Du spielst mit dem Feuer. Ist es dir das wert?
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29.07.2011, 10:43Inaktiver User
AW: Platonische Freundschaft mit Mann (auch nicht einfacher)
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29.07.2011, 10:51
AW: Platonische Freundschaft mit Mann (auch nicht einfacher)
Da er vergeben ist, verhält er sich absolut korrekt, indem er dich nicht zu Treffen ermutigt oder selbst welche initiiert, sondern nur ab und zu reagiert. Das wird die Grenze sein, die er einhalten will!
Daher würde ich ihn solange nicht mehr "bedrängen", bis du emotional soweit bist, eine Freundschaft als das zu sehen was sie ist: Eine Freundschaft, die dir schlicht und einfach vielleicht deswegen so wichtig wird, weil du ihn als "Verbündeten" siehst in einem anderen Land. Weil dadurch - gefühlt - soviele Gemeinsamkeiten da sind.
Er ist gebunden und macht dir keine Avancen - also musst du darüber hinwegkommen und das richtig und relativiert als eine unverbindliche Freundschaftlichkeit sehen!
Was deine Gefühle angeht, so hast du dein Defizit ja richtig erkannt: Du brauchst trotz allem mehr Austausch und Verbindlichkeit, eventuell auch mehr Leute mit deiner Mentalität. Das kann er alleine sowieso nicht erfüllen, und wenn das emotional für dich wird, erst Recht nicht.
Versuch also, konstruktiver an deinem eigentlichen Problem zu arbeiten: Dem Heimisch-Werden, dem Aufpeppen deines Freundeskreis mit anderen unkomplizierteren Beziehungen und dir realistische Grenzen einzugestehen usw.
Viel Glück!
Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.
Bertrand Arthur William Russell
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29.07.2011, 11:19
AW: Platonische Freundschaft mit Mann (auch nicht einfacher)
Liest sich wie ... naja...

Ich wusste nicht, dass die deutsche Sprache an sich so romantisch ist, vor allem da du noch andere deutschsprachige gute Freunde hast. Womöglich hat der Typ auch noch den "Wiener Schmäh".
Uiui, ja, da hats dich erwischt, denn alles was du beschreibst, klingt schon sehr nach Idealisierung eines an sich sehr losen Kontaktes (lose, weil du selbst dieses ungeheure Bedürfnis verspürst, das zu intensivieren). Diese Idealisierung hat mit Sicherheit die von dir selbst genannten Gründe. Aber da du selbst gebunden bist (das hatte ich glatt überlesen)...steuerst du tatsächlich gewaltig ins gefährliche Fahrwasser!
Das ist jedenfalls alles andere als platonisch von deiner Seite aus - also mach dir nichts vor!
Und nimms mir nicht übel, dass ich so salopp schreibe!
Da drängt sich mir der Eindruck auf, dass es ganz gut für dich ist, dass er es nicht so sehr von sich aus intensiviert. Sonst weckt er schlafende Hunde...Aus all diesen Gründen steuer ich eigentlich gerade nicht mehr an als etwas regelmässigeren Kontakt.
Kannst eigentlich dankbar dafür sein!
Geändert von Elwyn (29.07.2011 um 11:29 Uhr)
Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.
Bertrand Arthur William Russell
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29.07.2011, 19:02
AW: Platonische Freundschaft mit Mann (auch nicht einfacher)
Der Rat wird ja hier immer gerne gegeben

Aber was ist mit deiner Beziehung?
Möchtest du die aufrechterhalten? Im ersten Post schreibst du, dass du dabei bist, dich zu trennen, später nicht mehr. Schau doch da erst mal hin.
Vielleicht brauchst du ja ein neues Leben - eine Trennung, frischen Wind - muss ja nicht mit dem liierten Mann sein ...
KittyCoat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
Mae West: Goodness had nothing to do with it...
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29.07.2011, 20:59
AW: Platonische Freundschaft mit Mann (auch nicht einfacher)
Hallo,
ehrlich gesagt fühle ich mich jetzt aber etwas missverstanden. (Ausser von Kitty.)
Spiel mit dem Feuer finde ich etwas übertrieben, ich liege nun nicht nächtelang wach wegen ihm. Ich lasse Wochen verstreichen und spreche ihn nur an wenn wir uns zufällig treffen, obwohl ich oft einfach gezielt gucken könnte ob er dort ist (und hin dann vermutlich mindestens 2mal pro Woche antreffen würde). auch gemailt hab ich nur einmal wegen dem Wettkampf und den Mailwechsel dann von meiner Seite abgebrochen.
Auch an dem eigentlichen Problem arbeite ich. Das macht auch wirklich Spass, ich habe viele neue Leute kennengelernt in den letzten Monaten und das ist toll. Heimisch fühle ich mich hier sehr. Mich zieht eigentlich nichts zurück nach Deutschland, zumindest solange ich eben auch Austausch mit deutschsprachigen mrnschen haben kann. Wir sind hier sehr integriert mit einer tollen Nachbarschaft, meine Kinder haben hier ihre Freunde die wiederum nette Eltern etc.
Das was du fettgedruckt hervorgehoben hast aus meinem Post, Elwyn, war nicht auf ihn bezogen sondern auf jegliche Gespräche mit den deutschsprachigen Freunden und Bekannten. Vielleicht habe ich es nicht geschafft dieses "Besondere" einzufangen, was die Kommunikation unter Muttersprachlern nochmal anders macht und ich weiss nicht ob ich zu sehr davon ausgegangen bin dass diese Erfahrung schon jeder gemacht hat, aber ich bin nun schon sooo lange in einem fremdsprachigen Umfeld dass es manchmal einfach wie "nach Hause kommen" ist wenn man plötzlich auf einen Deutschen trifft. (Ganz krass ist das wenn ich einen Westberliner treffe, wir reden einfach im gleichen Takt, mit den gleichen Worten, dem gleichen Witz, der gleichen Mimik und den gleichen Gesten...)
Ich stimme dir zu dass es gut ist dass die Fronten geklärt sind, so dass ich auch zukünftig keine schlaflosen Nächte verbringen muss
Aber dass es mich "ganz schön erwischt hat" kann ich nun tatsächlich nicht so sehen. Ich wiederhole: Ich finde ihn als Mann eventuell interessant, aber das weiss ich noch gar nicht. Das Problem verschiebe ich jetzt mal auf den Zeitpunkt, wenn es auftreten sollte 
Übrigens hab ich ihn heute wieder kurz gesehen, ich hatte aber keine Zeit für nen Kaffee und so haben wir nu 10 Minuten im Korridor gequatscht. Ich war die Ruhe selbst, war witzig, unterhaltsam und so gar nicht nervös. (Für mich:
) Wir haben uns für Ende August zum Kaffee verabredet.
Und Kitty: Ja, ich bin gerade furchtbar am Rödeln mit meiner Beziehung. Trennung steht im Raum (nur von mir ausgehend), aber noch habe ich zwischendurch zu oft Tage an denen ich doch wieder an uns glaube. Was ich im Moment brauche ist vor allem Austausch mit anderen Menschen und mein eigenes Leben. Das war mir irgendwie abhanden gekommen in den letzten Jahren. Alles lief nur noch als Familie, mich gabs nur noch als Mutter und Ehefrau, aber nicht mehr als 100wasser. Ich habe mich auch selbst etwas verloren, das gefällt mir auch nicht. Habe aber auch gerade eine Therapie angefangen deshalb.
Also heute gehts mir sehr gut, vor allem weil ich endlich wieder einen normalen netten Smalltalk (oder etwas mehr) halten konnte und er mir dann vorschlug uns nach dem Urlaub zu sehen. Hach ich bin toll
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29.07.2011, 22:11
AW: Platonische Freundschaft mit Mann (auch nicht einfacher)
Ich glaube, dass du aus einer Angst heraus (wovor auch immer), die mit deiner augenblicklichen Partnerschaft zu tun hast, das innerliche Thema wechselst. Ein Strohhalm in schwerer Zeit. Der plötzlich sooo wichtig ist (Nervenbündel).
Erst die Beziehung regeln. Dann weiterschauen.
So würde ich es machen. Ich habe es auch mal andersrum gemacht, na schönen Dank, das Dilemma hätt ich mir doch gern sparen können. Statt ein Problem gelöst - zwei Probleme!
Schalt den Kopf ein, lass die Ängste nicht gewinnen sondern ran an den Speck in deiner Beziehung. Vielleicht auch mit ein paar Stunden Beratung? Sowas hat mir schon sehr geholfen!
LG KarlaThe original Karla
est. 2006











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30.07.2011, 11:57Inaktiver User
AW: Platonische Freundschaft mit Mann (auch nicht einfacher)
Erst war es nur ein Bekannter mit Freundschaftsoption, der dich so nervös machte, dass du extra einen Strang in der Bri eröffnet hast. Nach einigen Antworten outest du dich als doch verliebt. Was ja wohl ein sehr erheblicher Unterschied ist zu dem Verhältnis, das du in vielen wohlgeformten Sätzen beschrieben und beteuert hast. Jetzt bist du nun zur Frau mutiert, die zwar Gefühle hat, die aber unter vollster Kontrolle.
Wer hat eigentlich den nächsten Kaffee (Ende August) vorgeschlagen? Lass mich raten...
Pass auf dich auf, liebe TE
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30.07.2011, 12:34Inaktiver User
AW: Platonische Freundschaft mit Mann (auch nicht einfacher)
Dass man, wenn man im Ausland lebt, durch das Sprechen der Muttersprache eine Art Geborgenheit erfahren kann, kann ich sehr gut nachvollziehen. So erging es mir auch schon.
Bei Dir, 100wasser, kommen allerdings ein paar Dinge zusammen, was es etwas schwierig macht, da den klaren Blick zu behalten. Deshalb verwirrt Dich ja auch gerade das, was mit dem Österreicher passiert:
Kitty hatte schon den Finger auf die Wunde(n) gelegt:
Deine Beziehung mit Deinem Partner, die momentan auf töneren Füßen steht. Du selbst, da Du Dich selbst verloren hast, wie Du schreibst. Das, was also Deine alltägliche Lebenswelt ausmacht, ist momentan sehr von Unsicherheit geprägt. Man könnte auch "Heimatlosigkeit" dazu sagen. Keine Heimat mehr in der Beziehung. Keine Heimat mehr in sich selbst. Und letztendlich auch fern der eigenen Wurzeln, also fern der geographischen Ursprungsheimat, deren Verlust umso dringlicher empfunden wird, je stärker man innerlich verunsichert ist.
Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass Du im Austausch mit dem Österreicher endlich so etwas wie "Heimat" findest und empfindest. Er ist so was wie eine Insel der Sicherheit im weiten Meer der Unsicherheit, in dem Du gerade schwimmst. Aber pass' auf, dass der Boden dieser Insel sich nicht als Treibsand entpuppt. Sexuelle Anziehungskraft, die augenscheinlich, wenn auch "nur" unterschwellig zwischen euch da ist und die den feinen Unterschied zu Deinen anderen deutschsprachigen Kontakten ausmacht (das ist ja gerade das Spannende :-)), hat die Macht, Dich von dem, was eigentlich bei Dir ansteht, weg zu ziehen.
Da Du aber schon dabei bist, Dir Hilfe zu suchen (Therapie), beweist, dass Du trotz allem das Gespür für Dich nicht verloren hast und dass Du auf dem richtigen Weg bist. Bleib' dabei! Und gebe alles dran, zuallererst wieder Heimat in Dir selbst zu finden!
Geändert von Inaktiver User (30.07.2011 um 13:02 Uhr)
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31.07.2011, 09:27
AW: Platonische Freundschaft mit Mann (auch nicht einfacher)
Hallo schlaflos,
nein ich habe mich nicht als verliebt geoutet, aber ich sehe dass sich das vielleicht so liest weil sich mein "erwischt" auf Kittys Formulierung ich sei "schwer verliebt" beziehen lässt. Was ich damit meine war (wie ich dann später schrieb) ihn als Mann interessant finde. Aber da ich weiss dass er vergeben ist und ich noch nicht besessen genug bin
denke ich nicht in diesen Bahnen an ihn. Kann man nach dreimal Kaffeetrinken schon verliebt sein...? Ich kenne ich doch gar nicht.
Bruenette, du hast meine Heimatlosigkeit sehr gut auf den Punkt gebracht, danke
Da steckt viel Wahres drin.
Ich bin jemand der sein Schicksal recht schnell in die Hände nimmt (manchmal habe ich schon gedacht, ZU schnell) und so arbeite ich momentan auf mehreren Fronten. Die Trennung steht im Raum und ich pflege meine Freundschaften wieder mehr bzw. erweitere meinen Freundeskreis. Ich mache auch wieder mehr Sport fürs allgemeine Wohlbefinden
Deswegen kann ich Karla auch nicht ganz zustimmen dass ich erst die Beziehung aufräumen muss bevor ich auf den anderen Gebieten tätig werde. Ich will die ganze Situation jetzt zügig ändern und nicht einen Punkt nach dem anderen. Ich glaube auch nicht dass das nötig ist...
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31.07.2011, 10:08
AW: Platonische Freundschaft mit Mann (auch nicht einfacher)
Nach dreimal Kaffeetrinken kann man vielleicht noch nicht verliebt sein, aber ganz sicher "verknallt"... die Uebergaenge sind sicher fliessend und jeder definiert das anders, ausserdem fuehlt es sich jedesmal ganz anders an. Ist schwer in diese Schemen zu fassen, denn jede Begegnung ist anders.
ausserdem hast Du ihn auch auch so schon oefter ausserhalb des Kaffetrinkens gesehen und gesprochen, oder?
In vielen Dingen erinnert mich deine Situtation an meine eigene.
Vielleicht solltest Du bei Dir zuerst schauen, ob eine Trennung gerechtfertigt ist. Was genau schieflaueft.
Auf den Kaffe Ende August darfst Du dich natuerlich trotzdem freuen, dafuer beneide ich Dich ganz ehrlich
LG


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