In dieser Rubrik hört man von vielen die alleine sind oder es längere Zeit waren, woran es liegt dass sie lange Zeit keinen Partner finden oder gefunden haben. Vieles hört sich plausibel an, aber ich vermisse fast immer den unangenehmsten Aspekt bei dieser Betrachtung: Inwieweit sind meine Erwartungen an einen Partner mitverantwortlich dafür dass ich keinen finde?
Keiner gibt gerne zu dass seine Ansprüche unrealistisch hoch sind und er deswegen leer ausgeht. Ich erwarte daher nicht ernsthaft dass sich hierbei jemand derart entblößt und sagt: "Ich will einen Partner der groß, schlank, gutaussehend, intelligent und wohlhabend ist, denn man sollte sich in einer Partnerschaft doch ergänzen und klein, dick, hässlich, doof und arm bin ich selber schon
Aber Ansprüche sind ja nicht grundsätzlich etwas Schlechtes. Manche MUSS man stellen weil es die Umstände in denen man lebt so diktieren und von anderen kann man sich nicht lösen weil man sonst nicht zufrieden sein kann. Ich denke, man darf und sollte daher zu den eigenen Ansprüchen stehen - auch wenn sie die Partnerfindung nicht einfacher machen.
Ich gehe mit gutem Beispiel voran und gebe zu, dass dieser Aspekt bei mir einen nicht zu unterschätzenden Einfluss hat. Absolut betrachtet stelle ich keine besonders hohen Ansprüche, aber gemessen daran was ich bei der Partnersuche so an Handicaps mitbringe, können sie zu einem nicht unerheblichen, zusätzlichen Problem werden.
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Thema: Der Selbsterkenntnis-Thread
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23.08.2011, 08:07Inaktiver User
Der Selbsterkenntnis-Thread
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23.08.2011, 08:35
AW: Der Selbsterkenntnis-Thread
Klar, jeder hat gewisse Ansprüche, Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte, deren Erfüllung er in einer Beziehung sucht.
Alles bekommt man wohl nie aber manchmal findet man eben jemanden, der dem ziemlich nahe kommt und manchmal findet man jemanden, der ettliche Dinge gar nicht erfüllt - und bei dem störts gar nicht.
Manchmal hat man auch Ansprüche, die (unbewusst) so gesetzt sind, dass es gar nicht klappen KANN mit einem Partner. Also, als Beziehungsvermeidungsstrategie.
Da müsste man dann an einem ganz anderen Punkt ansetzen.
Selbstverständlich kann und darf man zu seinen Ansprüchen stehen. Anspruchslos muss keiner sein.
Wenn man dauerhaft keinen Erfolg hat beim anderen Geschlecht ist es aber sicherlich nicht falsch, diese Ansprüche mal zu überdenken und sich auch mal zu fragen, wie es denn bei einem selbst aussieht, was man denn selbst zu geben und zu bieten hat.
Dann kann ich eben entscheiden, an meinen Ansprüchen festzuhalten und zu akzeptieren, dass ich lange suchen muss und ggf. eben auch alleine bleibe oder ich ändere meine Ansprüche. Damit meine ich nicht, dass man diese runterschrauben muss im Sinne von "sich was schlechteres" suchen sondern vielleicht mal einen Blickwickel und eine Bewertung zu verändern und vielleicht offener werden für manches. Deswegen muss man ja nicht gleich komplett von sich selbst und seinen Wünschen abrücken. Aber man kann manchmal auch mit Nuancen schon viel verändern im Leben.
Und vor allem kann ich das jeden Tag und jede Sekunde neu entscheiden, ob und wie ich mit meinen Ansprüchen, Erwartungen und Hoffnungen umgehe.
LG
HexlThe difference between try and triumph is just a little "umph"
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23.08.2011, 09:25Inaktiver User
AW: Der Selbsterkenntnis-Thread
Dazu gehöre ich

Und ich bin so ehrlich, dass ich mir selbst eingestehe, (momentan) alleine leben zu wollen. Aber es gibt natürlich Grundvoraussetzungen, die ein potentieller Partner auf jeden Fall haben sollte. Früher spielte das Äußerliche eine viel größere Rolle für mich. Das hat sich sehr relativiert. Inzwischen sind mir Bildung und Status wichtiger. Lebensklugheit, Ausstrahlung, Präsenz.
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23.08.2011, 09:45Inaktiver User
AW: Der Selbsterkenntnis-Thread
Diw meisten Punkte deiner Aufzählung kann ich ja verstehen.
Das mit dem Status ist mir allerdings schleierhaft, das ist ein Punkt, den man bei Frauen häufig hört.
Wozu Status? Um sich damit zu schmücken?
Oder mal etwas provokant gefragt ... was wäre wenn der diesen Status (gesellschaftlich, politisch oder was auch immer) dann innerhalb der Beziehung plötzlich verliert, muss er dann gehen?
Oder habe ich das mit dem Status falsch verstanden?
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23.08.2011, 09:53
AW: Der Selbsterkenntnis-Thread
Als Antwort auf die Frage ob Frau vielleicht zu hohe und zu viele Ansprüche hat durfte ich in einem Buch folgendes Lesen.
"Wenn ich von meiner Liste noch mehr streiche steht da nur noch "Säugetier" und "männlich".
Ich kann von mir wirklich behaupten, dass meine Ansprüche nie zu hoch waren. Mir war nur wichtig, dass es vom Alter für mich passt und das er mich gut behandelt.
Und jetzt habe ich nicht nur das sondern noch so viel mehr bekommen...
Gruss Baslerin
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23.08.2011, 09:54
AW: Der Selbsterkenntnis-Thread
"Ein Mann kann mit jeder Frau glücklich werden, solange er sie nicht liebt." (Oscar Wilde eigentlich Oscar Fingal O'Flahertie Wills)-------------------------------------------------------------------------------------------
Für mehr
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Tut mir leid, Hühner...ein Hahn tut, was ein Hahn tun muss.
(by carene)
Hey Axel!!!! Zauber dir ein Lächeln ins Gesicht!
(by kazzayyee)
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23.08.2011, 09:55Inaktiver User
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23.08.2011, 09:59
AW: Der Selbsterkenntnis-Thread
Das mit der Bildung und dem Status ist mir auch ein Rätsel. Und was ist schon Bildung? Schulbildung? Herzensbildung? Oder auch "nur" eine gute Allgemeinbildung?
Meine Eltern, beides Arbeiter da in der Kindheit kein Geld für eine weitere Schulbildung vorhanden war, können es was ihre Allgemeinbildung angeht locker mit einem Abiturenten von Heute aufnehmen. Meine Mutter ist im Kopfrechnen schneller und besser als jeder Akademiker in unserem Bekanntenkreis. Ist jetzt meine Mutter die mit der kleineren Bildung? Oder ist der Akademiker nur ein Inselbegabter weil er ausser seinem Fachgebiet keine Ahnung von Nichts hat?
Und was sagt der Status über einen Menschen aus? Ist jemand der viel Geld hat ein gebildeter und gepflegter Mensch? Kann sich so jemand gewählt ausdrücken und seine Partnerin weniger blamieren?
Ich kenne viele Menschen mit und ohne Status und es gibt in beiden Gruppen genügend "Ausreisser" so dass der Status für mich bei der Partnersuche keine Relevanz hat.
Gruss Baslerin
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23.08.2011, 10:10Inaktiver User
AW: Der Selbsterkenntnis-Thread
Kann ich nicht nachvollziehen.
Respekt habe ich vor einem Menschen, nicht vor seiner Position.
Mal davon abgesehen, dass schon so einige "Mächtige" irgendwann übel auf den Pinsel gefallen sind.
Ich hätte z.B. überhaupt kein Interesse (und Respekt) an einer Partnerin, die mich umgarnt, weil ich Professor bin und mich links liegen liesse, wenn ich nur Assistenzarzt wäre.
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23.08.2011, 10:11
AW: Der Selbsterkenntnis-Thread
Ich kann es nur vermuten, aber vielleicht ist mit Status mehr der Habitus gemeint? Ich kann mir vorstellen, dass, wenn jemand aus einem intellektuellen Umfeld kommt, er diese Eigenschaften auch bei einem Partner sucht. Insofern ist Status losgelöst von Vermögen oder beruflicher Position (was man beides schließlich verlieren kann.)
Bildung ist mir auch am wichtigsten, aber nicht unbedingt akademische. Intellektuelle Menschen reizen mich nicht zwangsläufig, intelligente schon - was ich für mich als Partner ausschließen würde, wäre ein Bildleser, dagegen wären mir Schulabschluss etc. egal. Gleiche Interessen finde ich enorm wichtig, am liebsten wäre mir jemand, der ebenso gerne liest, leider lesen die meisten Männer nur Sachbücher und irgendwie ist ein Mann, der gerne Romane liest, mir vom Wesen her meist angenehmer und es gibt mehr Gemeinsamkeiten.
Ich mag große Männer, ansonsten ist mir das Aussehen egal.
Ich finde meine Ansprüche nicht übertrieben, denn am liebsten lasse ich mich sowieso überraschen.


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