Ich rate dir, deine Rechte wahrzunehmen und zu formulieren, deine Bedürfnisse zu formulieren und schrittweise (möglicherweise hölzern zu Beginn), Situationen zu benennen, um zu verhindern, dass sie deiner Kontrolle entgleiten
    Was genau meinst du mit Situationen benennen und wie könnte sowas in der Praxis aussehen? Ich weiß grad nicht ob ich das richtig verstanden hab.

    Was die "Krücken" angeht also ich bin ja gerne bereit es nochmal damit zu versuchen Hauptsache da tut sich mal was vllt das mit dem sich-nackt-vorstellen oder auf den Nasenrücken gucken.


    eine Frage an numberslevin: Findest du dich selbst attraktiv? Wenn du vor einem Mann stehst nur ihr zwei alleine und deine Unsicherheit kommt zum Vorschein, was genau für Gedanken machst du dir?
    Aaalso da ist es auch so, anderen Frauen gegenüber habe ich nie das Gefühl hässlich zu sein oder so. Oder auch wenn ich alleine bin, vor dem Spiegel steh oder so. Bin zufrieden mit mir. Wenn ich einem mann gegenüberstehe, gibt es immer etwas wo ich Angst habe, das könnte unattraktiv wirken. Auch in Situationen wo es dem Typ garantiert völlig wurscht ist ob ich gut aussehe oder nicht und auch solche Dinge die der Mann grad eh nicht sehen könnte (zB die paar hübschen Dellen an den Oberschenkeln ).
    Ich finde manchmal das steht eigtl total im Widerspruch dazu dass ich mit reinem Sex also ONS keine Probleme habe weil grad da sieht Mann dann ja alles von mir. Aber ich kann ja nur sagen wie es ist....

    Zur anderen Frage: also es kommt schon drauf an wer das ist. Wenn es ein Arbeitskollege ist wo ich weiß den muss ich die nächsten Monate noch jeden Tag sehen, dann mach ich mir viel mehr Gedanken als bei einer Partybekanntschaft. Und wenn ich verliebt bin gleich nochmal 100 mehr. Aber mal angenommen ich lerne irgendwo jemand kennen, ein erstes Gespräch. Dann denke ich so Sachen wie: "Soll ich das jetzt sagen oder wäre das blöd?" "Warum hab ich das denn jetzt so gesagt, das kommt ja nur dämlich rüber" "Schaut er auf den Pickel auf meiner Stirn?" "Ist es angebracht das jetzt zu sagen?" "Oh Gott man sieht ja mein Bäuchlein über die Hose hängen" (und dabei bin ich nun echt nicht dick, das weiß ich auch -normalerweise- selber) usw und so fort total verklemmt einfach...

    Ich hab riesen Angst davor dass ich "nicht witzig" sein könnte, dass ich einen Witz mache und er lacht nicht. Bei Frauen ist mir das so egal da steh ich dann drüber und nehm mich selber auf die Schippe ("Uups, slevin, Sparwitz!" oder so) aber bei Männern überlege ich meistens so lange ob sie das jetzt witzig finden könnten, dass der Zeitpunkt dann eh längst versäumt ist...

    Rein küchenpsychologisch: Vielleicht mochte sie als Teenager mal jemanden, der durch ihre Freundinnen nicht abgesegnet war, oder was auch immer
    Genau so Gedanken mach ich mir die ganze Zeit!!! Obs an sowas liegt. Aber würde es mir was bringen, auf den Grund zu kommen? Also die Ursache zu wissen? Würde das was an meinem Verhalten ändern?
    Also so eine Situation dass meine Freundinnen mal jemand nicht "abgesegnet" haben den ich mochte, kam soweit ich mich erinner, nie vor....
    Schwere Tramata hab ich auch zum Glück keine erleiden müssen.

    Was mir grad noch einfällt, bevor ichs vergesse: Das mit dem komischen verhalten Männern/Jungs gegenüber geht schon echt weit zurück. Ich wüsste gar nicht wann es mal anders war. Gut vielleicht ist das auch normal, in der Grundschule sind Jungs für die meisten eh "doof".
    Voll komisch, eigentlich müsste ich mit Jungs gut klar kommen weil ich mehrere Brüder und keine Schwester habe. Also ja ein männerdominierter Haushalt (von der Anzahl her)


    Durch das Gefallen wollen wirst Du verklemmt, kontrolliert und extrem schüchtern.

    In Ansätzen kennen das sehr viele Menschen!
    Ja genau so ist es! Und echt, ist das so dass das viele Menschen kennen? Das würde mich ja schon mal was beruhigen


    Eine Frage: ist es schlimmer, wenn Du das Gefühl hast, andere sind dabei und können Dich in dem Gespräch beobachten, als wenn Du mit dem Mann alleine wärst? Du sagst ja, dass Du zum Beispiel im Bett keine Probleme hast. Wäre z.B. eine Kennlernsituation in einem Raum wo nur ihr zwei seid einfacher für Dich?
    Generell würd ich erstmal sagen: Ja, alleine ist besser (außer ich finde den Mann gut, dann komm ich mit ihm alleine echt total schlecht klar - wie gesagt man höre und staune dass ich überhaupt schon Beziehungen hatte.... ). Ja wenn ich so drüber nachdenke ist alleine deutlich besser.
    Wenn schon eine Gruppe, dann bin ich umso lockerer je mehr Menschen ich um mich habe wo ich sicher weiß sie mögen mich. Also jetzt vorwiegend meine Freundinnen. Um nochmal auf das Thema "witzig sein" zurück zu kommen: Wenn wir z Bsp in ner Gruppe sind und eine oder mehrere Personen sind dabei wo ich WEISS die mögen meinen Humor, dann traue ich mich viel eher was zu sagen.


    Das mit dem Ballsport finde ich ne gute idee, vielen Dank, ein bisschen Sport wäre eh mal wieder nicht schlecht für mich
    Üben versuche ich wirklich viel, auch wenn es so unangenehm ist gehe ich oft weg und auch auf Männer zu, im Studium habe ich mich an vielen studentischen Gruppen beteiligt wo auch Männer waren, ich versuch das ja mir "abzutrainieren" aber irgendwie sehe ich kaum eine Besserung

    Toll ist doch, dass Du trotzdem schon Beziehungen hattest - das kann nicht jeder extrem schüchterne Mensch von sich sagen....
    Jaaa das stimmt


    Sorry dass ich so viel schreibe schon wieder aber ich wollte auf alle Fragen und so eingehen!

  2. Inaktiver User

    AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???

    Zitat Zitat von numberslevin Beitrag anzeigen
    Was mir grad noch einfällt, bevor ichs vergesse: Das mit dem komischen verhalten Männern/Jungs gegenüber geht schon echt weit zurück. Ich wüsste gar nicht wann es mal anders war. Gut vielleicht ist das auch normal, in der Grundschule sind Jungs für die meisten eh "doof".
    Ich denke die Ursachen deines Problems können sau vielfältig sein, die Auswirkungen zu bewältigen und einfach lockerer zu werden sollte dein Ziel sein.. da fällt mir ein Lied von den Ärzten ein * Man ist immer dann am besten wenn's einem eigentlich egal ist* oder *Lass die Leute reden* auch ein super Lied was dir einfach eine gewisse lockerheit geben soll dann klappts auch mim entspannten Umgang ;-)
    Geändert von Lukulla (20.09.2011 um 16:08 Uhr) Grund: Vollzitat gekürzt für bessere Lesbarkeit

  3. Inaktiver User

    AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???

    Ich habe ziemlich schlecht zittiert verdammt; Ich hoffe ihr könnt es trotzdem erkennen XD

  4. User Info Menu

    AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???

    Situationen analysieren und benennen solltest du zunächst im Kopf. Also nicht dem Arbeitskollegen sagen: "Hey, ich frage mich gerade, wer von uns beiden in den anderen verliebt ist."

    Wenn es in die Richtung "soziale Kontrolle durch Scham" geht, verlieren diese Situationen durch tatsächliche Benennung ihre Schrecknisse und berauben das Gegenüber seiner Waffe ("Ist der Ruf erst ruiniert...") bzw. erlauben eine sachliche Auseinandersetzung bei dir und mit dem Gegenüber. Dieses Unausgesprochene birgt ja die Gesamtheit dessen, was du fürchtest, während ein Benennen ("du hast da gerade flapsig etwas gesagt, dass den Anschein erwecken könnte, dass... weil..." oder "ich mag das nicht, weil...") meistens völlig banal ist.

    Diese Beobachtungen und Reflektionen bringen zwangsläufig auch eine intellektuelle Schärfe hervor, die dich langfristig unbeschwerter und allgemein begehrter im Gespräch machen werden.

    Und dann glaube ich, dass es dir an Durchsetzungsfähigkeit mangelt, was deinem an sich vorhandenen Selbstvertrauen immer wieder ein Bein stellt. Sport oder Hobby würde ich nach diesen Gesichtspunkten auswählen.
    Geändert von LeoBulero (20.09.2011 um 15:51 Uhr) Grund: Mangelnder Intellekt
    LeoBulero schreibt haarig.

  5. User Info Menu

    AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???

    numberslevin, Du kommst hier sehr reflektiert und klug rüber.

    So wie Du schilderst, in welcher Situation, und wie Du Dich schamvoll verhältst und Dich dabei dauernd selbst beobachtest und in Frage stellst, kommt mir in den Sinn, dass Du als Kind oder junger Teenager mal furchtbar bloss gestellt worden bist von Deinem Vater. Und das vor versammelter Familie, vor Freunden oder sogar Fremden.

    Kann das sein? Fällt Dir dazu etwas ein?
    Geändert von Lukulla (20.09.2011 um 16:09 Uhr)
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  6. User Info Menu

    AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???

    Zitat Zitat von numberslevin Beitrag anzeigen
    Ich hab riesen Angst davor dass ich "nicht witzig" sein könnte, dass ich einen Witz mache und er lacht nicht. Bei Frauen ist mir das so egal da steh ich dann drüber und nehm mich selber auf die Schippe ("Uups, slevin, Sparwitz!" oder so) aber bei Männern überlege ich meistens so lange ob sie das jetzt witzig finden könnten, dass der Zeitpunkt dann eh längst versäumt ist...
    Diese Angst finde ich unbegründet. Selbst wenn du wirklich nicht witzig bist: den meisten Männern ist das egal, vielen ist vor allem wichtig, dass du SIE witzig findest, also über ihre Witze lachst usw.
    Wahrscheinlich denkst du generell zu viel über deine Wirkung nach. Dabei wollen die Menschen normalerweise alle bloss selbst nicht negativ auffallen, jedem ist es wichtig, wie andere auf ihn reagieren, alle machen sich mehr oder weniger Sorgen, nicht witzig und interessant genug zu sein.
    Vielleicht hilft es schon, den Gedanken anzunehmen, dass es nun mal so ist, dass einen niemals alle mögen werden, manche werden einen vielleicht sogar ausgesprochen "doof" finden, dafür werden einige andere einen umso mehr schätzen...

  7. Inaktiver User

    AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???

    Diese Unsicherheit kenne ich-sie begleitet mich mein ganzes Leben, bin 20 Jahre älter als du.

    Mädchen/Frauen die anders sind, habe ich immer hemmungslos bewundert, denn die waren ja nicht alle soooo viel "schöner, toller,klüger und witziger " als ich und hatten trotzdem diese sichere und taffe Ausstrahlung. Als junges Mädchen wäre ich nicht ohne meine Freundin irgendwo hingegangen, wie siamnesische Zwillinge waren wir, und ohne meine Tanzlust wäre ich nie ausgegagen, geschweige denn das ich von mir aus einen Mann,Jungen angeflirtet hätte,absolut undenkbar,da rannte ich lieber aufs Klo und "versteckte" mich, wenn da mal einer war und mit mir oder "von mir", was wollte... Witzigerweise hatte ich mit Jungs, später Männern
    weniger Probleme wenn diese nicht mein Typ waren, mich nicht "weitergehend" interessierten,
    da war normale Unterhaltung, auch mal auf die Tanzfläche "zerren" usw.kein Problem, und meinen hübschen Cousin sah ich eben als diesen-da klappte es auch mit dem Umgang, ausgehen, Spass haben usw.....
    Bei mir lag es ganz klar an meinem Vater, teils auch an der Mutter, wir wurden von diesen automatisch "klein gehalten", bei meinem Bruder klappte das nicht so, bei mir doch eher.
    Viele Verletzungen, besonders in der Pubertät seitens meines Vaters,sowas bleibt hängen, ob man will oder nicht. Ich war eben ein Nichts und wollte irgendwie auch gar nicht anders wahr genommen werden.
    Aber auf Dauer funktionierte das nicht- ich bin nicht als "alte Jungfer" geendet und nach viel Pech
    kamen dann doch noch die "Guten".
    Ich bin sozusagen "erobert" worden- war bestimmt nicht immer leicht für den Betreffenden....
    Meine Tochter ist ganz anders von uns erzogen und sozialisiert worden, die ist alles andere als schüchtern und lebt derzeit nach dem Motto: wenn ich noch nicht den Richtigen gefunden habe, verkürze ich mir eben die Zeit bis dahin mit den Falschen....
    Gerade überlege ich das mein Sohn auch nur längere, "ernste" Beziehungen hatte ( er hat kürzlich geheiratet) und ist dabei der absolute Frauenschwarm vom Charakter und Aussehen.Er hat das nie ausgenutzt, dass er so gut ankam (glaube ich).
    Sowas scheint auch etwas angeboren , vererbt zu sein....
    Du scheinst selbstbewusst zu sein,kommst sympatisch rüber- mach dir nicht so viele Gedanken über dein Verhalten, ich glaube nicht das du auf andere verkrampft oder humorlos rüber kommst,
    je mehr man versucht irgendjemand zu sein der man nicht ist, desto schlechter wirkt auch die Ausstrahlung.
    Du willst ja sicher auch nicht bei ALLEN punkten, sondern jemanden finden der dir auch gefällt

  8. Inaktiver User

    AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???

    Wie war denn so dein Verhältnis zu deinem Vater und zu deinen Brüdern? Vor allem, was die hier geschilderten Problematiken angeht?

  9. Inaktiver User

    AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???

    Ich würd das mit dem Vater und dem hinterfragen sein lassen.

    Probier mal folgendes aus:

    Versuch Dich in einem ruhigen Moment an die Begebenheiten mit den Männer zu erinnern und das Gefühl von Scham und Unsicherheit in Dir hochkommen zu lassen.

    Und wenn diese Gefühle da sind dann atme und akzeptiere sie, akzeptiere voll und ganz, dass Du unsicher und beschämt bist und atme weiter.

    Je mehr Du versuchst Deine Gefühle entweder zu verdrängen oder wegzuwünschen oder wegzudenken umso heftiger werden sie da bleiben und wiederkommen.

    Die Übung wirst Du ein paar mal machen müssen, so wie Du Dich hier schilderst und wenn sie bei einem Mann kommen dann akzeptiere sie auch da, vielleicht traust Du Dich das auch einem Mann mal zu sagen wie Du Dich fühlst?

  10. Inaktiver User

    AW: Unsicherheit gegenüber Männern: woran liegt es nur???

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Versuch Dich in einem ruhigen Moment an die Begebenheiten mit den Männer zu erinnern und das Gefühl von Scham und Unsicherheit in Dir hochkommen zu lassen.

    Und wenn diese Gefühle da sind dann atme und akzeptiere sie, akzeptiere voll und ganz, dass Du unsicher und beschämt bist und atme weiter.
    Finde ich eine super Idee! So kannst du lernen mit den Gefühlen umzugehen und sie nach einer Zeit akzeptieren und lernen mit ihnen umzugehen. Unsicherheit ist ja absolut nichts weswegen man sich schlecht fühlen sollte und ganz wird es vermutlich nie weggehen aber das macht ja auch nichts :-)

Antworten
Seite 2 von 6 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •